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Zwischen Dusel und Willenskraft: die Presseschau zum Halbfinaleinzug

Von am 27. Juni 2015 – 15.31 Uhr

Willensstärke, Dusel, Angerer-Faktor: Hier sind die Pressestimmen zum gewonnenen Elfmeterkrimi der DFB-Elf gegen Frankreich.

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„Ein Viertelfinale, das diese Frauenfußball-WM gebraucht hat, um jetzt bitte auch mal so richtig in Fahrt zu kommen. Viele redeten vor der Partie vom vorweggenommenen Finale, und sie hatten Recht. Es war das Duell des schönen Spiels (Frankreich) gegen Willenskraft (Deutschland)“, schreibt „Zeit online“ und beantwortet in der Spielanalayse die wichtigsten Fragen. Zum Beispiel: War das Ergebnis gerecht? Die Antwort: „Na ja.“

Die „Süddeutsche Zeitung“ widmet sich der DFB-Trainerin Silvia Neid am Spielfeldrand, die später selbst eingestand: „Das war, soweit ich mich erinnern kann, das intensivste Spiel. Auf einer Skala von eins bis zehn würde ich sagen: zehn – sehr intensiv.“

Torhüterin Nadine Angerer erntet natürlich als Elfmeterheldin Extralob. „Immer wieder Angerer“, titelt beispielsweise „Spiegel online“.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ benennt die Schwächen des deutschen Teams, die sich vor allem in der ersten Halbzeit offenbarten: „Die Deutschen wussten sich des Anfangsschwungs nur durch Fouls zu erwehren, die zu mehreren gefährlichen Standards führten. Die DFB-Auswahl schwankte wie ein angeschlagener Boxer. Auch verzweifelte Positionswechsel wie ein Seitentausch zwischen der mit Thomis überforderten Außenverteidigerin Tabea Kemme mit ihrem Pendant Leonie Maier halfen den Deutschen nicht, auch nur annähernd zu jenem Pressingspiel zu finden, das ihnen beim 4:1-Sieg gegen Schweden Dominanz und Torchancen ermöglichte. Wegen allzu schneller Ballverluste waren geordnete Störmanöver nie möglich.“

Die DFB-Elf bejubelt den Sieg im Elfmeterschießen. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Die DFB-Elf bejubelt den Sieg im Elfmeterschießen. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Was sich die Deutschen von den Französinnen abgucken können, beschrieb schon vor der Partie Wolfsburgs Trainer und Sportlicher Leiter Ralf Kellermann im Interview mit der „Sportschau“: „Es fällt auf, dass die französischen Spielerinnen in allen Mannschaftsteilen, auch in der Abwehr, technisch sehr stark ausgebildet sind. Dadurch sieht der Spielaufbau aus der Abwehrkette heraus auch etwas anders aus. Alle deutschen Mannschaften müssen künftig weiter daran arbeiten, in den immer enger werdenden Räumen auf dem Platz optimale Lösungen zu finden. Vor allem die Französinnen und die Japanerinnen haben es drauf, sich aus jeder Situation herauszukombinieren.“ Interessant auch die festgestellten Parallelen zwischen den Bewässerungspraktiken in den WM-Stadien und jenen, die Kellermann zuhause im Blumengarten zur Anwendung bringt.

Blick voraus: Deutschlands nächster Gegner
Die „Sportschau“ ist es auch, die nach dem zweiten Viertelfinale in der Nacht zwischen USA und China urteilt: „Klare Sache: Die USA hatten kaum Probleme mit China und sind mit einem 1:0 (0:0)-Sieg souveräner ins WM-Halbfinale eingezogen, als es das Ergebnis aussagt.“ Die warten nun bekanntlich auf die deutsche Mannschaft im Halbfinale in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (1.00 Uhr MEZ).

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