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Wolfsburg gewinnt in Frankfurt, Bayern patzt

Von am 11. Oktober 2015 – 17.13 Uhr 27 Kommentare

Der VfL Wolfsburg ist der große Gewinner des 5. Spieltags in der Allianz Frauen-Bundesliga. Die Wolfsburgerinnen gewannen das Topspiel beim 1. FFC Frankfurt. Und machten zudem auch Boden auf Tabellenführer Bayern München gut, der erstmals in dieser Saison nicht gewann.

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Der VfL Wolfsburg feierte beim 1. FFC Frankfurt vor 3 240 Zuschauern im Stadion am Brentanobad einen verdienten 2:0 (2:0)-Erfolg und brachte den Gastgeberinnen somit die erste Saisonniederlage bei.

Kuznik im Pech

Ein Eigentor von Peggy Kuznik nach Hereingabe von Zsanett Jakabfi brachte die Gäste früh auf die Siegerstraße (4.), Lena Goeßling baute die Führung vollkommen unbedrängt mit einem platzierten 18-Meter-Schuss aus (38.). Zwar hatten die Gastgeberinnen nach einem Foul von Isabel Kerschowski an Jackie Groenen anfangs der zweiten Halbzeit die Chance zu verkürzen.

Ogimi verschießt Elfmeter

Doch Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult hatte nur wenig Mühe, den schwach geschossenen Elfmeter von Yuki Ogimi zu parieren (50.). Zwar kamen die Frankfurterinnen in der zweiten Halbzeit aufgrund taktischer Umstellungen besser ins Spiel, doch Wolfsburg brachte den Sieg problemlos über die Zeit und verkürzte den Rückstand auf Frankfurt somit auf zwei Punkte.

Der VfL Wolfsburg bejubelt einen Treffer beim 1. FFC Frankfurt

Die Wolfsburgerinnen bejubeln ihren Treffer zum 1:0 © foto2press / Oliver Zimmermann


Kellermann: „Sieg tut uns gut“

Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte: „Das war die beste erste Halbzeit der Saison. Wir waren deutlich überlegen und haben verdient 2:0 geführt. Frankfurts Umstellungen haben dann gefruchtet, aber über 90 Minuten geht der Sieg für uns in Ordnung. Das tut uns richtig gut und ich bin stolz, wie die Mannschaft dem Druck standgehalten hat.“

Bell: „Nehme die Niederlage auf meine Kappe“

Frankfurts Trainer Colin Bell erklärte: „Das Eigentor aus dem Nichts hat Wolfsburg natürlich in die Karten gespielt. Wir hatten Probleme im Zentrum und ich nehme es auf meine Kappe, dass ich nicht schon ein paar Minuten nach dem 0:1 etwas geändert habe.“

Bayern lässt Punkte liegen

Vergoldet wurde der Dreier für den VfL Wolfsburg auch dadurch, dass Tabellenführer FC Bayern München beim FF USV Jena nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus kam. Zwar gingen die Münchnerinnen vor 800 Zuschauern durch Kristie Mewis mit einem platzierten Schuss in Führung (57.), doch Julia Arnold bescherte den Gastgeberinnen mit einem Schuss ins rechte untere Eck einen Punktgewinn (76.).

Jenas Trainer Daniel Kraus meinte: „Wir haben als Team gut zusammen gearbeitet und einmal mehr gezeigt, dass wir nicht nur guten Fußball, sondern auch mit Herz und Leidenschaft spielen. Klare Torchancen hatten wir sicher wenige, aber wir haben den FC Bayern 90 Minuten lang bearbeitet.“

Hoffenheim klettert auf Platz 4

Seinen Höhenflug fortgesetzt hat die TSG 1899 Hoffenheim vor 1 112 Zuschauern durch einen 2:1 (2:0)-Auswärtssieg bei der SGS Essen, der der Sieg von Trainer Jürgen Ehrmann zum Sprung auf Tabellenplatz 4 verhalf. Der Grundstein für den Erfolg wurde bereits in der ersten Halbzeit gelegt, Nicole Billa stellte mit zwei Treffern (9., 45.) ihren Torinstinkt unter Beweis. Zwar gelang den Gastgeberinnen durch Margerita Gidion noch der Anschlusstreffer (56.), doch es blieb beim Erfolg der Elf aus dem Kraichgau.

Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meinte: „Die erste Halbzeit war überragend. Die Mannschaft hat alles super umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Nach der Pause wollten wir Essen vom Tor weghalten, was uns nicht immer gelungen ist. Es war wieder eine herausragende Teamleistung, aus der man niemanden herausheben kann.“

Köln feiert ersten Punktgewinn

Zu seinem ersten Punkgewinn kam der 1. FC Köln durch ein 1:1 (0:1) beim SC Sand. Die Gastgeberinnen gingen zwar durch Nina Burger in Führung (17.), doch Anna Gerhardt sorgte mit ihrem späten Ausgleichstreffer (82.) für einen Teilerfolg der Kölnerinnen. Dabei hatte der 1. FC Köln in der ersten Halbzeit Glück, dass Anne van Bonn für die Gastgeberinnen einen von Tugba Tekkal an Nina Burger verursachten Foulelfmeter verschoss (34.).

Bremen punktet in Freiburg

Der SV Werder Bremen kam beim SC Freiburg zu einem 2:2 (1:1). Marie-Louise Eta sorgte für die frühe Führung des Aufsteigers (11.), doch Lina Magull drehte die Partie mit zwei Treffern zugunsten der Gastgeberinnen (24., 52.). Doch die Hanseatinnen gaben nicht auf und belohnten sich mit dem Ausgleichstreffer durch Gabriella Tóth (72.). „Mein Fazit zum Spiel? Zwei verlorene Punkte. Danke!“, so ein angefressener Freiburger Trainer Jens Scheuer.

Vierte Saisonniederlage für Potsdam

Bereits am Samstag kassierte der 1. FFC Turbine Potsdam bei Bayer 04 Leverkusen durch einen Treffer von Turid Knaak (9.) eine 0:1 (0:1)-Niederlage und ging somit im fünften Saisonspiel bereits zum vierten Mal als Verlierer vom Platz.



Tabelle Frauen-Bundesliga

PlatzTeamSpieleSUNToreTordifferenzPunkte
1FC Bayern München22183147:8+3957
2VfL Wolfsburg22152556:22+3447
31. FFC Frankfurt22151649:25+2446
4SC Freiburg2295838:24+1432
5SGS Essen221021039:37+232
6FF USV Jena2294930:45-1531
71. FFC Turbine Potsdam22931042:28+1430
8TSG 1899 Hoffenheim22841033:33028
9SC Sand22841029:30-128
10Bayer 04 Leverkusen22631321:56-3521
11SV Werder Bremen22341517:53-3613
121. FC Köln22331620:60-4012

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    Die AFBL lebt, von wegen langweilig: Jetzt lässt auch schon der FCB Punkte ausgerechnet in Jena liegen. Die Niederlage der SGS gegen Hoffenheim ist für mich genauso überraschend, wie die Punkte, die die beiden Aufsteiger auswärts geholt haben. Und schließlich macht WOB das Titelrennen wieder spannend. Der Auswärtssieg beim ersatzgeschwächten 1FFC war hoch verdient. Gefreut habe ich mich, dass Jakabfi und Hansen endlich wieder mitmischt haben.

    (10)
  • enthusio sagt:

    Hoffenheim hat heute in Essen bewiesen, dass der Verein sich in der Bundesliga endgültig etabliert hat. Mit sicherem Kombinationsspiel und guter Raumaufteilung machten sie es Essen sehr schwer, ins Spiel zu kommen. Markus Högner zog daher früh die Konsequenzen und ersetzte bereits elf Minuten vor der Halbzeitpause Sarah Freutel durch Ina Lehmann, um dem Spielaufbau mehr Stabilität zu geben.

    Zu diesem Zeitpunkt lag Essen allerdings schon verdient mit 0:1 hinten, als der österreichische Neuzugang Nicole Billa ein Mißverständnis zwischen Essens Torhüterin Lisa Weiß und einer Verteidigerin ausnutzte und den Ball ins Tor hob.
    Essen hatte anschließend mit einem Pfostenschuss Pech, doch umgekehrt mußte Nina Brüggemann in höchster Not kurz vor der Linie klären.

    Die verdiente Führung konnte erneut Billa kurz vor der Pause nach einer schönen Kombination zum 0:2 ausbauen.
    Essen hatte in der 1. Halbzeit außer dem Pfostenschuss lediglich zwei Torchancen durch Gidion und Dallmann, die aber kläglich vergeben wurden.

    Nachdem zu Beginn der 2. Halbzeit eine weitere Essener Torchance durch einen Brüggemann-Kopfball zu verzeichnen war, scheiterte Billa im weiteren Verlauf nach einem Konter frei auf Weiß zulaufend an der stark reagierenden Torhüterin.
    Das hätte eigetlich die Vorentscheidung sein müssen. Stattdessen wurde im Gegenzug ein Schuss von Lehmann von Hoffenheims Torhüterin Tufekovic soeben noch über die Latte gelenkt. Den anschließend von Hartmann getretenen Eckball verlängerte Brüggemann zu Margarita Gidion, die den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

    Nun hatte Essen mehr vom Spiel und setzte Hoffenheim zusehends unter Druck, dennoch verfehlte ein gefährlicher Schuss einer Hoffenheimer Spielerin nur knapp das Tor.
    Nach einem schönen Pass der erneut stark spielenden und unermüdlich rackernden Charline Hartmann pflückte Tufekovic Lea Schüller noch im letzten Moment den Ball vom Fuß. In der Schlußphase gab es noch zwei Möglichkeiten zum Ausgleich, aber eine Flanke Hartmanns wurde von der Hoffenheimer Abwehr geklärt und ein 20m-Freistoß derselben Spielerin ging rechts am Tor vorbei.

    Beide Trainer waren sich in der anschließenden Pressekonferenz einig, dass Hoffenheim vor allem auf Grund der klareren Torchancen der 1. Halbzeit einen verdienten Sieg errungen hätte, auch wenn die Essenerinnen bis zum Schluss alles versucht hätten, die Niederlage noch abzuwenden.

    (12)
  • Engel sagt:

    Gegen Hoffenheim(erstes Spiel ) 0:0 – Trainer sagt :super gespielt….
    Gegen Potsdam (Tabellenvorletzer, außer Tritt) 0:2 Trainer sagt:…………..“………..
    ! Gegen Köln (Tabellenletzter ). 6:1 – Trainer sagt.:…………“………..
    Gegen Wolfsburg ( auch außer Tritt, mit Glück ). 2:2 – Trainer sagt.:………….“………..
    Gegen Bremen ( Drittletzter der Tabelle ). 2:2 – Trainer sagt. : …-2 Pkt., Danke

    Immer das annähernd gleiche Mannschaftgefüge auf dem Platz – bei allen Spielen!
    Warum also jetzt auf die Mannschaft sauer sein? Bis auf Köln waren das doch immer „sehr gute Spiele“.
    Manchmal liegt es auch am vom Trainer vorgegebenen System, könnte man mal selbstkritisch hinterfragen und wenn da nicht die ausgeliehene Magull (-4 Tore) wäre…upps.

    (-2)
  • enthusio sagt:

    Hier kann man das Spitzenspiel Frankfurt-München noch einmal in voller Länge sehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=vtPYTSC49Pw

    (0)
  • FFFan sagt:

    Wurde Wolfsburg zu früh abgeschrieben? Im Stadion am Brentanobad zeigten die ‚Wölfinnen‘ in läuferischer und spielerischer Hinsicht eine ‚1a‘-Leistung. Frankfurt, bis dahin ohne Punktverlust und deshalb leicht favorisiert, hatte dem nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Der VfL hat nicht nur die besseren Einzelkönnerinnen, sondern macht auch als Kollektiv den besseren und reiferen Eindruck.
    Durch das unerwartete Unentschieden der Münchner Bayern in Jena ist das Meisterschaftsrennen nun wieder völlig offen!

    (6)
  • annanass sagt:

    Leverkusen hat mit sehr viel Herzblut in der Verteidigung den Sieg gegen die Turbinen festgehalten,Essen hat das Spiel gegen Hoffe ohne Herzblut in der Verteidigung hergegeben

    (1)
  • football-women.com sagt:

    @FFFan
    Aua.
    Hattest aber den Vorbericht zu beiden Spielen schon gelesen?
    Und entgegen unseren häufigen Übereinstimmungen bist du mir persönlich in dem Punkt immer ein bisschen schnell. Hört sich aber auch vielleicht bloss so an.
    Die N11 war nicht nach dem Ungarn-Sieg schnell wundergeheilt, und wieder ganz anders aufgestellt. Und bei Wolfsburg reichen 90Min reifer Eindruck vielleicht noch nicht, um sicher davon auszugehen, dass die eher unreifen Spiele davor nun plötzlich alle vergessen sind?
    Du hast mich da aber auf einen neuen Gedanken gebracht. Inwieweit vermitteln überlegene Einzelspieler den Eindruck, dass eine Mannschaft taktisch klug spielt? Barcelona Männer? Bayern Männer? Aber im kleinen auch aktuell Stuttgart? zum Beispiel
    Ich sitze jetzt seit 2 Minuten über dem Text und überlege. Ja, der Gedanke wird immer interessanter.

    (-13)
  • GG sagt:

    Als Augenzeuge im Stadion Am Brentanobad führe ich den Erfolg der Wölfinnen auf folgende Faktoren zurück:
    1) Rückbesinnung auf das erfolgreiche 1-4-2-3-1 – System;
    2) Nominierung von Lena Goeßling als ballsichere, häufig durchsetzungsstarke und stets spielintelligente Spielerin auf der 10er-Position (hinter der Sturmspitze);
    3) Zsanett „Jay“ Jakabfi als Mittelstürmerin.

    Darüber hinaus taktisch klug, die eminent athletische und schnelle Isy Kerschowski als LV aufzubieten; eingedenk der Tatsache, dass sie auf dieser Position nun allenfalls sehr wenig Erfahrung hat, hat sie ihre Aufgabe sehr ordentlich gelöst und insbesondere Kerstin Garefrekes keine nennenswerte Entfaltung ermöglicht.
    Ich stimme der Selbstkritik von Colin Bell absolut zu, erst mit der Hereinnahme von Laura Störzel (als Sonderbewachung von Lena Goeßling) zu Beginn der 2. Halbzeit erhielt der 1.FFC einigermaßen Zugriff auf das Spielgeschehen und konnte in der Folge eine ausgeglichene Partie gestalten.
    Weiteres Manko des 1.FFC die offenbar fehlenden Alternativen an Strafstoßschützinnen: Yuki Ogimi hätte aufgrund der Vorgeschichte nicht antreten dürfen, der Ausgang war vorhersehbar.

    Aus Sicht des Wölfinnen-Fans war vor allem in der 1. Halbzeit der spezielle Kampfgeist und die hohe Einsatzbereitschaft wieder spürbar. Hierfür sicherlich auch verantwortlich Jay, die bis zu ihrer erschöpfungsbedingten Auswechselung ständig für Unruhe in der 1.FFC-Abwehrreihe sorgte und überdies aus emotionalen Gründen für einen Teamspirit-Schub innerhalb der Mannschaft gesorgt hat.
    Und noch erwähnenswert: Die mannschaftsinterne Ansprache unmittelbar vor Spielanpfiff hat gehalten … Alex Popp !!

    Mein Fazit: Langsam wächst wieder zusammen, was zusammenpasst. Und ich trage mich mit der Hoffnung, dass das Trainergespann weitere Experimente zunächst zurückstellt und das Mannschaftsgefüge wachsen / sich stabilisieren lässt.

    (11)
  • Cujo31 sagt:

    Die Liga bleibt weiter Spannend.
    Zu Essen gestern:
    Der Aufbau gestern war einfach zu unkonzentriert.
    Zu viele unsinnige 1 gegen 1 Situation und kaum einfaches Passspiel.
    Hoffenheim in Halbzeit 1 besser aber ab Halbzeit 2 war wenig in sachen Spiel nach vorne.
    Das 2. Tor vor der Pause hat das Spiel entschieden.

    Ansonsten ein typisches Mittelfeldduell.

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @GG.

    Da wir beide vor Ort das selbe Spiel „in real life“ gesehen haben, teile ich Deine Beurteilung im Wesentlichen.

    Auch haben beide Trainer nach meinem Empfinden das Spiel auch richtig beurteilt.
    Das MF des 1.FFC war praktisch in HZ 1 nicht vorhanden und so konnten die Wölfinnen im MF mit L.Gößling, V.Bernauer u. E.Bussaglia schalten und walten wie sie wollten.
    Da die Frankfurterinnen dann auch noch den schnellen u.technisch guten Spielerinnen wie R.Bachmann, L.Dickenmann u. Z.Jakabfi freie Räume gestatteten, waren die Wölfinnen in der Lage viel Offensivdruck auszuüben und endlich hatte man auch mal das „Quentchen“ Glück, um im Abschluß auch erfolgreich zu sein.
    Zitat von vor mir sitzenden 1.FFC-Fans in HZ 1: „Oh Mann,die spielen uns hier an die Wand“

    Trotzdem bleibt bei WOB das Problem, das Lena, in der 2.HZ dann deutlicher, immer wieder den Ball zu lange führt u.dabei durch Doppelung den Ball verliert u.Vanessa einer guten Balleroberung zu oft den Fehlpaß folgen läßt.

    Durch die schnellen AV bei WOB mit A.Blässe u.I.Kerschowski wurden insbes. KG und auch M.Islacker wirkungslos gemacht.

    Wichtig war gestern das höhere Tempo im Spiel, so daß sich der 1.FFC oft nicht gut organisieren konnte.

    Noch eine Anmerkung am Rande: Schön, das der 1.FFC nun auch ein wirklich angemessenes Stadion hat, mit vernünftigem Komfort – insbes. Toiletten u.Sitz- Stehplätze mit einem guten Standard.
    Problematisch allerdings bei solchen sogg.Top-Spielen die Parkplatzsituation für auswärtige Fans – so wie wir es in WOB mit dem Stadion am Elsterweg hatten. Da must du 2 Stunden vor Spielbeginn sein um e. Parkplatz in der Nähe zu finden.

    @never-rest.
    Ja auch mich hat das sehr gefreut, Caro u. Jay wieder im Team spielen zu sehen. Das 3:0 wäre Caro zu gönnen gewesen, aber dann auch im Ergebnis zu hoch.
    Es wäre schon stark,wenn sich diese Spielerinnen noch mehr zu einem Team zusammenfinden und die Abläufe noch stimmiger werden.
    Gerade R.Bachmann hat schon besser in das Spiel gefunden als bisher.

    (10)
  • F.B. sagt:

    Der hervorragenden Analyse von GG kann ich mich im Grunde nur anschließen. Ich war ebenfalls im Stadion und teile die Eindrücke. Das war endlich wieder eine mannschaftlich absolut geschlossene Leistung, wo jede für jede gelaufen ist. Die Reinnahme von Jacabfi für Simic war sicher ein entscheidender Faktor, so hatte man vorne eine Spielerin, die permanent Druck auf die Frankfurter Defensive ausgeübt und diese zu vielen Fehlpässen gezwungen hat. Man hat auch gesehen, wie sich die Mannschaft für Zsanett gefreut hat, als ihre Flanke zum 1:0 abgefälscht wurde. Sie hat einfach ein anderes Standing im Team als Simic. Ein weiterer wichtiger Faktor war in meinen Augen auch die Rückkehr von Blässe. Es ist schwierig, gestern eine Spielerin des Spiels zu benennen, aber neben Gößling hätte das vor allem sie verdient.
    Ich hoffe auch, das man jetzt nicht wieder irgendwelche Änderungen vornimmt und mit dieser Formation und diesen Spielerinnen die nächsten Wochen weitermacht. Die Dreierkette gehört in eine verschlossene Kiste im Keller;-) Hansen sollte nach und nach an die Startformation zurückgeführt werden und mittelfristig die Position von Dickenmann einnehmen, Popp kommt in 3-4 Wochen zurück, mehr Änderungen braucht es nicht.

    (5)
  • enthusio sagt:

    Habe mir jetzt erst das Spitzenpiel in voller Länge ansehen können. Frankfurt kann sich bei Desi Schumann bedanken, dass sie nicht ne Klatsche bekommen haben. Von Garefrekes war im ganzen Spiel nichts zu sehen, Islacker und Ogimi waren trotz allen Einsatzes völlig abgemeldet.
    Die einzige nennenswerte Frankfurter Torchance war der Elfmeter. Laudehr mit ihrer Dynamik konnte in keiner Weise ersetzt werden.

    Bei Wolfsburg hat mir in einer Mannschaft ohne Schwachpunkte die eingewechselte Graham Hansen gut gefallen. Wenn sie wieder völlig fit ist, hat Wolfsburg wieder eine gute Option mehr im Angriff.

    Colin Bell hat ja nach dem Spiel schon genug Selbstkritik geübt, aber gegen eine hochmotivierte Wolfsburger Mannschaft, die nicht in der Tabelle 8 Punkte Rückstand auf Frankfurt und Bayern haben wollte, war man von vornherein völlig chancenlos. Ich wüßte nicht, mit welcher taktischen Änderung diese Niederlage hätte verhindert werden können. Frankfurt hat gestern schlicht und ergreifend seinen Meister gefunden.

    (5)
  • FFFan sagt:

    Ich habe eine interessante Analyse zum Spiel Frankfurt-Wolfsburg gefunden:

    http://miasanrot.de/gegnerwatch-frankfurt-wolfsburg/

    (4)
  • annanass sagt:

    Essen hat aus meinen Augen das Spiel eindeutigin der Abwehr verloren.Nur Brüggemann in Normalform,ohne klare zuteilung stand man viel zu hoch und ließ immer wieder die Stürmerinnen von Hoffe aus den Augen.2,3 einfache Pässe und LW sieht Hoffenheimerinnen blank vor sich auftauchen.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Die Resonanz hier ist wirklich alarmierend! Hier merkt man, was der Absturz von Potsdam für Auswirkungen haben wird/kann. Das Interesse am FF wird insgesamt sinken. Immerhin trudelt hier der Verein mit der größten Fanmenge in Richtung Tabellenkeller. Damit wird die Fanmenge dort geringer werden. Außerdem wird nicht mehr so viel darüber geschrieben (26 Beiträge im Thread über Lev-Pot ist auch wenig). Die Fans, die Potsdam immer gern kritisiert haben und darin auch einen Zweck ihres Daseins sahen, verschwinden auch nach und nach. Und auch an anderen Spielen sinkt das Interesse. Es wird kaum geschrieben über die Sensation, dass Bayern 2 Punkte verliert und auch nicht über das Spitzenspiel Fra-Wob, wo der Pokalsieger den CL-Sieger in die Schranken gewiesen hat, wo immerhin die Resonanz im Stadion sehr gut war.

    Meine Voraussagen für die nächsten Wochen:

    1. Das Zuschauerinteresse im Stadion in Potsdam wird nachlassen. Ich bin gespannt, wie voll die Tribünen am Wochenende gegen Essen sein werden.

    2. Die Anzahl der Beiträge hier wird schwinden.

    3. Die Streitgespräche um den Klub Potsdam werden weniger bissig geführt und in einen Wehklagen der Potsdam Fans und ein „habe ich doch immer gesagt“ der Anti-Potsdam-Fans übergehen.

    Mein Fazit: Der Niedergang Potsdams wird mehr Auswirkungen haben, als Viele denken oder befürchten. Man kann nur hoffen, dass Frankfurt möglichst lange annähernd das Niveau von München und Wolfsburg halten kann (dass ich das mal schreiben würde, hätte ich vor einiger Zeit auch noch nicht gedacht) und dass Wolfsburg und München richtig schnell eine richtige Fangemeinde aufbauen.

    (2)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Neben meiner ausdrücklichen Zustimmung zum Beitrag von waiiy, frage ich mal nach, ob meine Empfindung, dass in LEV die Schar des harten Turbinefankerns bereits deutlich kleiner war, u.U. zutrifft?

    (1)
  • never-rest sagt:

    Mag sein, dass Waiiy Recht behält. Aber WS widmet sich dem Turbine-Drama an diesem Spieltag auch in einem eigenen Beitrag: „Turbine Potsdam strauchelt weiter“. Wäre für den gesamten FF allerdings schlecht, wenn der Niedergang von TP anhält und die treue Turbine-Anhängerschaft den Glauben verliert.

    (5)
  • BirgitsStiefsohn sagt:

    @waiiy
    Die nervtötende Rechthaberei der Turbine-Hardcore-PosterInnnen war für mich der wesentliche Grund, mich hier nicht mehr zu äußern.

    (7)
  • helena sagt:

    @waiiy: Sind Fans, die abspringen, wenn es nicht so läuft, überhaupt Fans und von was für einer Fanbasis sprechen wir dann? Wahre Liebe zu einem Verein findet auch dann statt, wenn ein Verein absteigt! Erfolgsfan sein kann nun wahrhaftig jeder. – Leider, und da bin ich ganz bei Birgits Stiefsohn, war gerade diese Plattform, so interessant und informativ die einzelnen Beiträge auch waren/sind, das Forum, in dem sich besonders die Turbine-Fans tummelten, inkl. Schmähungen gegen andere Vereine. Was nicht unwesentlich dazu beitrug, dass kaum ein anderer wirklich Lust hatte, hier zu schreiben (mit Ausnahme der vergangenen zwei Jahre einige Wolfsburg-Fans, die sich aber auch einiges von Turbine-Fans vorwerfen lassen mussten).
    Aber nur weil hier dann keine Posts sein werden und die Erfolgsfans Potsdam den Rücken drehen, heißt das ja noch lange nicht, dass der Frauenfußball am Ende wäre. Man mag es nicht glauben, aber Potsdam ist nicht der Nabel der Fußballwelt.

    (11)
  • OrbisJack sagt:

    Das letzte mal das Potsdam so schlecht war, war vor 15-20 Jahren…wo die Stadion durchschnitt um die 2-300 war. Also da sind die fast alle gewöhnt an die Tabellenspitze. Vielleicht ist die Abgang/Abschied doch für die Rest der Liga eine gute Ding/erleichterung?

    (-3)
  • waiiy sagt:

    Es geht nicht darum, ob echter oder unechter Fan. Es geht um Menge, um Zahlen, um Präsenz, um Interesse von Medien und Sponsoren. Die meisten Zuschauer haben Frankfurt und Potsdam und entweder kommen München und Wolfsburg auch auf Dauer dahin, dass man einen Niedergang von Potsdam verkraften kann und Frankfurt hält sich irgendwie oder der FF wird einfach schrumpfen und noch mehr Nischenprodukt werden als bisher.

    Hier im Forum freue ich mich natürlich, dass jetzt viele neue Schreiber hinzukommen, die nur auf den Moment gewartet haben, da das Interesse aus und für Potsdam nachlässt. Da kommen schöne neue Aspekte zur Geltung. Ich werde die neuen BirgitsStiefsohn’s und helena’s aktiv beobachten und hoffe, dass es dann noch reger wird. Vielleicht kommen dann ja auch haufenweise Augenzeugenberichte aus Stadien wie Bremen, Köln, Freiburg hier hinzu.

    (1)
  • tpfn sagt:

    Da hier neben der BuLi maximal noch der Natio Beiträge gewidmet werden, wäre es bei einem Abstieg TP`s in die 2te Liga ja auch schwierig Infos rund um TP von deren Fans hier unterzubringen ohne das Thread-Thema zu verfehlen.

    Daher nochmals meine Bitte an womansoccer.de den Vereinen zusätzlich eigene Kategorien zuzuweisen, dann können sich die TP-Fans weiterhin hier tummeln, wenn sie das möchten. Vielleicht bekommt die Seite dann auch weitere Schreiberlinge, da Vereine der 2ten Liga dann auch hier vertreten sein könnten. Im Grunde ist das Erstellen von Kategorien maximal ne Stunde Arbeit und womansoccer.de wird sich künftig über zunehmende Userzahlen freuen.

    Klar das ständige Freischalten macht bestimmt mächtig Arbeit, aber da muss man halt abwägen.

    (-1)
  • Altwolf sagt:

    @waiiy,@helena,@BirgitsStiefsohn.

    Ist es denn nicht mehr eine Entwicklung, die sich jetzt abzeichnet ?
    Es halten sich offenbar insbes. die reinen „Clubfans“ Turbines derzeit zurück und nicht die, die sich auch dem FF insgesamt verbunden fühlen. Auch ist man natürlich motivierter im Erfolgsfall zu posten, als sich mit den Negativentwicklungen seines Vereines auseinanderzusetzen und das dann auch noch zu verbreiten.

    Da kann ich Dir @waiiy nur ein Kompliment machen, da Du auch immer die Relationen und Sachlichkeit trotz aller Emotionen gewahrt hast, so daß es auch immer eine niveauvolle Auseinandersetzung mit dir gab, abgesehen von den vielen Übereinstimmungen in unserer beider Einschätzung.

    Andererseits haben die oft „provokanten“ Statements natürlich auch mehr Stellungnahmen herausgefordert – leider, wie man an @Helena u. @BirgitsSteifsohn sieht, nicht immer mit dem nötigen Respekt u.zu oft auch in persönliche Beleidigungen abdriftend.

    Ich hoffe jedoch, daß sich die eigentlich gute Diskussionskultur und Informationsweitergabe – z.B. von den erlebten Spielen ( z.B. @enthusio) – fortsetzen wird und dadurch die Beteiligungen wieder zunehmen.

    (6)
  • helena sagt:

    Es geht sehr wohl um echter oder unechter Fan (jedenfalls wenn Sie solche Untergangsszenarien zeichnen wie oben). Denn diese Erfolgsfans gerieren ja erst die „Menge“ oder „Zahlen“, die dann das Interesse von Medien und Sponsoren wecken. Und gerade auch aus der Potsdam-Ecke wurde immer wieder betont, was für tolle Fans sie doch haben und was für eine Stimmung sei, im Gegensatz zur Grabesstille bei allen anderen Vereinen. Wenn jetzt genau diese Fans dem Verein den Rücken kehren und damit eben nicht mehr diese Zahlen gerieren, fragt sich der neutrale Beobachter schon, was denn dran sei an diesen Lobeshymnen und der wahnsinnigen Fanbasis.

    Und was wäre so schlimm daran, wenn der FF ein Nischenprodukt bliebe? Gerade aus der Potsdam-Ecke wurde doch gerne und viel über den Verfall der Sitten und des Anstands geredet, wenn mal wieder ein Spielerin wegen des Geldes (Stichwort: Gesamtpaket) wechselte oder ein neuer (potenter) Sponsor für zum Beispiel Frankfurt dazu kam. Was wurde auf Herrn Dietrich eingeprügelt, wenn er stolz den Vertrag mit der Commerzbank zückte (bei gleichzeitigem Vergessen der eigenen Sponsoren).

    PS: Ich glaube nicht an den Niedergang von Turbine Potsdam. Das größte Problem, welches Ihr habt, steht an der Seitenlinie und nicht auf dem Platz. Leider hat im Verein Niemand den Mut, Herrn Schröder vor die Tür zu setzen. Vergangene Meriten sind genau das: vergangen. Eine Veränderung wäre da dringend geboten. Dann ginge es auch wieder aufwärts.

    (6)
  • helena sagt:

    @Altwolf: Wo wurde ich unsachlich oder beleidigend?
    Sollte dem so gewesen sein, bitte ich um Entschuldigung, das war zumindest nicht meine Absicht.

    (3)
  • waiiy sagt:

    @helena: Ich denke schon, dass auch die Fanbasis (echte Fans) bei Turbine sehr hoch ist und dass man immer Zuschauerzahlen von ca. 800 – 1.000 erzielen kann, auch wenn der Erfolg länger weg bleibt. Aber auch die Zuschauer, die darüber hinaus kommen, sind in meinen Augen wichtig.

    Was die Professionalität und die Vergrößerung des FF angeht, bin ich anderer Meinung als die gängige Potsdam- und Schröder-Meinung. Ich bin froh über Sponsoren und über mehr Aufmerksamkeit. Für mich wäre es schon ein Traum, wenn der Großteil der Spielerinnen davon leben könnte und so ein Polster hätte, um sich nach Karriere ausreichend umorientieren zu können. Und ich sehe es als selbstverständlich an, dass die Spielerinnen auch wegen höheren Verdienst wechseln. Dafür habe ich übrigens vor nicht allzu langer Zeit von anderen Potsdam-Fans ordentlich Schelte einstecken müssen, weil ich von einer Spielerin behauptete, dass sie Potsdam nur als Durchgangsstation angesehen hat (zu Recht, wie man an ihrem Einsatz gestern gesehen hat).

    „Das größte Problem“ Potsdams sind die regionalen Gegebenheiten. Das ist schon ein Nachteil. Auf der Bank bzw. vor allem auch auf dem Managerposten sitzt sitzt das „größte Hindernis“, um das Problem zu bekämpfen. Aber ich bin bei Dir, dass das Hindernis schnellstens aus dem Weg muss, weil zusammen keine Veränderungen möglich sind.

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ waiiy:
    „Hier merkt man, was der Absturz von Potsdam für Auswirkungen haben wird/kann. Das Interesse am FF wird insgesamt sinken.“

    Wenn das richtig wäre, hätte es nie ein „Frauenfußball-Interesse“ gegeben, sondern lediglich ein „Turbine-Interesse“!

    (4)

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