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Champions League: Wolfsburg weiter, Aus für Bayern

Von am 15. Oktober 2015 – 0.05 Uhr 29 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat als erstes deutsches Team das Achtelfinale der UEFA Women´s Champions League. Den Deutschen Meister FC Bayern München ereilte hingegen überraschend das Aus.
Die Wolfsburgerinnen gewannen im heimischen AOK-Stadion nach dem 0:0 im Hinspiel gegen ZFK Spartak aus Subotika ungefährdet mit 4:0 (2:0). Eine halbe Stunde lang tat sich Wolfsburg wie eine Woche zuvor schwer, eine Lücke in die kompakte Defensive zu reißen, doch Verena Faißt brach den Bann (30.).

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Noch vor der Pause erhöhte Julia Simic (44.). In der zweiten Halbzeit trafen dann Lara Dickenmann (54.) und die eingewechselte Caroline Graham Hansen mit einem sehenswerten Treffer (62.).

Bayern-K.o. durch Auswärtstorregel
Die Champions-League-Hoffnungen des FC Bayern München nahmen hingegen ein überraschend frühes und jähes Ende. Nach dem 1:1 im Hinspiel schieden die Münchnerinnen durch ein 2:2 (1:1) im Rückspiel vor 1 072 Zuschauern im Grünwalder Stadion aufgrund der Auswärtstorregel aus. Jill Roord erzielte für die Gäste mit einem platzierten Schuss die Führung (13.), ein Eigentor von Kristina Erman (29.) nach Hereingabe von Vivianne Miedema brachte die Münchnerinnen ins Spiel zurück.

Schlussoffensive bleibt unbelohnt
Doch die Gäste gingen durch einen verwandelten Elfmeter nach Handspiel von Nora Holstad Berge durch Maud Roetgering ein zweites Mal in Führung (56.) und nun mussten die Münchnerinnen fürs Weiterkommen zwei weitere Treffer erzielen. Nach einem Foul von Maayke Heuver an der eingewechselten Nicole Rolser zeigte Schiedsrichterin Kateryna Monzul erneut auf den Punkt, Melanie Behringer glich aus (75.). Es folgte eine druckvolle Schlussoffensive der Gastgeberinnen, die allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. Und so schied der Deutsche Meister bereits im Sechzehntelfinale aus, so früh wie noch kein deutsches Team in der Champions-League-Geschichte zuvor.

Spielszene Bayern gegen Twente

Bayerns Kampfgeist gegen Twente wurde nicht belohnt © FCB Frauenfußball

Frankreich-Duo souverän
Souverän weiter kamen hingegen Olympique Lyon mit einem 3:0 (1:0) gegen KKPK Medyk Konin, nachdem die Französinnen bereits das Hinspiel 6:0 gewonnen hatten. Eugénie Le Sommer (2.) und Ada Hegerberg (69., 89.) erzielten die Treffer. Paris Saint-Germain gewann gar mit 9:0 (2:0) gegen Olympia Cluj und zog somit mit einem Gesamtergebnis von 15:0 ins Achtelfinale ein. Sabrina Delannoy (21. Elfmeter), Cristiane (42., 49., 63.), Lisa Dahlkvist (53.) Lindsay Horan (65., 66.), Corina Olar (70. Eigentor) und Ouylemata Sarr (84.) erzielten die Tore.

Zürich und Brøndby ausgeschieden
Ausgeschieden ist hingegen nach einem 1:1 nach Verlängerung (1:0, 0:0) der Schweizer Meister FC Zürich Frauen gegen Lillestrøm SK. Zwar brachte ein später Treffer von Fabienne Humm die Schweizerinnen in die Verlängerung (87.), doch Lene Mykjålland (99.) traf für die Gäste und machte das Weiterkommen perfekt. Das Aus kam auch für Dänemarks Titelträger Brøndby, der nach der 1:4-Niederlage bei Slavia Prag im Rückspiel trotz eines frühen Treffers nur mit 1:0 gewann.

Mühelos ins Achtelfinale
Ohne größere Mühe erreichten Fortuna Hjørring (4:0 gegen Minsk), der FC Rosengård (7:0 gegen PK-35 Vantaa), FC Barcelona (4:1 gegen FC BIIK Kazygurt), KIF Örebro DFF (5:0 gegen PAOK) und Chelsea LFC (3:0 bei Glasgow City) die nächste Runde. Auch der ACF Brescia ist nach einem neuerlichen 1:0-Sieg gegen Liverpool LFC eine Runde weiter.

Champions League, Sehnzehntelfinale, Ergebnisse

Mittwoch, 14. Oktober

VfL Wolfsburg – ZFK Spartak (4:0, Gesamt: 4:0)
Olympique Lyon – KKPK Medyk Konin (3:0, Gesamt: 9:0)
FC Barcelona – FC BIIK Kazygurt (4:1, Gesamt: 5:2)
Brøndby – SK Slavia Prag (1:0, Gesamt: 2:4)
FC Bayern München – FC Twente (2:2) (Gesamt: 3:3, Twente dank Auswärtstorregel weiter)
FC Zürich Frauen – Lillestrøm SK (1:1 n.V. Gesamt: 1:2)
FC Rosengård – PK-35 Vantaa (7:0, Gesamt: 2:0)
Fortuna Hjørring – ZFK Minsk (4:0, Gesamt: 2:0)
Liverpool LFC – ACF Brescia (0:1, Gesamt: 0:2)
KIF Örebro DFF – PAOK (5:0, Gesamt: 3:0)
Glasgow City – Chelsea LFC (0:3, Gesamt: 0:4)
Paris Saint-Germain – Olympia Cluj (9:0, Gesamt: 15:0)

Donnerstag, 15. Oktober

16.00 Uhr: Zvezda 2005 – Stjarnan (Hinspiel: 3:1)
16.30 Uhr: 1. FFC Frankfurt – Standard Lüttich (live auf Eurosport) (Hinspiel: 2:0)
18.00 Uhr: Zorkiy – Atlético Madrid (Hinspiel: 2:0)
20.30 Uhr: AGSM Verona CF – FSK St. Pölten-Spratzern (Hinspiel: 5:4)

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

29 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Wie erwartet ist es dem VfL Wolfsburg im Rückspiel gelungen, den Abwehrriegel des serbischen Meisters doch noch zu knacken. Mit dem Führungstreffer durch V.Faißt war das Spiel entschieden, da Spartak in der Offensive nicht stattfand. Mit dem 4-0 waren die Gäste am Ende gut bedient, angesichts der Überlegenheit der ‚Wölfinnen‘ wäre ein höheres Ergebnis gut möglich gewesen.

    Ein Schock ist dagegen das frühe Ausscheiden des FC Bayern, wenngleich es nicht ganz ‚aus heiterem Himmel‘ kommt: der FC Twente hatte sich schon im Hinspiel erstaunlich stark präsentiert und ist mit Sicherheit ein ganz anderes Kaliber als Subotica! Zu Recht haderte der Deutsche Meister später mit dem unberechtigten Handelfmeter, aber sie müssen sich auch ‚an die eigene Nase fassen‘, denn nach dem erneuten Rückstand verfiel die Mannschaft von T.Wörle in Hektik und versuchte es zu sehr mit der ‚Brechstange‘ (aber wir haben natürlich leicht reden, wir stehen ja nicht auf dem Platz! :-D), was gegen das gut organisierte Defensivbollwerk der Gäste aus Enschede nur noch zum Ausgleich (ebenfalls ‚vom Punkt‘) reichte. Das Unentschieden kommt einer Niederlage gleich!
    Jetzt heißt es für die ‚Roten‘ mindestens ein Jahr warten auf weitere Auftritte in der ‚Königsklasse’…

    Titelverteidiger 1.FFC Frankfurt geht heute mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ins Rückspiel gegen Standard Lüttich. Eine konzentrierte Leistung vorausgesetzt, sollte da eigentlich nichts mehr ‚anbrennen‘, so dass wir auch dieses Jahr wieder mit zwei deutschen Vereinen im Achtelfinale der Champions League rechnen können.

    Bemerkenswert: in den bisher absolvierten zwölf Partien hat sich (nach Hin- und Rückspiel) in nicht weniger als fünf Fällen das ‚ungesetzte‘ Team durchgesetzt, wobei der Erfolg von Twente Enschede (einziger Qualifikant im Achtelfinale!) gegen Bayern München wohl die größte Überraschung darstellt.

    (10)
  • football-women.com sagt:

    Dass Twente an einem Tag einmal ein Unentschieden erreicht, war ja noch nicht so gänzlich unwahrscheinlich. Zwei hintereinander schon, betrachtet man den Unterschied in der individuellen Klasse der Spielerinnen, und dass da wohl keine für Bayern gut genug wäre(?)
    Oder doch?
    Oder, ob Twente so gut ist wie Freiburg?
    Wer richtig informiert ist, weiss auch, dass sich die Überraschung trotzdem in Grenzen hält, warum das ein sehr, sehr, sehr gutes Ergebnis für Bayern und die Bundesliga (und Coach Wörle?) ist. Manchmal braucht man auch ein wenig Glück. Man muss aber auch erst einmal etwas daraus machen.

    (2)
  • never-rest sagt:

    Beide Elfmeterentscheidungen in München waren fragwürdig. Von daher ausgelichende Gerechtigkeit. Die Aufregung von Wörle über den Elfmeter für Twente lenkt daher nur von den sonstigen Unzulänglichkeiten des FCB an diesem Abend ab. Auffällig war allerdings schon, dass die sonst so sichere Abwehr der Bayern-Ladies durch das verletzungsbedingte Fehlen von Abbe arg löchrig war. Auch im MF konnte Bayern selten das Spiel kontrollieren. Twente hat mit einem beherzten und kampfstarken Konterspiel ihre Chance jedenfalls gandenlos effizient genutzt, was ja sonst das Markenzeichen des FCB ist.

    Das Sport1 Experiment mit der Liveübertragung des FCB in der CL ist jedenfalls früh gescheitert. Vor dem Spiel hatte der Kommentator noch vollmundig angekündigt, den Weg der Bayern-Ladies bis in das Finale begleiten zu wollen.

    (14)
  • waiiy sagt:

    Schade, dass es so gekommen ist. Ich hatte mir ehrlich mehr erwartet. Aber Respekt auch an Twente: welche Mannschaft hat es in letzter Zeit geschafft, in 2 Spielen 3 Tore gegen die Bayern zu erzielen? Von daher sehe ich auch da den Ansatzpunkt für das Ausscheiden. Wenn dies nur auf das Fehlen von Abbe zurückzuführen ist, dann muss man sich wohl über Alternativen den Kopf zerbrechen oder andere Spielerinnen als Ersatz aufbauen.

    Glückwunsch nach Wolfsburg! So langsam bauen sich die Wölfinnen auf und erreichen auch mit besserer spielerischer Leistung die gewünschten Ergebnisse. Das kann in den nächsten Wochen zum Lauf werden.

    (12)
  • Ralligen sagt:

    So läuft also ein Spiel wo Bayern mal kein Dusel hat,auf diese Gerechtigkeit mußte ich nun bis zum Spiel gg. Twente warten und es hat sich richtig gelohnt und hoffentlich hat der SC „Weiterspielen“(@Dummkopf) positive Ansätze aus dem Spiel mitgenommen und erntet diese auch.Warte auf einen längeren Bericht zu dem Spiel zwischen Bayern-Enschede von Mister Football-Women.Com und wäre eine Jill Roord reif für die AFBL ?

    (5)
  • Jan sagt:

    Bereits 2009 war der FC Bayern München mal frühzeitig an Montpellier Hérault SC gescheitert.
    Das Spiel von damals hatte einen ganz ähnlichen Charakter wie jetzt gegen FC Twente Enschede.

    Monsieur Platini, wieso ist es überhaupt erlaubt, dass ein FC Bayern München – mit Lewandowski & Co. – schon in einer so frühen Phase der UEFA Women’s Champions League immer auf soo starke Gegnerinnen trifft? Da geht doch was nicht mit rechten Dingen zu, oder?! 😉

    (-2)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Merkt denn keiner, dass der FCB zu sehr von einer seit geraumer Zeit formschwachen Leupolz abhängig ist? Ihre BL- und N11-Leistungen sind seit Wochen recht dürftig und alles andere als souverän, dafür hektisch und auf Zufälligkeiten aufbauend, wo auch zu viele Bälle verspringen oder nicht paßgenau zur Mitspielerin kommen. Letzteres zieht sich leider durch alle Mannschaftsteile.
    Rolser gehört für mich auch mal in die Start11 gestellt!

    (7)
  • Hitzfeld09 sagt:

    Ist schon einmal ein dt. FF-Team gegen eine nl. in der CL / EL herausgeflogen?
    Ist schon mal ein deutscher Meister in der 1. Runde herausgeflogen?
    Beides bestimmt nicht häufig.

    Also durchaus bemerkenswerter Vorgang.

    (9)
  • Hitzfeld09 sagt:

    Th. Wörle ist mir übrigens bislang vielfach als schlechter Verlierer aufgefallen – fast immer liegt es an Schiri-Entscheidungen, wenn seine Maderln nicht gewinnen. Diese Diktion ist mir bei seinem sehr sympathischen Vater damals nie aufgefallen.

    Den Handelfmeter musste man, das muss man zugestehen, nach dem Regelwerk der FIFA unbedingt geben.

    Den Foulelfmeter hätte man, da das Foul weitgehend vor dem 16er war, nicht unbedingt geben müssen. Aber mir gefiel da die klare Linie der Schiri.

    (11)
  • enthusio sagt:

    Ich habe eigentlich einen dritten Wechsel bei Bayern vermisst, konkret Eunice Beckmann oder Vanessa Bürki. Und was ist eigentlich mit Katie Stengel ?
    Zumindest Beckmann hat in der letzten Saison (oft auch als Einwechselspielerin) immer ihre Knipserqualitäten unter Beweis gestellt, in dieser Saison kommt sie aber nicht zum Zuge.
    Außerdem frage ich mich, warum Wörle Sabra Däbritz erst so spät gebracht hat. Mewis konnte ja nun mal überhaupt keine Akzente setzen, auch Leupolz hat dem Spiel keine Impulse gegeben.
    Es ist wirklich unglaublich, dass der deutsche Meister nicht in der Lage war, ein international zweitklassiges Team ohne Stars wenigstens in einem der beiden Spiele zu besiegen. Das Ausscheiden in der 1. Runde ist schlicht und ergreifend ein Debakel.
    Lyon und Paris, die noch in der Saisonvorbereitung im Valais-Cup gegen die Bayern den Kürzeren gezogen haben, haben wahrscheinlich gestern die Sektkorken knallen lassen nach dem Motto „Ein Titelkonkurrent weniger“. Und Wolfsburg und Frankfurt würden mit Sicherheit auch lieber gegen Twente spielen wollen als gegen Bayern. 🙂

    (12)
  • jochen-or sagt:

    Man fragt sich, ob dies wirklich eine Überraschung ist.
    1 : 1 in Jena sagt doch einiges aus.

    Es haben nicht nur die anderen Nationen im FF aufgeholt, sondern der deutsche FF ist auch insgesamt zurück gefallen.
    Wenn eine Leupolz schon als wichtige Stütze für unsere Nationalelf beschrieben wird, zeigt dies, auf welchem ( niedrigen) Niveau die NE anzusiedeln ist.
    Ich bin daher sehr gespannt auf Olympia und wage dem deutschen FF einige magere Jahre voraus zu sagen.

    Man muss schon von Glück reden, dass die Liga in Frankreich – mit den derzeit wohl größten Talenten – durch die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Vereine keine ernsthafte Herausforderung für die beiden Spitzenvereine Lyon und auch vielleicht noch Paris St.Germain darstellt und einige junge Großtalente auf der Bank dieser Vereine versauern dürften.

    Twente hat mir im Übrigen durchaus gut gefallen. Solide und robust und auch bemüht, dagegen zu halten, auch wenn Bayern ein Übergewicht hatte. Behringer hat m.E. ordentlich gespielt und war mehr Leitfigur als Leupolz – die vom Reporter gelobte -. Einmal mehr wie auch im letzten Spiel der NE fand ich sie ausgesprochen schwach. Ich kann nicht erkennen, wieso sie das Zeug zu einer Leitfigur der NE haben sollte.
    Allerdings sehe ich da auch keine andere deutsche Spielerin.

    (7)
  • Hitzfeld09 sagt:

    Jetzt noch zur Spielanlage:
    Twente hat die meiste Zeit hervorragend antizipiert, stand bei 2. Bällen meist goldrichtig, hat bei Kontern hervorragende Laufwege gezeigt und war deshalb bei Kontern immer brandgefährlich.
    Sie haben bis zum 2:2 eine gute Defensivarbeit gezeigt, sind dann aber ziemlich eingebrochen, wodurch es noch einmal spannend wurde.

    Insgesamt war die Umsetzung des taktischen Plans bemerkenswert gut und wurde zu recht belohnt.

    Ich war schon überrascht, wie wenig München, v.a. angesichts einer solchen individuellen Klasse!!!! – dagegen zusetzen hatte, da lief insgesamt nicht viel zusammen.

    PS: Ich freue mich schon auf die dislikes!

    (15)
  • tpfn sagt:

    bei tp hätten sich die leute schon wieder das maul zerfetzt wenn der gästetrainer nicht zur pk erschienen wäre, bei bayern interessiert es keine sau. vielleicht hat das fernbleiben auch etwas mit dem umgangston des th wörle zu tun, wurde das nicht schonmal in cloppenburg thematisiert?

    (0)
  • Michael sagt:

    Ich bin zwar FCB-Fan, aber dieser Auftritt gestern war schon sehr dilettantisch. Twente war das mehr robustere und clevere Team und hat den FCB-Frauen eindeutig den Schneid abgekauft. Der FCB erschien mir gestern spielerisch auf einem Niveau von U17-Juniorinnen: braver Mädchenfussball.

    (7)
  • Herr Schulze sagt:

    Abgesehen davon, dass man den Münchner Elfmeter auch als eingesprungene Schwalbe sehen kann (dem Ente-Elfmeter klare Handberührung vorausgeht),…

    http://www.womenssoccerunited.com/groups/uefa-womens-champions-league-201314/media/

    …bestätigt das CL-Aus doch das, was dem Trainer Wörle fälschlicherweise immer als Understatement nachgesagt wird. Keine besonderen Vorkommnisse also.

    (4)
  • enthusio sagt:

    Hier ein Beitrag aus Bayern-Sicht, der zwar eine interessante Spielanalyse liefert, mir diesmal allerdings viel zu unkritisch ist und die Leistung Twentes überdies zu sehr abwertet.

    http://miasanrot.de/fcb-frauen-twente-enschede/

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Ich habe eigentlich einen dritten Wechsel bei Bayern vermisst, konkret Eunice Beckmann oder Vanessa Bürki. Und was ist eigentlich mit Katie Stengel?“

    Die Tatsache, dass auf der Bayern-Bank noch Alternativen wie E.Beckmann oder V.Bürki saßen und eine K.Stengel es nicht mal in den Kader geschafft hat, zeigt, dass die Verletzungsmisere (aktuell fehlen V.Boquete, M.Iwabuchi, L.Lotzen, K.Baunach, S.Romert und C.Abbe) nicht ernsthaft eine Ausrede sein kann!

    (3)
  • Dori sagt:

    @FFFan:
    „Die Tatsache, dass auf der Bayern-Bank noch Alternativen wie E.Beckmann oder V.Bürki saßen und eine K.Stengel es nicht mal in den Kader geschafft hat, zeigt, dass die Verletzungsmisere (aktuell fehlen V.Boquete, M.Iwabuchi, L.Lotzen, K.Baunach, S.Romert und C.Abbe) nicht ernsthaft eine Ausrede sein kann!“

    Das sehe ich ein wenig anders.
    Klar ist, dass die vielen Verletzungen nicht als Ausrede dafür dienen können, dass man gegen Twente ausscheidet. Da stimme ich dir zu.
    Zwar ist Twente eine sehr robuste Mannschaft, die auch einige tolle Aktionen hatte, aber dennoch hätte Bayern locker gewinnen können, wenn sie die ein oder andere Chance genutzt hätten oder eben mehr kreative Spielerinnen auf dem Feld gehabt hätten. Stengel oder Beckmann sind für mich allerdings keine wirklich kreativen Spielerinnen, wie es um Beispiel eine Boquete, eine Lotzen oder ein Iwabuchi sein können.

    Die Aussage, dass die Verletzungsmisere nicht als Ausrede gelten kann, weil nicht alle spielfähigen Spielerinnen eingesetzt wurden, ist daher in meinen Augen nicht ganz schlüssig.

    Wörle hat meiner Meinung nach recht, wenn er sagt, dass die Mannschaft noch nicht auf diesem Top-Niveau angekommen ist, auf das sie immer wieder von den Medien und anderen Trainern gestellt wird. Sie sind durchaus in der Lage, richtig guten Fußball zu spielen, aber ihnen fehlt die Konstanz, teilweise auch die Erfahrung, aber vor allem auch kreative Spielerinnen, von denen die meisten im Moment eben einfach verletzt sind.

    Leupolz und Behringer haben sicherlich hin und wieder ihre guten Momente, aber trotzdem sind sie beide für mich nicht wirklich als kreative Mittelfeld-Spielerinnen zu bezeichnen. Ich denke, dass das auch der Grund ist, warum Mewis geholt wurde, die durchaus in der Lage ist, gute Pässe quer über das Feld zu schlagen und in die Gasse zu spielen, aber gegen Twente ist auch ihr nicht viel gelungen, was sehr schade ist. Ich hätte es der Mannschaft gegönnt.

    (1)
  • waiiy sagt:

    @Dori: Wenn man eine Meisterschaft (und damit den am längsten dauernden Wettbewerb), dann sollte das schon für Konstanz sprechen. Welches Kriterium sollte man sonst dazu heranziehen?

    (9)
  • Dori sagt:

    @waiiy
    Okay, ich hätte das vielleicht besser erklären sollen. Ich meinte mit mangelnder Konstanz nicht, dass sie Spiele verlieren, sondern eher, dass sie manchmal nicht das zeigen, was sie eigentlich können und unkonzentriert sind.
    Gegen Twente haben sie ja auch nicht verloren, wenn man genau sein will. Sie haben unentschieden gespielt, aber es wäre mit diesem Potential, das die Mannschaft hat, deutlich mehr drin gewesen.
    In der letzten Saison sind sie verdient Meister geworden, das ist für mich keine Frage. Aber trotzdem sind sie manchmal nicht so abgeklärt, wie man es eben von einem Top-Team erwartet. Sie sind meiner Meinung nach, wie Wörle es auch sagt, noch in der Entwicklung und ich bin mir sehr sehr sicher, dass sie in den nächsten Monaten noch stärker werden.

    Aber okay, ich bin vielleicht zu kritisch. Keine Mannschaft kann immer perfekt spielen. Die Spielerinnen sind ja auch nur Menschen. Auch Wolfsburg, der Titelfavorit schlechthin, hatte ja in dieser Saison schon einen Durchhänger.

    (3)
  • enthusio sagt:

    @Dori:

    Du redest Dir das Ausscheiden Bayerns schön.
    Dass kreative Spielerinnen wie Iwabuchi, Boquete oder auch Lotzen der Mannschaft gefehlt haben, ist ja unstrittig.
    Warum aber trotz ihres Fehlens dann durchaus torgefährliche Stürmerinnen wie Beckmann, Bürki oder Stengel trotz mangelhafter Chancenverwertung der anderen eingesetzten Spielerinnen in beiden (!) Spielen gegen Twente nicht zum Zuge kamen, bleibt mir unerklärlich.
    Es muß einfach der Anspruch einer deutschen Spitzenmannschaft sein, die 1. Runde gegen eine holländische Mannschaft zu überstehen. Wörle hat sich aber verzockt, als er in beiden Spielen nur zwei Wechsel vorgenommen und keine weitere Stürmerin gebracht hat.
    Letztlich hat Bayern sehr wohl verloren, auch wenn sie zweimal Unentschieden gespielt haben.
    Fakt ist ja: sie sind schon in der 1. Runde raus aus der CL und das ist einfach für den deutschen Vereinsfußball eine riesengroße Enttäuschung.
    Niemand weiß, ob sie 2016/17 wieder dabei sein werden.

    (5)
  • Karl sagt:

    „Niemand weiß, ob sie 2016/17 wieder dabei sein werden. “
    Hoffentlich nicht. Da fallen mir mindestens 3 Mannschaften ein , die die Liga besser vertreten koennen 🙂

    (2)
  • Ralligen sagt:

    @enthusio
    Dickes Lob für diesen Kommentar,Du hast mal wieder den Nerv der Zeit getroffen.Habe gerade den letzten Absatz bei Framba als Kopie reingestellt weil mir der so gefiel.Entschuldige bitte.

    (1)
  • Dori sagt:

    @enthusio:

    Ich habe lediglich gesagt, dass durch die Verletzten einige Kreativspielerinnen gefehlt haben und es der Mannschaft anzusehen war. Aber ich habe auch gesagt, dass Bayern trotzdem das Potential gehabt hätte, Twente zu schlagen und dass sie dieses Potential aber nicht immer abrufen können, so wie sie es auch gegen Twente nicht wirklich abgerufen haben. Das hat doch nichts mit Schönrederei von meiner Seite aus zu tun.

    (0)
  • enthusio sagt:

    @Dori:

    Sorry, aber Dein Zitat „Gegen Twente haben sie ja auch nicht verloren, wenn man genau sein will. Sie haben unentschieden gespielt …“ ist für mich Verniedlichung des Ausscheidens und Schönrederei.
    Bayern hat sein Ziel doch klar verfehlt, die erste Runde gegen einen Außenseiter zu überstehen. Traurig, aber wahr !

    (5)
  • Dori sagt:

    @enthusio:
    Wenn du mich schon zitierst, dann reiß mein Zitat bitte nicht aus dem Zusammenhang.

    Mein Vorredner hat das hier geschrieben:
    „@Dori: Wenn man eine Meisterschaft (und damit den am längsten dauernden Wettbewerb), dann sollte das schon für Konstanz sprechen. Welches Kriterium sollte man sonst dazu heranziehen?“

    Und ich habe das hier darauf geantwortet:
    „Ich meinte mit mangelnder Konstanz nicht, dass sie Spiele verlieren, sondern eher, dass sie manchmal nicht das zeigen, was sie eigentlich können und unkonzentriert sind.
    Gegen Twente haben sie ja auch nicht verloren, wenn man genau sein will. Sie haben unentschieden gespielt, aber es wäre mit diesem Potential, das die Mannschaft hat, deutlich mehr drin gewesen.“

    Das war also nur darauf bezogen, dass mein Vorredner gesagt hat, dass Bayern ja letzte Saison Meister geworden ist und deshalb keine mangelnde Konstanz auf Seiten der Bayern bestünde.
    Ich wollte damit nichts schön reden, sondern nur erklären, was ich mit „mangelnder Konstanz“ meinte, nämlich nicht das Ergebnis an sich, sondern die Spielweise, was wiederum als Kritik an die Bayern gemeint war und somit rein gar nichts mit Schönrederei zu tun hat. Es ist zweitrangig, ob Bayern verloren hat oder unentschieden gespielt hat, es diente nur der Erklärung.

    Ich will jetzt auch nicht groß diskutieren, ich wollte es nur richtig stellen. Ansonsten stimme ich dir ja in Vielem zu, was du so schreibst. Ich mag es nur nicht, wenn man mir etwas unterstellt, was ich gar nicht so gemeint habe. Ich hoffe, dass jetzt alles geklärt ist 🙂

    (1)
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Wörle hat sich aber verzockt, als er in beiden Spielen nur zwei Wechsel vorgenommen und keine weitere Stürmerin gebracht hat.“

    Ein Trainer ‚zockt‘ nicht! Er verfolgt einen Plan und reagiert ggf. auf den Spielverlauf. Ob die Einwechslung einer weiteren Stürmerin in diesem Fall etwas gebracht hätte, ist reine Spekulation.

    (3)
  • enthusio sagt:

    @FFFan:
    „Ob die Einwechslung einer weiteren Stürmerin in diesem Fall etwas gebracht hätte, ist reine Spekulation.“

    Wörle hätte es auf einen Versuch ankommen lassen sollen. Er hat auf den Spielverlauf unverständlicherweise nicht (bzw. falsch) reagiert. Sein Plan, ohne die Einwechselung einer weiteren Stürmerin das Ausscheiden noch zu verhindern, ist jedenfalls voll in die Hose gegangen. Er hat seine Möglichkeiten nicht ausgeschöpft und das muß er sich ankreiden lassen. Ob er sich verzockt hat oder nur sein Plan nicht aufgegangen ist, kommt aufs selbe raus.

    (1)
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Wörle hätte es auf einen Versuch ankommen lassen sollen.“

    –> Was ist wahrscheinlicher: dass Bürki oder Beckmann noch ein Tor schießt, wenn sie eingewechselt wird? Oder dass Evans oder Miedema noch ein Tor schießt, wenn sie nicht ausgewechselt wird?
    Diese Frage hat sich Thomas Wörle in der Schlussviertelstunde des Rückspiels bestimmt mehr als einmal gestellt. Schlussendlich hat er sich gegen einen dritten Spielerwechsel entschieden. Er wird seine Gründe dafür gehabt haben. Der Trainer am Spielfeldrand hat normalerweise mehr Informationen als ein (Fernseh-)Zuschauer.
    Jetzt kann man natürlich sagen, die Entscheidung sei „falsch“ gewesen, weil sie nicht den Erfolg gebracht hat. Aber wir wissen ja nicht, ob eine andere Entscheidung zu einem besseren Ergebnis geführt hätte. Deshalb mein Hinweis auf „Spekulation“.

    „Ob er sich verzockt hat oder nur sein Plan nicht aufgegangen ist, kommt aufs selbe raus.“

    –> Nein, eben nicht! Hämische Formulierungen wie „hat sich verzockt“ klingen anmaßend und lassen den Respekt vermissen, der auch einem Trainer entgegengebracht werden muss, der mit seiner Mannschaft aus einem Wettbewerb ausgeschieden ist.

    (3)

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