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1. FFC Frankfurt holt knappen Sieg

Von am 5. September 2015 – 14.24 Uhr 9 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat zum Auftakt des zweiten Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga sein Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim gewonnen. Dabei taten sich die Frankfurterinnen allerdings schwerer als bei ihren bisherigen Auftritten gegen die TSG.

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Nach 90 Minuten stand es 1:0 (1:0) für die Frankfurterinnen, auf die sich die TSG in dieser Partie besser einstellten als noch in der Vergangenheit.

Frühe Führung durch Islacker
Dabei begann die Partie, wie alle bisherigen Aufeinandertreffen beider Mannschaften – mit einer frühen Führung für den FFC. Kerstin Garefrekes spielte in der fünften Minute den Ball auf den langen Pfosten, Yuki Ogimi legte per Kopf ab, und Mandy Islacker ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 1:0.

TSG kommt besser ins Spiel
Auch in der Folge konnte sich der FFC Möglichkeiten erarbeiten. In der siebten Minute rutschte Islacker bei einer erneuten Hereingabe von Garefrekes am langen Pfosten am Ball vorbei, eine Minute später traf Islacker lediglich die Latte. Die Partie schien sich zunächst zu einer klaren Sache zu entwickeln, doch im Verlauf der ersten Halbzeit stellen sich die Hoffenheimerinnen immer besser auf die Gäste ein.

Mandy Islacker (Mitte) freut sich mit Emily van Egmond über ihr 1:0. © foto2press / Oliver Zimmermann

Mandy Islacker (Mitte) freut sich mit Emily van Egmond über ihr 1:0. © foto2press / Oliver Zimmermann

Chojnowski scheitert am Pfosten
In der 14. Minute hätte Ex-Frankfurterin Silvana Chojnowski nach einem Freistoß von Stephanie Breitner für die TSG fast den Ausgleich erzielt, doch der Pfosten rettete FFC-Torhüterin Desirée Schumann und ihre Teamkolleginnen. Hoffenheim stand besser sortiert, beschäftigte nun seinerseits die Frankfurter Hintermannschaft und ließ in der Defensive nur noch wenig zu. In der 34. Minute war es Hoffenheims Torhüterin Martina Tufekovic, die gegen Islacker parierte, kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte der FFC die Führung dann aber doch noch fast verdoppelt. Der Treffer wurde wegen Abseits aber aberkannt.

Keine Räume für Frankfurt
In der zweiten Halbzeit behielt die TSG ihr gutes Stellungspiel bei, übte früh Druck aus und zeigte eine hohe Laufbereitschaft. „Wenn man gegen Frankfurt nicht fit ist, bekommt man auf die Mütze“, hatte TSG-Trainer Jürgen Ehrmann schon vor der Partie gewarnt und daher 90 Minuten Kampf gefordert. Sein Team setzte dies gut um, der FFC hatte kaum Platz, um sein Spiel zu entfalten. Als sich in der 76. Minute dann doch einmal wieder Räume boten und es über die rechte Seite schnell ging, ließ der FFC seine Klasse nochmal aufblitzen, Tufekovic reagierte gegen Simone Laudehrs Schuss jedoch stark.

Zwiespältige Gefühle
„Wir hätten nachlegen müssen“, ärgerte sich Islacker nach der Partie ein wenig über den nur knappen Erfolg. „Aber die Hauptsache ist, dass wir heute die drei Punkte haben.“ Auch Ehrmanns Gefühle waren nach 90 Minuten zwiespältig. „Verlierst du nach so einer Leistung, ist es immer schwierig, aber wir können erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Auf dieser Leistung werden wir aufbauen, und wenn wir das mitnehmen, werden wir die Punkte in den kommenden Spielen sicherlich holen.“



Tabelle Frauen-Bundesliga
PlatzTeamSpieleSUNToreTordifferenzPunkte
1FC Bayern München22183147:8+3957
2VfL Wolfsburg22152556:22+3447
31. FFC Frankfurt22151649:25+2446
4SC Freiburg2295838:24+1432
5SGS Essen221021039:37+232
6FF USV Jena2294930:45-1531
71. FFC Turbine Potsdam22931042:28+1430
8TSG 1899 Hoffenheim22841033:33028
9SC Sand22841029:30-128
10Bayer 04 Leverkusen22631321:56-3521
11SV Werder Bremen22341517:53-3613
121. FC Köln22331620:60-4012

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9 Kommentare »

  • Ralf sagt:

    Eher ein „schmeichelhaftes“ 0:1 für die Frankfurterinnen.

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  • speedy75 sagt:

    Frankfurt tat sich trotz früher 1:0 Führung gegen Hoffenheim erstaunlich schwer diesen Sieg aber über die Zeit zu retten.
    Vorallem das früher Pressing von Hoffenheim schmeckte den FFC Spielerinnen so gar nicht. Alle Achtung vor der Laufleistung der Hoffenheimer Mädels.

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  • never-rest sagt:

    Die TSG Mädels haben sich tapfer gewehrt, nachdem sie in den ersten 10 Minuten beinahe vom !FFC überrollt worden wären. Leider hat Hoffenheim in Strafraumnähe kaum Torgefahr entwickelt.

    Beim 1FFC stottert der Motor doch noch gewaltig nach dem Verletzungsausfall von Maroszan und dem Abgang von Vero. Islacker als Knipserin im Sturm ist ein bischen wenig.

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  • OrbisJack sagt:

    Naja, hätte Simone Laudehr ihre Chance genutzt, wäre mein Tipp richtig.

    Hoffenheim hat gut gespielt aber fehlt vorne die Qualität die Frankfurter in wirkliche bedrängnis zu bringen. Frankfurt hatte einfach genug dabei diese Spiel zu überleben. Nach wie vor, sehe ich die als ganz ungefährdet auf Platz 3.

    Hoffenheim dagegen…naja, mit ein bisschen mehr im Sturm könnten die doch noch besser abschneiden als letztes Jahr.

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  • holly sagt:

    ich denke gegen Hoffenheim wird noch so manches Team dies Jahr seine Probleme haben. Siehe Freiburg letztes Wochenende

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  • FFFan sagt:

    Alle Achtung, TSG Hoffenheim! Die Kraichgauerinnen lieferten dem Favoriten im ersten Heimspiel der Saison über 90 Minuten einen guten Kampf und hätten mit etwas Glück sogar einen Punkt holen können. Letztlich geht der knappe Sieg des FFC aufgrund der größeren Zahl an Torchancen aber in Ordnung.

    Letzte Saison hatte Hoffenheim sein erstes Heimspiel gegen Wolfsburg, und jenes Spiel war quasi eine ‚Blaupause‘ des gestrigen! Frühes Gegentor, danach immer besser ins Spiel gefunden, mit einer organisierten und disziplinierten Leistung dem großen Gegner Paroli geboten, aber trotz leidenschaftlichem Einsatz und einigen Chancen (u.a. ein Pfostentreffer) reichte es nicht zum Ausgleich.

    Auch wenn sie diesmal ohne Punkte blieben: nach dieser Leistung muss den TSG-Frauen und ihren Fans nicht bange sein in bezug auf den Klassenerhalt.

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  • dummkopf / football-women.com sagt:

    Meine 1899 Cent als Liveticker-Beilektüre.

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  • Herr Schulze sagt:

    Die gerne verwendete Aussage von Colin Bell, dass es in der A Frauenfußball-Bundesliga keine leichten Gegener mehr gebe, kann man nach dem Spiel in Hoffenheim präzisieren: Für den FFC gibt es keine leichten Gegener mehr.
    Ogimi scheint mir in der Rolle der Spielgestalterin auch in Bezug auf ihr hohe Fehlpasswote überfordert. Auch Garefrekes war nur ein Schatten. Und Desiree Schumanns Aktionen strahlen selten das aus, was man sich wünscht. Beste FFC-Spielerin war für mich Islacker.

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  • adipreissler sagt:

    Garefrekes mußte mit ihren 36 Jahren ja auch gegen die halb so alte Hartig antreten, das ist unfair.

    Ogimis Fehlpassquote dürfte eher mit (noch) mangelnder Eingespieltheit als mit Überforderung zu tun haben, sie ist halt eine Notlösung solange Marozsan verletzt ist. Schmidt und van Egmond sind jedenfalls nach bisheriger Vorstellung keine Alternative, da bleibt nicht mehr viel, höchstens Panfil. Die Experimente mit Garefrekes zentral waren bisher eher mäßig erfolgreich.

    Mal sehen, ob die Abwehr nächste Woche Kopfballungeheuer Huth in den Griff kriegt.

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