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SGS Essen verpflichtet Kozue Ando

Von am 21. Oktober 2015 – 12.05 Uhr 9 Kommentare

Frauenfußball Bundesligist SGS Essen hat die japanische Nationalspielerin Kozue Ando verpflichtet, die in der vergangenen Saison noch für Ligakonkurrent 1. FFC Frankfurt gespielt hat.

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Es steht zwar noch eine Abschlussuntersuchung aus, doch die Weltmeisterin von 2011 hat gestern schon ihr erstes Training an der Ardelhütte absolviert. Über die Vertragsdauer machte der Verein keine Angaben.

Von der Erfahrung profitieren

Essens Trainer Markus Högner erklärt: „Ich freue mich, eine so erfahrene Spielerin in unser junges Team zu bekommen. Von ihrer Erfahrung können die jungen Spielerinnen noch einiges lernen. Wir können nun einen weiteren Schritt tun.“

Kontakt schon vor der WM

Die 33-Jährige hatte sich bei der Frauenfußball WM in Kanada im ersten Spiel gegen die Schweiz einen Bruch des linken Sprunggelenks zugezogen. Von dort aus flog sie direkt nach Japan, um sich operieren zu lassen. Verein und Spielerin blieben während ihrer Rehabilitation in Kontakt und Anfang der Woche kam sie nach Deutschland zurück.

Kozue Ando

In der Vorsaison noch in Frankfurt, nun in Essen: Kozue Ando © Mirko Kappes/ girlsplay.de

Zurück im Ruhrgebiet

Kozue Ando meint: „Ich freue mich sehr, für die SGS Essen spielen zu dürfen. SGS Essen hat ein junges Team und es gibt viele technisch gute Spielerinnen mit denen ein gutes Pass- und Kombinationsspiel möglich ist. Für mich persönlich ist Essen eine neue Herausforderung. Ich habe viele Freundschaften während meiner Zeit in Duisburg gewonnen und das Ruhrgebiet gefällt mir. So freue ich mich wieder hier zu sein.“

Sieg im Testspiel

Unterdessen gewann die SGS Essen am Dienstag mit einem von Talenten aus der U17 und U21 ergänzten Bundesligakader ein Testspiel gegen den sc Heerenveen mit 2:1 (2:0). Die Ruhrstädterinnen waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und gingen durch Linda Dallmann in Führung (10.). Nur zwei Minuten später war Irini Ioannidou nach einer kurz ausgeführten Ecke erfolgreich. Den Niederländerinnen gelang in der zweiten Halbzeit nach einem Freistoß aus dem Gewühl heraus der Anschlusstreffer.

Aufstellung Essen

Jil Strüngmann – Sarah Freutel, Margarita Gidion, Vanessa Martini, Irini Ioannidou, Janina Meißner (75. Lisa Schlaghecke), Linda Dallmann, Jana Feldkamp, Sara Doorsoun (75. Sophie Röttges), Charline Hartmann (75. Eileen Hilmann), Kirsten Nesse (70. Laura Radke)

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

9 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Schön, dass Kozue Ando wieder ins Ruhrgebiet zurückkehrt ! Wir haben sie ja aus ihrer Duisburger Zeit noch in guter Erinnerung.
    Dann hat es also neben Brüggemann und Nesse doch noch eine weitere Neuverpflichtung für die Mannschaft gegeben. Laut Vereinshomepage „war [sie] schon zur Sommerpause in Essen im Gespräch“.
    Ich bin mir sicher, dass sie dem defensiven oder offensiven Mittelfeld zusätzliche Impulse geben wird und dass Hartmann und Schüller von ihren Aktionen profitieren werden.
    Erstaunlich ist für mich allerdings, dass die SGS mit ihrem doch wohl recht kleinen Saisonetat eine Spielerin dieses Kalibers finanzieren kann.

    (11)
  • xyz sagt:

    Ich denke dass sie nicht lange bleiben wird.In der Vergangenheit haben es erfahrene Spielerinnen nicht lange in Essen ausgehalten.Spatestens 2016 spielt sie woanders.

    (-12)
  • FFFan sagt:

    Da hat man sich in Essen wohl an eine Spielerin erinnert, die die SGS in der Vergangenheit mehrfach geärgert hat (Siegtreffer für Frankfurt in der Nachspielzeit in der Bundesligasaison 2013/14, ein Jahr später wiederum in der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand, dazu der Führungstreffer im Pokalfinale 2014)! 😉

    Wenn die 33-jährige Weltmeisterin von 2011 nach ihrer Verletzung wieder an ihre früheren Leistungen anknüpfen kann, ist sie für die SGS Essen sicherlich eine Verstärkung. Allerdings passt dieser Transfer nicht zur bisherigen ‚Philosophie‘, auf junge, vorzugsweise selbst ausgebildete Spielerinnen zu setzen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Verein sich treu bleibt oder seine Ideale dem kurzfristigen Erfolg opfert.

    @ xyz:

    Welche erfahrenen Spielerinnen haben es in Essen „nicht lange ausgehalten“?

    (2)
  • annanass sagt:

    Auch in Essen wird man einem Mehr an öffentlicher Wahrnehmung nicht ablehnend gegenüber stehen.die Gründe muss man vermutlich nicht erst erklären.ich vermag einen Strategie Bruch nicht zu erkennen.Kozue mit ihrer Erfahrung hilft hoffentlich den Nachwuchs nach vorne zu bringen.Eine Ikone in Essen,ein like von mir

    (10)
  • enthusio sagt:

    @FFFan:

    „Wir können nun einen weiteren Schritt tun“, so hatte es Markus Högner nach Andos Verpflichtung formuliert. Mit dieser Zielvorgabe ist es konsequent, die junge Essener Truppe durch eine erfahrene Nationalspielein zu verstärken. Es wäre ja auch sinnlos, wenn man sich auf Dauer mit dem Titel „best of the rest“ zufrieden geben würde.

    (9)
  • Königin sagt:

    温かい歓迎 Welcome liebe Kozue in Essen,

    erst einmal freue ich mich sehr, dass so eine tolle u. erfahrene Spielerin die junge Truppe in Essen verstärkt; natürlich mache ich mir so Gedanken über die „Finanzierung“… da wir ja alle wissen, dass die SGS noch immer keinen Trikotsponsor hat, hoffe ich sehr, dass wir uns finanziell jetzt nicht übernommen haben… Ansonsten wünsche ich Kozue alles Gute im Ruhrpott 😉

    (4)
  • wisser sagt:

    kozue ka.nn man nur beschäftigen, wenn man jemand gefunden hat,der sie finanziert. ähnlich wie in duisburg! und als der sein engagement eingestellt hat, war sie nicht mehr finanzierbar und weg! außerdem ist sie keine führungsspielerin. dazu spricht sie immer noch zu wenig, um nicht zu sagen kein deutsch, sie ist mehr als sprachfaul. deshalb kann sie nur mitlaufen.hart aber wahr. deshalb kann sie nur mitlaufen!

    (-9)
  • Sokrates sagt:

    @ wisser: Kozue ist in der Tat keine Führungsspielerin, aber sprachfaul ist sie auf keinen Fall. Sie ist nur ein ruhiger, zurückhaltender Mensch. Ihr Deutsch hat sie übrigens stark verbessert schon vor Beginn der letzten Bulli-Saison.

    Wie hoch ihr Gehalt sein wird, kann ich schwer einschätzen. Sie ist aber sicherlich keine raffgierige Söldnerin. Entscheidend für ihren Wechsel nach Essen war selbstverständlich die Nähe zu ihrer (äußerst sympathischen) Partnerin, die schon lange im Ruhrgebiet lebt. Es ist schön, dass Kozue der Buli erhalten bleibt und man sie (und ihre Freundin) wenigstens ab und zu wiedersehen wird. Welcome back in Germany!

    (9)
  • annanass sagt:

    Ich gehe mal davon aus dass sich auch eine Kozue Ando einen Platz in der Mannschaft verdienen wird müssen.Zumindest derzeit kann ja vermutlich niemand ihre aktuelle körperliche Fitness und ihre „Wettkampf Form“ voll einschätzen.Schätze es geht mit Kurzeinsätzen los,aber Kozue wird der SGS Essen helfen.Wetten das 😉

    (4)

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