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FFC Frankfurt will der neuen Welt trotzen

Von am 15. August 2015 – 15.27 Uhr 30 Kommentare

Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt will in der Saison 2015/16 trotz hochkarätiger Abgänge erneut um Titel in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League mitspielen. Auch wenn dies laut FFC-Manager Siegfried Dietrich durch die Konkurrenz der Männervereine immer schwieriger wird.

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Das Vorspiel auf die neue Saison begann in vertrauter Umgebung, aber mit einem Fauxpas: Denn ausgerechnet die groß angekündigte und erst tags zuvor verpflichtete japanische Stürmerin Yuki Ogimi fand den Weg zur Saisoneröffnungs-Pressekonferenz in den 49. Stock des Commerzbank-Towers erst, als die Veranstaltung nahezu vorbei war.

Ogimi sorgt für Fauxpas
„Ich musste noch eine Teamkollegin ins Hotel fahren“, nahm es Ogimi ganz unaufgeregt, die mit den Distanzen in ihrer neuen Heimat offenbar noch nicht vertraut war. Ihrer guten Laune tat dies keinen Abbruch, als sie für die Fotografen vor der Frankfurter Skyline dann doch noch in die Objektive strahlte.

Yuki Ogimi und Siegfried Dietrich

FFC-Neuzugang Yuki Ogimi und FFC-Manager Siegfried Dietrich waren bestens gelaunt © Markus Juchem

Das große Ganze im Blick
„Solange sie es pünktlich zum ersten Spiel schafft, kann ich damit leben“, nahm es FFC-Manager Dietrich augenzwinkernd und äußerlich gelassen. Höchstpersönlich hatte er seinen Wolfsburger Neuzugang vom Bahnhof abgeholt. Doch nicht die kleinen Dinge, sondern das große Ganze beschäftigen derzeit den FFC-Manager. Denn die wachsende Konkurrenz durch die Männervereine bereitet dem 58-Jährigen zunehmend Kopfzerbrechen.

Gewachsener Wettbewerb
In der Vergangenheit war oft der 1. FFC Frankfurt der Taktgeber, doch inzwischen geben andere Teams den Ton an. Dietrich erklärt: „Es gibt durch die zunehmende Konkurrenz durch Männervereine inzwischen zwei Welten. Vereine wie Frankfurt, Potsdam, Essen oder Jena bekommen logische Grenzen aufgezeigt. Wir denken darüber nach, wie wir uns entwickeln und positionieren können.“ Jahrelange hatte Dietrich mehr Wettbewerb propagiert und um mehr Aufmerksamkeit geworben, jetzt gilt es, sich den mit der positiven Entwicklung verbundenen Herausforderungen zu stellen und sie zu meistern.

Strategien entwickeln
Dazu gehören laut Dietrich eine zunehmende Service-Orientierung, wie etwa den Stadionausbau am Brentanobad als Wohlfühlfaktor für die Fans und auch die Verpflichtung von Spielerinnen, „die hinter der FFC-Philosophie stehen.“ Der Verein sieht sich für die neue Spielzeit trotz der hochkarätigen Abgänge von Jessica Fishlock, Verónica Boquete und dem Karriereende von Célia Sasic gut gerüstet.

Geld gewinnt keine Titel
„Wichtig ist die professionelle Arbeit, und da haben wir noch einen Know-how-Vorsprung. Geld entscheidet nicht maßgeblich, wer Meister oder Champions-League-Sieger wird“, so Dietrich, der erneut ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen des Ligaquartetts um den Titel erwartet und auf steigende Zuschauerzahlen und TV-Übertragungen hofft. Mit einem Etat von erneut rund 1,8 Millionen Euro will der 1. FFC Frankfurt wieder „um Titel mitspielen und in Pokal und Champions League ins Finale kommen.“

Neue Spielerinnen aus In- und Ausland
Dabei helfen sollen eine ganze Reihe neuer internationaler Spielerinnen, wie etwa Ogimi, die Kanadierin Sophie Schmidt, die Amerikanerin Jenista Clark, die Belgierin Jackie Groenen und auch die Australierin Emily van Egmond. Aber auch einheimische Spielerinnen wurden verpflichtet, wie Bella Linden oder Rückkehrerin Theresa Panfil (beide Bayer 04 Leverkusen). FFC-Trainer Colin Bell, der sich extra für Ogimi in Schale geworfen und eine Krawatte gebunden hatte („ein Geschenk des japanischen Fußballverbands“) bleibt nicht viel Zeit, aus seiner neuen Multi-Kulti-Truppe eine schlagkräftige Einheit zu formen.

Die Spielerinnen des FFC Frankfurt strahlen in die Kamera

Bestens gelaunt: Colin Bell, Sophie Schmidt, Theresa Panfil, Kerstin Garefrekes und Simone Laudehr (v. li. n. re.)

Auf der Suche nach hungrigen Spielerinnen
„Wir haben einige Topspielerinnen verloren oder abgeben müssen und dazu noch den Rücktritt von [Célia] Sasic zu meistern. Wir haben versucht, passende Spielerinnen zu finden, die hungrig sind“, so Bell, für den die bundesligaerfahrene Ogimi eine echte Trumpfkarte ist, denn die anderen neuen internationalen Spielerinnen werden eine Weile brauchen, sich in der neuen Umgebung einzufinden und werden zu Saisonbeginn womöglich noch keine große Rolle spielen. „Alle bringen Potenzial mit und sind mit viel Eifer dabei, aber es wird eine Eingewöhnungszeit geben.“ Die Spielerinnen haben das Credo des Trainers voll verinnerlicht.

Schritt für Schritt
„Wir bleiben bei dem Motto ‚Step by Step‘“, meinte etwa Simone Laudehr, die aufgrund der intensiven Trainingseinheiten die gewohnten kleinen Wehwehchen am Knie plagen. Die sichtlich gut gelaunte Sophie Schmidt erklärte in recht ordentlichem Deutsch: „Ich wollte schon immer in Deutschland spielen und als der Anruf von Colin kam, habe ich nicht lange gezögert.“ Auch Panfil blickt voller Vorfreude der neuen Saison entgegen. „Ich habe mich persönlich und fußballerisch in Leverkusen weiterentwickelt und freue mich auf die Herausforderung.“ Die routinierte Kapitänin Kerstin Garefrekes meint: „Wir haben tolle Typen und ich bin gespannt, wie die neue Saison laufen wird.“ Gegen einen weiteren Champions-League-Gewinn gegen die neue Welt hätte sicherlich keine Spielerin etwas einzuwenden.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

30 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    „„Wichtig ist die professionelle Arbeit, und da haben wir noch einen Know-how-Vorsprung. Geld entscheidet nicht maßgeblich, wer Meister oder Champions-League-Sieger wird“, so Dietrich“

    Ist das Altersweisheit? Oder wurde Dietrich durch Schröder „umgedreht“. 😉

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  • Frankfurter sagt:

    Der Frauenfussball wird immer besser aber die Zuschauerzahlen stagnieren auf einem jämmerlichen Niveau (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Nun beklagt S. Dietrich die Möglichkeiten der Großvereine, aber es fällt ihm auch nichts anderes ein als deren Politik zu kopieren. Der Einkauf von neuen,teuren Spielerinnen.Manche bleiben nur eine Saison, andere sind schon vorher weg. So geht etwas verloren, was den Reiz des Frauenfussballs ausmacht: Identifikation, Nähe, Herzlichkeit.
    Wenn es um kalte Professionalität und fussballerischem Niveau gehen soll, dann hat der Männerfussball einen uneinholbaren Vorsprung. Ins Brentano-Stadion gehe ich, weil es der Seele gut tut.

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  • karl sagt:

    @waiiy: „ist das Altersweisheit? Oder wurde Dietrich durch Schröder “umgedreht”…
    Ich vermute weder – noch , die Aehnlichkeiten waren zum Teil wohl schon immer vorhanden und werden jetzt dadurch verstaerkt dass man sich in der gleichen Situation befindet wo die grossen finanzkraeftigen MF Ableger die Liga anfangen zu dominieren….

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  • FF-Tale sagt:

    1. Zitat SiDi: „…Konkurrenz durch Männervereine inzwischen zwei Welten. Vereine wie Frankfurt, Potsdam, Essen oder Jena bekommen logische Grenzen aufgezeigt.“ Sich in einem Atemzug mit Potsdam, Essen! und Jena! nennen, aber dann ein paar Zeilen später: Etat von 1,8 MioEuro. Ernst gemeint?
    Auf jeden Fall keine professionelle Aussage von SiDi. FCB und Wolfsburg hin oder her, 3/4 der Liga haben nach wie vor ganz andere „logische Grenzen“ als z.B. Frankfurt. Vielleicht hat er sich sich ja jetzt von Schröder die Altersweisheit abgeschaut (waiiys Kommentar) und verfeinert sie noch obendrauf mit dieser dauernervenden FCB-Wörle-Tiefstapelei? 🙂

    2. Geldgeber und Fans wollen deutlich mehr hören statt 0815-Managergerede, wenn Frankfurt auch in Zukunft bei den ganz Großen mitspielen will. Neues Brentanobad ist z.B. konkret und gut, dann kommen auch wieder mehr als auf die Baustelle.
    Aber Zitat „Spielerinnen, die hinter der FFC-Philosophie stehen“? Philosophie. Die da wäre? Billig Topspielerinnen holen (Islacker, Ogimi etc.)? Bells Neuenahr-Connection vergrößern (Sasic, Störzel etc.)? Stars holen, die max. eine Saison bleiben und weiterziehen (Fishlock, Boquete)? LEV leerkaufen? 🙂
    Auch aus der aktuellen Transferliste wird das geneigte FF-Publikum zum wiederholten Mal nicht schlauer, was SiDi da jetzt konkret will und was er (anscheinend) anders macht als in den letzten Jahren.

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  • Altwolf sagt:

    Offenbar ein „Sinneswandel“ und die Erkenntnis aus den letzten Jahren, wobei der „postulierte “ Vorsprung des Know-how im Zusammenhang mit d. professionellen Arbeit nicht erkennen läst , vor wem dieser Vorsprung denn besteht.
    Der CL-Sieg hat offenbar das frühere Selbstverständnis wiederbelebt.

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  • Königin sagt:

    „…Geld entscheidet nicht maßgeblich, wer Meister oder Champions-League-Sieger wird…“ Äh hallo Mister Dietrich – die besten Spielerinnen kosten auch kein Geld und deswegen haben alle Mannschaften in der Liga die gleichen Chancen – ja das wäre wirklich schön… Ich persönlich glaube, dass die nächsten Jahre der Frauen-Bundesliga eher langweilig werden = die finanzstarken Frauen-Mannschaften wie Bayern, Frankfurt, Wolfsburg spielen den Meister aus und die anderen kämpfen ums (finanzielle) Überleben und hauptsächlich gegen den Abstieg…

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  • never-rest sagt:

    Die Probleme in Potsdam, halte ich für hausgemacht. BS hat es leider versäumt rechtzeitig einen geordneten Übergang einzuleiten und selbst in 2. Glied zurück zu treten. Dies kommt mir aus der Wirtschaft bekannt vor, wo schon manch alter Firmenpatriarch das von ihm aufgebaute Unternehmen wieder zerlegt hat, weil er der nächsten Generation partout nicht Platz machen wollte. Die alten Recken wissen eben alles besser und erkennen die Zeichen der Zeit nicht mehr rechtzeitig. Dabei hat TP mit der Spitzen-Fanbase und den gewachsenen FF-Strukturen beste Voraussetzungen, um auch in Zukunft ganz vorne mitzuhalten.

    In Frankfurt ist das Gejammere über die FF-Ableger in Wolfsburg und München erst recht unangebracht. der 1FFC hat über Jahre, als er noch keine gleich starke oder reichere Konkurrenz auf dem Transfermarkt hatte, alles zusammen gekauft, was in der N11 spielte. Mit zweifelhaften Erfolg übrigens. Ich bin sicher, der 1FFC ist auch diese Saison wieder vorne dabei. Aber der Titel wird eben nicht mehr wie früher allein unter dem 1FFC und TP ausgemacht.

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  • GG sagt:

    Nun ja …. für mich das berühmte „Pfeifen im Walde“.

    Mein Einlauftipp der anstehenden BuLi-Saison:
    1) VfL Wolfsburg
    2) FC Bayern München
    3) 1. FFC Frankfurt
    4) SC Freiburg
    5) Turbine Potsdam

    UWCL:
    1) VfL Wolfsburg
    2) FC Bayern München
    Viertelfinale: 1. FFC Frankfurt (vs. Rosengard)

    DFB-Pokal:
    1) VfL Wolfsburg
    2) SC Freiburg

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  • Detlef sagt:

    @never-rest,
    Es gibt sicher einige hausgemachte Probleme in Potsdam, die zumindest teilweise auch mit Schröder zu tun haben!!!
    Aber wenn Vereine wie Wob, Bayern, PSG oder OL mit dem großen Geldbeutel klingeln, haben wir keine Chance!!!

    Frankfurt scheint da nicht mehr mithalten zu können, und muß sich somit völlig umstellen!!!
    Sie dürften finanziell auch nur noch knapp vor Potsdam liegen, was an den Neuverpflichtungen sichtbar ist!!!
    Das gleich zwei Leistungsträger von Frankfurt nach Potsdam gewechselt sind, spricht mM auch Bände!!!
    OK, eine Nachwuchsspielerin ist auch den umgekehrten Weg gegangen, aber ISABELLA muß erst noch nachweisen, daß sie erstligatauglich ist!!!

    Ich sehe auch keinen „Know-how-Vorsprung“ in Sachen Professionalisierung, zumindest nicht gegenüber Wob oder Bayern!!!
    Die Männerabteilungen dort dürften genügend Anschauung geben, da braucht man kein SiDi dafür!!! 😉
    Gegenüber TURBINE, der SGS, dem USV oder Sand könnte dieser Vorsprung noch ausgespielt werden!!!
    Aber alles andere sind mittlerweile Männerableger, die Beratung diesbezüglich im eigenen Hause in Anspruch nehmen könnten!!! 😉

    Was solls SiDi, wir wollten doch damals eine stärkere Konkurrenz haben, und nun ist es soweit!!!
    Sieh es einfach sportlich, und mach das Beste daraus!!! 😉

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  • FFFan sagt:

    @ FF-Tale:

    Wenn man die offiziellen Zahlen zugrundelegt, stagniert der Etat des FFC jetzt schon seit mehreren Jahren bei 1,8 Millionen Euro. Demnach hat S.Dietrich doch nicht unrecht, wenn er von „logischen Grenzen“ spricht (vor allem wenn man bedenkt, dass Wolfsburg und Bayern ihre Etats in diesem Zeitraum schätzungsweise verdoppelt haben)?!

    @ GG:

    Bei deinem BuLi-Tipp geh‘ ich mit, allerdings mit der Einschränkung, dass Potsdam den 4.Platz belegt. Der SC Freiburg könnte tatsächlich die Überraschungsmannschaft der Saison werden und der SGS Essen den inoffiziellen Titel „die Besten vom Rest“ streitig machen. Ob die Breisgauerinnen es allerdings ins DFB-Pokal-Finale schaffen, hängt wohl auch in starkem Maße von Losglück ab!

    Auch mit deiner UWCL-Prognose könntest du richtig liegen; Voraussetzung ist jedoch, dass Bayern und Wolfsburg nicht schon vor dem Endspiel aufeinandertreffen! Frankfurt kann durchaus im Viertelfinale scheitern, allerdings wohl kaum an Rosengard. Es ist sogar fraglich, ob der schwedische Meister überhaupt so weit kommt; ich glaube, bei denen geht’s gerade ziemlich den Bach(mann) runter… 😉

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  • vikkybummsy sagt:

    „FFC Frankfurt will der neuen Welt trotzen“

    und das kann nur gelingen wenn Mann endlich einen mutigen Trainer verpflichtet. Anders als Kellerman und Wörle gelingt es Bell nicht Talente ans Team heranzuführen. Das beste Beispiel war dafür gestern die Vorstellung von BM gegen Lyon. Glaubt auch nur einer das Bell mit der Ersatzbank ein Finale gegen Lyon begonnen hätte ? Das ist der kleine aber feine Unterschied. Wörle und Kellermann haben Vertrauen in die Arbeit die sie leisten. Bell stellt(e) nur Namen auf, und das auch noch falsch (Laudehr, Huth, Crno)
    Zugegeben, bei München und WOB passiert(e) vieles aus der Not heraus aber in Frankfurt liegt es wohl an der Sturheit der Verantwortlichen ohne Not mal das ein oder andere Talent in „zur HZ entschiedenen Spielen“ mal eine HZ lang zu testen. So wird das jedenfalls nix mit dem trotzen. Die Konkurrenz hat diesbezüglich wesentlich mehr Know-How und Willen.

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  • DerDudee sagt:

    Also diese ständige Gerede darüber dass es ein Vierkampf geben wird halte ich nur jetzt als reine (und verzweifelte) Vermarktung Strategie…um die sogenannte „Große Spiele“ irgendwie zu verkaufen.

    Und dies wird ganz schnell am Eröffnungsspiel deutlich dass es keine solche Spiele mehr gibt. Bayern wird Potsdam mit wenig Aufwand wegfegen (ich schätze in der Region 4-0) und dann wird am Havel nur noch über die nächste großen Abwanderung am Weihnachten gesprochen. Hat sich schon die ganzen Sommer so ausgesehen als ob keine da eigentlich sein will sowieso. (und daher ist es auch wahrscheinlich dass Potsdam nicht mal 4. Platz erreicht wie GG voraussagt)

    Frankfurt wird nicht so schnell und so Tief fallen diese Saison…dritte platz mit Sicherheit…aber eigentlich nie mit das Gefühl dass die jemals die Großen 2 gefährden könnte. Ich halte es für unwahrscheinlich dass Bayern oder Wolfsburg ein einzige Punkt verlieren ausserhalb die 2 direkte Vergleiche am 3. und 14. Spieltag.

    Und falls die beiden Großen doch noch Schwierigkeiten haben, könnte sie das am Weihnachten mit ein neue Einkaufstour beseitigen.

    Die einzige Frage die mir jetzt interessieren ist ob es in der Liga ein Große Zuschauer Schwund hervorbringt. Bei Potsdam sicherlich (2,000 letztes Jahr war beeindruckend, aber kaum noch als mittel-Tabelle Verein zu erwarten), aber ausser die Zwei Gipfeltreffen wird Bayern oder Wolfsburg wirklich die fehlende fans von die anderen Vereine kompensieren können, mit Spiele die eigentlich keine Spannung oder ungewisse Ausgänge haben? Könnte sein, aber müssen wir warten.

    Über die Lange Zeit glaub ich nicht dass die Bundesliga so weiter machen kann mit 2 Mannschaften Oben und 10 Vereine die nur da sind damit die großen 2 irgendwas zu tun haben zwischen Champions League runden. Ein großere Erneuerung wird fällig.

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  • O. Christ sagt:

    Zu FFFan:

    Hatte Bayern nicht bis vor ein paar Jahren nur gut die Hälfte des Frankfurter Budgets zur Verfügung? Da würde eine Verdopplung in gar keine so große Schieflage führen.

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  • Detlef sagt:

    @ O. Christ,
    Die Bayern-Ladies haben jahrelang ihr Budget immer verheimlicht!!!
    Aber es war wohl nie so gering wie sie taten, und wie alle dachten!!! 😉

    Denn auch in der Zeit, als noch die eigene Jugend die Hauptquelle für die A-Mannschaft war, konnte man sich sehr oft Flüge zu den weiten Bulispielen leisten!!!
    Wahrscheinlich durften die Frauen die „Gratismeilen“ der Profis vertingeln!!! 😉

    @DerDudee,
    Deine Einschätzung von der Ligastruktur hast Du anscheinend exclusiv für Dich alleine!!! 😉
    Denn Du gehst lediglich nach der Papierform, und Du hast weder Frankfurt noch Potsdam in ihren Vorbereitungsspielen gesehen!!!

    Zu Deinen Provokationen gegen Potsdam muß man eigentlich nix sagen, denn sie sprechen für sich!!!
    Warum sind denn zwei ehemalige TURBINEN freiwillig wieder in die „furchtbare Hölle“ zurückgekehrt, und haben auch noch je eine Leistungsträgerin mitgebracht??? 😉
    Warum kam LISA SCHMITZ nach Potsdam, obwohl sie genau wußte, daß sie nicht wie in Leverkusen die sichere Nummer Eins sein wird???
    ELISE KELLOND KNIGHT kam auf ausdrückliche Empfehlung von NATZE an die Havel!!!
    Glaubst Du nicht, daß die Ex-TURBINE ihr alles über Schröder, Heinrichs und den Rest des Klubs erzählt hat???

    Ich sehe weder die Zukunft von TURBINE, und auch nicht von der Liga so schwarz wie Du!!! 🙂
    Es wird wieder viele spannende Begegnungen geben, denn oben kann jeder gegen jeden gewinnen!!!
    Denn am Spieltag entscheidet immer die Tagesform, und nicht die Papierform!!! 😉

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  • DerDudee sagt:

    @detlef

    Ja, hast du recht, ich stehe allein in Sachen Liga-reform. Ist okay, jeder darf eine Meinung haben.

    Auch bei die Potsdam situation habe ich eine Meinung (die auf die Ereignisse die letzten 18 Monaten basiert ist), und anderen sehen es anders. Provokation finde ich es nicht, aber das ist vielleicht Ansichtssache.

    Die einzige relevante Testspiel ergebnisse bisher sind die von Bayern in Valais. Also ich gehe nicht viel davon aus, nur an die Kader die für die Saison bereit stehen. Obwohl Potsdam einige Gute dabei haben, 2 sind jetzt langzeit verletzt, und es gibt immer diese langjährigen Trend zu beobachten…jeder TransferFenster heisst mehr gehen als kommen leider…in Sache qualität zumindest.

    Ich wünsch es wäre nicht so dass die Großen 2 alle die besten kriegen…mehr dass die qualität sich in der Liga mehr Breit macht. Ein stärkre Essen oder Freiburg oder so, die in d3r Lage war alle zu schlagen und nicht ‚Platz 5‘ als Ziel gibt. Ist Leider nicht so…und bis eine Verein in der Lage ist die Mittel von Wolfsburg und Bayern mitzuhalten…wird es immer schwieriger bis unmöglich eine andere Titelanwärter aufzubauen.

    Aber wenn ich falsch liege, ist dass doch gut so.

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  • Zaunreiter sagt:

    @DerDudee: Darf ich mal fragen, wo du herkommst? Weil deine Satzzusammenstellung darauf schließen lässt, dass du so eine Übersetzungsmaschine wie babelfish benutzt.

    Jetzt zu deinem Kommentar von gestern Abend, 19:32 Uhr:
    Du wünscht dir mehr Qualität in der Breite und dass die 2 großen Teams nicht immer die besten Spielerinnen bekommen. Da stimme ich dir zu. Um das zu ändern, müssten wir dann hier so eine Art „drafting“ wie in der nwsl einführen. Das will die überwiegende Mehrheit der traditionellen Fußballfans in Deutschland – und auch in Europa überhaupt – aber nicht. Die finden ja diese Art von „Sozialismus“ im nordamerikanischen Profi-Sport sehr suspekt. Ich wiederum kann mich mit dem drafting gut anfreunden. Da würde dann die Qualität in der Breite verteilt. Das wäre aber für die Fußballfans hier „Teufelswerk“, weil es keine Tradition hat. Ich sage aber immer: Von Tradition alleine werde ich nicht satt und Tradition macht mir meinen Kühlschrank nicht voll.

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  • DerDudee sagt:

    @zaunreiter

    Kein übersetzungs programme benutzt. Einfach sehr schlechtes Deutsch (weil ich kein Deutsche bin LOL)

    Ich finde dass das Nordamerikanische Modell einfach nicht in Europa einsätzbar ist (nicht mit so viele Vereine und Verbände die vielleicht es anders sehen) also können wir das vergessen. Andere Ideen so wie ein Budget Grenze oder beschränkung die Kader Große wird auch einfach abgelehnt (ins besonders von die Großen 4 – Wolfsburg, Bayern, PSG und Lyon).

    So leid es mir tut, die Finanzielle Vorsprung – und auch die tatsache dass das Geld schon fast guarantiert ist, Jahre hinaus – macht es Jahr für Jahr immer mehr unmöglich für die „Traditionsvereine“ wie Potsdam, Frankfurt oder auch zum Beispiel in Frankreich Juvisy überhaupt mitzuhalten. Ohne ein plötzlichen einstieg von einer unglaublich Reichen Fan, wird diese Kluft einfach größer (weil die reine Frauen-Vereine immer mehr an Sponsor Geld verliert dabei auch).

    Also leider können diese Vereine nur Konkurrenz kreigen von ein Mannschaften die ähnliche Geld zur Verfügung haben – also Männervereine.

    Wie es so aussieht im Moment wird die Englische WSL (ein Liga die doch sehr umkämpft und unberechenbar ist) ab nächstes Jahr mit 9 Männer Vereine und kein Frauen Verein gespielt.

    Vielleicht entwickelt sich dass von alleine in Deutschland, aber die DFB könnte auch die Entscheidung treffen die Liga Komplett zu umstrukturieren, verkleinern und auch Vereine aussuchen die doch das Mittel haben (oder haben könnte) das die Liga nicht schon im Sommer eigentlich schon klar ist.

    Das ist aber nur eine Meinung. Wahrscheinlich wird nichts gemacht und die Bundesliga und französisches Liga in die nächsten Jahren einfach zwischen 2 Vereine entschieden wird.

    (nochmal…entschuldige mein miese Deutsch).

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  • Wolle sagt:

    Machen wir uns nichts vor, zukünftig wird die Luft für reine Frauenvereine immer dünner.
    Gegen Bayern, Wob, Köln, Lev, Hof usw. ist es wie ein Kampf von Don Quijote gegen die Windmühlen. Sie sind nicht nur finanziell viel stärker aufgestellt, auch was Infrastruktur und Marketing der Vereine angeht ist dies kaum zu kompensieren bzw. nicht zu bezahlen. Oder kann sich TP einen Wellness-Tempel mit med. Abteilung usw. wie die Bayern an der Säbener Straße leisten?
    Kann Essen, TP oder Jena einer Spielerin eine berufliche Zukunft bieten wie der VW-Club? Wohl kaum.
    Viele Frauenvereine sind schon aus der Buli verschwunden, meine Prognose ist, dass es in 3-4 Jahren in der 1. Liga auch keine mehr geben wird. Selbst für SiDi wird es schwer werden, Sponsoren für sein Budget zu finden wenn am Ende keine Titel mehr folgen.
    Ich finde diese Entwicklung auch nicht schön, aber es ist nun mal Realität. FF wird nicht mehr dort gespielt wo er geliebt wird und seine Fans hat, sondern wo er von Geldgebern toleriert wird. Aber wehe wenn diese nicht mehr können oder wollen, siehe HSV.
    Geld schießt sehr wohl Tore. Das hat man früher in Fra praktiziert, indem jede Natio-Spielerin gekauft wurde die bei 3 nicht auf dem Baum war. Heute gehen Sie zum VW-Club oder nach München. Und was übrig bleibt geht nach Lev, Hoff oder Köln.

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  • DerDudee sagt:

    @wolle

    Ich muss alles da zustimmen (leider), besonders die anmerkung dass die Fans sind genau dort wo das Geld fehlt (und umgekehrt) Also die Zukunft diese Liga in die hände Verein zu geben, die dass ganze nicht mal als 2. Oder 3. Priorität ist, dass is Riskant.

    Reine Frauen Vereine haben Geld nicht, aber für die ist die Bundesliga usw immer 1. Priorität. Schade, Geld kriegt immer was es will, egal die Schaden oder langzeit entwicklung.

    Einfach Schade.

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  • O. Christ sagt:

    Die These vom Niedergang der reinen Frauenvereine und der totalen Übernahme durch Männerableger halte ich für voreilig. Essen kann mit Leverkusen (die sportlich schon mal abgestiegen gewesen wären) ohne Weiteres konkurrieren, Sand schlägt sich bisher wacker, obwohl nur ein Dorf. Es gibt reiche Frauenvereine wie eher arme Frauenabteilungen von Männervereinen. Manche werden sogar geschlossen, und das Geschrei ist groß. Wenn Männerclubs dann auf einmal mehr Geld in die Hand nehmen, wird von manchem auch wieder gemeckert. Und die Dynamik nicht zu vergessen: Vor vier Jahren wäre mit der heutigen Gruppe an BL-Topclubs so nicht zu rechnen gewesen. Wer weiß, was in noch mal vier Jahren passiert?

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  • Detlef sagt:

    Ich stimme O. Christ absolut zu!!!
    Wir haben es bereits mehrmals erlebt, wie Männerklubs ihren unliebsamen Frauenabteilungen erst den Geldhahn immer weiter zugedreht haben, und sie dann schließlich ganz geschlossen wurden!!!
    Leipzig und Bochum werden nicht die letzten sein, auch in Köln und Leverkusen gab es diesbezüglich schon Bestrebungen!!!

    Natürlich wird die Luft für Frankfurt und Potsdam oben dünner!!!
    Aber das muß ja nix schlimmes sein, wenn beide daraus die richtigen Schlüsse ziehen!!!

    Und es ist einfach gelogen, daß die Frauenteams keine gute Infrastruktur haben!!!
    Ich empfehle hierzu nochmals die Berichte durchzulesen, als TURBINE in sein neues Domizil ins „Haus der Vereine“ umgezogen ist!!!
    Dort gibt es sehr wohl einen Wellness-Tempel!!! 😉
    Der hat vielleicht keine vergoldeten Armaturen wie in München, aber die Spielerinnen fühlen sich dort trotzdem sehr wohl!!!
    Und natürlich haben sie auch die Möglichkeit, bei Sponsoren eine Ausbildung und Arbeitsstelle zu finden!!!
    Der Luftschiffhafen ist Olympiastützpunkt, und bietet somit ideale Voraussetzungen für Fitness und Training!!!

    In Frankfurt sah es diesbezüglich wohl lange Zeit sehr traurig aus, aber mittlerweile hat man dort auch nachgebessert!!!

    Die SGS und der USV dürfen zumindest für Ihre Heimspiele die größeren Stadien der Männer mitbenutzen!!!
    Ewas wovon man in Freiburg, Köln, Bremen, Leverkusen und Hoffenheim nur träumen kann!!! 😉

    Es bleibt eine große Herausforderung für die reinen Frauenklubs, sich dieser Konkurrenz zu erwehren!!!

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  • Doc8181 sagt:

    @Detlef:

    Die Frauen von Werder spielen ab dieser Saison auf Platz 11 auf dem auch die Amateure und A-Jugend-BL spielen. Da sind die Zeiten, als auf einem besseren Trainingsplatz gespielt wurde, auch vorbei ;)Und für’s Weserstadion reicht der Zuschauerschnitt dann doch nicht ganz 😉

    Und auch wenn die Freiburger Frauen nicht im Stadion der Männer spielen, find ich das der Frauen doch vollkommen ausreichend. Ebenso wie in Hoffenheim. Was bringt es, wenn man -wie in Essen- vor 800 oder 900 Zuschauern in einem 25.Stadion spielt, dass 25.000 Zuschauer fasst?????

    Turbine würde doch auch nicht freiwillig ins Olympiastadin gehen, nur weil es größer ist

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  • enthusio sagt:

    @Doc8181:

    „Was bringt es, wenn man -wie in Essen- vor 800 oder 900 Zuschauern in einem 25.Stadion spielt, dass 25.000 Zuschauer fasst?????“

    Das kann ich Dir genau sagen: Du sitzt in Essen, wenn Du willst, auf einem top-gepolsterten VIP-Platz mit ausklappbarem Tisch vor Dir (für Bier, Pommes und Bratwurst) auf Höhe der Mittellinie mit traumhaftem Blick auf das Spielfeld. In Frankfurt oder Potsdam dagegen, wenn Du keine Dauerkarte hast oder nicht rechtzeitig da bist, sitzt Du fast in Höhe der Eckfahne auf unbequemen Schalensitzen.
    Ganz abgesehen davon ist in Essen die Pressekonferenz für jedermann zugänglich.
    Das Essener Stadion ist mit Abstand das fanfreundlichste Stadion der Frauenbundesliga, da kannst Du aber Gift drauf nehmen.
    Ich persönlich möchte mit keinem „Karli“ oder „Brentanobad“ tauschen und bin froh, diesen Komfort in Essen regelmäßig in Anspruch nehmen zu können.
    Die Stimmung ist in Essen übrigens trotz der Größe des Stadions (nicht nur wegen des sehr lautstarken Fanclubs) gar nicht schlecht.

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  • Detlef sagt:

    Doc8181 schrieb;
    „Turbine würde doch auch nicht freiwillig ins Olympiastadin gehen, nur weil es größer ist“

    Doch würden wir, wenn es in Potsdam eins geben würde!!! 😉
    Oh Doc, schwerer Fehler!!!
    Potsdam ist kein Vorort von Berlin, nicht mal das gleiche Bundesland!!!
    TURBINE spielt im größten Stadion von Potsdam!!! 😉

    Es geht nicht darum, ob die Kapazität ausreichend ist oder nicht!!!
    Das Image der SGS ist gestiegen, denn sie spielen nun im selben Stadion wie die legendären Rot-Weißen!!!

    Auch wenn Anfangs einige Fans dagegen waren, hat sich mittlerweile wohl jeder damit arrangiert!!! 😉
    Potentielle Sponsoren haben dort ein repräsentatives Umfeld!!!

    Ich kenne mit Ausnahme von Bremen alle Stadien der Buli!!!
    Natürlich sind sie für die Bedürfnisse der FF-Buli völlig ausreichend!!!
    Trotzdem werden viele Frauen davon träumen, einmal im größten Stadion ihrer Stadt spielen zu dürfen!!!
    Für mich ist das ein Pfund, womit Jena und Essen wuchern können!!! 🙂

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  • holly sagt:

    @ Detlef, aber für die Stimmung ist es ein Killer wenn man in so einem Stadion spielt. Ich mag es auch lieber so, aber es gibt natürlich bei solchen Sachen immer auch Nachteile.
    Mann kann nicht alles im Leben haben

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  • Detlef sagt:

    @holly,
    Viele Stadien sind mM so gebaut, daß der Schall in Richtung Spielfeld zurückgeworfen wird!!!
    Das war zB in der alten Arena „Am Elsterweg“ so, und ist auch so im neuen Stadion Essen, und im Ernst Abbe-Stadion in Jena!!! 🙂
    Auch die Haupttribüne im KARLI ist so gebaut!!!
    So kann man auch mit relativ wenigen Zuschauern eine gute Stimmung erzeugen, wie enthusio bereits angedeutet hat!!! 😉

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  • annanass sagt:

    @ Detlef : Amen

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  • holly sagt:

    hat Frankfurt überhaupt Testspiele bestritten man hat davon garnichts gehört?

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  • FFFan sagt:

    @ holly:
    „hat Frankfurt überhaupt Testspiele bestritten?“

    Ja, haben sie! U.a. gegen Hessen Wetzlar (2-0), TSG Hoffenheim (0-0) und die (männl.) U16 von Rosenhöhe Offenbach (6-0).

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  • holly sagt:

    danke für die Info. habe auf der HP vom FFC nichts gefunden gehabt

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