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Svenja Huth: „Für 90 Minuten ruht die Freundschaft“

Von am 12. September 2015 – 0.00 Uhr 9 Kommentare

Svenja Huth ist vor der Saison vom 1. FFC Frankfurt zum 1. FFC Turbine Potsdam gewechselt. Nun trifft sie am Sonntag mit ihrem neuen Club auf die alten Mannschaftskolleginnen (live ab 11 Uhr in HR und RBB). Im Exklusivinterview mit Womensoccer spricht die Offensivspielerin über ihr neues Umfeld, die Gründe für den Wechsel und die Perspektive in Potsdam.

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Sie sind fußballerisch mit dem 1. FFC Frankfurt aufgewachsen, jetzt ist die Mannschaft plötzlich der Gegner. Wie blicken Sie dem Spiel entgegen?
Ich freue mich natürlich, dass wir schon am dritten Spieltag gegen Frankfurt spielen. Aber für 90 Minuten ruht die Freundschaft, denn ich möchte mit Potsdam natürlich die nächsten drei Punkte einfahren.

Jahrelang war Potsdam der größte Konkurrent aus Frankfurter Sicht. Was treibt ein Frankfurter Eigengewächs gerade dorthin?
Ob es der größte Konkurrent ist, weiß ich nicht. Denn gerade die ersten vier Mannschaften sind enorm zusammengerückt. Ich war zehn Jahre in Frankfurt, es war Zeit für einen neuen Impuls – sowohl fußballerisch als auch privat. Ich möchte mich auf und neben dem Platz weiterentwickeln. Ich habe mir in Potsdam die Trainingsbedingungen angeschaut, und es hat mich überzeugt. Die Mannschaft ist nett, die Stadt ist schön, und ich habe mich bisher sehr gut eingelebt.

Sie nennen die ersten vier Vereine. Frankfurt gegen Potsdam galt immer als das Prestigeduell. Hat sich die Rivalität gelegt, seitdem sich der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München durchgesetzt haben?
Wir haben es gesehen: Bayern München ist Meister geworden, Wolfsburg knapp dahinter. Aus dem früheren Zweikampf ist ein Vierkampf geworden, aber die Rivalität ist natürlich immer da. Gerade in den Spitzenspielen sind noch einmal mehr Emotionen dabei.

Wie ordnen Sie denn die Perspektive von Potsdam ein. Viele Spielerinnen haben den Verein verlassen, Sie haben sich entschieden, zu kommen.
Wir haben natürlich viele Neuzugänge gehabt, aber uns alle gut integriert und eingelebt. Daher glaube ich, dass der Kader eine sehr hohe Qualität hat und in der Saison viel erreichen kann. Die Trainingsbedingungen sind top, das Umfeld ist sehr familiär. Ich bin ein Familienmensch, das kommt mir also sehr entgegen. Und die Gegebenheiten vor Ort sind so, dass man sich wohlfühlen kann.

Svenja Huth (l.) hat sich in Potsdam gut eingelebt © Sascha Pfeiler, girlsplay.de

Svenja Huth (l.) hat sich in Potsdam gut eingelebt © Sascha Pfeiler, girlsplay.de

Ist das ein Unterschied zu Frankfurt?
Ja. Wir haben hier in Potsdam alles an einem Ort: Der Trainingsplatz, wir haben in der Vorbereitung dort zu Mittag gegessen, der Kraftraum ist dort, die Geschäftsstelle. Das ist in Frankfurt natürlich anders.

Das lässt es auch familiärer erscheinen als in Frankfurt?
Natürlich habe ich mich in Frankfurt auch wohlgefühlt, und es ist ein Stück Heimat gewesen, aber durch die Bedingungen hier ist es anders als in Frankfurt.

Nachdem Sie in Frankfurt zuletzt eher in der Defensive gespielt haben, kommen Sie jetzt wieder offensiv zum Einsatz. Hat auch das Ihre Wechselabsichten unterstützt?
Ich spiele natürlich erstmal da, wo der Trainer mich sehen will. Aber ich denke schon, dass ich eher eine Offensivspielerin bin. Außerdem möchte ich in Potsdam die Spielzeiten haben, die ich in Frankfurt nicht immer gehabt habe und so als Führungsspielerin der Mannschaft helfen. Ich denke, das hat gegen Freiburg schon gut geklappt, und darauf kann ich aufbauen.

Blicken Sie dabei auch in Richtung Nationalmannschaft, um sich mit mehr Einsatzzeiten, wieder der Bundestrainerin empfehlen zu können?
Das ist natürlich auch immer das Ziel. Ich möchte mich mit guten Leistungen empfehlen – dann muss die Trainerin entscheiden.

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9 Kommentare »

  • vikkybummsy sagt:

    Interwiews verkaufen. Netter Versuch „rolleyes“

    (1)
  • SF sagt:

    Da ist eine Doppelsemmel die bessere Geldanlage…

    (1)
  • shane sagt:

    fuer zeitungen, zeitschriften, einzelne musikstuecke etc bezahlst du (oder mensch im allgemeinen) doch auch. also warum nicht hier? wenn’s eine nicht genug fuer 50cent interessiert bzw. der erwartete gegenwert dem preis nicht entspricht, ist das ja ok. dann kaufst & hoerst du es halt nicht (ich ja auch nicht). aber sich ueber das geschaeftsmodell an sich zu mockieren, ist ein bisschen… merkwuerdig.

    (-1)
  • Detlef sagt:

    Wir leben im Kapitalismus, da ist alles eine Ware,…..Bildung, Gesundheit, Sex , sogar der Tod!!! 😉

    Also warum nicht auch Interviews???

    (-1)
  • HierUmZu sagt:

    Ihr habt also beschlossen euren Blog gegen die Wand zu fahren, Herzlichen Glückwunsch. 😉

    Ist ja nicht so dass es noch andere FF-Seiten, bzw. auch Foren gibt.

    (1)
  • SF sagt:

    @Detlef
    Wie vermarktest Du Dich eigentlich bei soviel Kenntnis des Marktes? 😉

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Ich bin Teil dieser Gesellschaft, und Du kennst meine Antwort bereits!!! 😉

    Auch meine Arbeitskraft ist nur eine Ware, deren Wert immer wieder auf dem Prüfstand steht!!!

    Leider könnte ich mit dem was mir persönlich Spaß macht, meinen Lebensunterhalt in dieser Gesellschaft nur dann bestreiten, wenn ich von Beruf Sohn wäre!!! 🙁

    (0)
  • Meuren sagt:

    Finde es total angemessen, ein Bezahlmodell zu versuchen. Für den Leser finde ich es total fair, erst mal bis 5 Euro zu lesen, ehe bis ans Zahlen geht. Nur so lässt sich Qualität weiter steigern gerade auch bei einem Blog, der ohnehin viel Energie reinsteckt. Gerade das Doppelinterview Kellermann und Wörle ist das Geld voll wert gewesen! Bei Hut hätte ich mir vielleicht noch zwei oder drei dezidierten Fragen zu Schröder und dem Alltag in Potsdam gewünscht! Dann hätte ich sicher auch 0,70 € bezahlt 😉

    (-1)
  • balea sagt:

    Ich finde den Versuch, neben der Schaltung von Werbung auch noch direkte Einnahmen zu erzielen, ebenfalls verständlich und angemessen. Allerdings frage ich mich, wieso nicht erstmal mit einem Flattr – Button getestet wurde, oder mit einem „freiwillig – bezahlen“ wie bei der taz, die ja scheinbar ganz erfolgreich damit sind. Hier wie da hat man es ja mit einer eher spezifisch dauerhaft interessierten Öffentlichkeit zu tun, die deswegen wohl auch einen Obulus leisten würde.

    (0)

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