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EM-Quali: Außenseiter Ungarn will sich teuer verkaufen

Von am 17. September 2015 – 10.00 Uhr 2 Kommentare

Nach der WM ist vor der EM. Gegen Ungarn startet die deutsche Nationalelf am Freitag (16 Uhr, live im ZDF). in die Qualifkation zur EM 2017 in den Niederlanden. Doch wer steckt hinter dem vermeintlichen Außenseiter? Bekannteste Nationalspielerin ist Zsanett Jakabfi und auch andere Spielerinnen sind aus der Frauenfußball Bundesliga bekannt.

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EM-Teilnahme in 1991
Die Turnierbilanz der ungarischen Nationalmannschaft ist überschaubar. Nur 1991 konnte sich das Team bisher für ein großes Turnier qualifizieren. Damals reichte es fürs Viertelfinale der Europameisterschaft, wo eine knappe 1:2-Niederlage gegen Norwegen für das Turnier-Aus sorgte. Seitdem wartet das Land vergeblich auf den nächsten großen Wurf. Gelingt ihm gegen Deutschland vielleicht eine Überraschung? Das ungarische Nationalteam ist nicht ganz unbekannt.

Bekannte Gesichter aus der Bundesliga
Einige Spielerinnen sind aus der Frauenfußball Bundesliga vertraut. Eine davon ist Zsanett Jakabfi. Seit 2009 beim Vfl Wolfsburg unter Vertrag, hat die 25-jährige Flügelspielerin auf europäischer Ebene alles gewonnen, was es an Titeln zu gewinnen gibt. Angefangen beim DFB-Pokal über die Deutsche Meisterschaft bis hin zum Champions League-Titel in 2013 und 2014. Auf das Spiel gegen die DFB-Elf freut sie sich riesig: „Es ist wirklich so etwas wie ein Lebensereignis, gegen die Deutschen in einem Pflichtspiel antreten zu dürfen.“

Zsanett Jakabfi führt den Ball

Ungarns prominenteste Spielerin: Zsanett Jakabfi vom VfL Wolfsburg © Nora Kruse / ff-archiv.de

Dóra Zeller muss passen
Weitere Bundesliga-Spielerinnen mit ungarischen Wurzeln sind Dóra Zeller und Gabriella Tóth. Dóra Zeller unterschrieb erst 2014 ihren Vertrag mit dem TSG 1899 Hoffenheim und war von Beginn ein fester Bestandteil der Mannschaft. In jedem Spiel kam sie zum Einsatz – bis zu einer Verletzung im Sprunggelenk. Die verdient auch noch einen Einsatz gegen Deutschland, stattdessen wird Sára Krisztin vom Schweizer Erstligisten FC Neunkirch zum Einsatz kommen.

Gabriella Tóth Ungarns Fußballerin des Jahres
In bisher acht Länderspielen traf Zeller bereits vier Mal ins Netz. Auch deshalb dürfte sie 2014 zu Ungarns Fußballerin des Jahres gewählt worden sein. Ihre Landsfrau Gabriella Tóth wird am Samstag voraussichtlich ebenfalls mit von der Partie sein. Sie absolvierte schon 2004 ihr Länderspieldebüt und zählt im Team zu den erfahrenen Konstanten. Zur neuen Saison wechselte sie vom 1. FC Lübars zum Aufsteiger Werder Bremen. Dort möchte sie sich im Mittelfeld durchsetzen.

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David gegen Goliath?
Trotz der Erfahrung, die einige Spielerinnen mit ins Spiel gegen Deutschland bringen werden, stapelt das Team tief: „Es wäre wirklich ein Kunststück, wenn wir ein enges Spiel gestalten könnten“, meint Trainerin Edina Markó. Lässt man ausschließlich die Zahlen sprechen, könnte sie Recht haben: Ungarn belegt aktuell den 40. Platz in der FIFA-Weltrangliste, in acht Freundschaftsspielen in 2015 verlor die Mannschaft viermal. Gegen Rumänien, Slowenien und Weißrussland konnte sich Ungarn durchsetzen, gegen Irland kam es über ein Unentschieden nicht hinaus. Dennoch bleibt abzuwarten, ob es Ungarn nicht vielleicht doch schafft, die Neid-Elf zu ärgern.

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2 Kommentare »

  • bale sagt:

    go ungarn go

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ Sonja:
    „Nur 1991 konnte sich das Team bisher für ein großes Turnier qualifizieren.“

    Für ein großes Turnier konnte sich die ungarische Frauen-Nationalmannschaft strenggenommen überhaupt noch nie qualifizieren. Das Viertelfinale der EM 1991 wurde im Herbst 1990 in zwei Spielen (Hin- und Rückspiel) ausgetragen und war eine Art Zwischenrunde zwischen der Qualifikation und der eigentlichen Endrunde, die im Juli 1991 als Mini-Turnier mit lediglich vier Teams in Dänemark stattfand.

    (1)

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