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Sven Kahlert verlässt SC Sand

Von am 7. August 2015 – 9.37 Uhr 10 Kommentare

Paukenschlag: Drei Wochen vor dem Auftakt in die Allianz Frauenfußball-Bundesliga hat der SC Sand überraschend einen neuen Trainer präsentiert, nachdem Sven Kahlert um Auflösung seines Vertrags gebeten hatte. Der Nachfolger steht bereits fest und ist kein ganz Unbekannter.

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Enttäuschter Manager
„Das ist kein professionelles Verhalten und ich bin sehr enttäuscht“, nahm Sands geschäftsführender Manager Gerald Jungmann kein Blatt vor den Mund. Kahlert hatte um Aufhebung seines noch bis zum 30. Juni 2017 datierten Vertrags gebeten. Stattdessen wird er Leiter des Nachwuchsleistungszentrums beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden.

Sand-Trainer Sven Kahlert

Sands Trainer Sven Kahlert hat überraschend sein Amt aufgegeben © Udo Künster

Bekannt aus Freiburger Zeiten
Statt Kahlert wird zukünftig Alexander Fischinger die Mannschaft trainieren, der zuvor vier Jahre lang Trainer beim Verbandsligisten SV Waldkirch war und 2008 bereits die Frauen des SC Freiburg vor dem Abstieg bewahrte. „Natürlich haben wir darum gekämpft, dass Sven Kahlert bei uns bleibt. Aber uns waren die Hände gebunden“, so Jungmann.

Am Sonntag erstmals auf der Bank
Fischinger erklärt: „Eigentlich wollte ich nach meinem Ausscheiden in Waldkirch und 15 Jahren Trainertätigkeit eine Pause einlegen, um wieder die nötige Energie aufzuladen.“ Doch der langjährige Kontakt zu Teammanager Dieter Wendling und das Eigeninteresse am Frauenfußball haben den Ausschlag gegeben. Und so wird Fischer am Sonntag um 16 Uhr im Spiel gegen die Männer des SC Sand erstmals auf der Sander Trainerbank sitzen.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    …und wieder eine Personalie mit faden Beigeschmack sowie Aussagekraft, was geschlossene Verträge mitunter Wert sind!
    Hatte nicht den Eindruck, das der SC Sand chancenlos und als bereits feststehender Absteiger in die neue Saison gehen wird.
    Und der Verdienst wird wohl auch angemessen gewesen sein.

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  • netflyer sagt:

    Verdienst „angemessen“. Genau, bei einem Etat von geschätzt 500 TEURO des Vereins. Ich bin froh, dass ich nicht für so ein Gehalt arbeiten gehen muss. Im FF ist nun mal sehr bescheidenes Geld zu verdienen. „Uns waren die Hände gebunden“ Was denn nun? Gab es eine Ausstiegsklausel? Richtig ist natürlich, dass Verträge einzuhalten sind. Was genau gelaufen ist, wissen wir nicht. Ein bißchen verstehen kann ich Kahlert schon, dass er lieber im Männerbereich arbeiten will, da wo auch ein Karriersprung möglich ist.

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  • O. Christ sagt:

    Kahlerts Familie wohnt in Wiesbaden, so kann er endlich dem Pendeln entgehen. Durchaus verständlich.

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  • Alles_OK sagt:

    Einfach: Gut so! Er hat bei MSV fast den Abstieg geschafft, und nur wg. schwacher Leistung der Leverkusenerinnen dies gerade noch mit Sand umgangen (nur ironisch, dass dies auf Kosten des MSV ging). Nun befreit sich Sand als (deshalb) mein „Wunschabstiegs“-kanditat und bekommt „Alles Gute“ für ’nen sportlich interessanten Buli-saison.
    Wenn’s schon mal (bzw. öfters) mit dem lieben Geld nicht so gut geht, dann ist halt MIT HERZ unverzichtbar – somit bei Sand (Trainer gemeint) wiederhergestellt! 🙂

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  • vikkybummsy sagt:

    Der Verlust ist für Sand überschaubar. Ich hielt Kahlert noch nie als geeignet Frauenfußball zu lehren.

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  • FFFan sagt:

    Alex Fischinger hat im Herbst 2007 den SC Freiburg nach der Entlassung von Dietmar Sehrig auf dem letzten Tabellenplatz übernommen und immerhin noch auf Platz 8 geführt.
    Kurz vor Beginn der darauffolgenden Saison hat er jedoch ganz plötzlich ‚hingeschmissen‘, weil ihm irgendwas nicht gepasst hat! Auch dieser Umstand ist den Verantwortlichen des SC Sand hoffentlich bekannt…

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  • Beobachter sagt:

    Ein Dampfplauderer weniger im der Liga. Gut reagiert vom Verein. Sofort enen Nachfolger präsentiert. Viel Glück in der neue Saison.

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  • bundle sagt:

    Es ist verständlich, dass Kahlert einen so attraktiven Posten angenommen hat. Der aktuelle Kader von Sand hat an spielerischer Qualität eingebüßt, es wäre sicher schwer im Abstiegskampf geworden. Die häufigen Trainerwechsel deuten auf ein nicht gerade unkompliziertes sportliches Umfeld in Sand hin.

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  • wurst01 sagt:

    Wie war das nochmal : „Sand hat Geld ohne Ende“ ,
    hieß es noch im letzten Jahr , G.s.D. ist es nicht so .
    …..Hanebeck hatte hier den richtigen Riecher . :-))

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