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Nach der Vorrunde: die WM-Presseschau

Von am 19. Juni 2015 – 13.24 Uhr

Die ersten Mannschaften packen ihre Koffer, für Deutschland geht es jetzt ans Eingemachte: Schweden wartet im Achtelfinale. Was die deutsche und internationale Presse schreibt.

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Schweden: der nächste Gegner
Dass im schwedischen Lager angesichts des zittrigen Weiterkommens die Kissen flogen, weiß die „Süddeutsche Zeitung“ zu berichten. Die deutsche Mannschaft erwarte nun ein „denkbar schwerer Gegner“.

Es ist das wohl interessanteste Achtelfinale, schreibt die „Berliner Zeitung“ und mutmaßt angesichts des „Klassikers“: „Vielleicht lastet der größere Druck doch auf den vom „Titeltraum“ beseelten deutschen Fußballerinnen. Nebenbei hängt vom Ausgang des Duells viel ab. Sollte Silvia Neid mit ihren Spielerinnen scheitern, dann hätte das DFB-Team mit Sicherheit sein Olympia-Ticket verspielt.“

Internationale Schlaglichter:

Aus dem Gastgeberland Kanada
Die „Toronto Sun“ beobachtet unterdessen, dass Trainer John Herdman vor dem Spiel gegen die Schweiz andere, defensivere Töne anschlägt. Und „The Globe and Mail“ stellt entwaffnend fest: Kanada muss endlich gegen ein europäisches Team gewinnen.

Und die USA?
Die Amerikanerinnen bescheren dem Nachbarn Fußballfans in Scharen. Das Team weilt seit Mittwoch in Edmonton, wo es am Sonntag (MEZ) auf Kolumbien trifft. Die Zeitung „Edmonton Journal“ blickt auf Abby Wambach & Co – und sieht pure Zuversicht. Die „Süddeutsche Zeitung“ fragt unterdessen, ob das Team mit dem höchsten Durchschnittsalter seinen Zenit womöglich überschritten hat.

Spielszene Spanien gegen Costa Rica

Spanien schied beim WM-Debüt in der Vorrunde aus © Mirko Kappes / footograph.net

Oden an die ausgeschiedenen Debütantinnen
Mit dem Ende der Vorrunde haben die ersten WM-Debütantinnen die Bühne verlassen. Das Schweizer Fernsehen huldigt zum Abschied der „traumhaften Elfenbeinkiste“ – kein Tippfehler. Einen Blick ins Thailand-Team warf „Die Welt“ im Laufe der Vorrunde – lesenswert. Vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Südkorea brachte die „FAZ“ ein ausführliches Interview mit der künftig für den FC Bayern spielenden Spanierin Veronica Boquete.

Auch wenn das Team von Boquete nun abreist: Es kann sich über ein gestiegenes Medieninteresse im Heimatland während der WM freuen. Für alle Hispanisten und Übersetzungsprogrammnutzer unter euch zwei Lesetipps aus der Tageszeitung „El País“:

Autor Antonio Nieto sieht fünf Gründe, warum Spanien bei seinem WM-Debüt ausgeschieden ist. Darunter unzureichende Vorbereitung und der konstante Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit. Doch sein Fazit ist positiv – frei übersetzt: „Auch wenn nur ein Punkt erreicht wurde, die Mannschaft von Ignacio Quereda zeigte in Kanada phasenweise großes Spiel als Kollektiv und hinterließ den Eindruck, dass sie in dieses Turnier gehört (…).“

Einen Blick in Spaniens (verhinderte) Frauenfußballgeschichte gewährt das Porträt der selbstbewussten Fußballerin Conchi Sánchez, heute 57, die zu Zeiten der Franco-Diktatur aktiv war.

Ein Fundstück aus Costa Rica
Für Spanischsprachige gewährt dieser siebenminütige Film über die Geschichte des Frauenfußballs in Costa Rica Einblicke.

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