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Lena Petermann: Aus der Sonne Floridas ins Rampenlicht

Von am 19. Juni 2015 – 17.49 Uhr 7 Kommentare

Der Siegtreffer im Finale der U20-Weltmeisterschaft, der Wechsel in die Bundesliga, das Debüt in der A-Nationalmannschaft, die Berufung in den WM-Kader – hinter Lena Petermann liegt ein bewegtes Jahr. Dann gelangen der 21-Jährigen im Spiel gegen Thailand ihre ersten beiden Länderspieltreffer. Die Stürmerin weiß, ihre Jokerrolle zu nutzen.

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Sie genieße jede Minute, die sie auf dem Feld stehen könne, sagt Petermann. „Ich bin mit meiner Jokerrolle zufrieden.“ Aber wenn es für die gebürtige Cuxhavenerin so weitergeht, wird sie sich bald für mehr empfehlen. Schließlich ging es bislang auch schon steil bergauf.

Karrierestart im Norden
Mit dem Fußball begonnen hat Petermann beim TV Otterndorf, 2009 schloss sie sich dem Hamburger SV an. Dort spielte sie bis 2012, als der HSV sein Bundesligateam zurückzog. Das war aber nicht der einzige Rückschlag, den Petermann in ihrer bis dato jungen Karriere erlebte. Zuvor hatte sie bereits mit einem langwierigen Patellaspitzensyndrom zu kämpfen gehabt. Petermann zog es nach dem Ende beim HSV nicht zur Bundesligakonkurrenz, sondern zunächst in die Vereinigten Staaten.

US-Trainerin empfiehlt Petermann
In den folgenden beiden Jahren spielte Petermann für die UCF Knight, die Collegemannschaft der University of Central Florida in Orlando. Gleich in ihrem ersten Jahr wurde sie zum „Rooke of the Year“ der American Athletic Conference gewählt. Und auch wenn zwischen Orlando und der Bundesliga ein paar Tausend Kilometer lagen, blieb ihre Entwicklung in Deutschland nicht ungesehen. Trainiert wurde Petermann bei den Knights von Tiffany Roberts Sahaydak, ehemalige US-Nationalspielerin und Weltmeisterin von 1999. Sie stand noch immer in Kontakt zu U19-Nationaltrainerin Maren Meinert und ließ wissen, dass in ihrem Team ein Talent spielt, das mit Sicherheit auch interessant für die DFB-Auswahl sein könnte.

Gut gelaunt: Für Lena Petermann läuft's gut bei dieser WM. © Nora Kruse

Gut gelaunt: Für Lena Petermann könnte es bei dieser WM nicht besser laufen. © Nora Kruse

Tor in der glücksbringenden 98. Minute
Petermann, die auch schon in der U17-Nationalmannschaft gespielt hatte, wurde 2014 von Meinert in den U20-Kader nominiert, im Juli fuhr sie mit zur U20-Weltmeisterschaft. Es folgte die Nominierung ins Aufgebot für die U20-Weltmeisterschaft des selben Jahres in Kanada. Dort gehörte sie zwar nicht zu den erfolgreichsten Torschützinnen, aber sie erzielte den Treffer, der in Erinnerung blieb: In der Verlängerung des Finales gegen Nigeria gelang ihr der Treffer zum entscheidenden 1:0 – kurioserweise war es wieder die 98. Minute. Schon bei der Europameisterschaft 2001 sowie der Weltmeisterschaft 2003 hatte Deutschland das Finale jeweils durch einen Treffer in der 98. Minute gewonnen (damals noch mit Golden Goal).

Treffer gegen Thailand
Um nach der erfolgreichen U20-Weltmeisterschaft die Chancen auf eine Teilnahme an der Frauen-Weltmeisterschaft zu steigern, folgte der Wechsel zurück in die Bundesliga. Petermann schloss sich Zur Saison 2014/15 dem SC Freiburg an. Sie nahm außerdem ein Lehramtsstudium (Englisch und Sport). Beim Algarve Cup im Frühjahr debütierte sie in der A-Nationalmannschaft, es folgte die Nominierung in den WM-Kader. Und mit den zwei Treffern gegen Thailand war sie endgültig im Kreis der „Großen“ angekommen.“Persönlich waren die zwei Tore auch nochmal ein schönes Erlebnis“, sagt Petermann. Ob sie nach diesen ersten Toren jetzt irgendwas innerhalb der Mannschaft machen muss/darf, wisse sie noch nicht so genau, „aber ich habe da so etwas gehört.“

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7 Kommentare »

  • holly sagt:

    das künftige Aushängeschild(medial) des deutschen FF.

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  • Fuxi sagt:

    Im Sinne von: Die nächste Kim Kulig – nur hoffentlich mit stabilerem Knie…

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  • Wolfsburg Fan sagt:

    Sorry, aber sie wird ziemlich überbewertet… Beim Finale U20 WM hat sie das Tor nur wegen Pauline Bremer’s Durchsetzungsvermögen gemacht und gegen ’ne 1,50 Meter zwergen Mannschaft wie Thailand Bälle ins Tor zu köpfen ist jetzt wirklich auch keine Kunst :-/ die kleinen Thailänderin haben nicht umsonst 3 Kopfballtore kassiert.
    Ihr fehlt einfach die Schnelligkeit & Technik und wie man in der Bundesliga gesehen hat, war sie jetzt auch keine überagende Torjägerin…

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  • Dori sagt:

    Ob sie überbewertet wird oder nicht, dazu möchte ich mich jetzt nicht äußern, weil ich sie noch nicht so oft habe spielen sehen. Sie hat nach ihrer Einwechselung immerhin zwei Kopfballtore gemacht, was der Mannschaft trotz kleines Gegners zuvor ja nicht wirklich viel gelungen ist, also war sie auf jeden Fall ein guter Joker. Aber ich finde auch, dass man sie jetzt nicht sofort in den Himmel loben sollte, nur weil sie zwei Tore geschossen hat. Aber das ist die Presse. Die lobt sie jetzt doch vor allem so, weil sie hübsch ist und ein gutes Lockmittel oder wie holly gesagt hat ein gutes Aushängeschild sein kann. Aber wenn man mit dem, was in einem Artikel steht, nicht einverstanden ist, sollte man nicht die Spielerin dafür verurteilen. Petermann freut sich bestimmt über solch einen Artikel, aber sie ist nicht für ihn verantwortlich.

    Was mich angeht tu ich mich eh schwer, eine Spielerin nach nur ein oder zwei Spielen schon abzustempeln (egal ob positiv oder negativ) und warte daher lieber noch etwas ab. Die Leistung einer Spielerin mach ich nämlich im Gegensatz zu der Presse nicht an Toren fest.

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  • Stephen sagt:

    Petermann ist noch jung, genau so wie Bremer. Wer weiß, vielleicht kommt in den kommenden Jahren alles anders als vorhergesagt. Wie oft sind uns jetzt schon die nächsten deutschen Weltfußballerinnen prophezeit worden? Mit Popp, Marozsan, teilweise auch Lotzen. Klasse Spielerinnen, aber so richtig durchstarten wollten sie dann bisher doch nicht. Vielleicht mausern sich anstelle Petermann und Bremer Stück für Stück zu diesen nächsten Weltspielerinnen.

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  • Dori sagt:

    @Stephen
    Was meinst du damit, dass Popp, Marozsan und Lotzen nie richtig durchstarten wollten? Petermann ist auch nur 1 Jahr jünger als z.B. eine Lotzen, die aber schon insgesamt mindestens 2 Jahre Verletzungen hinter sich hat und jetzt wieder dabei ist, sich an die Mannschaft ranzutasten. Popp spielt bei dieser WM in der Startelf, war aber bei der EM 2013 auch verletzt und musste sich erst wieder ran kämpfen, Marozsan war bei der letzten WM verletzt und mag trotz ihres Talents vielleicht einige Schwankungen haben, aber gilt trotzdem als eine sehr wichtige Spielerin, wenn sie ihr Potential abruft, denn davon hat sie ne Menge. Also so viel älter sind die von dir aufgezählten Spielerinnen auch nicht als Petermann. Alle drei haben noch viele Jahre vor sich, in denen sie zeigen können, wie gut sie sind und meiner Meinung nach haben sie es auch schon getan. Jetzt liegt es an den „Neuen“ Bremer und Petermann, zu zeigen, dass sie auch das Zeug dazu haben.

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  • egjowe sagt:

    es ist immer wieder das gleiche muster.
    diejenigen, die letztendlich in der torjägerliste auftauchen,
    bekommen m.m.n. zu viele bonuspunkte gegenüber denjenigen,
    die an der vorbereitung beteiligt waren oder denjenigen, die im defensiven mittelfeld alles wegräumen.

    ich unterstütze deshalb auch die aussage von @Wolfsburg Fan
    hinsichtlich des verdienstes von pauline bremer an dem entscheidenden tor im u-20-finale vor einem jahr.
    ihr gehört dieses tor zu mindestens 2/3.

    mir werden die torschützen zu sehr in den himmel gehoben,
    was insbesondere für die entwicklung (ganz) junger spieler(innen) nicht immer förderlich ist.
    beispiele gibt es genug.

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