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Célia Šašić: „Es gibt keine Ausrede“

Von am 23. Juni 2015 – 5.40 Uhr

Das Französisch in Québec mag sich von dem in Frankreich zwar unterscheiden, in der frankophonen Metropole Montréal fühlt sich Célia Šašić, als Tochter einer Französin zweisprachig aufgewachsen, dennoch wohl. „Es ist alles vertraut, weil es auch französisches Flair hat“, so die Stürmerin. Am Freitag trifft sie mit der DFB-Elf im WM-Viertelfinale ausgerechnet auf Frankreich – eine Mannschaft, „die die absolute Klasse besitzt, so ein Turnier zu gewinnen.“

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Zu Familienstreitigkeiten führt das Duell zwischen Deutschland und Frankreich nicht. „Meine Familie hält zu mir, zu Deutschland“, so Šašić, die nicht nur durch ihre Mutter eine enge Verbindung zu Frankreich hat, sondern auch einige Spielerinnen zu ihren Freunden zählt.

Freundschaften ausblenden
„Ich kenne einige der französischen Spielerinnen und bin mit einigen, wie mit Elodie (Thomis), auch befreundet. Wir schreiben uns zwischendurch. Aber das auf dem Platz total irrelevant. Da nehmen wir gegenseitig keine Rücksicht auf solche Sachen, und das ist dann für die 90 oder 120 Minuten auf jeden Fall nicht in den Köpfen. Vorher und danach gerne wieder“, sagt Šašić.

Extrem hohes Niveau
Dass die Partie am Freitag nicht nur über 90 Minuten, sondern gar über 120 gehen könnte, ist nicht ausgeschlossen, schließlich sind die Französinnen in den vergangenen Jahren zu einer der stärksten Mannschaften gereift. „Die Französinnen haben eine extrem gute Mannschaft, die auf einem extrem hohen Niveau spielt und sich in den letzten Jahren auch sehr entwickelt hat. Jetzt hat sie die Chance, das hier aufs Parkett zu bringen, was sie ja die letzten Jahre nie wirklich geschafft haben“, so Šašić.

Célia Šašić freut sich auf die Herausforderung Frankreich. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Célia Šašić freut sich auf die Herausforderung Frankreich. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Kräftezehrend
Das Achtelfinale hat die deutsche Mannschaft am Samstag bestritten, gegen Frankreich geht es erst sechs Tage später. „Am Anfang habe ich gedacht: Jedesmal so lange Pausen zwischen den spielen ist echt nervig, weil man, wenn es gut läuft, nicht nachlegen kann. Aber nach den ersten Spielen habe ich verstanden, warum so viel Pause zwischen den Spielen ist. Es ist einfach wirklich kräftezehrend und wir wissen, dass wir runterkommen und regenerieren müssen.“

Alles aus sich rausholen
Die Französinnen haben in der Gruppenphase wenig geglänzt. Auf einen knappen 1:0-Sieg gegen schwache Engländerinnen folgte eine überraschende Niederlage gegen Kolumbien, ehe beim 5:0-Erfolg gegen Mexiko erstmals die Klasse der „Équipe Tricolore“ aufblitzte. Im Achtelfinale hatte das Team dann keine Mühe mit Südkorea, nun wartet mit der DFB-Elf ein anderer Titelaspirant. „Es wird ein sehr hartes und umkämpftes Spiel werden, wo sich keiner etwas schenken wird und bei dem es auf Kleinigkeiten ankommt, um zu bestehen“, denkt Šašić. „Aber das sind auch die Spiele, die man mag. Da kann man sich zerreißen und alles aus sich rausholen. Es gibt keine Ausrede, sich nicht vollkommen zu verausgaben.“

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