Bayern München gewinnt Valais Cup

Von am 17. August 2015 – 10.21 Uhr 14 Kommentare

Der FC Bayern München hat mit einem Sieg gegen Olympique Lyon das Finale das Valais Cup in der Schweiz gewonnen und damit gegen starke europäische Konkurrenz ein Ausrufezeichen gesetzt.

Im Stade du Christ-Roi von Lens bezwang die Elf von Trainer Thomas Wörle den französischen Meister mit 3:1 (1:0).

Glück in Halbzeit eins
Ein Eigentor von Aurélie Kaci (40.) brachte die Münchnerinnen kurz vor der Pause gegen den Spielverlauf überraschend in Führung. Louisa Necib gelang kurz nach der Pause mit einem Freistoß-Aufsetzer der Ausgleich (48.). Doch Vivianne Miedema (68.) und Nicole Rolser (90.+1) entschieden die Partie zugunsten des Deutschen Meisters, der effizient seine Torchancen zu nutzen wusste.

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Bayern München gewinnt den Valais Cup

Ausrufezeichen an die Konkurrenz: Bayern München gewinnt den Valais Cup © FC Bayern Frauenfußball

Kader bunt durcheinander gewürfelt
Dabei würfelte Wörle gegenüber dem Halbfinalspiel gegen Paris Saint-Germain am Freitag seine Elf bunt durcheinander, doch mit Glück, Geschick und einer viel Ruhe und Souveränität ausstrahlenden Torhüterin Manuela Zinsberger vermieden die Bayern in der Lyoner Druckphase der ersten Halbzeit einen Gegentreffer, ehe ausgerechnet die Französin Kaci mit einem Eigentor für die Münchner Führung sorgte (40.).

Miedema bringt Bayern auf Kurs
Beim 1:1-Ausgleich durch einen Freistoß von Necib machten allerdings weder die Bayern-Mauer noch Zinsberger einen guten Eindruck (48.). Doch beeindrucken ließen sich die Münchnerinnen durch den Gegentreffer nicht, Miedema sorgte mit einem platzierten Schuss für die neuerliche Führung (68.) Und in der Nachspielzeit bediente die Niederländerin dann mustergültig Nicole Rolser, die den Ball zum 3:1-Endstand ins Netz setzte (90.+1).

Olympique Lyon – FC Bayern München 1:3 (0:1)

Lyon: Gerard – Kaci, Kumagai, Renard, Majri – Abily (86. Cascarino), Henry, Necib – Le Sommer (70. Bremer), Schelin, Hegerberg (46. Thomis)

München: Zinsberger – Lewandowski, Manieri (46. Behringer), Wenninger, Feiersinger (62. Holstad) – Schnaderbeck (62. Maier), Gaugigl (26. Walkling, 73. Stengel), Iwabuchi, Evans – Beckmann (62. Rolser), Miedema

Tore: 0:1 Kaci (40. Eigentor), 1:1 Necib (48.), 1:2 Miedema (68.), 1:3 Rolser (90.+1).

Gelbe Karten: – / Iwabuchi, Zinsberger

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    Ein doch etwas überraschendes Ergebnis, denn in der 1.HZ Bayern mit einem guten Kombinationsspiel – zwischen den IV,den AV, den 6ern u.zurück zur besten Bayerin, M.Zinsberger. Einzelnes Vorwagen in die OL-Hälfte konnte nicht ganz verhindert werden.

    OL offenbar mit dem Fluch der rel.schwachen Liga, denn doch „Einfallslosigkeit“ gegen ein in der Defensive gut stehendes Team, was sie offenbar nicht gewohnt sind.

    2.HZ dann offener,da OL versuchte endlich mehr über d.Flügel zu kommen, aber mit viel Ungenauigkeiten im Spiel nach vorn.
    Die hochgelobten OL-Stars mit viel Unzulänglichkeiten u. Kreativlosigkeit.
    Dann Bayerns Stärke auf die Fehler von OL zu warten und sich dann auch durch 2 gute Einzelleistungen zu belohnen.

    Da kann man dann auch einen GW aussprechen.

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  • Frank sagt:

    Gab ja richtig Haue für die B-Mannschaft der Bayern,wie von den Experten hier vorhergesagt,gegen einen in Bestformation angetretenen Gegner.Man darf gespannt sein,wie lange sich Zinsberger mit der Nr.2 zufrieden gibt,das war eine Weltklasse leistung heute von ihr.

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  • enthusio sagt:

    Der neue Stern am Fußballhimmel spielt in München und heißt Miedema. Ansonsten ist man bei Thomas Wörle vor Überraschungen nicht gefeit, denn mit einer auf 10 Positionen gegenüber dem Paris-Spiel veränderten Mannschaft im Finale gegen diese Weltklassemannschaft aus Lyon anzutreten und sie zu schlagen, nötigt mir allerhöchsten Respekt ab. Lyon hat die alte französische Schwäche (mangelhaftes konsequentes Ausnutzen der zahlreichen Torchancen) nicht ablegen können und deshalb verdient verloren. Die beiden entscheidenden Aktionen von Miedema waren dagegen eine Augenweide, wie man sie eigentlich von Lyon gewohnt ist. Trotzdem ist im Spielaufbau bei Bayern noch sehr viel Luft nach oben. Höchste Zeit, dass es iin zwei Wochen endlich losgeht !

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Na ja, Vielschreiber Frank, wenn Du schon den Besserwisser gibst, solltest Du allerdings nicht aussen vor lassen, dass das Ergebnis dem FCB sehr, sehr schmeichelt und durchaus dem Spielverlauf nicht angemessen war. Da hat der ES-Kommentator auch keinen Hehl draus gemacht!
    OL ist wie bereits gegen PSG, aber auch gegen TP Ende 2013 auf ähnliche Art gescheitert – Fussball ist halt nicht immer gerecht und erst recht keine Naturwissenschaft! 😉
    Probleme wegen diesem FCB-Sieg habe ich deswegen absolut keine, ich gönne es ihnen sogar!
    Dennoch freue ich mich eher auf die BL-Realität.

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  • never-rest sagt:

    Alle Achtung Bayern-Ladies. Clever gespielt. Auch die „2. Garnitur“ beherrscht die Defensive fast perfekt. Das ruhige Pass- und Aufbauspiel inkl. der viel versprechenden Torhüterin in und aus der Abwehr heraus hat mir gut gefallen. Allerdings war im MF dann viel zu oft schon Endstation. Dieser kompakte Bayern-Riegel wird auch in der kommenden Saison nur schwer zu knacken sein. Vorne war Miedema in den entscheidenden Momenten da und hat OL gezeigt, wie Tore aus wenigen Chancen gemacht werden.

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  • Detlef sagt:

    Glückwunsch an die Bayern-Ladies!!!

    Dieses Spiel war so typisch für sie!!!
    Ohne Ideen nach vorne, aber mit einer recht guten Abwehr, ließen sie Lyon das Spiel machen!!!

    Man kann sich wirklich auf die „Blauen“ verlassen, daß sie gegen deutsche Mannschaften eine Torphobie entwickelt haben!!!

    Das aufzählen des Kommentators der vielen geschossenen Tore in der abgelaufenen französischen Saison belegt doch erneut, wie schwach diese Liga ist!!!

    Lyon hätte zur Pause mit 3 oder 4:0 führen müssen!!!
    Bayern hatte durch LISA mal gerade eine einzige Möglichkeit!!!

    Dann ließen sie Lyon auch noch ihre Führung selber schießen, wie beim letzten Ligaspiel gegen TURBINE!!! 🙁

    Als OL dann immer wütender angriff, nutzten sie ihre Chance aber sehr effektiv!!!

    Für mich ein eher entäuschender Auftritt der Superstars aus Lyon, die mal wieder das Wichtigste beim Fußball spielen vergaßen, nämlich die Tore!!!
    Schelin äußerst schwach, Necib nur stark beim ruhenden Ball, konnte dem Spiel nur wenig Impulse verleihen!!!

    Der zweite Anzug der Bayern-Ladies in Hälfte Eins zwar mit viel Dusel, aber zumindest defensiv standen sie gut!!!

    LISA gefiel mir sehr gut, mit viel Tempo über den Flügel, müßte noch öfter angespielt werden!!!
    Auch Eunice Beckmann war sehr fleißig, mit viel Einsatz, verzettelte sich aber noch zu oft!!!

    Insgesamt kann Wörle sicher sehr zufrieden sein, wenn auch seine Stammelf eine völlig andere sein wird!!!

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  • FFFan sagt:

    @ S.F.:
    „…aber Sonntag gibt’s richtig Haue von OL! Trotz Deiner roten Filzbrille trennt sich morgen Weizen von Spreu.“

    Die „Haue“ hat den Bayern-Ladies bestimmt richtig weh getan! 😉
    Bleibt nur noch die Frage zu klären, wer „Weizen“ und wer „Spreu“ war…

    @ Frank:

    Ich würde nicht sagen, dass die Aufstellung gegen Paris die ‚A-Elf‘ und die gegen Lyon die ‚B-Elf‘ war. (Schnaderbeck, Manieri, Lewandowski, Iwabuchi, Evans, Miedema – sind das etwa „B-Spielerinnen“?) Die Startelf gegen Potsdam wird vermutlich eine Mischung aus beiden sein. Der FC Bayern hat einen extrem ‚breiten‘ Kader, nahezu jede Spielerin kann gleichwertig ersetzt werden. Das kann andererseits auch zum Problem werden, wenn für manch eine renommierte Spielerin nicht mal auf der Ersatzbank Platz ist…

    Und ja: M.Zinsberger war überragend!

    P.S.: „Mein Gott, es war doch nur ein Testspiel!“ werden manche sagen. Das dürfe man nicht überbewerten. Leute, ihr habt ja recht! Trotzdem ist dieser Sieg wichtig, denn damit wird ein Signal an die nationale und internationale Konkurrenz ausgesendet: gegen Bayern ist nichts zu holen! (Nein, mein Name ist nicht M.Sammer! 😀 )

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  • waiiy sagt:

    Für Teams wie Frankfurt, Wolfsburg und Potsdam ist die Quintessenz, dass man gegen die Bayern auf keinen Fall zu offensiv spielen darf. Man muss konsequent hinten stehen und notfalls München kommen lassen, um dann umgekehrt ein Konterspiel aufzuziehen. Die Frage ist, inwieweit das vor allem Wolfsburg und Frankfurt hinbekommen. Ansonsten ist es wie in der letzten Spielzeit, dass man Gefahr läuft, dass Bayern die eine Chance im Spiel reinmacht bzw. es 0:0 ausgeht. Bei Potsdam bin ich mir fast sicher, dass die Defensive sowieso eine erhöhte Aufmerksamkeit auf die Defensive gelegt werden wird durch die Erfahrungen mit München in der letzten Saison.

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  • vikkybummsy sagt:

    Das war mal ein interessantes Testspiel. Tolle taktische Leistung der Bayern. Erst lies Wörle mit viel Defensiv-Arbeit die Lyonaise müde spielen um dann peu a peu mehr Druck einzuwechseln. Man hat richtig bemerkt das OL in der 2. HZ keine Lust mehr auf das Spiel hatte. OL ist in Fast-Bestbesetzung schön in eine takt. Falle getappt und hatte am Schluß, im Gegensatz zu Bayern, nichts mehr zuzusetzen. Chapeau T. Wörle, Zinsberger und Miedema. Hat mir richtig Spaß gemacht.

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  • Herr Schulze sagt:

    Das ist nun wirklich frappierend, was da in München vonstatten geht. Bayern hatte schon im Vorjahr keine Mannschaft, vor der man auf die Knie hätte sinken müssen und hat auch nur ganz selten zum Niederknien gespielt. Wöhrls so genannten Zweckpessimismus fand ich jedenfalls nie ganz unberechtigt. Am Ende haben eine starke Defensive und die mannschaftliche Geschlossenheit zum Titel gereicht.
    Wöhrl hat schließlich nicht nur verletzungsbedingt öfter „rotiert“ und dabei die Kapazitäten klug ausgeschöpft, die ihm zur Verfügung standen. Und sieht man sich die Wechsel nach der Saison an, dann scheint er keine der Spielerinnen vertrieben zu haben. Dabei gab es doch auch in diesem Forum ab und an kritische Anmerkungen zu seinem Stil.
    Wenn ich als Frankfurter neidisch nach München schaue, dann gewiss nicht wegen der angeblichen Millionen. Von den Namen her muss auch in dieser Saison keine der drei aus dem großen Quartett die Münchenerinnen fürchten.

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  • Top sagt:

    B-Elf ,Zweiter Anzug?
    In der Aufstellung der Bayern waren dafür aber zu viele Stammspielerinnen bzw. wichtige Spielerinnen der letzten Saison dabei.
    Die einzigen die man so einordnen kann waren Gaugigl, Feiersinger (nach langer Verletzung) und Zinsberger die aber schon in der letzten Saison als sie Korpela ersetzt hat, gezeigt hat das sie gleichwertig ist.

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  • Altwolf sagt:

    @waiiy.

    Da hast Du schon Recht mit deiner Einschätzung aber die 3 anderen Top-Teams spielen ja auch nicht zum 1.Mal gegen die Münchnerinnen.
    Turbine würde ich ein Spiel gegen Bayern mit Abwarten u. aus einer sicheren Deckung heraus u. Bayern in die Not das Spiel machen zu müssen zutrauen, jedoch nicht d. 1.FFC und schon gar nicht WOB.

    WOB kann nur dann Bayern schlagen, wenn sie etwas eingespielter und insbes. fit sind, dann kann Bayern über die Außen u. mit schnellem Spiel bezwungen werden.

    Leider haben wir in den letzten Spielen entweder gleich zu Beginn der Saison oder nach CL-Spielen bzw. englischen Wochen diese erforderlichen Vorraussetzungen nicht gehabt.

    Diesmal sollten die Vorraussetzungen besser sein, da bin ich echt gespannt, wie das ausgeht.

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  • Detlef sagt:

    Man muß gegen die Bayern-Ladies vor allem seine Chancen nutzen!!!
    Das ist mM nach die deutlichste Erkenntnis aus diesem Turnier!!!
    Sowohl PSG, aber vor allem OL haben hier versagt!!!

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