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EM-Quali: DFB-Frauen siegen zweistellig gegen Ungarn

Von am 18. September 2015 – 17.54 Uhr 18 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationalelf ist mit einem erwartet hohen Sieg in die Qualifikation zur Frauenfußball EM 2017 in den Niederlanden gestartet. Gegen Ungarn gab es einen zweistelligen Erfolg.

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Vor nur 4 378 Zuschauern zur ungewohnt frühen Anstoßzeit in Halle (Saale) kam die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid zu einem 12:0 (7:0)-Sieg.

Bremer und Kemme erzielen erstes Länderspieltor

Alex Popp (7.), Leonie Maier (9.) und Tabea Kemme mit ihrem ersten Länderspieltreffer (15.) legten schon in der Anfangsphase der Partie den Grundstein für den Erfolg.

„Ich musste lange auf meinen ersten Treffer warten. Heute haben wir im letzten Angriffsdrittel einiges anstellen können, da rutscht dann auch mal ein Ball zu mir durch. Wir haben unsere Räume gut genutzt und sind gut über Außen gekommen“, so Kemme nach dem Spiel.

Noch vor der Pause erhöhten Melanie Behringer per verwandeltem Foulelfmeter (19.), Pauline Bemer mit ihrem ersten Länderspieltor (28.) und Lena Goeßling, die zwei Treffer in Folge erzielte (33., 39.).

Pauline Bremer erzielt einen Teffer gegen Ungarn

Pauline Bremer war mit drei Toren beste deutsche Torschützin © foto2press / Oliver Baumgart

Drei Wechsel für Halbzeit zwei

In der zweiten Halbzeit kamen Anna Blässe, Sara Däbritz und Melanie Leupolz in die Partie, das Spielfeld verließen Annike Krahn, Tabea Kemme und Anja Mittag.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ es die DFB-Elf etwas gemächlicher angehen, und Ungarn kam durch Viktória Szabó zur einzigen guten Chance des Spiels, doch ihr Heber ging knapp am von Almuth Schult erstmals als Nummer Eins gehüteten Tor vorbei (55.).

Weitere Torflut

Doch ein Treffer von Simone Laudehr (63.) war der Auftakt zu einer neuerlichen Torflut. Popp erhöhte mit ihrem zweiten Treffer rasch auf (66.) und auch Bremer gelang per Kopf nach Flanke von Däbritz ihr zweiter Treffer, der das Ergebnis zweistellig werden ließ (70.).

[laterpay_premium_download target_post_id="24528" target_post_title="Pauline Bremer: „Ich muss an meinen Schwächen arbeiten“" content_type="text" teaser_image_path=" /wp-content/uploads/2015/09/nk_pauline_bremer_large.jpg" heading_text="Pauline Bremer im Exklusiv-Interview" description_text="Die DFB-Nationalstürmerin spricht vor dem Ungarn-Spiel über ihren Wechsel zu Olympique Lyon und ehrgeizige Ziele mit der Nationalelf."]

Pauline Bremer erzielt ihren dritten Treffer

Leupolz erzielte nach erneuter Vorarbeit von Däbritz den elften deutschen Treffer (72.). Popp verpasste nur knapp die Chance das Dutzend voll zu machen (80.).

Doch Pauline Bremer ließ es sich nicht entgehen, ihren dritten und somit den zwölften Treffer des deutschen Teams zu erzielen (83.).

Neid: „Eine gute Vorstellung“

Damit kam der 17:0-Rekordsieg gegen Kasachstan aus dem Jahr 2011 in Reichweite. Doch in den Schlussminuten ließ die Konzentration angesichts der hohen Führung ein wenig nach und so blieb es beim 12:0-Erfolg zum Auftakt der EM-Qualifikation.

Bundestrainerin Silvia Neid meinte: „Es hat uns gut getan, nach 16 Minuten 3:0 zu führen. Dann waren wir gut im Spielrhythmus, haben das Tempo hochgehalten und auch Ruhe am Ball. Insgesamt war es eine gute Vorstellung, was das Spiel nach vorne angeht.“

Die dreifache Torschützin Pauline Bremer strahlte in die Fernsehkameras: „Das hat riesig Spaß gemacht, wir haben eine super Mannschaftsleistung gezeigt. Wir hatten ein gutes Positionsspiel und haben dadurch die Ungarinnen gefordert. Die Tore waren dann nur die Konsequenz.“

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • wisser sagt:

    bitte die kirche im dorf lassen! ( phrasen schwein)die ungarische Natio hatte das Niveau einer guten U17 aus der BL., mehr nicht.

    (2)
  • never-rest sagt:

    Spannendes Spiel 🙂 Jedes Trainingseinheit in der N11 ist vermutlich anspruchsvoller. Immerhin, einige Tore waren hübsch anzusehen.

    (7)
  • OrbisJack sagt:

    Also, eigentlich recht langweilig anzugucken, und dann die Gedanke dass wir noch 13 Monaten solche Spiele vor uns haben. Ja, drei punkte, ja, zwölf Tore…aber…ob mal eigentlich so eine Trainingseinheit (sehr Großzügige beschreibung) geeignet für Live TV ist?

    (-7)
  • bale sagt:

    ich freue mich auf das Freundschaftsspiel gegen England.das wird ein spiel auf Augenhöhe.

    (7)
  • enthusio sagt:

    Zum Vergleich: Schweden hat 3:0 in Moldawien gewonnen …

    Wie wohl die Stimmung in Schweden ist …

    (5)
  • Andi sagt:

    Das erwartete Spiel, das erwartete Ergebnis. Passt…

    (2)
  • FFFan sagt:

    Die Nationalmannschaft macht wieder richtig Spaß! 🙂

    Die Mannschaft sprüht vor Spielfreude und Elan, und was noch wichtiger ist: sie treffen endlich wieder das Tor!

    So darf es am Dienstag gerne weitergehen!

    (4)
  • Lusankya sagt:

    Naja, ich weiß nicht, ob das Ergebnis so erwartet wurde.
    Während der WM 2015 Quali hat Ungarn nie mit mehr als 4 Toren Unterschied verloren, u.a. gegen Frankreich.
    Wieso wurde also auf einmal ein 12:0 Sieg erwartet?

    (17)
  • translate sagt:

    @FFFan
    Ich gönne es der Mannschaft wirklich sehr, aber bei solch einem Gegner mit „Spielfreude und Elan“ zu glänzen und „das Tor zu treffen“ ist eigentlich fast schon eine Selbstverständlichkeit.
    Solche krassen Leistungsunterschiede werfen unweigerlich das alte Thema eines neuen/anderen Austragungsmodus auf.
    Alle 2 Jahre, so ähnlich (wie z.B. im Eishockey) feste A,B,C,D Gruppen mit z.B. 8 Mannschaften (jeweils 2 4-er Gruppen).
    Die jeweils beiden Letztplatzierten spielen den Absteiger aus – die jeweils beiden Erstplazierten spielen den Aufsteiger(Sieger) aus.
    (Eventuell könnte man noch ein Relegationsspiel zwischen dem Sieger der beiden Letztplazierten und dem Verlierer der beiden Erstplatzierten überlegen.)
    Zumindest wären hier spannende Spiele garantiert, die sich für die jeweilige Niveausteigerung auch tatsächlich bereichernd auswirken.
    Eine ‚Auseinandernehmen‘ des gegnerischen Teams (wie gestern) hat nur sehr wenig mit ‚Orientierung‘, sondern eher mit Demoralisierung zu tun!
    Ich denke nur an das Gesicht der ungarischen Torhüterin – es sprach Bände.
    Sie tut mir jetzt noch leid … 🙁

    (16)
  • holly sagt:

    @translate, dann lässt sich für die Uefa aber nicht wirklich Geld verdienen wenn die kleinen untereinander spielen, interssiert sich niemand dafür.

    (10)
  • enthusio sagt:

    @Lusankya:

    Du hast vollkommen recht, ein Kantersieg gegen Ungarn in dieser Höhe war nicht zu erwarten.
    Frankreich hat im letzten Jahr bei der WM-Quali 2x mit 4:0 gegen Ungarn gewonnen, Österreich in seinem letzten Quali-Spiel nur mit Mühe ein 4:3 erreicht.

    Man sollte das gestrige Ergebnis nicht schlechtreden, unsere Mannschaft hat diesmal wirklich überzeugt.

    (13)
  • Andi sagt:

    Also ich habe auf jeden Fall einen hohen Sieg erwartet und ich denke das ist bei der Qualität der deutschen Mannschaft legitim.

    (2)
  • Dori sagt:

    Also mir ist positiv aufgefallen, dass im Gegensatz zur WM viel mehr über die Flügel lief. Vielleicht oder sogar wahrscheinlich auch, weil mit Bremer endlich mal eine „echte“ Flügelspielerin eingesetzt wurde, die sich dort auch wohlzufühlen scheint. Jedenfalls hat sie mich auf dem Flügel viel mehr überzeugt, als auf der Stürmerposition, die sie ja auch schon in der Nationalmannschaft spielen musste. Zusammen mit Maier, die ja eh fast immer einen soliden Eindruck macht, hat sie ordentlich Wirbel gemacht.
    Außerdem hat mir sehr gefallen, dass Popp im Zentrum spielen durfte, wo sie sich auch sichtlich wohler gefühlt hat als außen. Jetzt fehlt nur noch, dass Lotzen vom Flügel erlöst wird, wenn sie wiederkommt und eine Rolle bekommt, in der sie ihre Fähigkeiten auch mal wieder zeigen kann und dann bin ich, was die Positionen betrifft, erstmal zufrieden.
    Bin gespannt, wie es dann im Mittelfeld wird, wenn Marozsan zurückkommt.
    Auch im Ungarnspiel hat noch nicht alles gepasst. Da sollte man sich von dem hohen Sieg und der frühen Resignation der Ungarinnen nicht täuschen lassen. Trotzdem bin ich zumindest etwas zuversichtlicher, als ich es noch vor dem Spiel war.

    (16)
  • Tedesco68 sagt:

    Welche Erkenntnisse zieht Frau Neid aus so einem Spiel? Ich hoffe zumindest die, dass sie es sich leisten kann, die Qualifikationsspiele zum testen zu nutzen. In der Halbzeit bei 7:0 fehlte ihr wahrscheinlich noch der Mut, Krahn (wirkt selbst gegen so eine schwache Mannschaft technisch überfordert) gegen Knaak auszuwechseln. Meine Vermutung, dass die drei Neuen keine Einsatzzeiten bekommen, hat sich gestern bestätigt. Bin mal auf Dienstag gespannt.

    (5)
  • wolle sagt:

    Nach diesem Spiel eine Einzelbewertung abgeben ist sehr schwierig, dafür war der Gegner einfach zu harmlos. Ein paar Dinge sind mir aufgefallen.
    +
    Pauline Bremer. Ihre Spielfreude und positive Ausstrahlung war offensichtlich. Schade das Sie dies nicht schon bei der WM zeigen durfte.

    Gößling ist und wird auch keine Spielgestalterin, dazu jede Menge Abspielfehler und viel zu langes Ballhalten. Da fehlt ein Typ wie Kessler, alternativ fallen mir spontan Simic oder Petzelberger ein.
    Die hier oft geforderte Blässe hat mich überhaupt nicht überzeugt. Sehr angagiert in der 2. HZ, aber was nutzt es wenn die Pässe nicht ankommen. Dazu auch techn. Schwächen, schaut bei Ballbesitz nur auf den Ball.
    Am allermeisten nervt mich aber das lustlose, genervte Auftreten von Fr. Neid. Wenn sie im Vorbericht den Gegner stark redet und dann ein Dutzend Tore einschenkt, wirkt das nicht wirklich fachlich kompetent. Warum lobt Sie Maro in höchsten Tönen, und setzt Sie bei der WM kaum ein?
    Ja Sie ist die erfolgreichste Trainerin im FF, aber Sie konnte auch immer aus einem großen Reservoir an Top-Spielerinnen zugreifen. Ihre Nachfolgerin wird sich es nicht mehr leisten können, Spielertypen wie Hanebeck oder Grings zu ignorieren, wenn Sie Erfolg haben möchte. Dafür ist im Nachwuchs zu wenig Klasse. Bin wirklich auf Steffi Jones gespannt, vor allem auf ihr Team.

    (14)
  • Königin sagt:

    Ich will ja diese „Spaß-Veranstaltung“ nicht stören… Aber ich war live in Halle und ich möchte solche Spiele mit solchen hoffnungslos überforderten Gegnern nicht mehr sehen… Auch wenn Ungarn aus ihrer Sicht versucht hat, gegen Germany irgendetwas entgegenzusetzen = für einen neutralen Fußball-Fan kann so ein Spiel nur eine „Qual“ sein ;( Wie soll ich als Fan von Germany so ein Spiel einordnen.. Viele schöne Tore u. die Stimmung war auch nett…Um hier ein wenig „Schleichwerbung“ zu machen = „… macht ohne mich weiter – ich bin mal raus…“ Ich komme gerne wieder, wenn es mal ein engeres Spiel gibt… Lieber ein spannendes 0:1 als so ein 12:0 …Sorry

    (3)
  • FFFan sagt:

    @ translate:
    „…bei solch einem Gegner mit „Spielfreude und Elan“ zu glänzen und „das Tor zu treffen“ ist eigentlich fast schon eine Selbstverständlichkeit.“

    Schön wär’s! Ich kann mich an ein Spiel gegen Kroatien vor zwei Jahren in Frankfurt erinnern, bei dem sich die DFB-Frauen nach torloser erster Halbzeit schließlich zu einem 4-0 quälten und selbst dazu noch zwei Eigentore des Gegners benötigten…

    Man kann selbst gegen sogen. ‚kleine‘ Gegner nicht zuverlässig vorhersagen, wie das Spiel laufen wird. Deshalb war ich vorgestern vor allem in der ersten Halbzeit angenehm überrascht vom ‚Spielfluss‘ in unserem Team. Das frühe 1-0 und das schnelle 2-0 haben dabei sicherlich dafür gesorgt, dass gleich ‚der Knoten geplatzt‘ ist. Eine Garantie, dass dies übermorgen genauso sein wird, gibt es aber nicht!

    (7)
  • translate sagt:

    @FFFan, ich weiß schon was du meinst … deswegen habe ich ja auch gesagt „fast schon“.
    Trotzdem sollte doch alles aber in einem gewissen Rahmen bleiben, und hohe bzw. 2stellige Ergebnisse sind in diesen Qualifikationsrunden gar nicht so selten, bzw. „fast schon selbstverständlich“.

    Zur Verdeutlichung dieses unsinnigen Qualifizierungmoduses, nochmal das Eishockey-Beispiel – niemand würde z.B. von Rußland oder Tschechien erwarten ein Qualifikationsspiel gegen Spanien auszutragen (mit der Scheinargumentation, dass dadurch ja das spanische Eishockey so ungemein gefördert wird)!?

    (3)

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