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DFB-Elf für Olympische Spiele 2016 in Rio qualifiziert

Von am 23. Juni 2015 – 0.52 Uhr 3 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat ihren Startplatz beim Olympischen Frauenfußball-Turnier 2016 in Rio de Janeiro bereits vor dem WM-Viertelfinale gegen Frankreich am Freitag (ab 22 Uhr live im ZDF) sicher. Die DFB-Elf profitierte vom Achtelfinal-Erfolg Englands gegen Norwegen, so dass Deutschland schon jetzt eines der drei besten europäischen Teams ist. Auch die USA feierten einen Achtelfinalerfolg.

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Durch den 2:1 (0:0)-Erfolg Englands gegen Norwegen steht bereits fest, dass Deutschland und Frankreich ihren Olympia-Startplatz sicher haben, da Großbritannien kein Team für das Olympische Frauenfußball-Turnier 2016 stellen wird.

Bronze schießt DFB-Elf nach Rio
Lucy Bronze machte mit ihrem Sonntagsschuss und dem Treffer zum 2:1 in der 76. Minute die deutsche Olympia-Teilnahme perfekt. Dabei sah es zunächst nach einem Erfolg der Norwegerinnen aus, die durch Solveig Gulbrandsen in Führung gingen (54.). Doch ein Kopfballtor von Englands Kapitänin Stephanie Houghton leitete die Wende ein (61.).

„Etappenziel erreicht“
Damit steht auch fest, dass Silvia Neid bis einschließlich Olympia 2016 Bundestrainerin bleiben wird und Steffi Jones nicht vorzeitig das Amt übernehmen wird. „Wir freuen uns sehr, dass dieses Etappenziel erreicht ist. Allerdings verlieren wir deshalb unseren Titeltraum und die Konzentration auf das Viertelfinale gegen Frankreich nicht aus den Augen“, so DFB-Teammanagerin Doris Fitschen.

Bundestrainerin Silvia Neid war am Tag vor dem Duell mit Schweden bestens gelaunt © Nora Kruse

Bundestrainerin Silvia Neid fährt mit ihrem Team nach Rio © Nora Kruse

Trio hofft auf Niederlande-Niederlage
Sollten die Niederlande ihr Achtelfinal-Spiel gegen Weltmeister Japan gewinnen, hätten sie den dritten europäischen Startplatz sicher. Bei einer Niederlage der Niederlande würden die Niederländerinnen zusammen mit Schweden, der Schweiz und Norwegen im Februar/März 2016 ein Qualifikationsturnier um den letzten freien Startplatz austragen.

Kein Team GB in Rio
Der englische Fußballverband hatte bereits im März der FIFA signalisiert, 2016 kein Team Großbritannien zu entsenden, da Wales, Schottland und Nordirland gegen ein gemeinsames Team sind, da sie befürchten, innerhalb der FIFA ihre Eigenständigkeit verlieren zu können.

USA tun sich schwer
Nach Deutschland, Australien, China, Kanada und Frankreich haben auch die USA das Viertelfinale erreicht. Der zweifache Weltmeister bezwang Kolumbien mit 2:0 (0:0), tat sich aber lange schwer. Nach torloser erster Halbzeit war es Alex Morgan, die mit einem Treffer in der 53. Minute die Weichen auf Sieg stellte. Ein verwandelter Strafstoß von Carli Lloyd sorgte für den 2:0-Endstand.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    In der 1. Halbzeit blieb es im Spiel USA-Kolumbien torlos. Kolumbiens Ersatztorhüterin flog dann nach einer Notbremse im Strafraum zu Beginn der 2. Halbzeit mit Rot vom Platz. Den anschließenden Elfmeter schoss Abby Wambach neben das Tor. Erst in Überzahl erzielten die USA dann noch zwei Tore durch Alex Morgan und einen Elfmeter von Carli Lloyd.

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  • enthusio sagt:

    Überraschung bei den Olympia-Qualifikationsspielen Afrikas: Äquatorial-Guinea (mit Anonma) sowie die drei WM-Teilnehmer Kamerun (mit Yango), Nigeria und die Elfenbeinküste sind gescheitert, stattdessen fahren Südafrika und Zimbabwe nach Brasilien.

    http://www.soccerdonna.de/de/zimbabwe-schafft-olympia-qualifikation/news/anzeigen_4061.html

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  • shane sagt:

    „Überraschung bei den Olympia-Qualifikationsspielen Afrikas“ – ich denke, solche ueberraschungen werden mindestens so lange passieren, wie afrika internationale spieltermine nicht koordiniert bekommt. denn die nicht ganz geringe zahl afrikanischer legionaerinnen in z.b. schweden hat ja ganz offensichtlich nicht mitgespielt (stattdessen hat z.b enganamouit eskilstuna in die championsleague geschossen). wobei ich hier nicht entscheiden will und kann, ob’s an der fehlenden durchsetzungskraft des afrikanischen verbandes gegenueber den ausser-afrikanischen ligen und erbaenden und deren mangel an kooperationsbereitschaft liegt oder an der uninteressiertheit des afrikanischen verbandes.

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