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Champions League: Wolfsburg souverän, Frankfurt zittert sich weiter

Von am 18. November 2015 – 21.19 Uhr 27 Kommentare

Der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Frankfurt haben das Viertelfinale der UEFA Women´s Champions League gereicht. Während sich die Wolfsburgerinnen mühelos durchsetzten, verhinderten die Frankfurterinnen nur mit Ach und Krach das Aus.

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Nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel gewann der VfL Wolfsburg das Rückspiel gegen Chelsea LFC mit 2:0 (1:0). Vanessa Bernauer (12.) sowie ein Eigentor von Claire Rafferty (68.), die einen Schluss von Alex Popp ins eigene Tor lenkte, sorgten vor 1 632 Zuschauern für einen souveränen Erfolg der Wölfinnen.

Verdienter Erfolg
Wolfsburgs Trainer und Sportlicher Leiter Ralf Kellermann meinte nach der Partie: „Ich bin sehr erleichtert und glücklich, dass wir es wieder geschafft haben, in der Champions League zu überwintern. Wir haben es verdient. Man hat gemerkt, dass wir dem Tempo und den vielen Spielen etwas Tribut zollen mussten. Wie zuletzt konnten wir aber noch einmal nachlegen. Mit dem 2:0 war das Spiel dann durch.“

Frankfurt muss in die Verlängerung
Anders der 1. FFC Frankfurt, der sich trotz eines 2:0-Vorsprungs im Hinspiel fast noch die Butter vom Brot hätte nehmen lassen. Gegen LSK Kvinner setzten sich die Frankfurterinnen erst mit 5:4 im Elfmeterschießen durch, nach regulärer Spielzeit und anschließender Verlängerung hatte es nach Treffern von Emma Lundh (12.) und Kapitänin Marita Lund (70.) 0:2 zugunsten der Norwegerinnen gestanden.

Jubel des 1. FFC Frankfurt

Der Jubel des 1. FFC Frankfurt war nach dem entscheidenden Elfmeter grenzenlos © foto2press / Oliver Zimmermann

Glückliches Ende im Elfmeterschießen
Im Elfmeterschießen hatten die Frankfurterinnen das bessere Ende für sich. Mandy Islacker verwertete den entscheidenden Elfmeter, von zehn Schützinnen verfehlte nur Sherida Spitse das Ziel, die bereits in der regulären Spielzeit einen Elfmeter verschossen hatte (29.). Kerstin Garefrekes meinte: „Wir wollten es für die Zuschauer eigentlich nicht so spannend machen. Wir sind froh, dass wir es am Ende geschafft haben, auch wenn wir uns das ganz anders vorgestellt hatten.“

Lyon stark, Bayern-Bezwinger Twente ausgeschieden
Olympique Lyon gewann mit 6:0 (3:0) gegen Atlético Madrid und stieg somit mit einem Gesamtergebnis von 9:1 ins Viertelfinale auf. Ada Hegerberg (23., 57.), Lotta Schelin (25., 47.), Saki Kumagai (45.+1 Elfmeter) und Elodie Thomis (72.) erzielten die Treffer. Der FC Barcelona eliminierte Bayern-München-Bezwinger FC Twente mit einem neuerlichen 1:0 (1:0)-Sieg. Olga García erzielte den Treffer des Tages (25.). Im Viertelfinale steht auch der ACF Brescia, dem nach dem 1:0 im Hinspiel ein 1:1 im Rückspiel bei Fortuna Hjorring reichte. Nadia Nadim egalisierte zwar zunächst das Hinspielergebnis (55.), doch Daniela Sabatino (89.) sorgte fürs Weiterkommen der Italienierinnen. Das Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Örebro ist noch im Gange.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • F.B. sagt:

    Frankfurt heute mit mehr Glück als Können. Unglaublich, in was für eine Abwärtsspirale man sich in den letzten Spielen begeben hat. Offensiv hat man sich zwar mehr Chancen rausgespielt als zuletzt, aber was alleine Marozsan heute liegen gelassen hat, passt auf keine Kuhhaut mehr. Ein Torverhältnis von 0:8 in den letzten drei Spielen sagt alles. Letztlich hatte man Glück, das die wohl sicherste Elfmeterschützin von LSK heute zwei mal nicht getroffen hat.

    Bei Wolfsburg ist in den letzten Spielen eine deutliche Steigerung zu erkennen. Das einzige, was heute fehlte, war ein früheres 2:0, dann wäre die Nummer in der ersten Halbzeit schon durchgewesen. So hatte man im zweiten Durchgang mit dem Lattentreffer ein bisschen Glück, sonst hätte es noch einmal eng werden können. Insgesamt offensiv dennoch überzeugend. Gößling überragend, Hansen als ständiger Wirbelwind und Bernauer wieder mit ihrer alten Form aus der letzten Saison (nicht nur wegen ihres Tores). Still und leise hat sie Bussaglia auf die Bank verdrängt und sich in ihrem Passspiel im Vergleich zum Saisonbeginn deutlich verbessert. Auch die Harmonie mit Gößling gefällt mir sehr gut. Einzig bei Dickenmann und Bachmann war auch heute wieder keine Leistungssteigerung zu erkennen. Ich denke mit Bachmann wird man weiterhin Geduld haben, bei Dickenmann rechne ich aber damit, dass ihr ein ähnliches Schicksal droht wie Bussaglia.

    (7)
  • enthusio sagt:

    Unglaublich, Paris hatte ein Torverhältnis von 28:0 gegen Örebro, das Spiel ging aber 0:0 aus und Paris ist nur aufgrund der Auswärtstorregel nach dem 1:1 im Hinspiel weiter.

    http://de.uefa.com/womenschampionsleague/season=2016/matches/round=2000671/match=2018547/postmatch/commentary/index.html

    Zu Frankfurt fällt mir nur zweierlei ein:
    1) Wenigstens können sie Elfmeter schießen
    2) Sie haben eine Elfmeterkillerin als Ersatztorhüterin

    Immerhin …

    Und Colin Bells Dankgebet wird heute besonders intensiv ausgefallen sein 🙂 …

    (7)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    …aber nur 10 gingen wirklich auf’s Tor! Wennschon, dennschon, französische Abschlußschwäche halt!
    Bei OL war’s einer weniger beim 6:0!

    (1)
  • never-rest sagt:

    Noch mal Glück gehabt 1FFC. Die zuletzt schlechten Leistungen in der Liga setzen die Frankfurterinnen gegen starke Norwegerinnen nahtlos fort. Beeindruckend wie leidenschaftlich die Norwegerinnen ihre Chance gesucht haben. Viel hat wirklich nicht gefehlt, um den amtierenden Champion auf eigenen Platz raus zu schmeissen.

    Gute Analyse @F.B.: Bei WOB geht es sichtbar aufwärts. Gar nicht auszudenken, wenn endlich Bachmann, Dickenmann und Bussaglia die Spitzenleistung bringen, die man sich in Wolfsburg von den Stars versprochen hat. Zu sehen ist davon bislang recht wenig. Es fehlt ihnen leider noch immer die richtige Bindung zum Spiel der Wöfinnen. Da wartet auf Kellermann eine Menge Arbeit. Schade um Jakabfi. Wenigsten Faißt konnte heute eine Viertelstunde zeigen, dass sie ebenfalls mehr als eine Alternative ist. Überhaupt waren es heute in erster Linie wieder die altbewährten Spielerinnen, die WOB zum Erfolg geführt haben. Herausragend Goessling als Spielmacherin, die immer alles im Griff hatte, den Takt angab und die Bälle klug verteilte. Und Hansen macht einfach Spaß. Die wird einmal eine ganz Große im FF. Hoffentlich spielt sie noch lange in Wolfsburg.

    (13)
  • Herr Schulze sagt:

    enthusio: „Elfmeter-Killerin“… ist hochgegriffen, der war einfach schlecht geschossen. Sicherheit hat meines Erachtens auch Kremer nicht ausgestrahlt, aber wahrscheinlich will Bell das wie der Barcelona-Trainer mit Terstegen machen.
    In der Spielanlage war der LSK Kvinner über weite Strecken die bessere Mannschaft. Ich habe in der zweiten Hälfte gerätselt, ob es das Bells Taktik ist, sich derart weit zurückfallen zu lassen, oder einfach Schwäche. Sicher war diese Abwehr nie. Und das 2-0 hat so man regelrecht erbettelt. Und dann auch gekriegt.
    Erst nach diesem Treffer fand Frankfurt zum Kampf und damit ins Spiel zurück, wobei mir am besten ausgerechnet die sehr energische Störzel gefiel, von der ich bislang ja gar nix hielt. Da habe ich innerlich Abbitte geleistet.
    Der LSK war nach meinem Dafürhaltzen schon im Hinspiel besser als es das Ergebnis ausdrückte, und der FFC entsprechend schwächer. Schön aber, dass es gereicht hat.

    (5)
  • vikkybummsy sagt:

    Sherida Spitse hilft C. Bell über den Winter.
    Und die Knuddelstunde am Ende des Spiels zw. SiDi und Bell war schon fast peinlich.
    Was für ein grausiger Auftritt des FFC.

    (29)
  • sarah sagt:

    Wer gestern Collin Bell beobachtet und gehört hat, weiss warum es wahrscheinlich beim FFC nicht läuft. Immer eine negative Körpersprache, verunsichert die eh schon nervöse TH beim Elfmeterschiessen von aussen und spricht vor der Verlängerung kein Wort mit dem Team und wenn, dann überwiegend negativ und vermittelt ihnen: Ihr seid so schlecht! Wie sollen da denn Spielerinnen ein gute Leistung bringen?

    (25)
  • Horst Schlämmer sagt:

    Ich habe mir das Spiel vorurteilsfrei angeschaut. Der FFC am Anfang mit klaren Einschussmöglichkeiten, allerdings kläglich vergeben. Die Norwegerinnen werden durch ein dilettantisches Defensivverhalten und den eklatanten Torwartfehler von Kremer beim Eckball ins Spiel gebracht.

    Für mich unverständlich, dass die Norwegerinnen nicht mehr auf Standards spielten und alle Eckbälle oder Freistöße auf Kremer brachten. In der Strafraumbeherrschung hat Kremer viel Nachholbedarf.

    Der verschossene Elfer hat nicht zur Scherheit des FFC beigetragen. Insbesondere in der zweiten Halbzeit verschanzte man sich mit 8 Feldspielerinnen am 16er oder im 16er – in meinen Augen ein Offenbarungseid von Bell. Selbst dasMauern klappt nicht mehr Herr Bell.

    Am Ende viel Dusel, dass man im Hinspiel den klaren Erfolg schaffte und sich somit in das Viertelfinale retten konnte.

    Im Forum des FFC wird ein Sven Kahlert in Erinnerung gerufen, der vom Hof gejagt wurde, aber ein wesentlich ansehnlicheren Fussball spielen ließ.

    Auch fällt von User Uncle Otto der Name Sascha Glass (Interimstrainer), welcher offensiv attraktiv und erfolgreichnspielen ließ.

    Bell jedenfalls muss sich selber in allen Bereichen hinterfragen lassen. Den FFC hat er inzwischen mit seiner Kaderpolitik und seinem Taktikverhalten zu einer durchschnittlichen BL Mannschaft entwickelt, welche fußballerische Magerkost zur Zeit präsentiert.

    Mal sehen, was die Ukunft bringt.

    (21)
  • translate sagt:

    F.B.:
    „Frankfurt heute mit mehr Glück als Können.“

    Finde, diese Aussage trifft nur bedingt zu. Klar spielt bei einem 11m-Krimi auch das Quäntchen „Glück“ eine Rolle, man sollte allerdings auch sehen, dass alle 5 FFC Strafstösse eher auf „Können“ beruhten … was man z.B. schon beim ersten 11-er von Kvinner(Herlovsen) nicht unbedingt sagen konnte. (Glaube kaum, dass sie den SO gewollt hatte!)
    Kurz, diese 5 Elfer muss man auch erst mal alle so cool rein machen (gerade, wenn’s so garnicht läuft).
    Auch im Vergleich zu Kvinner standen, wenn man die ganzen 120 min in Betracht zieht, den Frankfurterinnen wohl eher mehr das Pech, ‚Unvermögen‘ (was auch immer), als das „Glück“ zur Seite.
    Klar, zeichnete sich ein Grossteil der Darbietung mehr durch „Krampf als Kampf“ aus – doch, wenn nun einmal absolut nicht der „Wurm drin ist“ (siehe Potsdam) kann man einfach auch nicht erwarten, dass (auf einmal) eine Gala abgezogen wird.
    Eigentlich war es gestern das 1.Mal seit vielen Spielen, dass diesem Team tatsächlich mal ein klein wenig das Glück zur Seite stand, bzw das Glückskontingent von Kvinner anscheinend ausgeschöpft war …

    Und – wer weiß? – vielleicht ist es ja gerade dieses „Quäntchen“ (inkl. dem ganzen Spielverlauf), dass etwas (‚Verfestigtes‘) erschüttert wurde und somit einen gewissen Impuls für einen Neuanfang ermöglicht(?)
    Daten & Fakten zu Spiel:
    http://www.uefa.com/womenschampionsleague/season=2016/matches/round=2000671/match=2018549/postmatch/commentary/index.html

    @Herr Schulze
    Hinsichtlich ihrer Beobachtung, betreffs Störzel, stimme ich mit ihnen überein. Sie scheint dem Team gut zu tun.

    (1)
  • Ludwig sagt:

    @enthusio
    Das komplette Spiel in 3 Teilen:
    https://www.youtube.com/watch?v=0QzAhU3hDaA

    (4)
  • enthusio sagt:

    @Ludwig:

    danke !

    (4)
  • Jennifer sagt:

    Der Colin Bell sollte während des Spiels einfach mal still sein. Schrecklich sein Gejammere! Ich könnte da auch nicht besser spielen. Trainer Bell hat überhaupt keine positive Ausstrahlung, nur am Jammern, nimmt überhaupt keinen positiven Einfluss auf sein Team und verunsichert beim Elfmeterschiessen auch noch die Torhüterin. Dazu noch seine Taktik, die weder die Spielerinnen noch die Zuschauer verstehen. Geht m. M. nach gar nicht!

    (16)
  • adipreissler sagt:

    Mein lieber Schlämmer,
    ich fürchte, das mit Kahlert war ironisch gemeint.

    (0)
  • Horst Schlämmer sagt:

    Hallo Herr Preissler,

    ich glaube nicht, dass es ironisch gemeint ist. Letztlich muss man konstatieren, dass Herr Bell derzeit eine unglückliche Figur abgibt. Souveränität sieht für mich anders aus.

    Eine derart destruktive Spielweise, wie sie Herr Bell praktiziert, steht Spielerinnen wie Laudehr, Islacker, Maroszan, Garefrekes etc. nicht gut zu Gesicht. Da erwartet man doch ein wenig mehr.

    Natürlich kann man argumentieren, dass Herr Bell die CL geholt hat, dennoch bleibe ich bei meiner Entscheidung des Abwärtstrendes unter seiner Regie. Viele Spielerinnen haben sich nicht weiter entwickelt bzw sogar zurück entwickelt.

    Insgesamt hat man den Eindruck, dass es derzeit bei allen Mannschaften des FFC einen Abwärtstrend gibt. Vll können Sie Herr Preissler mehr zu diesen Eindrücken sagen. Sie haben definitiv mehr Einblick bzw können sich ein Urteil bilden als meine Wenigkeit oder andere User anderer Vereine. Mich würde die Einschätzung interessieren.

    (12)
  • F.B. sagt:

    @never-rest: Danke für die Blumen.
    Die Frage ist, was man sich von Bussaglia, Dickenmann und Bachmann versprochen hat. Nach dem Ausfall von Kessler und dem Karriereende von Odebrecht war klar, dass man auf der Sechs noch etwas tun muss. Wenn dann auch noch Gößling ausfiel, wie das in ein paar Spielen in der letzten Saison der Fall war, hatte man im Mittelfeld eine große Lücke. Das scheinen mir die hauptsächlichen Gründe zu sein, die für eine Verpflichtung von Bussaglia sprachen. Wenn Gößling fit ist und Bernauer die Leistung der letzten beide Spiele bringt (vor allem wenn sie sich im Passspiel stabilisiert), bleibt für Bussaglia eigentlich kein Platz mehr. Ich finde, sie hat bisher keine schlechten Spiele gemacht, aber das Problem ist, dass sie Gößling nicht so gut ergänzt wie Bernauer (die vor allem im rustikalen Spiel und beim Kopfball ihre Stärken hat) und daher oft wie ein fünftes Rad am Wagen wirkt. Sie hat ihre Stärken im Verteilen der Bälle und da hat man halt schon Gößling, die das noch besser macht. Wenn man mal mit einem kompakten Mittelfeld spielen möchte, wie gegen Frankfurt und Chelsea im Hinspiel, ist sie eine Option, ansonsten wird sie sich wohl mit einem Platz auf der Bank anfreunden müssen.
    Bachmann finde ich mittlerweile schon ganz gut integriert, sie läuft auch viel, was ihr aber fehlt, ist Durchsetzungsvermögen und vor allem Zug zum Tor. Sie hat immer mal ein oder zwei gute Aktionen im Spiel, aber das war es dann schon. Vielleicht hat das ja in Schweden gereicht;-) Ich habe absolut keine Ahnung, wie sie es auf die Liste der Kandidatinnen zur Weltfußballer-Wahl geschafft hat, weder bei Wolfsburg noch bei der Schweizer Nationalmannschaft habe ich ein Spiel von ihr gesehen, das eine Nominierung rechtfertigt. Vielleicht hat sie einfach gute Berater, die sie da in der öffentlichen Wahrnehmung positionieren konnten.
    Dickenmann hat für mich bisher am wenigsten gehalten, was man sich von ihr versprechen konnte. Schwer zu prognostizieren, ob das noch besser wird oder ob sie einfach ihren Zenit überschritten hat. Für mich hat ganz klar Jakabfi im direkten Vergleich die Nase vorn und auch Faißt hat definitiv nicht schlechter gespielt.
    Alle drei sind für mich solide Spielerinnen, die einer Mannschaft helfen können, aber in meinen Augen besitzt keine von ihnen herausragende Fähigkeiten. Die Spielerinnen, an denen für mich der Erfolg von Wolfsburg zurzeit hängt (wenn man mal die stets solide Abwehr außen vor lässt), sind Gößling, Bernauer, Hansen und Popp. Und die sind alle auf einem sehr guten Weg.

    @translate: Du hast recht, dass Frankfurt gestern zum ersten Mal Glück hatte, dennoch haben sie für mich den Einzug in die nächste Runde nicht verdient. Hätte LSK in der ersten Halbzeit den Elfmeter verwandelt, wäre es das wohl gewesen. Schwer vorstellbar, dass Frankfurt in der 2. Halbzeit das Spiel noch einmal rumgerissen hätte. Für mich ist da keine Besserung in Sicht, so lange man Bell im Amt lässt. Die Fehler, die er in den letzten Spielen gemacht hat (falsche taktische Ausrichtung, zu späte Veränderungen und Wechsel) und auch die zurecht angesprochene negative Körpersprache und das ständige Gegröle lassen mich an seinen Fähigkeiten als Trainer stark zweifeln.

    (5)
  • translate sagt:

    @F.B.:
    Du empfindest den Einzug des Frankfurter Teams in die nächste Runde als „nicht verdient“ – für mein Gefühl jedoch war das Weiterkommen garnicht so unverdient.
    In Norwegen waren sie das klar spielbestimmendere Team und insgesamt, über beide Spiele gesehen, hatten sie eindeutig zahlenmäßig die besseren Torchancen.
    Das sind einfach Fakten – „hätte LSK in der ersten Halbzeit den Elfmeter verwandelt“ – sorry, das sind keine Fakten, sondern Fantasien, für eine objektive Beurteilung nicht wirklich hilfreich.
    (Genau so gut „hätte“ man sagen können: wenn es einen 11-er für das (wenn auch ungewollte) Handspiel der LSK-Spielerin gegeben „hätte“ (wie z.B. in Freiburg bei Simon’s Handspiel) – dann – „hätte“ (Fahrradkettenmantra).
    Ob Bell wirklich alles richtig macht? (WER macht das schon?)
    Die Schreiarien gingen zweifelsohne ein wenig zu weit, aber, wie wir alle, ist auch er bestimmt lernfähig und kann seine ‚Fehler‘ einsehen.
    Dass man ihm völlig/alleinig die Schuld für die momentane Situation zukommen lässt, finde ich ein wenig überzogen und nicht ganz fair. Die Auswahl der Neuzugänge, z.B., ist sehr wohl diskussionbedürftig – der damit verbundene Ausgleich der Abgänge kann man durchaus als „voll in die Hose gegangen“ bezeichnen.
    Die Feststellung, dass sich unter Bell viele Spielerinnen (@Herr Schlämmer) „nicht weiter entwickelt bzw sogar zurück entwickelt“ haben, kann ich z.B. auch nicht wirklich nachvollziehen.
    Ich kann mich sehr wohl an Spiele letzte Saison erinnern, die sehr schönen Fußball geboten haben – das war allerdings auch ein Team MIT einer Vero, Fishlock, Celia UND einer Maro, die ja erst seit kurzem wieder die Gelegenheit hat sich einzuspielen.
    Verglichen mit diesem (vorjährigen) Team steht jetzt eigentlich eine 1B-Mannschaft auf dem Platz. Eine Crno z.B., selbst eine Mandy Islacker (die sich, @Herr Schlämmer, (meiner Meinung nach) übrigens sehr schön entwickelt hat) saßen letztes Jahr oft auf der Bank.
    Der einzige Neuzugang der einigermaßen angekommen ist, scheint Jackie Groenen zu sein. (Leider hatte sich Theressa Panfil so früh verletzt … hatte mich so sehr auf sie gefreut.)
    Egal – dies ist wie gesagt nur ein Punkt, es gäbe bestimmt noch einige Punkte, die man beleuchten könnte, die (eventuell) zu der momentanen ‚Krise‘ beigetragen haben.
    WENN schon ein Positionswechsel geschehen sollte, dann würde ich eher (&nach wie vor) dazu tendieren dem Vereinsmanager einen Ortswechsel/Luftveränderung zu empfehlen.
    DIESER Einfluß erscheint mir immer noch viel zu dominant!
    Sorry (silly me), aber an Colin Bell’s Intuition (&Fähigkeiten) zweifle ich weniger, auch wenn sie manchmal ein wenig zu leiden-schaftlich/impulsiv ausfallen. (Nur zur Erinnerung, zu Zeiten von Kahlert und Dahm war der Ruf vehement nach einer starken(lauten) Stimme für das sog. „Staresemble“)

    (-4)
  • translate sagt:

    sorry – meinte natürlich „Intention“ – nicht „Intuition“ (hat zwar auch ihren Stellenwert, ist hier aber nicht gemeint).

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @F.B.
    Auch von mir ein Kompliment für die fundierte Beurteilung der beiden Spiele.
    Trotz alledem schön, das beide Clubs weitergekommen sind.

    Bei WOB ist sicherlich der Leistungszuwachs auch der derzeit guten Form L.Gößlings geschuldet, die sich wieder omnipräsent auf dem Platz zeigt u. auch insbes. auf „ihrer“ 6er Position spielen kann , wo sie das Spielfeld vor sich hat und nicht im eingeengten Raum hinter den Spitzen agieren muß.
    Ich sehe E.Bussaglia als durchaus wichtige Spielerin für d. VFL, da sie die Paßsicherheit hat, die V.Bernauer in der letzten Saison doch sehr vermissen ließ, ist jedoch in der Balleroberung bzw. in der Arbeit gegen den Ball nicht so stark wie diese. Auch ist sie bei Standards e. Alternative zu L.Gößling und sicherlich auch bei den vielen englischen Wochen für die Breite des Kaders unbedingt nötig,die auch e. Rotation erfordert.
    R. Bachmann hat noch zuwenig Bindung zu ihren Mitspielerinnen, da die Verständigung bezüglich der Laufwege noch einige Zeit, wenn nicht sogar auch e. Vorbereitungsphase benötigt, um in das Spielsystem mit ständig rotierenden Offensivspielerinnen hineinzukommen. Auch sie muß sich, wie auch Lena, schneller vom Ball trennen, wenn sich e. Abspielmöglichkeit bietet.
    Aufgrund der erkennbaren Leistungssteigerungen der Teams in d. ABL, haben die Spielerinnen deutlich weniger Zeit am Ball und müssen schneller reagieren.

    L.Dickenmann sehe ich mit einer normalen Leistung und habe auch keine höheren Erwartung gehabt, zumal auch sie sich an eine andere Liga gewöhnen muß, in der es eine Dominanz e. Übermannschaft e. Liga nicht gibt, die Räume sehr viel enger sind u. die Offensivspielerinnen b. Ballbesitz meist gedoppelt werden.

    Positiv für mich ist insbes. bei WOB auch die „Spätentwicklung“ e. A. Blässe, die inzwischen ebenfalls zu einer spielbestimmenden Persönlichkeit gereift ist u. an Kampfkraft kaum zu überbieten ist, zumal ihre technischen Fähigkeiten deutlich zugenommen haben.
    Verletzungsfreiheit vorrausgesetzt, ist C.Hansen mit diesen Fähigkeiten ( dribbelstark, passicher, schuss-u. abschlußstark u. auch mit e. für ihr Alter schon ungewöhnlichen Spielintelligenz )eine Klasse für sich.
    Z.Jakabfi fehlt noch die frühere Explosivität u. warum V.Faißt nicht mehr so viel Spielzeit bekommt ist mir nicht so klar.

    Zum 1.FFC.
    Das C. Bell, aus meiner Sicht, kein FF-Trainer ist, hat sich mir in den Entscheidungsspielen gegen WOB eigentlich eröffnet, da er den Umgang mit den Spielerinnen nicht beherrscht u. sich alles Andere als motivierend an der Seitenlinie darstellt.
    Selbst R.Kellermann hat die Unterschiede zu Männern erkannt u. bewußt auch e. Co-Trainerin ins Boot geholt um den „Besonderheiten“ weiblicher Spieler Rechnung zu tragen.

    Andererseits fragt man sich schon, warum, wenn denn von Aussen erfolgt, taktische Anweisungen von den Spielerinnen nicht oder nur ungenügend umgesetzt werden.
    Die Leistungen der sogg.Leistungsträgerinnen sind doch teilweise mangelhaft und eine bemühte S.Laudehr kann im doch rel.schwach agierenden MF allein keinen Umschwung herbeiführen. Da geht viel zu schnell die spielerische Linie verloren u. es werden zu schnell Bälle aus der Abwehr nach vorne geschlagen, da das MF nicht zur spielerischen Eröffnung bereit ist.
    Da hat der LSK Kvinner das wesentlich besser gelöst.
    Aus meiner Sicht ist auch D.Marozan keine 6er, dafür ist sie in der Arbeit gegen den Ball viel zu schwach u. es fehlt ihr auch die läuferische Härte, sie gehört als 10er o. 8er hinter d. Spitzen, wobei andere Spielerinnen die defensive Arbeit leisten müssen. Sie wird sicherlich den 1.FFC verlassen, insbes. wenn C.Bell dort Trainer bleibt.

    (12)
  • holly sagt:

    ich glaube das Sportler/innen in diesem Fall beim FF garnicht wirklich das realisieren was der Trainer/in reinruft.
    Jeder der schonmal eine Mannschaftssportart betrieben hat weiss wie schwer es ist in einem Spiel was zu ändern wenn es schlecht läuft. Dafür hatte der FFC letztes Jahr Vero und J.Fishlock. Simone Laudehr ist eine hervorragende Spielerin, sie ist aber nicht die Spielerin die alleine ein Team führen kann. Sie ist eine wertvolle Teamplayerin aber kein Leader.
    C.Bell hat in drei Jahren aus einem der Vorzeigeclubs im deutschen FF einen Mittelmaß Verein gemacht. Vor der letzten Saison kamen Vero und Fishlock und hatten ein Jahresverträge. Sie sind nun weck. Jetzt sind Smith und Van Egmond gekommen wieder mit Einjahresverträgen. Meiner Meinung nach weden beide auch nach der Saison wieder verschwunden sein. So hat man jedes Jahr einen Neuaufbau und wird keinen Blumentopf gewinnen.

    (1)
  • translate sagt:

    @Altwolf:
    Die Kommentierung über Marozsan und ihre Aufgaben/Eignung eines 6-er hört sich gut an und würde sich bestimmt noch besser anhören, wenn sie tatsächlich einen 6-er spielen würde.
    Schon letzte Saison spielte sie vor der 6 (Fishlock) und einen Tick defensiver als die 10 (Vero).
    Auch jetzt, in ihren ersten 3 Spielen, ist ihre Position VOR der 6 (Bartusiak) in etwa auf einer Linie mit Groenen. (Am Mittwoch spielte sie zeitweise sogar in vorderster Linie.)
    Von daher teile ich eigentlich ihre „Sicht“, dass sie „keine 6er ist“ – sie ist es & spielt es nämlich auch tatsächlich nicht.
    Das scheint sogar der böse Bell erkannt zu haben
    Wer weiß, vielleicht hat Marozsan (die sich übrigens mit einem „s“ zwischen dem „z“ und dem „a“ schreibt) ja auch schon die außerordentlichen Qualitäten des Welttrainers aus Wolfsburg erkannt … dann kann man sich ja auch in Wolfsburg an das „s“ gewöhnen. 😉

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @translate.

    Da bedanke ich mich bei Ihnen für den Hinweis auf die korrekte Schreibweise des Namens.
    Sicherlich auch richtig, das Maro am Mittwoch weiter vorne gespielt und bisher wohl auch nicht so oft eine typische 6er-Position gespielt hatte.
    Für mich ist es kein „böser“ C.Bell, sondern ein Trainer, der mich mit vielen seiner Aktionen und der vorgegebenen Spielweise verwundert hatte.

    Man möge mir verzeihen, aber ich sehe D.Marozsan lieber bei einem anderen Verein, als bei WOB, spielen.

    (6)
  • O. Christ sagt:

    Bei aller berechtigten Kritik an Colin Bell finde ich die Aussage, dass er „in drei Jahren aus einem der Vorzeigeclubs im deutschen FF einen Mittelmaß Verein gemacht“ (holly) haben soll, doch fehlgeleitet.
    Als Bell 2013 übernahm, war der 1. FFC im Vergleich zu seinen Glanzzeiten in einem desolaten Zustand: fünf Saisons mit nur einem Titel in den drei relevanten Wettbewerben, meist gar nicht in der CL vertreten, ein divenhaftes Ensemble nach Namen bezahlter Einzelspielerinnen, das nicht mehr als Team funktionierte und zuletzt mehrere Wechsel von – im Schatten des übermächtigen Managers stehenden – Trainern in einer Saison. Daran gemessen hat Bell Erfolge vorzuweisen und auch die Rollenverteilung zwischen Trainer und Manager scheint etwas ausgeglichener in die sportliche Richtung zu neigen.
    Was die Einkäufe angeht, so hat Frankfurt an relativer Attraktivität für in- und ausländische Topspielerinnen eingebüßt, was sicher auch finanzielle Gründe hat. Vor diesem Hintergrund hat man in Bells Amtszeit so schlechte Geschäfte nicht getätigt.
    Allerdings, und da stimme ich in die Kritik an Bell ein, scheint er nicht in der Lage zu sein, aus dem Kader dieser Saison das Beste zu machen. Dass nun Erinnerungen an Kahlert wach werden (welcher seinen Aufgaben in Duisburg und Sand eher gewachsen war), vermag nicht zu verwundern. Es gibt eben Konstellationen, in denen ein Trainer nicht dauerhaft passt und der Zeitpunkt kommt, wo er ersetzt werden muss.

    (4)
  • holly sagt:

    @ O Christ, naja wenn man es so einfach sieht dann hast du natürlich recht. Ich sehe aber den gesamten Verein FFC Frankfurt.
    Die 2te Mannschaft spielt im Moment gegen den Abstieg. Wenn man sich den Kader der 2 Mannschaft anschaut ist es eine Mannschaft die im oberen Tabellenbereich sein müsste. die B-Mädchen liegen auch schon 7 Punkte hinter dem Spitzenreiter. Jede dieser Mannschaften wurde Jahr für Jahr schlechter seit C.Bell da ist.
    Gut sie haben die CL und den Pokal gewonnen. Wie heisst es immer so schön im Leben gewinnen ist nicht alles.
    Ich sehe den gesamt Verein FFC Frankfurt schlechter aufgestellt wie vor der Zeit von C.Bell

    (-3)
  • Manuel sagt:

    @holly: Ein Teil der Probleme der unteren Mannschaften ist sicher hausgemacht. Immer wieder werden auf dem Papier Spielerinnen hochgezogen (sei es zur ersten oder zur zweiten Mannschaft), deren Chancen auf einen Einsatz nahe bei 0 ist. Deshalb wechseln immer wieder viele nach Mainz, Wetzlar oder zur Eintracht.

    Man hört immer wieder Gerüchte, dass die Aufstellungen der zweiten Mannschaft von oben diktiert wird und durch die ständigen Verschiebungen keine eingespielte Mannschaft auf dem Platz steht. Diese Punkte sind auf jeden Fall Sidi und Bell anzulasten.

    Dann hat der VfL auch etwas geräubert (siehe Sascha Glass und über den Umweg Mainz auch Mirella Junker). Das kann aber nicht die Ursache sein, hat aber vielleicht auch etwas dazu beigetragen.

    (4)
  • FFFan sagt:

    @ holly:
    „…die B-Mädchen liegen auch schon 7 Punkte hinter dem Spitzenreiter.“

    Diese Aussage ist seit gestern überholt!

    (3)

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