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WM 2015: Weltmeister gegen Neuling

Von am 23. Juni 2015 – 20.11 Uhr 8 Kommentare

Im achten und letzten Achtelfinale treffen heute Nacht (4 Uhr MESZ) Japan und WM-Neuling Niederlande aufeinander. Sollten die Niederländerinnen die Überraschung schaffen, den Weltmeister aus dem Turnier zu schießen, wären sie nicht nur im Viertelfinale, sondern hätten auch die Olympiaqualifikation in der Tasche.

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Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Die Japanerinnen haben zwar nicht viele Tore erzielt, aber alle ihre Spiele gewonnen und sich darüber hinaus noch nicht wirklich in die Karten schauen lassen: Alle Spielerinnen kamen beim Titelverteidiger bisher zum Einsatz – selbst die drei Torfrauen standen bisher jeweils in einem Spiel zwischen den Pfosten.

Starkes Team
„Die Japanerinnen haben bei ihren drei Siegen vielleicht noch nicht so gespielt, wie sie es eigentlich können, aber es ist noch immer ein sehr starkes Team“, sagt der niederländische Trainer Roger Reijners. „Die Japanerinnen haben sehr spezifische Fähigkeiten. Es bleibt ein hochklassiges Team, dem man auch gerne zuschaut.“ Für die Niederländerinnen ist es die erste WM-Teilnahme, allerdings haben sie bei den letzten beiden Europameisterschaften bereits Turniererfahrung sammeln können. 2009 erreichten sie dort das Halbfinale, die letzte Auflage 2013 war allerdings alles andere als erfolgreich. „Die Zahlen in der anschließenden WM-Qualifikation sprechen allerdings für sich: die Anzahl der Tore und die Spiele, die wir sehr deutlich gewonnen haben“, so der Trainer.

Niederlandes Trainer Roger Reijners

Roger Reijners trifft mit seiner Mannschaft auf den Weltmeister. © Marion Kehren / girlsplay.de

Playoffs um Olympia?
Doch auch in der WM-Qualifikation mussten die Niederländerinnen über die Playoffs gehen, und mit Japan wartet nun ein anderes Kaliber. Im Falle einer Niederlage erwartet die europäischen Teams im Kampf um die Olympiaqualifikation eine spannende Situation: die Niederlande, Norwegen, Schweden und die Schweiz würden im kommenden Jahr den letzten verbleibenden europäischen Startplatz in Playoffs ausspielen.

Sieger trifft auf Australien
„Es wird ein schweres Spiel, dessen Ausgang sich nicht voraussagen lässt“, versucht Japans Trainer Norio Sasaki die Favoritenrolle ein wenig von seinem Team zu halten. Alles andere als ein Erfolg der „Nadeshiko“ wäre allerdings eine kleine Sensation. Der Sieger dieser Partie trifft im Viertelfinale auf Australien, das mit seinem Sieg gegen Brasilien bereits für eine Überraschung sorgen konnte.

Gut zu wissen

  • Die bisherigen drei Aufeinandertreffen beider Teams gewann jeweils Japan.
  • Japan hat bisher alle seine vier Tore bei dieser WM innerhalb der ersten 29 Minuten erzielt.
  • Die Japanerinnen sind turnierübergreifend seit sechs WM-Spielen in Folge ungeschlagen.
  • Japan hat die letzten drei WM-Spiele gegen europäische Teams allesamt gewonnen.

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8 Kommentare »

  • KarlMai sagt:

    Ein Spiel, in dem für Japan in ganz Europa die Daumen gedrückt werden: in Norwegen, Schweden, der Schweiz… ^^

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  • FFFan sagt:

    Die Sensation ist ausgeblieben. Letztlich ein relativ ungefährdeter Sieg des Titelverteidigers gegen einen insgesamt enttäuschenden, spielerisch doch arg limitierten WM-Neuling. In Erinnerung bleiben wird von diesem Spiel der unglaubliche Patzer von A.Kaihori, der seinen festen Platz in jedem WM-Rückblick haben wird.

    Nun bekommt also auch die Schweiz noch eine ‚zweite Chance‘ auf Rio 2016…

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  • speedy75 sagt:

    Nach diesem Spiel wird ja interessant sein wie sich Australien gegen Japan schlägt.

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  • Stefan sagt:

    Wer seine Chancen nicht nutzt, kann eben gegen v.a. Japan nicht gewinnen. Die machen in der Regel ihre Bude…Die Schweiz, Kamerun und jetzt die Niederlande waren nicht wirklich schwächer, bloß sie machten das Tor nicht, aber patzten hinten mindestens einmal zu viel…

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  • egjowe sagt:

    so wie ich das auf der seite von dfb.de verstanden habe,
    soll es im ersten quartal 2016 ein miniturnier geben,
    bei dem niederlande, norwegen, schweden und schweiz
    den dritten europäischen startplatz für Rio 2016 ausspielen werden.

    habe ich das richtig verstanden??
    oder hat jemand andere informationen??

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  • Kodiak sagt:

    hab’s auch so verstanden (Mini-Turnier). Das könnte aber „Januar-März“ den Algarve Cup in die Quere kommen .. oder man lässt die dortigen Ergebnisse zählen (vorausgesetzt sie werden alle eingeladen.. NO,SE, & letztens CH ok, aber NL waren dort noch nicht, oder?). Wenn das allerdings genauso „gleichwertig“ ausgehen soll, wird’s schon eng, ein weiteres Quali-Turnier zu terminieren.. und dann „wo?“ ..
    ‚Noch mehr‘ Länderspiel-abstellzeiten (zumind. mgl. Verlust der betroffenen Spielerinnen) würde die BuLi ganz schon durcheinanderbringen.

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  • shane sagt:

    @kodiak: es wird ein eigenes turnier sein. wo jeder gegen jeden spielt. parallel zum algarve cup ist gar kein problem – es ist ein offizielles turnier ist, waehrend algarve „nur“ frundschaftsspiele sind. i.e. ein quali-turnier hat vorrang (das sehen die beteiligten mannschaften sicher ebenso).

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  • shane sagt:

    zum olympia-qualiturnier der uefa gibt’s inzwischen auf ne wikipage:
    https://en.wikipedia.org/wiki/2016_UEFA_Women%27s_Olympic_Qualifying_Tournament

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