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Silvia Neid auf Konfrontationskurs zur Liga

Von am 5. Juli 2015 – 3.19 Uhr 71 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat die WM in Kanada mit dem vierten Platz abgeschlossen. Dabei versprühte die DFB-Elf spielerisch während des Turniers nur selten Glanz. Nach der Kritik einiger Bundesligatrainer an der Arbeit von Bundestrainerin Silvia Neid und der mangelnden spielerischen Kompetenz des Teams holte Neid nach der Niederlage gegen England zum Gegenschlag gegen die Ligatrainer aus. Die Spielerinnen seinen in einem „katastrophalen Zustand“ zur WM-Vorbereitung gekommen.

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Wenn in der kommenden Woche die siebte Frauenfußball-WM Geschichte ist, wird auch die Berichterstattung in den Medien schnell wieder abflauen. Und so steht zu befürchten, dass die von den Bundesligatrainern Colin Bell (1. FFC Frankfurt), Ralf Kellermann (VfL Wolfsburg) und Bernd Schröder (Turbine Potsdam) geäußerte Kritik an Bundestrainerin Silvia Neid und den unterlegenen WM-Auftritten der DFB-Elf gegen Frankreich und den USA schnell wieder in Vergessenheit gerät. Die Niederlage im Spiel um Platz 3 gegen ein kämpferisch überzeugendes, aber spielerisch durchaus limitiertes Team aus England war da nur der Tropfen auf den heißen Stein. Doch was lief falsch im deutschen Team?

Erste Warnzeichen
Die DFB-Elf offenbarte in den Spielen gegen Frankreich, die USA und auch England Defizite im spielerischen Bereich. Selten hat man in der Vergangenheit eine deutsche Mannschaft in einem wichtigen Turnierspiel so unterlegen gesehen, wie in der ersten Halbzeit gegen Frankreich. Das Erreichen des Halbfinals war eher der mangelnden Kaltschnäuzigkeit des Gegners geschuldet, denn der eigenen Stärke. Die Warnzeichen, dass Deutschland technisch und taktisch im Begriff ist, ins Hintertreffen zu geraten, sind offensichtlich. Im Halbfinale gegen die USA hatte Deutschland in der offiziellen FIFA-Statistik in 90 Minuten nur einen Schuss aufs Tor zu verzeichnen. Definitiv zu wenig für eine Mannschaft mit den Ansprüchen Deutschlands. Geht es nach Bundestrainerin Silvia Neid liegt die Verantwortung dafür vor allem bei den Bundesligatrainern.

Silvia Neid

Bundestrainerin Silvia Neid nimmt die Ligatrainer in die Verantwortung © Nora Kruse / ff-archiv.de

Neid auf Konfrontationskurs mit der Liga
„Wir können froh sein, dass wir so weit gekommen sind“, erklärte Neid nach der Niederlage gegen England. „Die Spielerinnen kamen in einem katastrophalen Zustand zur WM-Vorbereitung. Wir hatten sie nur zehn Tage. Das war keine Vorbereitung, sondern nur Regeneration“, ging Neid öffentlich auf Konfrontationskurs. Doch als alleinige Erklärung taugen die angeblichen Fitnessdefizite der Nationalspielerinnen nicht. Immerhin reichte es für die Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt dafür, die Champions League zu gewinnen, der VfL Wolfsburg stand im Halbfinale. In der Bundesliga gab es bis zum Ende packende Duelle der Spitzenteams zu sehen. Die Spielerinnen von Meister FC Bayern München waren ebenfalls nicht übermäßig belastet. Dass die Spielerinnen nach dem Empfinden von Neid in ihren Vereinen nur unzureichend auf die Aufgaben in der Nationalmannschaft vorbereitet werden, ist eine häufig geäußerte Kritik. So forderte sie bereits 2008, dass die Liga auf acht Teams verkleinert werden sollte, um mehr Zeit für die Nationalmannschaft zu haben. Sie und ihre Ligakollegen sollten sich nun schnellstmöglich an einen Tisch setzen, um nicht nur die offensichtlichen Unstimmigkeiten zu beseitigen, sondern auch im Sinne der Nationalelf eine gemeinsame tragfähige Lösung für den weiteren Kurs zu bestimmen.

Das Potenzial nicht ausgespielt
Formell hat die DFB-Elf mit der erfolgreichen Olympia-Qualifikation und dem Erreichen des Halbfinales ihre Ziele erreicht. Doch was bleibt, ist der fade Beigeschmack, dass mit dem Potenzial des Kaders mehr möglich gewesen wäre. Individuell zeigten viele Spielerinnen nicht die Klasse, die sie in Bundesliga- oder Champions-League-Spielen in der Vergangenheit bereits hinlänglich bewiesen haben. Lag das wirklich nur an einer kräftezehrenden Saison?

Alex Popp

Alex Popp (li.) im Spiel gegen die USA © Nora Kruse / ff-archiv.de

Streitkultur statt Rückendeckung
Eine sinnvolle Auseinandersetzung und Aufarbeitung sind daher vonnöten. Persönliche Angriffe wie die von Nadine Angerer gegen Colin Bell sind dabei genauso wenig zielführend, wie die reflexhafte Verteidigung der Bundestrainerin von DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock: „Silvia Neid hat das Gesicht unserer Frauen-Nationalmannschaft entscheidend geprägt und großartige Erfolge gefeiert und daher genießt sie auch weiterhin unser totales Vertrauen“, so Sandrock in einem Interview mit der DFB-Webseite.

Kritik muss möglich sein
Die Verdienste von Neid um die Frauenfußball-Nationalelf sind unbestritten und sollen auch durch die WM keineswegs in Frage gestellt werden. Doch sie sind und sollten auch in Zukunft kein Freibrief gegen Kritik sein, egal ob intern oder öffentlich geäußert. Das sollte auch so bleiben, sollte Neid trotz ihrer zuletzt verstärkt geäußerten Olympia-Abneigung ihr Team im kommenden Jahr in das Olympische Frauenfußball-Turnier in Rio de Janeiro führen.

Neue Herausforderungen
Im internationalen Fußball und seiner fortschreitenden Entwicklung wird es auch zukünftig nicht einfacher werden, gegnerische Abwehrriegel zu knacken. Alle Teams stehen vor der Herausforderung, erfolgversprechende Strategien und Spielsysteme zu entwickeln. So machte sich die Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf Einladung der FIFA noch einmal die Mühe, nach Vancouver zu reisen, um am FIFA-Symposium teilzunehmen und das WM-Finale vor Ort zu schauen. Dort hätte man gerne auch die DFB-Frauenfußball-Direktorin und designierte Bundestrainerin Steffi Jones gesehen.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

71 Kommentare »

  • Wolfsburg Fan sagt:

    Warum haben sie Anna Blässe, Sandra Starke & Peggy Kuznik zuhause gelassen Frau Neid? Spielerinnen die in der Bundesliga top Leistungen gezeigt haben, ganz besonders die Peggy Kuznik.
    Die Norminierung von Lotzen & Bartusiak war total unverdient!

    (1)
  • wfm sagt:

    Sehr geehrter Herr Juchem. In meinen Augen werden die erheblich größeren Belastungen der deutschen Mannschaft im Vorfeld der WM von ihnen etwas arg billig abgebügelt. Sie bezeichnen sie sogar als „angebliche“.
    Ausgangspunkt für meine Überlegungen sind 2 Beobachtungen, die für eine deutsche N11-Mannschaft während eines Turniers ungewöhnlich sind.
    1. Bisher gehörten die deutschen N11-Mädels neben den USA immer zu den fittesten Mannschaften. In Kanada ist es ihnen aber bisher in keinem Spiel gelungen die kompletten 90 Minuten gut zu spielen. Z.B. im Vergleich zu den rasanten Spiele bei der EM gegen Schweden und Norwegen, in denen es keinen vergleichbaren Leistungseinbruch gab.
    2. Keine Spielerin konnte ihr wirkliches Potential abrufen oder gar über sich hinauswachsen. Allenfalls Kemme wäre da on Ansätzen eine Ausnahme
    Kann man Probleme bei den Spielen gegen Frankreich und die USA noch auf taktische Mängel seitens Neid schieben, so trifft das z.B. auf das Spiel gegen Thailand nicht zu.
    Von daher stellte sich mir die Frage, ob es nicht auch andere Gründe für das keinesfalls schlechte aber auch nicht gerade glanzvolle Auftreten unserer N11-Mädels geben könnte. Dass mit Marozsan und Kessler die in meinen Augen zurzeit besten beiden Spielerinnen fehlen, sollte man natürlich gerade, wenn es um taktische Fragen geht, nicht unterschlagen. Die Spiele der Französinnen ohne Necib und Henri und das der USA-Girls ohne Lloyd und Rapinoe sähen auch ganz anders aus.
    Dass Neid kaum mehr als eine Woche vor dem Turnier ernsthafter mit der Mannschaft trainieren konnte sollte man fairerweise auch nicht unterschlagen. Während den USA und den Engländerinnen – die übrigens auch eine 6 monatige Ligapause bis April hatten – z.B. Monate zur Vorbereitung zur Verfügung standen, hatte Neid alle Spielerinnen erst am 20. Mai nach dem CHL-Finale am 14.5. beisammen. Dabei war vor allem für die FFC- und auch für die WOB-Mädels erst einmal Regeneration angesagt. Am 27.5. war dann noch das Spiel gegen die Schweiz.

    Nun zum Kern: Es ist unwiderlegbar, dass die deutsche Spielerinnen eine ungleich größer Belastung hinter sich haben als die USA sowieso aber auch als die Französinnen und Engländerinnen. Das hat mit Ausreden ganz und gar nichts zu tun. Es sind Fakten, die man nicht Leugnen kann, Wie sehr das die Mannschaft beeinflusst hat, werden wir von Silvia Neid und dem Team hinter dem Team sicher noch nach der WM erfahren.

    Einige behaupten auch die US-Girls seien z.B. belastet gewesen.

    Schauen wir uns das im Detail an.
    Die Amerikanische Liga endete am 31.8.2014 mit dem letzten Playoff-Spiel. Danach hatte die Liga volle 7 Monate Pause bis Anfang April 2015! Stattdessen hatten die USA Gelegenheit frei von jeglichem Ligabetrieb oder gar Pokalspielen den erweiterten Kader zusammenzuziehen und Spiele mit der N11 zu bestreiten und sich einzuspielen. Insgesamt waren das bis zum Beginn der WM 22 Spiele. Am neuen Liga-Betrieb haben die N11-Spielerinnen kaum teilgenommen, weil im Mai noch die letzten 3 Testspiele der N11 absolviert wurden. Wenn es hoch kommt, haben also die US-Girls seit dem 31. August 2014 25 Spiele absolvierte und dabei 22 für die N11. Sieht man sich die Spiele vor dem Halbfinale an, waren die Ergebnisse eigentlich eher ernüchternd.

    Kommen wir jetzt zu den deutschen Mädels. Diese haben im gleichen Zeitraum eine komplette BL-Saison hinter sich gebracht, ein DFB-Pokal ausgespielt, bis zum Halbfinale und Finale an der CHL teilgenommen und nebenher auch noch 9 Länderspiele absolviert.
    Nach Adam Riese sind das
    22 Ligaspiele,
    04 bzw. 5 Pokalspiele,
    08 bzw. 9 CHL-Spiele und
    11 Länderspiele
    Gibt also je nach BL-Mannschaft
    45 Spiele oder mit anderen Worten fast doppelt so viele Spiele wie die US-Girls hinter sich hatten.
    Nicht zu vergessen, dass es gerade zum Schluss sehr schwere Spiele waren, wie zum Beispiel für WOB die Spiele gegen Rosengard und PSG. Auch das CHL-finale für den FFC war nicht von Pappe wie auch das letzte BL-Spiel zwischen WOB und dem FFC.

    Fazit: Ich meine es ist immerhin ein Faktor, den es zu bedenken gilt. Wenn Sie schreiben“Immerhin reichte es für die Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt dafür, die Champions League zu gewinnen, der VfL Wolfsburg stand im Halbfinale. In der Bundesliga gab es bis zum Ende packende Duelle der Spitzenteams zu sehen.“ haben sie ein kleines WSörtschen vergessen: es reichte „noch“ Irgendwann ist der Akku leer und die Spielerinnen urlaubsreif. Schließlich sind sie keine Maschinen. Denn wenn die wiederholten Klagen von Bell und Kellermann während der Saison über die Belastung ihre Spielerinnen nicht geheuchelt waren, wäre es zumindest fair gewesen, Silvia Neid und ihr Team darauf hin zu befragen, ob die wenigen Tage der Regeneration ausgereicht haben, um körperlich fitte und geistig frische Spielerinnen bei der WM zur Verfügung zu haben.

    Wie man über alles das mit einem „angeblich“ hinweggehen kann, ist mir ein absolutes Rätsel.

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  • Cujo31 sagt:

    @wfm
    Tja wieso stellt denn Neid bei jedem noch so klüngeligen Länderspiel die gleichen Spieler auf ?
    Bei den Herren werden manche Spieler mal hin und wieder daheimgelassen um denen eine Pause zu gönnen.
    Auch Spielerrinnen die längere Zeit verletzt waren müssen nicht direkt wieder zur Natio (Beispiel Kulig sollte doch jeder kennen).

    (0)
  • Jennifer sagt:

    Frau Neid und der DFB sind einfach unbelehrbar und das ist die Tragik an dem Ganzen! Vor vier Jahren hatten wir an gleicher Stelle die gleiche Diskussion. Traurig, dass sich nichts ändert. Für die Spielerinnen tut mir ihr Auftreten bei dieser WM sehr leid, da wir alle wissen, dass sie mehr können!

    Die Aussagen von Angerer kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht braucht sie auch dieses Schöngerede, da es ihr letztes Spiel war und sie sich gern einreden möchte, dass ja „alles so toll war und wir ein super Team sind.“

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  • FFFan sagt:

    „Die Niederlage im Spiel um Platz 3 (…) war da nur der Tropfen auf den heißen Stein.“

    oder vielleicht doch eher: der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte? 😉

    Ich kann die Argumentation von Silvia Neid schon ein wenig verstehen: die Vorbereitung auf diese Weltmeisterschaft war alles andere als optimal. Erstens sehr kurz, und dann war neben der Erschöpfung vieler Spielerinnen durch die kräftezehrende Saison auch die Umstellung auf Kunstrasen ein großes Problem: weil zahlreiche Spielerinnen über ungewohnte Beschwerden klagten, musste das Training von zwei auf eine Einheit am Tag reduziert werden. Dadurch konnte weder im athletischen noch im technisch-taktischen Bereich so intensiv gearbeitet werden wie man das von früheren Turniervorbereitungen gewohnt war.

    Die in Kanada zutage getretenen Defizite allein damit erklären zu wollen, erscheint mir allerdings auch zu ‚billig‘.
    Mal sehen, ob im nächsten Jahr -auf Naturrasen und hoffentlich mit einer vernünftigen Vorbereitung, die diesen Namen auch verdient- eine bessere Leistung herauskommt…

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  • hopkins sagt:

    Nach dieser WM muss alles geprüft werden. Trainer und Spielerinnen. Deutschland verliert den Anschluss an die Weltspitze. Spielsystem, Einsatz und Einstellung. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass einige SP „überfordert“ (körperlich und mental) waren. Selten hat man so viele Fehlpässe und schlechtes Zweikampfverhalten gesehen.

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  • Königin sagt:

    @ wfm = vielen Dank für diese wirklich aufschlussreiche Erörterung – vor allem mit dem Versuch „sachlich“ zu bleiben… Ich habe oft den Eindruck, dass diese ganzen Foren nur dazu dienen „persönliche“ Abrechnungen mit einzelne Personen (z.B. Frau Neid) preiszugeben… Kritik ja – aber wir alle können doch nur „aus der Ferne“ mitquatschen…Natürlich ist jetzt mit dem Platz vier ein wenig Enttäuschung da – aber hallo unter die letzten vier der Welt = das ist nicht selbstverständlich… Jetzt heißt es in Ruhe analysieren und wieder mit neuen Zielen antreten(EM-Quali u. Olympia Brasilien…) Ich hatte doch auch meinen Spaß mit den deutschen Mädels bei dieser WM – Danke und Kopf hoch… 🙂

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  • DerDude sagt:

    Ist es vielleicht doch an der Zeit die Bundesliga jetzt grundlegend zu reformieren? Nicht nur jetzt einfach eine Reduzierung auf 10 oder gar 8 vereine, aber auch daran zu denken dass die 8 Vereine wirklich professionelle und Zukunfts orientierte Trainiert oder auch ausbildet?

    Durch eine strenger Lizenz-Kriterien könnte der DFB dafür sorgen dass es nur Vereine dabei sind die diese Leistung bringen könnte, und mit den reduzierten Spielplan gibt es auch mehr Spielraum für die Nationalmannschaft.

    Es wird hier einige jetzt das abstreiten, aber die Modell WSL in England hat jetzt Wirkung gezeigt. Das sehe ich für die Bundesliga als ein Vernünftigen weg, Acht Männervereine, die alle eine Echte Investition in die Frauen Abteilung machen als erste Bedingung für das teilnehmen an der Liga. Mit Bayern un Wolfsburg als Vorbild? Da ist schon Leverkusen, Hoffenheim, Freiburg, Köln und Bremen dabei. Vielleicht könnte ein Dortmund oder Schalke überredet werden könten die Achte Platz zu nehmen?

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  • Ulf sagt:

    Bockig und unbelehrbar – wenn das so weitergeht, endet das so traurig wie gerade in Schweden !

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  • Cujo31 sagt:

    @DerDude

    Das meinst doch jetzt nicht wirklich ernst oder ?
    In Frankreich geht das auch im ähnlichen Sinne wie in Deutschland.
    Eine Verkleinerung der 1. Liga wäre eher der Tod für den FF in Deutschland.
    Wenn man das bei dir dann ließt auch noch ohne Auf und Abstieg.
    Aktuell stellt sich meist eher die Frage ob überhaupt nach Leistung gegangen wird und das nicht nur in der A-Natio.

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  • translate sagt:

    @wfm, @FFFan
    Zu ‚kurze‘ Vorbereitungszeit?
    Wieviel Wochen Vorbereitungszeit waren es 2011?
    Nach der Viertelfinalspleite hieß es damals, dass die ‚lange'(weilige) Vorbereitung doch wohl nicht so gut war …

    @Jennifer
    „Die Aussagen von Angerer kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht braucht sie auch dieses Schöngerede, da es ihr letztes Spiel war und sie sich gern einreden möchte, dass ja “alles so toll war und wir ein super Team sind.”

    Bestimmt dreht sie jetzt eine neues Friede-Freude-Eierkuchen Musikvideo.

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  • Dori sagt:

    So, die WM ist jetzt für uns vorbei und in erster Linie bin ich froh, dass es unter diesen schlechten Bedingungen keine ernsthaften Verletzungen in unserer Mannschaft gab. Die Leistung der Mannschaft in diesem Turnier habe ich eh schon abgeschrieben.

    @Wolfsburg fan:
    Unverdient würde ich nicht sagen. Zu früh trifft es eher. Man konnte deutlich sehen, dass die Spielpraxis gefehlt hat und dass Lotzen jetzt zum Schluss auch noch mit einem Überlastungssyndrom aussetzen musste, sagt auch schon alles.

    Aber die komplette Mannschaft ist weit unter ihrem Niveau geblieben. Mir fällt gerade keine Feldspielerin ein, die mich durchgängig überzeugt oder auch nur zufriedengestellt hat.
    Neid hat nichts gelernt, schwärmt weiterhin von ihrem „sehr variablen System“, mit dem sich die Spielerinnen ja ach so wohl fühlen und schiebt jetzt scheinbar alles auf unsere Abschlussschwäche und auf die falsche Ausbildung in den Vereinen. Letzteres kann ich nicht nachvollziehen, da die Spielerinnen in ihren Vereinen viel besser spielen, als sie es zur Zeit in der Nationalmannschaft tun.

    Natürlich waren die Bedingungen von vornherein nicht die besten (kurze Vorbereitungszeit, zum Teil müde, angeschlagene oder nicht fitte Spielerinnen (aber warum nochmal nominiert man diese dann?), einige der stärksten Gegner direkt hintereinander usw.) und das darf man nicht vergessen. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass für uns mehr drin gewesen wäre, wenn wir anders gespielt hätten mit teilweise anderen Spielerinnen, besseren Wechseln, besserer Taktik und vor allem mit einem Plan B oder C.
    Aber das wäre ja alles nicht so schlimm, bei einer WM kann man nun mal auch schwächeln, das ist kein Weltuntergang. Was ich viel schlimmer finde ist, dass man daraus nichts gelernt hat und keine Einsicht zeigt und somit wohl zumindest bis nach Olympia noch alles beim alten bleibt. Schade, dass Neid nicht sofort nach der WM zurücktritt. Somit verstreicht ein ganzes Jahr, in dem wir praktisch nichts tun und unsere Konkurrenz sich weiterentwickelt.

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  • Iche sagt:

    Zum Thema zu wenig Vorbereitungszeit… 2011 wurde die Bundesliga früher beendet, damit genügend Zeit für die Vorbereitung bleibt… Das Ergebnis kennen wir…
    Und bei dieser WM? Wieviel Spielerinnen fahren ohne od mit minimaler Einsatzzeit heim? Wenn so viele Spielerinnen diverse Zipperlein haben, der Kunstrasen so kräfteraubend ist, muss ich reagieren, rotieren, mit meinem zur Verfügung stehendem Spielermaterial clever haushalten, ggf an den Gegener angepasst aufstellen,…. Dazu wären ggf taktische Flexibilität und Weitsicht nötig, das habe ich leider nicht gesehen.

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  • timmy sagt:

    Bundesliga verkleinern. Also wirklich. Und dann 4 Monate Saison und 8 Monate Pause oder wie? Dann würde es ganauso Kritik geben wegen zu wenig Spielpraxis. Diese Größe hat doch die letzten 20 Jahre gut funktioniert.

    Außerdem wird die WSL ja auch wieder erweitert.

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  • Rainer sagt:

    Silvia Neid sagt also, dass die Bundesliga ihr die Spielerinnen in schlechter Verfassung übergeben habe. Pia Sundhage und Assistentin Lillie Persson haben nach der katastrophalen Leistung bei der WM auch die einheimische Damallsvenskan als Hauptschuldige ausgemacht.

    Dem Verhältnis zwischen Liga und Nationalteam wird das weder in Deutschland noch in Schweden zuträglich sein. Neu ist in Deutschland, dass die Trainer von Potsdam UND Frankfurt in bislang selten gesehener Einigkeit Kritik üben. Still ist lediglich der Kollege in München von den Topclubs.

    Bis Olympia wird in Deutschland nun wenig bis nichts passieren. Silvia Neid hat angedeutet, dass sie will, dass man Bundesliga und Champions League mehr den Bedürfnissen der Nationalmannschaft anpasst.

    Aber das ist alles zu einfach. Wenn man sieht, wie der junge Mark Sampson sein Team auf die unterschiedlichen Gegner eingestimmt und eingestellt hat, dann ist er zweifelsohne der Trainer des Turniers, leider gibt es den Preis nicht.

    Deutschland ist gewohnt, jedweden Widerstand bislang mehr oder weniger problemlos überrollt zu haben und wundert sich jetzt, dass andere Nationen aufgeholt haben und nicht mehr so einfach zur Schlachtbank zu führen sind. Rumpelfussball alleine reicht nicht mehr aus und mittlerweile sind auch viele andere Nationen in der Lage, 90 Minuten und länger mitzugehen.

    Die Mainstream-TV-Medien ARD und ZDF verhätscheln die Vertreterinnen der Nationalmannschaft auch all zu sehr und packen alles in wohlfühlender Watte ein. Man will den Frauenfußball fördern zu Hauptsendezeiten und gleichzeitig auch Quote machen. Deshalb wurde das Produkt bislang sehr weichgespült und mehr als Hofberichterstattung ist nur selten zu sehen.

    Das ist in Schweden schon etwas anders, wo TV4 am Abend nach der desaströsen Leistung gegen Deutschland schon groß die Gesichter eventueller Nachfolger von Pia Sundhage zeigte und diskutierte.

    Dennoch haben beide Länder viel gemeinsam. Da wird schöngeredet, da bleiben die Verantwortlichen auch dann im Amt, wenn die Richtung in unterschiedlicher Qualität nicht mehr stimmt.

    Deutschland muss sich erst in Rio wieder beweisen, die Schwedinnen schon in der Quali für Rio Ende Februar / Anfang März 2016. Die EM-Qualifikation wird für beide Mannschaften wieder ein Kinderspiel aufgrund der dann doch mangelnden Konkurrenz.

    Und so entwickelt sich der Fußball nicht so weiter wie er könnte, weil wir mit dem Erreichten zufrieden sein werden und auch ARD und ZDF bald wieder den Schmusestil pflegen werden.

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  • never-rest sagt:

    Der vornehmnlich auf Athletik getrimmten Vollgasfußball unserer Elf, weitgehend ohne taktische und spielerische Finesse, reicht heute eben in der Weltspitze nicht mehr aus. Stillstand ist im Leistunssport immer Rücksschritt. Insgesamt eine enttäuschende WM unserer Elf.

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  • waiiy sagt:

    In meinen Augen liegt das Problem an einer anderen Stelle: Die N11 ist nicht nur das Aushängeschild des FF, sie ist für die meisten Menschen in diesem Land auch die einzige Wahrnehmung vom FF. Die meisten sportbegeisterten Menschen können nicht sagen, wer im FF der Deutsche Meister geworden ist oder gar wie viele und welche Teams nächste Saison in der CL spielen. Das heißt, dass die Wichtigkeit der N11 exorbitant ist im Vergleich zu den Vereinen. Das ist nicht vergleichbar mit dem MF, wo die Vereine irre viele Anhänger haben.

    Auf der anderen Seite sind die Vereine und die Ligen aber die Basis für den Fußball. Dort werden die Spielerinnen ausgebildet. Dort haben die Spielerinnen ihre Heimat und sie werden dort vom Verein bzw. von ihrem Beruf auch ernährt. Das heißt, dass diese Basis eigentlich überproportional gefördert werden muss, um die N11 langfristig zu stärken.

    Gutes Beispiel ist hier genau England, wo es seit einigen Jahren eine Reform im Ligafußball durchgeführt wurde. Dazu wurden die alten Trainingsmethoden der N11 abgewählt und ein moderner Trainer installiert. Das Zwischenergebnis war diese WM, die dem gesamten Land noch mehr Aufwind geben wird, in allen Ligen und auch in der N11.

    Bei uns sollte alles ein wenig auf den Prüfstand, die Ligen wie die N11. Bei einer Verkleinerung der Liga sollte man aber daran denken, dass dann auch weniger Spielpraxis dort ist und dass die Vereine für ihre Leistung der Ausbildung auch eine Gegenleistung sehen wollen, die statt 14 auch 22 Spiele (bzw. statt 7 eben 11 Heimspiele) sind.

    Es muss ein Konsenz gefunden werden, wie man die Wichtigkeit der Vereine stärkt, um die Basis zu verbessern und damit langfristig die N11 zu stärken. Kurzfristige Maßnahmen, die gut sind für die N11 werden sich langfristig negativ auf die Vereine und dann natürlich auch langfristig negativ auf die N11 auswirken.

    Schade ist nur, dass man 4 Jahre verplempert hat, da ja das Abschneiden in Deutschland 2011 noch katastrophaler war. Und das muss man unter anderem auch der zukünftigen Bundestrainerin in ihrer jetzigen Funktion ankreiden.

    PS: Ich werte es allerdings als positives Zeichen, dass sowohl die Vereinstrainer auf der einen Seite UND das Trainerteam der N11 auf der anderen Seite unzufrieden sind. Das ist der Nährboden, wo Veränderungen eintreten können. Leider scheint man das beim DFB nicht zu sehen und Steffi Jones scheint sich nicht äußern zu wollen / können, weil ihr das wohl nicht als Bemerkung ihrer jetzigen Aufgabe sondern als zukünftige Trainerin ausgelegt werden würde.

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  • Alles_nicht-OK sagt:

    an alle (ja, enttäuschten) Kritiker hier .. welches Team hat denn in Kanada „spielerisch überzeugt“? – mehr als für ca. drei (meist-getrennten) Halbzeiten ABSOLUT KEINS der sog. Top-Teams! .. fast nur Kolumbien und Kameroun (die dann auf anderer Weise ausschieden)! – denk an die ersten Grottenkicke der Französinnen, usw). Es gab viele fragwürdigen nur-durch-Elfmeter Entscheidungen, nord-amerikanische Gebolze..; auch England – völlig verdienter „Turnierplatz“ durch Mannschaftsleistung, ja!.. aber „spielerisch“ kaum. Es haben, ausser ggf. die Asiaten (oder hinten-rum, wenn der Gegner noch in der eigenen Hälfte war), KEIN Team ‚öfters‘ mehr als drei Pässe überhaupt sauber zusammenbekommen!
    Was ist denn daran so schlecht, aus der härtesten Liga der Welt zu kommen, und trotz aller Erwartungen und eigentliches Könnens „nur“ Platz vier in engen Spielen und durch Elfmeter zu belegen, wenn es schon insgesamt „nicht so richtig läuft“!
    Ich gönne die DE-Spielerinnen ihren Urlaub, und hoffe, dass sie diese fast-nur-Kritik erst gar nicht lesen!!
    Kritik-erlaubt, ja .. aber NACH dem Turnier. Wofür sollten denn die (in deren Vereinen geliebten) Frauen ihre Köpfe (und Knochen) für solche sog. Fans hinhalten, von denen es komplett an Unterstützung fehlt, wenn sie das DFB-Trikot anziehen??
    Am besten sagt jede der 23 (ausser ggf. Schult & Benkarth) die nächsten Länderspiele ab – restliche Nominierung nur per Internetabstimmung der ganzen Besserwisser !!
    (P.S. warum ist „4.“ – unter erschwerten Bedingungen nach starker Aufholentwicklung aller Gegner – nicht besser als „5-8.“ von 2011?? 😉

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  • egjowe sagt:

    @Ulf

    Deine ersten drei Worte treffen den Nagel auf den Kopf.
    Und was mich am meisten an dieser Frau stört,
    sie lässt sich bei Erfolgen feiern,
    aber bei Misserfolgen übernimmt sie keine Verantwortung.
    Dabei bleibt es aber nicht, nein, sie sucht und findet (für sich) die Schuld bei anderen und schiebt sie denen in aller Öffentlichkeit zu.
    Dabei hat sie selbst vor jungen Nachwuchsspielerinnen nicht halt gemacht wie 2011 nach der Niederlage gegen Japan.
    Zur Erinnerung für diejenigen, die es vergessen, verdrängt oder ausgeblendet haben, hier ein Auszug aus einem Artikel von n-tv.de aus dem Jahre 2011.
    ************************************************
    Auch sonst reagierte Silvia Neid nach dem Ausscheiden wenig souverän. Sie müsse das Spiel zwar noch einmal in Ruhe analysieren, könne sich aber keinen Vorwurf machen. Den machte sie dafür Stürmerin Alexandra Popp, die habe sie enttäuscht: „Sie hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich hätte mir von ihr schon mehr Leben da vorne erwartet.“ Zur Erinnerung: Alexandra Popp ist 20 Jahre alt, absolvierte gegen Japan ihr 16. Länderspiel – und kam nach 102 Minuten in eine Partie, von der die Kollegin Bresonik hinterher sagte: „Wir hätten noch fünf Stunden spielen können und kein Tor erzielt.“ Wenn Silvia Neid nichts Besseres einfällt, als vor versammelter Journaille eine Nachwuchsspielerin, die sie viel zu spät eingewechselt hat, bloßzustellen, ist das ein Armutszeugnis. Und sagt viel über den Zustand einer Bundestrainerin aus, die mit allem gerechnet hatte – nur nicht damit.
    **********************************************
    Wie meinte schon Schopenhauer:
    „Der Mensch an sich ändert sich nicht,
    lediglich sein Verhalten kann er ändern.“

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  • Doc8181 sagt:

    Gegenfrage an Fr. Neid:

    Wenn die Spielerinnen in einem SO schlechten Zustand waren, warum wurde/n

    a) Sie dann überhaupt nominiert????
    b) dann nicht öfter gewechselt???

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  • slartie sagt:

    Bravo, Frau Neid!
    Machen wir aus der Bundesliga einen elitären Kreis aus 8 Mannschaften. Möglichst mit Herrenverein Hintergrund. Sehe dann so aus:
    Wolfsburg,München, Leverkusen, Bremen, Stuttgart, Freiburg,Berlin und, zur Not, der FFC Frankfurt. Aufstieg und Abstieg ausgeschlossen, außer ein anderer Verein übernimmt die Lizenz von obrigen.
    Ein Schlag ins Gesicht für alle FF-Vereine in Deutschland. Da kämpft man sich in die 2.Liga und dann ist Schluss.
    Super dann auch die Saisondauer von 4 Monaten. Den Rest trifft sich die Natio. Toll, und das bringt was?
    Hatten wir das nicht schon Mal? Vor 4 Jahren vor der Heim WM? Was hat das gebracht? Stimmt, der Erfolg, ins 1/4 Finaleinzug. Super Leistung! Die Spielerinnen waren 2-3 Wochen zu früh in ihrer Bestform! Da wurden Italien, Australien und Norwegen vom Platz gefegt!
    Wenn die Liga nochmals verkleinert wird, dann gute Nacht für den Frauenfußball in Deutschland.
    Aber Silvie bekommt das schon hin…

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  • Altwolf sagt:

    Da mag ja Manches,was Fr.Neid anführt richtig sein, nur diese Problematik der kurzen Vorbereitung und der jetzt aufgezeigten fehlenden Fitmess war ja eigentlich schon im letzten Jahr abzusehen und da ja nun S.Neid „große“ Unterstützung beim DFB genießt, hätte sie doch schon frühzeitig darauf hinweisen und z.B. einen früheren Ligastart erwirken können.

    Gerade die Trainer der in 3 Wettbewerben lange aktiven Clubs hatten schon frühzeitig die zu hohe Belastung angemerkt – doch gerührt hat sich da nichts.

    Auch S.Neid kann sich da nicht aus der Verantwortung nehmen, hat sie doch schließlich Spielerinnen aus Langzeitverletzungen nominiert, deren Fitness doch sehr fraglich war und zudem wußte man doch von den besonderen Belastungen auf Kunstrasen.

    Angriff ist zwar die „beste“ Verteidigng, aber spielerisch u. technisch habe ich lange keine so schlechte deutsche Mannschaft gesehen und das hatte sowohl mit den technischen Mängeln, als auch mit dem spieltaktischen Verhalten einiger Spielerinnen zutun, die sich entweder nicht an die taktischen Vorgaben der Trainer gehalten haben ( falls es diese denn gab) oder in Ermangelung an spieltaktischem Verständnis überwiegend planlos innerhalb des Teams agierten.
    So hätte man bei der Konstellation im Offensivbereich mit C.Sasic,A.Mittag,A.Popp u. S.Laudehr und auch später mit S.Däbritz u. L.Petermann viel klarer die Positionen halten müssen und nicht wie meist dann zu viert alle im Zentrum herumstehen und damit so gut wie nicht anspielbar waren.
    Fast alle Zuspiele erfolgten im Zentrum und oft wurde die außen frei stehende Mitspielerin übersehen oder ignoriert um unbedingt ein Tor zu machen.
    Es war schon unglaublich, das die doch nicht gerade herausragenden Engländerinnen ein besseres Offensivspiel bis zum 16er zustandebrachten als der Weltranglistenerste.

    Gerade gegen Englaund konnte man die der Situation entsprechende taktische Änderung gut erkennen, als Deutschland immer mehr nach vorne drängen mußte u. England zwei schnelle Stürmerinnen einwechselte, die die freien Räume doch sehr gut nutzten und durch ihre Schnelligkeit nur mit Mühe verteidigt werden konnten.

    Wenn man als Stürmerin merkt, sehr eng markiert zu werden, dann muß man dem Zuspiel entgegenlaufen u.nicht auf den Ball warten, so konnten viele Bälle sehr leicht von der gegnerischen Defensive abgefangen werden.

    Offenbar gibt es derzeit keine Spielerin in D und schon garnicht bei der N11 in Kanada, die die taktischen Vorgaben auf dem Platz umsetzt u. insbes. bei Erfolglosigkeit eine Änderung des Spielsystems herbeiführen kann.
    Hier hat sich S.Neid aber auch einer Variante gegen defensiv tiefstehende Teams, wie auch bei gegnerischem Pressing mit schnellen Flügelspielerinnen selbst beraubt.

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  • Top sagt:

    Mit dieser Aussage untermauert Frau Neid doch noch die Kritikpunkte an ihr.
    1.Nicht in der Lage eigene Fehler zu sehen. Schuld haben die Anderen.
    2.Warum nimmt Frau Neid denn angeschlagene Spielerinnen oder welche die nicht in Form sind mit? Belegt doch nur das sie ihre Lieblinge mitnimmt egal was ist.

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  • Altwolf sagt:

    Die Überlegung, die bisher stärkste Liga der Welt, schrumpfen zu lassen, um die Belastungen zu reduzieren, ist sicherlich die falsche Konsequenz, denn die Leistungen der Spielerinnen werden kaum besser und immer weniger nachrückende Talente haben die Chance in der 1.Liga zu spielen.

    Auch Männervereine dazu zu „nötigen“ ist auch keine Lösung, denn nur wenn der Gesamtclub hinter der Frauenabteilung steht, kann etwas Stabiles entstehen und nicht bei den ersten finanziellen Problemen schon wieder beendet werden (z.B. HSV).

    Warum nicht schon im Vorraus den Spielplan besser anpassen und auch die Saison zeitlich etwas ausdehnen, statt einige Clubs bis zu 6 englische Wochen spielen zu lassen, zumal ja auch neben den N11-Spielen noch Spielausfälle zu kompensieren sind. Das wäre mal eine richtige Leistung des DFB.

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  • annanass sagt:

    Wir brauchen also mehr Ausbildungsvereine wie Wolfsburg und Bayern : traditionell stark im fördern von jungen , deutschen Talenten aus der Region ? Ja nee , is klar . Und wir lassen einfach mal das ganze sportliche Gedöns wie Meisterschaften , Aufstiege , Abstiege etc weg : Eine Dame mit DFB Zeichen auf der Jacke kommt dann zu Lokomotive Velbert ( drölfte Liga ) und informiert dass Spielerin P. aus F. ab nächste Woche bei Schalke oder Dortmund spielt ? Weil , die haben zwar noch gar keine Damenmannschaft aber die sollen halt Frauenfussball spielen lassen – zum Nutzen der Nationalmannschaft ? Ich habe selten so gelacht , mit Tränen in den Augen . Man könnte doch auch einfach Vereinen die keinem Bundesliga Männer Verein angeschlossen sind untersagen regional Talente auszubilden , zu fördern und auch noch zu binden . Bilden sich diese Vereine etwa ein sie könnten den etablierten Vereinen Talente vorenthalten ?? Spass am Fußball im Verein , in einer Meisterschaft , in einer Mannschaft ? Ja okay
    , aber nur wenn man kein Talent hat . „Talente“ müssen immer sofort an den DFB gemeldet werden und werden dann den richtigen Vereinen zugeteilt ? Rofl! Ach ja , dürfen die 8 gesetzten auch immer noch weiter Spielerinnen aus dem Ausland verpflichten die den deutschen Talenten ggf den Platz streitig machen? Auch da sollte der DFB einschreiten ! Weg mit den Meisterschaften , weg mit Wettbewerb , es lebe die geplante Kaderschmiede !

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  • Stonie sagt:

    @ DerDude
    Reduzierung der FF-Buli auf 8 Teams, Retortenliga (kein Auf-u. Abstieg), strengere Lizenz-Kriterien, sodass nur Anhängsel der Männer-Vereine in der Buli sich rumtummeln???
    Nee, dann hab ich keinen Bock mehr auf FF!

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  • gerd karl sagt:

    schweden, norwegen, frankreich und kanada müssen alles überdenken, sie sind sehr früh ausgeschieden.
    und was machen diese länder schweden, norwegen und frankreich haben ihre trainer wegen des frühen ausscheidens nicht gefeuert, warum nicht.

    im übrigen hatte die englische mannschaft und ihr trainer 6 monate zeit zur vorbereitung, denn die wsl, die englische liga geht nur 5 monate.
    die deutsche liga ist gut aufgestellt mit 12 mannschaften und 9 monaten spielzeit.

    wie arrogant müssen fans sein die einen 4 platz bei gegnern wie, schweden, frankreich, usa, england als schlecht ansehen.

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  • Spielerfrau sagt:

    Tja, wenn man seit Jahren (!) nicht über den Frankfurter Tellerrand herausguckt –

    und Spielerinnen konsequent nicht nominiert, die es verdient hätten.

    Meines Erachtens tut man einer nichtfitten Spielerin auch keinen Gefallen bzw. bringt sie in die Gefahr einer Neuverletzung, sie in den Kader zu berufen. Hochmotiviert, aber der Körper macht noch nicht mit.

    Jetzt ist also die Liga schuld, die die Spielerinnen auslaugt.

    Wo wird sie denn dann SCOUTEN?

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  • Katerli sagt:

    @Gerd Karl: Weil Deutschland bis soeben an der Spitze der Weltrangliste stand, weil Frankreich gut gespielt hat und unglücklich gegen Deutschland ausgeschieden ist, weil Schweden und Norwegen schon lange nicht mehr eine Hauptrolle in der Welt spielen (auch wenn ich von Schweden schon mehr erwartet habe), weil Kanada erst auf dem Weg zur Weltspitze ist bzw. sein will!!

    Im übrigen, auch das zur Erinnerung: Vor 4 Jahren hatte Frau Neid ihre Mannschaft schon wochenlang (2 Monate mindestens) vor der WM zusammen, der BundesligaFußball und die CL-Teilnahme Potsdams litten darunter. Am Ende Ausscheiden im Viertelfinale, da waren wir doch diesmal schon viel besser. Vielleicht sollte der Posten des Natio-Trainers ganz abgechafft werden, und ohne Vorbereitung werden wir wieder Weltmeister (das letze war natürlich überspitzter Sarkasmus!)

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  • Schelle sagt:

    @ Altwolf: Bezüglich des Spielplans machst Du Dir es ein wenig leicht. Bitte bedenke, dass im letzten Jahr die U-20 WM statt gefunden hat. Ich bin mir sicher, dass man da einen vernünftigen Kompromiss gesucht hat. Und dann gibt es eben die Abstellungszeiträume. Es macht keinen Sinn, in diesen Zeiträumen Spiele zu terminieren, da nicht nur die deutschen Nationalsspielerinnen aller Altersklassen sondern auch alle anderen Nationalspielerinnen anderer Nationen fehlen würden. Bliebe nur die Winterpause. Aber ob es für die BL Mannschaften und deren fans so sinnvoll ist im Winter zu spielen stelle ich als zweifelhaft hin. Ansonsten sehe ich keine freien Termine. Wie bitte schön hättest Du die 6 englischen Wochen für Mannschaften wie Frankfurt und Wolfsburg verhindern wollen?

    Ich denke, dass sowohl unsere Nationaltrainerin als auch Mannschaften, die an der CL Teilnehmen an solche Terminkalender gewöhnen müssen (sofern wir nicht doch im Winter spielen wollen). Dadurch, dass wir jetzt an Olympia teilnehmen haben wir mit der WM, Olympia, der EM und der U20 WM jedes Jahr einen Sommertermin, der den Start der Bundesligasaison nach hinten verschieben wird.

    Mannschaften, die an der CL teilnehmen, benötigen dann wohl einen entsprechenden Kader. München erweitert seinen ja als Reaktion schon und auch Wolfsburg stellt sich der Problematik. In Frankfurt sehe ich für kommende Saison in Bezug auf Kaderbreite und auch Rotationswille noch einen kleinen Handlungsbedarf.

    Das ganze Thema ist eine Frage von Kompromissen und Ausbalanzieren. Sofern wir nicht die Liga verkleinern wollen (wäre ich absolut dagegen) oder im Winter spielen wollen (finde ich auch nicht so toll für Mannschaften und Fans), müssen wir wohl damit leben, dass Vereine, die an der CL teilnehmen am Ende der Saison auf dem Zahnfleich gehen bzw., dass die Vorbereitung unserer Nationalmannschaft auf Großereignisse suboptimal ist (das sollte schon in Fairness zu Frau Neid und zur Mannschaft erwähnt werden – die USA konnten sich 9 Monate gezielt auf die WM vorbereiten).

    Auf den Prüfstand sollte man nichtsdestotrotz alles einmal stellen (ruhig, sachlich und gemeinsam – Liga und DFB Trainerteam)

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  • Schelle sagt:

    @ Spielerfrau,

    welche Spielerin, die den Unterschied gemacht hätte, hat denn gefehlt?

    Den Vorwurf, dass Frau Neid nicht über den Frankfurter Tellerrand schaut empfinde ich als unfair und nicht angebracht.

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  • ute sagt:

    ..warum werden denn immer nur die Gleichen Namen in die Nationalelf berufen …..? es gibt genug junge Talente, die schon seit Jahren warten und nie eine Einladung bekommen ..
    aber schon angeschlagene Verletzte werden berufen ..wo bleibt da die fairness ..
    die jungen Mädels machen Ihr hobby zum profiberuf ..und erhalten noch nicht einmal Anerkennung , die Berufung dafür ….
    sie kommen einfach nicht weiter und irgendwann verlieren sie die Lust , weil es nicht mehr weiter geht …man nehme als Beispoel die U 17 des alten FCR Duisburg …..oder Potsdam , wo sind denn die Talente, ?? ..man hört mehr ausländische Namen als noch Deutsche …

    die Spielerinnen sind froh über eine Liga mit 12 Vereinen ….sie wollen spielen und diejenigen , die eine chance in der Natio bekommen ..haben genug privilegien in ihren Vereinen (Regenationsphasen , Lehrgänge etc um bei der Natio dabei zu sein zu können)…

    dies sind nur ein paar Gedanken ….es gäbe noch so viel mehr ….

    Mutter einer Spielerin 1. Liga

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  • KELLY sagt:

    WARUM IMMER DIESE AUSREDEN—DEN SPIELERINNEN FEHLT DIESE SPIELFREUDE UND SPASS.JA FRAU NEID IST NICHT KRITIK FAEHIG.UND LAESST LANGWEILIGEN FUSSBALL SPIELEN.JA ANDERE NATIONEN BZW.HABEN SICH STARK VERBESSERT UND SPIELEN FLEXIBEL.JA ALS BEISPIEL DER MARK SAMPSON TOLL WAS ER AUS SEINEM TEAM RAUSGEHOLT HAT.UND HALLO 12 VEREINE GAB ES IMMER SCHON,DA HAT DEUTSCHLAND AUCH TITEL GEHOLT!!!!!!!!!!!!!!!!HOECHSTE ZEIT FUER WECHSEL,ABER NEID IST VIEL ZU BEQUEM IHREN GUT DOTIERTEN VERTRAG ZU BEENDEN .EGOISTIN.UND ICH GLAUBE SO RICHTIGE SPIELERTYPEN HABEN NIE EINE CHANCE IN DER DFB AUSWAHL!!!!!!!!!!!!!!!!!!SCHOEN BRAV SEIN UND ANPASSEN.

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  • Fan sagt:

    Hallo Schelle,

    wieviel aktuelle A-Nationalspielerinnen waren denn letztes Jahr in Kanada bei der U20 WM dabei?
    Aha, 3 und zwar Petermann, Däbritz und Bremer!
    Also was soll das, man hat deswegen den Spielplan nicht besser abstimmen können?
    Ging ja vor 4 Jahren auch und wo sind wir da gelandet? Auch da war 1 Jahr zuvor e3ine U20 WM.

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  • Altwolf sagt:

    @Schelle.
    Ich sehe da schon den DFB gefordert sich im Spielplan zu bewegen, denn es geht bei den Männern ja auch , wenn z.B. eine WM ansteht.

    Es muß ja nun auch nicht jede U-WM oder U-EM unterhalb der N11 in aller Konsequenz berücksichtigt werden, denn die betroffenen Spielerinnen sind nur in einigen wenigen Teams von entscheidender Bedeutung und können wie üblich auch eine längere Urlaubszeit bekommen bevor der normale Trainingsauftakt der Saison beginnt.

    Wenn es sogar in Frankreich möglich ist für ein CL-Spiel den betroffenen Club vorher vom Liga-Pflichtspiel zu befreien,sollte doch auch der DFB mal etwas flexiblere Modelle entwickeln, statt sich durch ihre N11-Trainerin zu beklagen.

    Es geht doch in der Zusammenschau dieser WM nicht um alleinige Kritik an der ein oder anderen Person, sondern um das „Wie“ man sich auf dem Platz präsentiert und den „selbstgestellten“ Ansprüchen gerecht wird.

    „Größe“ hätte sie jetzt zeigen können, indem sie sich zu ihrem „System“ bekannt und dann auch zur Verantwortung für das doch recht „planlose“ Spiel gestanden hätte.

    Dann wäre auch ein Fünkchen Hoffnung für eine zukünftige Wandlung in der Spielweise geblieben.

    Wenn man hintereinander Spiele abliefert, die dem Anspruch Deutschlands im FF nicht gerecht werden, helfen auch keine Hinweise auf ein „Besser“ oder „Schlechter“ anderer Teams.

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  • Altwolf sagt:

    @egjowe.

    Ich habe mit der WM 2011 meine FF-Zuneigung entdeckt und damals in der 2.HZ hinter dem Tor Japans gesessen und mich verwundert gefragt, wieso es den Behringer,Bresonik und Co bei einer ca. 165cm großen Torfrau Japans nicht gelingt wenigstens 3-4x den Ball hoch auf das Tor zu schießen, geschweige denn auch mal Flanken für einen Kopfballversuch hinzubekommen.

    Wer diesen „natürlichen“ Vorteil so völlig ignorant behandelt, den sollte es auch nicht verwundern dann auszuscheiden.

    An diesem Tage war es eine ganz simple Taktik, die man anzuwenden hatte, doch offenbar war man über solch „schlichte“ Strategie erhaben.

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  • waiiy sagt:

    Was mir übrigens noch aufgefallen ist.

    Angerer, Mittag, Krahn, –> nicht Bundesliga
    Bartusiak –> nur 1 Bundesligaspiel
    Kemme, Maier, Laudehr –> keine spürbaren körperlichen Defizite
    Marozsan –> verletzt

    Bleiben folgende Spielerinnen der Stammelf übrig, bei denen sich die Saison überhaupt ausgewirkt hat: Goeßling, Leupolz, Popp, Sasic.#

    Das heißt, dass die Ausrede nicht nur lahm sondern auch ziemlich falsch ist.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Genauso verhält es sich, waiiy, und dieselben Gedankengänge hatte ich auch bereits, und Frau Neid hat sich ihre Kritik nicht wirklich gut ausgedacht und zurechtgelegt bzw. überhaupt nicht begründet! Aber das braucht sie ja auch nicht, dafür hat sie ja die Herren Sandrock und Niersbach, die das gern übernehmen! 🙁

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  • GG sagt:

    Zunächst möchte ich @Markus Juchem meinen Respekt bekunden: Nach meinem Empfinden dürfte die Zunge blutig sein, so wie Sie sich in einigen Passagen noch zurückgehalten haben. Chapeau – volle Zustimmung und Hochachtung vor der rhetorischen Meisterleistung.

    Die von SN vorgebrachte Argumentation stellt für mich eine bodenlose Frechheit dar. @Doc8181 hat bereits -richtigerweise- zwei Fragen in den Raum gestellt, ich erweitere:

    3. Von welchen Spielerinnen konkret spricht Frau Neid ?
    4. Sofern hier Spielerinnen jenes Vereins gemeint sein sollten, der am Ende der Spielzeit noch das UWCL-Finale bestritten hat – der 1.FFC Frankfurt – warum hat SN dann im letzten Spiel dieser WM (ausgerechnet) alle einsatzfähigen Spielerinnen dieses Vereins in der Startelf nominiert (Marozsan hatte verletzungsbedingt abgesagt) ??
    5. In einem am 05.01.2015 veröffentlichten Interview mit DFB.de findet sich folgende Aussage:
    „DFB.de: Was bedeutet vor allem die kurze Vorbereitungszeit konkret ?
    Neid: Die Spielerinnen müssen Eigenverantwortung zeigen, zudem benötigen wir die Unterstützung der Vereinstrainer. Denn wenn wir uns am 18. Mai treffen, ist klar, dass uns keine Zeit bleibt, noch etwas für die Fitness zu tun. Diese Problematik haben wir aber mit den Vereinstrainern intensiv besprochen. Unser Athletiktrainer Falk Schade und ich haben die Vereine besucht und uns ausgetauscht, wie wir es schaffen, dass die Spielerinnen zum Ende der Bundesliga-Saison in einem Top-Zustand sind. Das ist ja ganz im Sinne der Vereine, denn am Saisonende stehen ja auch für sie entscheidende Spiele an. Wir hatten gute Gespräche in einem guten Klima“.
    Angesichts dessen, was ist denn da schief gelaufen ?? (Aktuell ziehe ich in Zweifel, dass SN in Wolfsburg gewesen ist).

    Der Katalog ließe sich sicherlich noch fortsetzen – zuvor würde ich jedoch gerne die eine oder andere konkrete Antwort hören/lesen …

    Noch eine Replik an @schelle: Bitte einfach einmal die BuLi-Ansetzungen der vergangenen Spielzeit, Auswärtsspiele in 2015, mit dem Fokus auf a) 1. FFC Frankfurt und b) VfL Wolfsburg gegenüberstellen. Was fällt auf ? Der 1. FFC gegen die Nrn. 10, 12, 9 und 7 der Abschlußtabelle, die Wölfinnen gegen die Nrn. 1, 4, 8, 5 und 3. Algarve-Cup musste dieses Jahr ja auch sein – gegen wen sind beide vorgenannten Vereine jeweils wieder in die BuLi-Spielrunde gestartet ? Wer verantwortet einen solchen Spielplan ???

    Kurzum, an der Fitness der Spielerinnen hat es offenkundig nicht gelegen. Sehr, sehr billige Ausrede von SN.

    Und das Schlimme an der Situation ist, sie hat zum wiederholten Male bewiesen, dass es Ihre Defizite sind, die dem Potential der Mannschaft entgegenstehen. (Das weitere Trainerkollektiv nehme ich deshalb aus der Verantwortung, weil SN in einem Interview mit der Süddt. Zeitung am 05.06.2015 selbst bekundet hat „… Wir beraten uns viel – am Ende entscheide ich.“)

    In dieser Konstellation kann sich der DFB im kommenden Jahr den Trip nach Rio sparen – außer Spesen und am Boden zerstörte Spielerinnen, nichts gewesen.

    Ich bin sehr gespannt, wie erfolgreich die Vereinstrainer sein werden, „ihre“ Spielerinnen wieder aufzurichten …

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  • Rainer sagt:

    @Schelle: Wer gefehlt hat? Kerstin Garefrekes!!! Die hätte einen reingemacht, aber leider will sie ja nicht mehr.

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  • never-rest sagt:

    Leute, die WM ist für unsere N11 vorbei. Schade um die vielen klugen Beiträge, leider allesamt in den Wind geschrieben. Es ändert sich vorerst eh nichts bei der N11. Mindestens 1 Jahr müssen wir noch tapfer sein und in 4 Jahren können wir dann ein update unserer Kommentare von 2011 und 2015 machen.

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  • egjowe sagt:

    @Altwolf

    Ich verfolge den FF schon länger.
    Dank der Übertragungen von U17-,(U18-),U19- und U20-Europa- und Weltmeisterschaften bei Eurosport konnte ich den Werdegang zukünftiger/heutiger Nationalspielerinnen schon früh verfolgen.
    Die Klasse einer Marozsan durfte ich dadurch schon 2008 im Endspiel der U17-EM gegen Frankreich bewundern.
    Nur als ein Beispiel.
    Übrigens die einzige Frau, die in zwei U20-WM-Finalen mitgewirkt hat.

    Bei der U20-WM 2010 war ich live dabei.
    Gegen Süd- wie anschließend gegen Nordkorea hatte eine Maren Meinert die Devise ausgegeben:
    Hoch spielen und Schüsse aufs Tor hoch und in die Ecken.
    Deutliche Siege waren die Folge.
    Warum das ein Jahr später gegen eine asiatische Mannschaft nicht kopiert wurde, hat mich auch gewundert, später geärgert.

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  • dummkopf sagt:

    @waiiy
    Dein erster daoben hat mir schon ein wenig besser gefallen. Kommt eben immer darauf an, wie man es darstellt.

    „Wir können froh sein, dass wir so weit gekommen sind“
    = korrekte Aussage
    „Die Spielerinnen kamen im Zustand xy an“
    = korrekte Aussage, weil sie dazu Vergleichsmaterial hat

    Wie richtig, und was mit „katastrophal“ gemeint ist, weiss niemand. Ob das eine glückliche Formulierung war, weiss ich auch nicht.

    Und auch nicht Buli-Spielerinnen oder verletzte (Maro) können doch in einem katastrophalen Zustand ankommen, oder? Da verstehe ich deine Logik nicht.
    Hat sie denn explizit gesagt, dass speziell die Buli daran Schuld ist, oder ist das auch eine Aussage von 2008?

    Hörst du auch bei allen Buli-Trainern so kritisch hin?
    Da müsstest du aber … 😉

    Und du weisst, dass ich bei beiden kritisch bin, Neid und Schröder. Kritisch, gerne auch spitz und schräg, aber nicht polemisch hoffentlich.

    Hier noch zum Wachbleiben die Japan-USA Vorschau.

    https://football11women.wordpress.com/2015/07/05/preview-usa-japan/

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  • Altfan sagt:

    Es geht doch schon längst nicht mehr darum, wie weit unsere Mannschaft im Turnier gekommen ist. Mit dem 4.Platz könnte man/frau ja noch leben, wenn das „Wie“ nicht so schrecklich gewesen wäre. In den letzten 3 Spielen (330 Minuten!) wurde kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt. Dies ist einer deutschen Natio völlig unwürdig. Da gab es kaum gelungene Spielzüge, Fehlpässe ohne Ende und selbst die Standards wurden völlig stupide immer auf die gleiche Weise vergeben. Da darf schon mal gefragt werden, wie eigentlich trainiert wird? Sind Neid und Ballweg wirklich so einfallslos, nicht einmal Varianten bei den Standards zu entwickeln? Wieso werden dann die Presseleute weggeschickt, um im Geheimen weiter zu trainieren? Der Zuschauer wusste bei jeder Ecke, wo der Ball hingehen würde! Ein Torschuss in 90 Minuten wie gegen die USA ist ein absolutes Armutszeugnis!!! Und genau wie 2011 hatte Neid in schwierigen Spielsituationen erneut keine Lösungsalternativen – weder im taktischen noch im personellen Bereich. Letztlich waren die Spieler die ärmsten Säue angesichts einer solchen inkompetenten und absolut beratungsresistenten Trainerin. „Bitte, Frau Neid, beenden Sie das Elend, ziehen Sie die Konsequenzen aus Ihrer zahlreiche Fehlern 2011 und 2015, treten Sie zurück und machen Sie den Weg frei für eine Weiterentwicklung im deutschen Frauenfußball!!!

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  • DerDudee sagt:

    Also meine Vorschlag findet enge hier nicht so gut, aber ist es wirklich so viel schlimmer als was wir nächstes Saison haben werden? Die Meisterschaft und CL-Qualifikation wird durch ein hin-und-rückspiel zwischen Bayern und Wolfsburg entschieden, die Rest wird nur da um die Spielplan auszufüllen.

    Wäre es nicht besser mehr Konkurrenz und Spannung zu haben, das mann nicht automatisch Woche-für-Woche schon die Ergebnisse in Voraus kennen?

    Da könnte man durch ein strengere Lizenz Kriterien dafür Sorgen dass die Mannschaften doch richtig investieren um zu Vermeiden dass über die Hälfte die ‚Stars‘ nur bei 2 Vereine sind und die meisten Woche-für-Woche auf dem Bank oder in Tribune sitzen?

    Na ja, werden wir sehen wie es weiter geht…

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  • Detlef sagt:

    Aha, jetzt bekommen wir den Grund für das Versagen präsentiert!!!
    Diesmal sind also die Vereinstrainer schuld!!! 😉
    Natürlich hat sie wieder nichts falsch gemacht, nur die Anderen!!!
    Das kennen wir ja schon von 2011!!!

    Man sollte jetzt noch einmal die Artikel von vor der WM lesen!!!
    Ich meine mich dunkel daran zu erinnern, daß da nix von „katastrophalem Zustande“ der Mannschaft stand, sondern das alle topfit wären!!! 😉

    Die Bedenken, die auch in diesem Blog geäußert wurden, über den Fitnesszustand von Lotzen, PAULI oder Marozsan wurden nur müde belächelt!!!
    Warum hat man nicht fittere Spielerinnen mitgenommen???

    Und wenn man dann schon gesehen hat, daß die Amis physisch so stark sind, warum bringt man dann keine frischen Leute aufs Feld, sondern lediglich die angeschlagene Marozsan???
    Wofür hat man denn dann Reservistinnen auf der Bank???

    In einem kann/muß man die Vereine in die Pflicht nehmen!!!
    Nämlich das was Kellermann anmahnte, eine bessere technische Ausbildung!!!
    Die vielen Ballverluste durch technische Fehler unterbanden immer wieder einen konstruktiven Spielaufbau!!!
    Und auch Distanzschüsse, vor allem aus vollem Lauf, sollten mehr geübt werden, denn das sah wirklich ziemlich kläglich aus!!!
    Außerdem war unser Kopfballspiel sehr mangelhaft!!!
    Sasic und Popp sind eigentlich Kopfballstark, blieben aber meilenweit hinter ihren Möglichkeiten!!!

    Passpiel und Laufwege sind dann wieder Aufgabe der Bundesgöttin!!!
    Außerdem die schon angesprochenen Standards!!!
    Man sollte wirklich mehrere Systeme draufhaben, und diese wenn nötig auch während des Spiels ändern bzw anpassen können!!!

    Hier hoffe ich besonders auf Steffi Jones, da sie ja noch nicht mit DFB-Taktiken „verseucht“ ist!!!
    Sie ist sehr kommunikativ, und könnte sich einige Dinge bei den Topklubs der Buli abschauen!!! 😉

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  • Karl sagt:

    Ich stimme @wfm und @Alles_nicht-OK zu. Genauso ist es.
    Ehrlich gesagt frage ich mich auch warum die Spielerinnen fuer solche „Fans“ die Knochen hinhalten.
    Aber ich denke die meisten werden da schon der Trainerin zuliebe noch wenigstens bis Olympia durchhalten:-)
    Ich frage mich auch warum es nicht moeglich sein soll die Liga einfach weiterlaufen zu lassen wenn Laenderspiele oder Turniere stattfinden. Da muessen halt mal die Nicht- Natiospielerinnen ran. Wenn die Ligatrainer solche fussballerischen Giganten sind dann muessen sie solche Situationen doch locker meistern , oder etwa nicht?

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  • Ludwig sagt:

    Die Hiflosigkeit von Silvia Neid ist nach meiner Ansicht nur die Spitze des Eisbergs. Sämtlich U-Mannschaften werden im selben System ausgebildet mit dem Argument, dass sie dann in der A-Mannschaft genau wissen, was sie zu tun haben. Gut und schön, bis zu dem Moment, in dem sie auf Mannschaften treffen, die sich darauf einstellen. Dann ist die Herrlichkeit vorbei. Bei der u-17 WM in Costa Rica ist die Mannschaft mit einem Punkt Gruppenletzter geworden und man redet von unglücklichem Ausscheiden. Bei der U-17 EM vor wenigen Tagen fand ich das, was ich sehen konnte, nicht sehr viel versprechend im Gegensatz vor allem zu den enorm beweglichen und technisch sicheren spanischen Teenies. Und auch der WM-Titel der U-20 vom Vorjahr verliert etwas an Glanz, wenn man sich ansieht, wie er zustande gekommen ist. Das HF gegen Frankreich lag an der französichen Schwäche im Abschluss. Der Finalsieg ist auf den Übereifer einer Nigerianerin zurückzuführen, die dem Ball, der auch ohne sie ins Tor gegangen wäre, in Abseitsposition noch den letzten Tritt verpasst hat. Sonst wäre es gar nicht erst zu einer Verlängerung gekommen. Nicht, dass ich hier die Leistung der Mädels nicht würdigen möchte. Der Titel war sicher nicht unverdient,ich habe ihnen sehr gern zugeschaut, aber sehr viel Glück war dabei schon im Spiel. Insgesamt führt die einseitige Verbandsstrategie zu taktischer Unflexibilität. Wie es besser geht, hat nicht nur England demonstriert, sondern nach meiner Ansicht auch China. Je nach Gegner stellen sie sich hinten rein und machen den Laden dicht wie gegen Kanada oder USA, oder wie gegen Niederlande sind sie in der Lage, einen sehr ansehnlichen Offensivfussball zu spielen, auch wenn es dann im Abschluss noch gewaltig gehapert hat. Aber sie sind in der Lage, völlig unterschiedliche Strategien zu verfolgen und die Gegnerinnen zu überraschen. Das sehe ich im DFB derzeit nicht.

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  • Ludwig sagt:

    Ach so noch was
    @Altwolf und egjowe

    Ich habe vor 4 Jahren das Spiel nur am Fernseher gesehen. Was mir vor allem aufgefallen ist, war die Nervosität der deutschen Mannschaft. Ich hatte den Eindruck, dass sie inerster Linie daran gescheitert sind. Die ungewohnt vollen Stadien, das plötzliche massive Medieninteresse und der damit aufgetretene Druck, gewinnen zu müssen, bleibt nicht einfach im Trikot hängen und ist auch nicht trainierbar. Der Heimvorteil ist keineswegs immer einer. Dazu noch die frühe Verletzung von Kulig. Das kann schon gewaltig verunsichern. Insofern habe ich die Niederlage der Weltranglistenzeiten gegen die Dritten nicht als Versagen, Blamage oder so etwas betrachtet. Das war im Winter noch bei der Biathlin WM zu beobachten. Kaisa Mäkkärainen hat zu Hause die mit Abstand schlechtesten Leistungen des Winters gezeigt.

    Was mir negativ in Erinnerung geblieben ist, waren Freistöße. Schmidt läuft am Ball vorbei, Behringer schießt. Die Japanerinnen haben sich gar nicht um Schmidt gekümmert, weil der Ball da sowieso nicht hinkam. Und sie machen es sehr oft immer noch so. Und die Gegnerinnen kümmern sich sehr oft genau so wenig darum.

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  • egjowe sagt:

    Über Frau Neid und ihren Fehlbesetzungen
    (incl. Taktik und Aus- und Einwechslungen)
    habe ich mich seit dem Norwegen-Spiel schon genug ausgelassen.
    Auch darüber, dass sie, wenn es nicht so richtig läuft,
    die oder den anderen im nachhinein als Sündenbock hinzuhängen.

    Aber dass trotz dieser offensichtlichen Mängel sich aus der DFB-Spitze niemand traut, mal Tacheles zu reden, enttäuscht mich noch mehr.
    Stattdessen nur pure Begöscherung.
    „Wir stehen hinter dir ….
    Wir haben vollstes Vertrauen in dich …..
    usw. usw.“

    Für mich ist das ein Armutszeugnis, diese Weichspülerei.
    Hat denn da keiner mehr Rückgrat??
    Der Verdacht eines reinen Geklüngels drängt sich da auf.

    Welcher Vorstand oder Sportdirektor/in eines Proficlubs würde in ähnlicher Situation (Spielweise „und“ kein Erfolg) so lange stillhalten und sich zurückhalten??
    Geschweige denn auch noch Loblieder zu singen!
    Das mit der „ausgesprochenen Jobgarantie“ könnte dieses Verhalten vielleicht erklären, weil bei berechtigter ausgesprochener Kritik der DFB sich selbst in Erklärungsnot bringen würde.

    „ICH HABE FERTIG !!!

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  • Karl sagt:

    @egjowe: Ob bei der DFB Spitze intern Tacheles geredet wird oder nicht wissen wir nicht. Keine vernuenftige Fuehrungskraft wird heutzutage noch seine Untergebenen oeffentlich runterputzen oder schlecht reden. Sowas macht man allenfalls in internen Meetings.
    Ausserdem hat Neid offensichtlich ihre Zielvorgaben erreicht. Dafuer gibt es keine Sonderbelobigungen oder Sonderboni oder was auch sonst immer ueblich ist, aber auch keinen Rauswurf.
    Oder faendet ihr das gut wenn ihr eure beruflichen Ziele erreicht und anschliessend deshalb rausgeschmissen werdet
    weils nicht noch etwas mehr war?

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  • translate sagt:

    @Karl
    Wenn eine Trainerin ihrer, als Weltranglisten #1! geführten Mannschaft (tatsächlich?) eine „Zielvorgabe“ von Platz #4 ausgibt, stellt sie sich & ihrem Team (betreffs Motivation/Selbstbewußtsein etc) eigentlich nur ein Armutszeugnis aus.

    Es ist aber auch das Einplanen einer Friede-Freude-Eierkuchen-Legitimation … falls es (wieder mal) nicht so gut läuft!

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  • Schelle sagt:

    @Fan

    meine Ausage ist, dass man wegen der Frauen U20 WM die Saison nicht früher beginnen konnte.

    Das hat nichs mit den drei U20 Nationalspielerinnen zu tun, die dann auch jetzt die WM gespielt haben.

    Es geht darum, dass die U20 Nationalspielerinnen vor der Bundesligsaison ein Pause brauchen (gebraucht haben)

    Altwolf argumentiert, dass die Bundesligavereine dann halt eben ein paar Wochen ohne die U20 Nationalspielerinnen auskommen müssen/sollten. Ich denke, dass das unfair gegenüber kleineren Vereinen wie Freiburg und Essen gewsen wäre, bei denen U20 Nationalspielerinnen eine wichtige Rolle gespielt haben (Dallmann, Däbritz, etc).

    Nächstes Jahr ist übrigens Olympia. Und danach die EM. Altwolf, was machen wir dann? Die ersten Bundesligaspiele ohne die Olympia-Teilnehmerinnen?

    Nochmal. Ich bin nicht gegen sich abstimmen. Aber einen vernüftigen Spielplan mit den Turnieren, den Abstellungsphasen und der Winterpause zu erstellen ist eben nicht so trivial wie das hier hingestellt wird.

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  • egjowe sagt:

    @Karl

    Ich habe auch nicht befürwortet, dass hier jemand „öffentlich“ gescholten bzw. kritisiert wird von Seiten des DFB.
    (obwohl das doch Neid-like wäre)

    Aber wenn ich als Vorgesetzter eine Faktenlage anders als die dafür verantwortliche Person einschätze,
    dann würde ich mich mit öffentlichen Lobhudeleien zu dieser Person im Vorfeld einer kritischen Auseinandersetzung doch vollkommen unglaubwürdig machen.

    aber statt dessen:
    „PIEP, PIEP, PIEB, wir haben uns alle lieb.“
    (Braucht nur ein Mikrofon in der Nähe zu sein.)

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  • karl sagt:

    @translate: Vielleicht liege ich ja falsch. aber eine zielvorgabe muesste meines Erachtens nicht vom trainer ausgegeben werden sondern vom Verband fuer den trainer. Das wird sich kein Trainer aussuchen koennnen…..

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  • karl sagt:

    @egjowe: „Aber wenn ich als Vorgesetzter eine Faktenlage anders als die dafür verantwortliche Person einschätze,
    dann würde ich mich mit öffentlichen Lobhudeleien zu dieser Person im Vorfeld einer kritischen Auseinandersetzung doch vollkommen unglaubwürdig machen.“
    Nein, das ist einfach guter Fuehrungsstil. Man soll sich in der Oeffentlichkeit deutlich vor seine Mitarbeiter stellen , kritisieren kann man sie dann im internen Gespraech wenn erforderlich.

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  • Xylen sagt:

    Die DFB Frauen befinden sich auf dem gleichen Weg wie die männlichen Kollegen nach der WM 1990. Jahrelang die Mängel nicht bemerken und sich durch EM Titel blenden lassen. Irgendwann wird der Knall kommen, dann wird es aber schon zu spät sein. Kritik ist nicht erwünscht, solange bei der EM und WM die TV-Quote stimmt. Aber vll. wird man in zwei Jahren wieder Europameister, bei einem Turnier bei den es mit Frankreich nur einen wirklichen Gegner gibt, der aber immer an sich selber scheitert.

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  • translate sagt:

    @Karl
    Ob nun vom DFB oder von Neid (nach eigener Aussage „Platz 3 oder 4 – bin ICH zufrieden“), macht letztendlich keinen Unterschied – die ’niederen‘ Beweggründe & der Effekt sind die Gleichen.

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  • dummkopf sagt:

    @Rainer
    „Silvia Neid sagt also, dass die Bundesliga ihr die Spielerinnen in schlechter Verfassung übergeben habe…“
    Hoffe, dass du das noch liest vielleicht. Du bist doch immer gut informiert.
    Aber die Frage wiederhole ich nochmal gerne auch an andere.

    Ich schaue möglichst wenig dt. Fernsehen bei dt. Spielen. Das hält meine Brille sauber. Und wenn, dann eher ES als ARD/ZDF.
    Deshalb habe ich nicht mitbekommen, was Neid gesagt hat.

    Wenn sie es so wie von dir geschildert gesagt hat, fände ich es falsch.
    Wenn sie aber gesagt hat, dass die Spielerinnen in einem schlechten Zustand ankamen, fände ich es richtig.

    Leider gibt der Artikel nur diese Aussage her. Versucht es aber leider zu den Worten von Rainer zurechtzuinterpretieren. Eine Auflösung würde mich schon interessieren.

    Im Interesse des FF wäre sicher, Fr. Neid nicht für sehr wahre und nachvollziehbare Aussagen zu kritisieren. Noch dazu wenn man aus der Enttäuschung die richtigen Fragen übersieht. In diesem Fall wäre nicht zu kritisieren, dass die Spielerinnen in einem schlechten Zustand ankamen. Es wäre vielleicht zu fragen, warum sie nicht eine Glaskugel befragt hat, die genau das erwartet hat.
    Dass man nach Saisonende eher planen sollte, die Spielerinnen regenerativ zu beschäftigen, als mit ihnen 2mal am Tag ein Vorbereitungstraining auf eine WM zu planen, hätte man nicht nur bei so manchem „Lehrer“ vorher erfahren können. Wohl eben dem, der sich dazuzulernen traut …

    Es gibt da noch jede Menge andere Ansätze zur WM, die ich für die interessierten bald einmal in meinem Blog zusammenfasse …

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  • wolle sagt:

    Im Moment komme ich mir vor wie vor 4 Jahren. Fr Neid argumentiert in etwa so: Alle sind schuld, nur ich nicht. 2011 mußte nach ihrer Analyse der Mentaltrainer seinen Posten räumen, vielleicht muß jetzt der Fitnesstrainer dran glauben. Und öffentliche Kritik der Buli-Kollegen kommt gar nicht gut an. Vielleicht ist es ja wirklich kein guter Stil. Andererseits sehe ich es so, dass spätestens Morgen in keiner Sendung oder Zeitung über die Frauen-WM berichtet wird. Es wird höchstens noch in Foren wie diesem darüber geredet und die Fangemeinde im FF ist überschaubar. Wie soll bei dieser kritikresistenten Trainerin sonst öffentlicher Druck aufgebaut werden, wenn nicht durch die Buli-Kollegen? Herr Niersbach hält seine Hand schützend über Fr Neid und einfach so weitermachen?
    Ohne öffentl. Druck hätte der DFB 2004 niemals Klinsmann zum BT mit weitreichenden Vollmachten gemacht. Steffi Jones halte ich auch nicht für die richtige Lösung für die Zukunft, aber vlt. findet sie ja auch Ihren „Jogi“. Ein Trainer/in aus der Buli wird sich das sicherlich nicht antun. Mir fällt eigentlich nur ein Name ein: Ralf Peter. Z.Zt. ist er ja Assi bei H. Hrubesch, aber der hört ja nach Olympia auf…

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  • Andreas sagt:

    Also ich finde schon, es lohnt sich, die ganze Sache differenziert zu betrachten und jetzt nur auf SN einzuschlagen. Natürlich nervt es, dass SN in ihren Aussagen wieder vollkommen kritikresistent rüberkommt und eigene Fehler nicht zugeben will. Ich war auch irritiert, dass nach dem Rückstand gegen die USA nichts kam von SN. Da hat Bernd Schmelzer tatsächlich mal etwas wahres gesagt: „Jetzt braucht sie eine Idee“. Leider hatte sie die nicht und hat viel zu spät und zu wenig gewechselt. Das ist alles klar. Der Hinweis darauf, dass die Spielerinnen aber in einem katastrophalen Zustand ankamen und sie im Training eher nur Regeneration machen konnten, da wird schon auch was drangewesen sein. Dazu kommt dann noch der Kunstrasen, der sicherlich ein zusätzlicher Faktor war. An Simone Laudehr konnte man das ja gut sehen. Sie gehörte sicherlich zu den besten Spielerinnen, war aber eigentlich immer so nach 75 Minuten platt. Dass SN dies aber nicht während der WM öffentlich macht ist doch logisch. Damit hätte sie ihre Spielerinnen ja noch mehr runtergezogen.Und die Kritik nach der Halbfinalniederlage auf diese Weise öffentlich zu machen, war von den Buli Trainern tatsächlich kein sehr guter Stil. Ich verstehe das, weil die mediale Aufmerksamkeit halt gerade da war, aber so etwas sollte man sicher nicht vor dem Spiel um Platz 3 machen. Vom DFB hätte ich mir auch etwas sachlichere Stellungnahmen gewünscht, nicht diese reflexhaften Treueschwüre, aber zu erwarten, dass der DFB ins gleiche Horn tutet wäre auch nicht angebracht. Meine Hoffnung ist, dass man sich nach der WM an einen Tisch setzt und zum Wohle der N11 und des Frauenfußballs vernünftige Verabredungen trifft.

    Und dass man nur andere Spielerinnen hätte einsetzen müssen und alles wäre gut gewesen, so einfach war es ja dann auch nicht, wie das Spiel um Platz 3 gezeigt hat.

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  • egjowe sagt:

    Wer in der Halbzeitpause des Endspiels die Fragen und Antworten bezüglich Frau Neid von Kim Kulig und Sven Voss mitverfolgt hatte, erinnert sich bestimmt an eine Antwort:
    Ja, sie ist stur.“

    Wie es anders geht während eines Spieles
    habe ich zu dem Artikel „USA nach Gala……“
    über den japanischen Trainer geschrieben.
    Wen es interessiert.

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  • egjowe sagt:

    @wolle
    Zu Steffie Jones hatte ich am 3.7.2015 geschrieben:
    ********************************
    Ich glaube, Steffie Jones hat all die Defizite bereits erkannt und sich auch deshalb vehement dafür eingesetzt, die Position als Bundestrainerin zu übernehmen.
    Um Veränderungen durchzusetzen, muss man erst einmal am Schalthebel sitzen.
    Ich bin überzeugt, dass sie bereits ganz klare Vorstellungen/Pläne hat, die sie in dieser Position dann auch umsetzen kann/darf.
    Ob sie eine gute Trainerin wird, weiß ich nicht, kann es mir aber vorstellen, weil sie bisher jede neue Aufgabe mit Erfolg gemeistert hat.
    Eine gute Managerin ist sie allemal.
    Sie sollte allerdings schon vor den Olympischen Spielen das Ruder übernehmen.
    ***********************************
    Vielleicht findet sie ja ihren „Jogi“
    in Martina Voss-Tecklenburg,
    wenn sie den Trainerschein nicht macht.
    Gegen den Widerstand von Frau Fitschen.

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  • labersack sagt:

    @egjowe

    ich glaube….., ich bin überzeugt…..
    Welch eine Vorstellungskraft. Aber hier ist doch eindeutig der Wunsch der Vater des Gedankens.

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  • waiiy sagt:

    @dummkopf: Das war doch klar, wie der Zustand der Spielerinnen sein wird nach der Saison. Die Anzahl der Ligaspiele war vorher bekannt, die Länderspiele auch und dass im Pokal und in der CL die Spitzenspielerinnen viel aktiv sein würden, war auch ein Jahr vorher bekannt. Von daher hätte de rDFB vorher reagieren müssen, wenn man dort Weitblick gehabt hätte. Man hätte die Spielpläne von Liga oder Pokal anders stricken können. Die Teilnahme beim Algarve Cup ist auch nicht zwingend (zumal es erstmals dieses Jahr ist, dass der Sieger dort auch Weltmeister wurde). Einzig die Termine der CL konnte man nicht beeinflussen.

    Und ja, ich bin auch dafür, dass außer auf die Europa- und Weltmeisterschaften bei den Frauen auf kein anderes Turnier bei den Spielplänen achtgegeben wird. Auf Juniorenspielerinnen muss man auch mal verzichten können in einer Frauen-Liga.

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  • wolle sagt:

    @egjowe
    MVT als Co-Trainerin von Jones? Guter Witz, klar auf diesen Job hat Sie schon immer gewartet
    @waiiy „Auf Juniorenspielerinnen muss man auch mal verzichten können in einer Frauen-Liga.“
    Das trifft auf Frankfurt, den VW-Club oder Ulis Engel in München zu. Es gibt aber Gott sei Dank noch Vereine die Juniorinnen regelmäßig Spielzeiten bieten. Ich denke da aktuell an Essen oder TP. Soll man die noch dafür bestrafen?
    Bei einer U19-EM waren mal 7 Spielerinnen aus BN (u.a. Maier, Pycko, Rolser, Petzelbeger, Störzel). BN verlor die 3 Spiele während des Turniers, weil sich die Gegner weigerten die Spiele zu verlegen.
    @Andreas
    Natürlich muss man das ganze differenziert betrachten. Aber Fr Neid lädt mit Ihrem Auftreten und Äußerungen ja gerade zum „draufschlagen“ ein. Frankreich hatte eine ähnliche Vorbereitung, PSG war auch im CL-Finale. Sie haben auf mich einen fitten Eindruck gemacht, oder unterstellt Sie etwa den Buli-Trainern Sie hätten falsch trainiert. 2011 gab es eine ewig lange Vorbereitung, das Ergebnis kennen wir. Ja, der Kunstrasen war ein Vorteil für Nordamerikaner, ja Deutschland hatte im Viertelfinale mehr Körner liegenlassen als die USA. Aber kann man damit technische und taktische Mängel begründen? 2011 waren Ihre Wechsel gegen Japan ein Griff ins Clo, hat Sie deshalb gegen USA sicherheitshalber gar nicht gewechselt?

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  • doc8181 sagt:

    So Frau Neid:

    Es ist ja keinWunder, dass die Spielerinnen nicht fit sind, wenn man verletzte Spielerinnen einsetzt UND vor Ort noch nicht mal eine vernünftige medizinische Abteilung hat:

    Alexandra Popp erlitt einen Meniskuseinriss und wird am Freitag, 10. Juli, operiert. Die 24-Jährige klagte bereits seit dem Achtelfinale gegen Schweden über Schmerzen im Knie.
    „Vor Ort wurden leider nicht die notwendigen Diagnosemaßnahmen durchgeführt. Deshalb bekamen wir das Ergebnis erst jetzt nach einem MRT in Wolfsburg“, so Ralf Kellermann

    https://www.vfl-wolfsburg.de/info/frauen/aktuelles/detailseite/artikel/mehrere-wochen-pause-39097.html

    Aber Frau Neid ist natürlich auch hier wieder unschuldig…

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  • dummkopf sagt:

    zu doc

    Oh je. Emotionen immer noch so high?

    Hier gibts die all stars. Vielleicht hilft ein Rundumblick ein wenig zu kühlen.

    https://football11women.wordpress.com/2015/07/07/the-all-star-team-of-the-womens-world-championship/

    Deshalb helfen reisserische Artikel einfach nicht. Damit kommt man sinnvollen Schritten nicht näher, sondern das Gegenteil.

    Fr. Neid ist sicher genausowenig für die med. Abteilung des dfb verantwortlich, wie Pep für die von Bayern.
    Und auch nicht dafür, in Fr. Popps Schmerzzustand wundersamerweise hineinhören zu können. Da müssen schon die Spielerinnen ehrlich sein, auch wenn man sie irgendwo verstehen kann, dass sie das Spiel gg die USA bzw bei Peter die WM mitmachen wollen.
    Da haben vielleicht auch noch andere nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Wer im Sinne des FF vorankommen will, sollte das thematisieren, und nicht Frau Neid verantwortlichen machen, dass die Griechen mit nein gestimmt haben.

    Davon wird das mit den Verletzungsmeldungen nicht besser.

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  • dummkopf sagt:

    @waiiy

    Ja. Genau.
    Da sind wir uns einig.
    Damit unterstützt du doch die richtige herangehensweise, die Spielerinnen nächstes Mal in einem besseren Zustand zur WM zu schicken, und das da die Terminplanmacher gefordert sind.

    Aber du merkst doch, dass das genau nicht im Einklang mit deinem Komm 22.16 steht, wo du das als lahme falsche Ausrede ansprichst, und Neid diesen Punkt also richtigerweise anspricht?

    Bitte sag jetzt nicht, dass nicht oder kläre mich über mein Verständnisproblem auf.

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  • Doc sagt:

    Lesen die Spielerinnen, Trainer oder anderen offiziell Beteiligten eigentlich diese Kommentare von uns?

    Falls ja….“Hallo, Steffi Jones! Bitte reißen Sie das Ruder herum und installieren eine völlig andere Struktur hinsichtlich der Nationalfrauenschaft!!! Der Weg der letzten 4 – 8 Jahre führt definitiv nicht an die Weltspitze.“

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