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Topspiel in Wolfsburg, Neustart in Frankfurt

Von am 4. Dezember 2015 – 17.11 Uhr 10 Kommentare

Mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln verschaffte sich der 1. FFC Turbine Potsdam am vergangenen Spieltag weiter Luft, mit Vize-Meister VfL Wolfsburg erwartet die Brandenburgerinnen nun einen unweit schwerere Aufgabe. Der 1. FFC Frankfurt trifft im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Colin Bell auf den SC Sand.

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Der zehnte Spieltag findet vollständig am Sonntag statt, um 11 Uhr werden die Begegnungen in Jena und Frankfurt angepfiffen.

Angenehmes Weihnachtsfest bescheren
Der FF USV Jena empfängt den 1. FC Köln, der mit lediglich zwei Punkten auf der Habenseite abgeschlagen auf dem letzten Tabellenrang liegt und unter Zugzwang ist. Für die Kölnerinnen ist es das erste Spiel mit dem neuen Trainer Marcus Kühn. Schenken wird Jena den Rheinländerinnen nichts: Zuletzt zeigte die Mannschaft von Trainer Daniel Kraus gegen den 1. FFC Frankfurt, wie echter Siegeswille aussieht. In einem hart umkämpften Spiel präsentierte sich die Mannschaft hochmotiviert und verlor nur knapp mit 4:5. Gegen das Tabellenschlusslicht zählt für sie nichts anderes als ein Triumph. Co-Trainer Steffen Beck dazu: „Für uns kommen jetzt wichtige Wochen, in denen wir uns ein angenehmes Weihnachtsfest bescheren können.“

Frankfurt gegen Sand: Ein Spiel auf Augenhöhe
Wie gegen Jena, möchte Frankfurt sicherlich nicht wieder derart mühevoll drei Punkte holen. Jedoch ist gegen den SC Sand tatsächlich eine Partie auf Augenhöhe zu erwarten. Sand liegt nur zwei Punkte hinter Frankfurt auf Platz 5. Zwar kam das Team zuletzt über ein Unentschieden gegen Freiburg nicht hinaus, zeigte aber schon in vorangegangenen Partien eine beeindruckende Leistung. Das weiß auch FFC-Interimstrainer Matt Ross: „Der SC Sand ist ein gutes Beispiel dafür, wie stark und ausgeglichen die Liga in dieser Saison ist – für mich ist die bislang gute Platzierung unseres Gegners keine Überraschung.“ Dennoch möchte das Team alles daran setzen, die „intakte Position im Kampf um die Champions-League-Plätze zu festigen.“

Knüpft Freiburg an seine beeindruckende Leistung an?
Im dritten Aufeinandertreffen des zehnten Spieltags reist Bayer 04 Leverkusen zum SC Freiburg. Gegen Bayern München kassierte Leverkusen eine klare 0:5-Klatsche und auch in der einen oder anderen Begegnung davor, wie beispielsweise beim 1:1 gegen Werder Bremen, hatte sich Bayer vermutlich mehr erhofft. Um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien, zählt jeder Punkt. Aktuell noch auf Platz 10, möchte die Mannschaft weiter Boden gutmachen. Ob dies gegen Freiburg gelingen wird? Spätestens seit dem Spiel gegen Frankfurt und einem beeindruckenden 4:0-Sieg weiß die Bundesliga, dass der SC Freiburg immer für eine Überraschung gut ist.

Hoffenheim geht als Favorit ins Spiel gegen Bremen
Ähnlich schwierig erscheint der zehnte Spieltag für den SV Werder Bremen. Lässt man ausschließlich die Zahlen sprechen, ist die TSG 1899 Hoffenheim der klare Favorit: Werder verbucht sechs Punkte auf seinem Konto und belegt aktuell Platz 11 in der Tabelle, die TSG sammelte bisher 12 Punkte und liegt auf Platz 6. Die letzte Partie verlief für Hoffenheim jedoch alles andere als erfolgreich: Zu Hause verlor das Team von Trainer Jürgen Ehrmann deutlich 0:4 gegen Wolfsburg. Das Ziel ist aber „natürlich, beim Aufsteiger drei Punkte zu entführen. Damit könnten wir uns ein deutliches Polster zu den Abstiegsrängen erarbeiten. Vor dem Tor müssen wir wieder zielstrebiger und effizienter im Abschluss werden“, so Ehrmann.

Tabea Kemme

Haben Tabea Kemme und die Potsdamerinnen eine Chance gegen den VfL? © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Wolfsburg gegen Potsdam im Topspiel
Der VfL Wolfsburg hat zuletzt drei Siege in Serie feiern können und möchte daran gegen den 1. FFC Turbine Potsdam anknüpfen. Dabei muss das Team jedoch auf seine Stürmerin Alexandra Popp verzichten: Wegen einer Wadenverletzung kann Popp bis zur Winterpause nicht spielen. VfL-Trainer Ralf Kellermann erwartet eine enge Partie, auch wenn der Blick auf die Tabelle einen anderen Eindruck erwecken lässt: „Das ist für mich ganz klar ein Top-Spiel. Ich lasse mich nicht von Platzierungen blenden, sondern beurteile den Gegner nach dessen Potenzial – und das ist groß“. Dennoch kann Wolfsburg mit breiter Brust in die Begegnung gehen. In den vorangegangenen Spielen zeigte die Mannschaft eine solide Leistung, insbesondere auch im Defensivverhalten. Jede der letzten drei Partien entschieden sie zu Null für sich.

SGS reist nach München
Auf der Siegerstraße ist bislang auch der FC Bayern München. Am Sonntag erwartet der Deutsche Meister die SGS Essen. „Essen ist sehr gut in die Saison gestartet und steht nicht ohne Grund auf dem dritten Platz. Sie werden uns alles abverlangen, und es wird ein sehr zweikampfbetontes Spiel werden“, sagt Münchens Nationalspielerin Leonie Maier.

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10 Kommentare »

  • OrbisJack sagt:

    Mit diesem Zitat von Kellermann kann ich einfach nichts anfangen. Verstehe das nicht, sorry.

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  • Tiberias sagt:

    Da ist wohl eher Höflichkeit im Spiel und vielleicht gegenseitige Achtung. Unter den gegebenen personellen Voraussetzungen sollte für Wolfsburg eigentlich nichts anbrennen. M.E. kann es für Turbine nur noch darum gehen, im nächsten Ligaspiel gegen Bremen zu gewinnen, die Winterpause zu erreichen und in derselben schauen, was sich für die Rückrunde machen lässt. Auch gegen München wird wohl nichts auszurichten sein.

    (7)
  • F.B. sagt:

    Es ist die Frage, welche personellen Voraussetzungen bei Wolfsburg gegeben sind. Der Ausfall von Alex Popp kann sicher kompensiert werden, viel schwerwiegender wäre es allerdings, wenn Lena Gößling bis Sonntag nicht wieder fit wird (laut Kellermann entscheidet sich ihr Einsatz erst beim Abschlusstraining). In den letzten Wochen hat man mal wieder gesehen, wie enorm viel von ihrer Präsenz im Mittelfeld abhängt. Potsdam könnte in diesem Falle seine Chance wittern – auch wenn es natürlich bei der Favoritenrolle von Wolfsburg bleibt.
    Bei der Partie Bayern-Essen hoffe ich doch ein wenig, dass Essen vielleicht zum Stplperstein wird – oder dass es wenigstens mal länger 0:0 steht und Bayern auch mal im eigenen Stadion nicht nur hinten drin stehen kann.

    (7)
  • vikkybummsy sagt:

    Ich bin ja mal gespannt was in Frankfurt jetzt passiert. Spiel 1 nach Bell (heul). Wenn die Interimstrainer von Bell gelernt haben das Laudehr und Crno keine Defensiv-Spielerinnen sind ist schon viel gewonnen. Das Versprechen (Powerfussball) auf der HP läßt mich hoffen das es in die richtige Richtung gehen könnte. Und wenn dann noch so peu a peu der Nachwuchs integriert wird seh ich für Frankfurt gar nicht mal so schwarz was die gesteckten Ziele angeht.Nachwuchs braucht mutige Trainer und einen Manager der sich aus dem sportlichen raushält. Bei aller Liebe zum FF Herr Dietrich, sonst wird das nix.

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  • holly sagt:

    ich rechne mit einem klaren Sieg des FFC gegen Sand.

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  • Detlef sagt:

    TURBINE hat in der Autostadt eigentlich nichts zu verlieren, außer vielleicht sein Gesicht!!!
    Ein Untergang ala Jena sollte unbedingt verhindert werden, sonst brauchen wir am Mittwoch gar nicht erst antreten!!!

    WOB hat eigentlich genügend Leute die ein Tor erzielen können, sie brauchen Popp also nicht!!!
    Der Ausfall von Goeßling könnte da schon mehr ins Gewicht fallen, eine Spielmacherin ist sie aber auch nicht!!!

    Potsdam muß die Räume eng machen, und alle müssen sehr viel laufen!!!
    Ein Pressing wie in München, nur diesmal über die vollen 90 Minuten!!!

    Unser zweiter Anzug hat ja zuletzt einen wesentlich besseren Eindruck hinterlassen, als die von Schröder geplante Stammelf!!! 😉

    Ob es am Ende dann wirklich reicht etwas Zählbares mitzunehmen bleibt abzuwarten!!!

    (2)
  • translate sagt:

    „Frankfurt gegen Sand: Ein Spiel auf Augenhöhe.“

    Naja, der 1. und einzige Torschuß von Sand etwa 10min nach der Halbzeit – nein, halt, es gab noch eine direkt aufs Tor gezirkelte Ecke – gefühlte 15 bis 20 Ecken, eine reichliche Anzahl sog. 100%ger (auf der Linie geklärt) … dies alles sah eigentlich mehr wie die altebekannte FrauenBL-2-Klassengesellschaft aus.
    Es hätte auch leicht 5 oder 6:0 ausgehen, und niemand hätte sich beschweren können.

    Die auffälligsten Spielerinnen, in meinen Augen, waren die beiden Torschützen Maro und Islacker – aber auch Egmond (auf der 6) und Kerstin Garefrekes (mit Gesichtsmaske) wußten durchaus zu gefallen.
    Eigentlich sollte Anka Kremer das Tor hüten, sie wurde beim ‚Aufwärmen‘ allerdings schon verheizt.So kam, kurzfristig, die halbwegs ‚kalte‘ Anke Preuß zu ihrem ersten diesjährigen BL-debüt.

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  • tavalisk sagt:

    @OrbisJack: Was genau verstehst Du an dem Zitat nicht?

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  • balea sagt:

    Ich widme dieses Spiel von WOB vs Turbine den 95% Tippern im Tippspiel, für die es klar einen Wolfsburger Heimsieg hätte geben müssen.

    Und natürlich ganz besonders OrbisJack, der heute mal wieder ein gaaanz schrecckkkliches Spiel sehen musste.

    (2)
  • F.B. sagt:

    Tja, da war das Zitat von Kellermann wohl doch kein Understatement. Aber auch der treueste Potsdam-Fan hat heute sicherlich nicht mit fünf Toren gerechnet, die auch zum Großteil schön rausgespielt wurden. Man war achtzig Minuten lang die bessere Mannschaft.
    Aus Wolfsburger Sicht unerklärlich, wie man sich nach einer 2:1 Führung kurz vor der Halbzeit, danach so schnell zwei Gegentreffer holen kann. Die Führung zur Halbzeit war vom Spielverlauf her sicher schmeichelhaft, man schien in den letzten Minuten aber wieder eine höhere Passsicherheit erreicht zu haben und fand bessere Lösungen gegen das starke Potsdamer Pressing. Nach den Gegentoren waren Passsicherheit, Konzentration und auch Körpersprache wieder völlig weg.
    Dazu kommen mal wieder unerklärliche Blackouts des Trainerteams. Dass Nilla Fischer nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war, konnte jeder sehen, aber hier stellen sich die Fragen: Warum stellt man sie auf, wenn sie nicht fit ist, und warum zieht man nach ihrer Auswechslung Lena Gößling wieder in die Abwehr zurück, wo doch völlig klar ist, dass ohne sie im Mittelfeld nicht viel funktioniert. Da wechselt man dann mit Elise Bussaglia eine ultradefensive Mittelfeldspielerin ein, von der man weiß, dass sie eine gute Abräumerin ist, aber ein Spiel nicht anzukurbeln vermag. Wollte man das 2:3 halten? Dazu als „Krönung“ zum Schluss die Umstellung auf die unsägliche Dreierkette. Sicher sind diese Entscheidungen für die Niederlage nicht alleine ausschlaggebend gewesen, sie verhinderten es aber, dass bei Wolfsburg noch mal der Hebel umgelegt werden konnte.
    Das Spiel am Mittwoch wird so natürlich noch interessanter. Man darf vor allem gespannt sein, was sich Kellermann überlegt, um Svenja Huth in den Griff zu bekommen. Unglaublich, dass eine solche Spielerin zurzeit nicht in der N11 spielt.

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