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Deutschland gegen Schweden: Duell ohne Geheimnisse

Von am 19. Juni 2015 – 22.32 Uhr 9 Kommentare

Am Samstagabend (live ab 22 Uhr in ARD und Eurosport) eröffnen Deutschland und Schweden die K.-o.-Runde der Frauenfußball-WM in Kanada. Die beiden Gegner kennen sich aus bisher 24 Duellen in- und auswendig. Und Bundestrainerin Silvia Neid lässt sich auch vom bisherigen WM-Auftritt der Schwedinnen nicht blenden.

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„Sie haben nur kein Spiel gewonnen, weil sie eine schwere Gruppe hatten“, so Neid über Gegner Schweden, der in der Vorrunde dreimal remis spielte und nur mit viel Glück als letzter der vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale vorstieß.

Duell zweier guter Teams
Neid erwartet im 25. Duell beider Teams gegeneinander ein Spiel auf Augenhöhe, „weil beide Mannschaften gut sind und weil sich beide in gewisser Weise neutralisieren werden.“ Allein in diesem Jahr trafen beide Teams beim Algarve Cup in Portugal bereits zweimal aufeinander, Schweden gewann das Vorrundenspiel nach 0:2-Rückstand mit 4:2, im Spiel um Platz 3 revanchierte sich die DFB-Elf mit einem 2:1-Erfolg.

Keine Geheimnisse
„Beide Mannschaften kennen sich sehr gut, keiner kann das Spiel neu erfinden. Die Spielerinnen kennen sich gegenseitig gut, von daher wird es kein Spiel geben, wo eine Mannschaft 4:0 gewinnt.“ Obwohl beide Teams in bisher 24 Spielen gegeneinander nie remis spielten, wird es am Samstag auf alle Fälle einen Sieger geben: „Elfmeterschießen üben wir regelmäßig.“

Bundestrainerin Silvia Neid war am Tag vor dem Duell mit Schweden bestens gelaunt © Nora Kruse

Bundestrainerin Silvia Neid war am Tag vor dem Duell mit Schweden bestens gelaunt © Nora Kruse

Noch mal in Wettkampfmodus schießen
Für die DFB-Elf galt es nach dem 4:0-Sieg gegen Thailand am vergangenen Montag wieder Spannung aufzubauen. „Wir mussten uns noch mal in Wettkampfmodus schießen, das hat uns gut getan. Wir haben uns sehr gut vorbereitet, haben gut trainiert und die Spielerinnen wissen, wie man gegen Schweden spielen muss.“

Laudehr wieder fit
Mit dabei wird dann auch wieder Simone Laudehr sein, die zuletzt gegen Thailand noch verletzungsbedingt fehlte. Neid hofft auf die Unterstützung des neutralen kanadischen Publikums. „Wir haben u Kanada nichts zu Schulden kommen lassen, deswegen können die Kanadier für uns sein“, so Neid mit einem Augenzwinkern.

Sundhage appelliert an Teamgeist
Schweden konnte im bisherigen Turnierverlauf nicht überzeugen, doch Trainerin Pia Sundhage, glaubt, dass ihr Team rechtzeitig für die K.-o.-Runde ihre Bestform abrufen kann. „Unsere Gruppe war sehr hart. Wir haben drei Punkte geholt und nicht verloren. Wir werden nich eine einzelne herausragende Spielerin brauchen, sondern ein Team in Gelb-Blau, dass die richtige Einstellung für 90 oder sogar mehr Minuten mitbringt.“

Gut zu wissen

  • Deutschland und Schweden trafen bisher 24 Mal aufeinander. Die DFB-Elf gewann 17 Mal, Schweden 7 Mal. Noch nie endete ein Duell beider Teams remis.
  • Bei der EURO 2013 erzielte Dzsenifer Marozsán den deutschen Treffer zum 1:0-Sieg gegen den Gastgeber.
  • Bei Weltmeisterschaften trafen beide Teams bereits dreimal aufeinander. Die ersten beiden Duelle gewann Schweden (4:0 im Spiel um Platz 3 1991, 3:2 im Vorrundenspiel der WM 1995, Deutschland siegte dann im WM-Finale 2003 mit 2:1 nach Golden Goal.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

9 Kommentare »

  • egjowe sagt:

    so ganz wohl ist mir aus deutscher sicht bei diesem gegner in dieser phase nicht.
    ich hoffe, unsere frauen haben sich die effiziens beim toreschießen für die ko-phase aufgehoben.
    sollte eigentlich von der wahrscheinlichkeit her jetzt so weit sein.
    entscheidend dürfte sein, ob sie von beginn an zeigen können, dass sie an abstimmung und passgenauigkeit gearbeitet haben.
    bitte, bitte, lasst den fehlpassteufel in der kabine, besser noch, erst gar nicht ins stadion.

    so nervös wie vor diesem spiel war ich schon lange nicht mehr.

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  • Michele sagt:

    Die deutsche Mannschaft wird es mit Hilfe der Bundesneid schon richten! SN hat doch ihre“Traumelf“!
    Angerer
    Kemme-Krahn-Bartusiak-Maier
    Goeßling-Leupolz
    Laudehr-Marozsan(Mittag)-Popp
    Sasic

    Ich finde aber, dass Behringer nach ihren letzten Leistungen mal einen Startelfplatz verdient hätte! Bekommt sie aber nicht!

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  • pinkpanther sagt:

    Auf Grund der insgesamt größeren Qualität der deutschen Spielerinnen, der Mannschaft als Kollektiv und der Fähigkeit, sich auf den Punkt zu fokussieren, mache ich mir ehrlich gesagt keine allzu großen Sorgen!
    Meiner Ansicht nach ist es unter den Bedingungen mit dem Kunstrasen eher als Vorteil anzusehen, dass unsere Spielerinnen in der Vorrunde nie auch nur Ansatzweise an ihre Grenzen gehen mussten, Kräfte für die KO-Runde sparen konnten und auch angeschlagene oder gelbgefährdete Spielerinnen problemlos schonen konnten.
    Außerdem sehe ich es als großen Vorteil, dass bereits alle Feldspielerinnen bei dieser WM Turniererfahrung sammeln konnten.
    Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft in der Lage ist trotz wackliger IV, motivationslosem Auftreten der ein oder anderen Spielerin in der ein oder anderen Halbzeit und insgesamt durchwachsenen Leistungen in der VR eine souveräne und konzentrierte Vorstellung abzuliefern.
    Dieses erste ko-Spiele kann man in keiner Weise mit dem WM-Aus vor vier Jahren vergleichen: Unterschätzung des Gegners, psychischer Druck durch Heim-WM, Spannungen wegen der einstigen Leaderin B. Prinz, etc.
    Die richtigen Herausforderungen warten im VF und – falls das Spiel gegen die Französinnen (denke nicht, dass Südkorea eine Chance hat) erfolgreich verlaufen sollte – im HF und möglicherweise dann im Finale.
    Auf dem Platz müssen die Spielerinnen das natürlich auch umsetzen 😉
    @egjowe: Brauchst dir glaube ich keine Sorgen heute zu machen.

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  • Maskal69 sagt:

    Aufstellung:
    Angerer – Maier, Krahn, Bartusiak, Kemme – Goeßling, Leupolz- Laudehr, Mittag, Popp – Sasic

    Bei der Aufstellung fällt mir nichts mehr ein, hat Frau Neid überhaupt nichts gelernt.
    Mit der Innenverteidigung wird das nichts mit dem Viertelfinale.

    Meine Aufstellung wäre gewesen:
    Angerer – Maier, Goeßling, Peter, Kemme – Behringer, Leupolz – Lotzen, Mittag, Popp – Petermann

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  • pinkpanther sagt:

    Ich vergaß: Sicher bin ich mir nur mit dem Weiterkommen, wenn sie ihre Chancen auch REINMACHEN (Popp, Laudehr in den ersten 2 Minuten …)!!!

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  • pinkpanther sagt:

    Wie wärs mal mit KONZENTRATION im Abschluss (Leupolz)??? manmanman oder fraufraufrau …

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  • pinkpanther sagt:

    Das war überlegt, gekonnt und HOCHVERDIENT – Glückwunsch Anja Mittag! 🙂

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    – Leupolz Totalausfall und Auswechselkandidatin-Nr.1
    – Popp erneut großer Chancentod
    – Bartusiak wiederholt ihren Fauxpas vom NOR-Spiel und bekommt Gelb zu recht
    – Chanceverwertung unter aller Kanone

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  • Vorstopper sagt:

    @Maskal69: Frau Neid lag mit einigen Einschätzungen vor dem Spiel daneben (Schweden hat ein starkes Team, es wird ein enges Spiel, wir werden in den K.O.-Spielen nicht so viele Torchancen haben), mit der Aufstellung aber nicht!
    Wer siegt, hat Recht… das war schon immer so und bleibt auch so.

    @alle, die jetzt wieder rummäkeln und sagen, gegen Frankreich reicht diese Leistung nicht: klar gibt es IMMER NOCH Verbesserungspotenzial, aber auch Frankreich hat bisher erst eine Halbzeit lang überzeugt und muss erstmal ins VF kommen!

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