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Deutschland gegen Thailand: die Einzelkritik

Von am 16. Juni 2015 – 1.05 Uhr 26 Kommentare

Mit einem 4:0-Sieg gegen Thailand hat sich die deutsche Frauenfußball-Nationalelf als Sieger der Gruppe B für das Achtelfinale qualifiziert. Doch es ist noch viel Luft nach oben.

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Nadine Angerer: Wie schon im Auftaktspiel gegen die Elfenbeinküste verlebte die DFB-Torhüterin einen geruhsamen Nachmittag. Nur selten gab es mal ein wenig Aufregung, wie in der 21. Minute, als Thailand die Chance zur Führung hatte.

Note: 3

Bianca Schmidt: War zunächst unauffälliger als ihr Pendant Jennifer Cramer auf der anderen Außenbahn, steigerte sich aber im Spielverlauf und gab nach feiner Einzelleistung die schöne Vorlage zum 2:0. Insgesamt aber in der Vorwärtsbewegung nicht druckvoll genug.

Note: 3

Annike Krahn: Hatte nicht allzu viel zu tun und klärte die meisten Situationen souverän. Leistete sich aber einen groben Schnitzer, als sie unweit der Mittellinie den Ball an Kanjana Sung Ngoen verlor und Thailand somit fast die Führung ermöglichte.

Note: 3,5

Babett Peter: Ersetzte in der Innenverteidigung die gelbvorbelastete Saskia Bartusiak und machte ihre Sache bei den wenigen ernsthaften Aktionen der Thailänderinnen ordentlich. Hatte aber wie Krahn nicht viel zu tun.

Note: 3

Jennifer Cramer: Spielte in der Anfangsphase einige kluge Pässe, machte aber insgesamt zu wenig aus dem Platz, den ihr die Thailänderinnen oft anboten. Was für Schmidt, gilt auch für Cramer, gegen eine solchen Gegner müssen offensiv noch mehr Impulse kommen.

Note: 3

Melanie Behringer: Die Münchner Mittelfeldspielerin hatte nicht nur die erste Chance des Spiels, sondern schlug auch die Ecke, die zum 1:0 führte. War einer der Aktivposten im deutschen Spiel und schlug gefühlt zwei Dutzend Standards in den Strafraum.

Note: 2,5

Melanie Leupolz

Melanie Leupolz war eine der besten Spielerinnen im deutschen Team © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Melanie Leupolz: Bundestrainerin Silvia Neid war erleichtert, dass Melanie Leupolz wieder einsatzfähig war. Und man konnte sehen, warum. Erzielte per Kopf das 1:0, überzeugte mit ihrer Präsenz und spielte eine ganze Reihe kluger Pässe. Eine der Besten, für die FIFA sogar die „Spielerin des Spiels“.

Note: 2,5

Lena Lotzen: Hatte zwar viele Ballkontakte, verlor aber viele Zweikämpfe. Ihr fehlen derzeit noch sichtlich Spritzigkeit und Selbstvertrauen. Steigerte sich zwar in Halbzeit zwei und gab nie auf, doch insgesamt noch weit von ihrer Bestform entfernt.

Note: 4,5

Dzsenifer Marozsán: Gegen Norwegen noch die Beste, erwischte Marozsán gegen Thailand einen schwachen Tag. Schaffte es nicht, das Heft in die Hand zu nehmen und vergab ihre sich bietenden Torchancen leichtfertig, wie etwa kurz vor der Pause.

Note: 4,5

Sara Däbritz: War stets bemüht, versuchte viel, blieb aber häufig an einer Thailänderin hängen oder spielte einen Fehlpass. Auch sie steigerte sich jedoch in Halbzeit zwei und stand goldrichtig, um beim 4:0 den Ball über die Linie zu drücken.

Note: 3,5

Célia Šašić: Stand als einzige Sturmspitze oft auf verlorenem Posten. Ackerte viel, bekam aber zu wenig Bälle aus dem Mittelfeld. Konnte sich aber auch in 1-1-Situationen nur gelegentlich durchsetzen, wie etwa beim Drehschuss spät in der ersten Halbzeit.

Note: 4

Lena Petermann: Kam zur zweiten Halbzeit und war eine der Gewinnerinnen im deutschen Team. Stand zweimal goldrichtig und erzielte jeweils per Kopf die Tore zum 2:0 und 3:0. Und auch beim 4:0 leitete sie den Ball von Schmidt auf Däbritz weiter. Ein echter Aktivposten.

Note: 2,5

Anja Mittag: Die mit vier Treffern Führende in der WM-Torschützinnenliste kam erst nach der Pause und brauchte eine Weile, um ins Spiel zu finden. Wurde aber im Laufe der zweiten Halbzeit immer stärker und hatte Anteil am verbesserten Auftritt der DFB-Elf.

Note: 3

Josephine Henning: Kam nach einer guten Stunde für Krahn in die Partie, verlebte aber ebenfalls eine ruhige halbe Stunde und hatte kaum Möglichkeiten, sich nachhaltig in Szene zu setzen, da Thailand immer seltener vors deutsche Tor kam.

Note: 3

Tags:

Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Wolfsburg fan sagt:

    Mit 4,5 ist die Lena Lotzen noch SEHR gut bedient… weil sie ein guten Pass an Bianca Schmidt geleitet hat.

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  • Marko sagt:

    Finde die Noten und Einschätzungen sehr treffend. Ich denke das Lotzen und Marozsán sich aus dem Fokus der ersten Elf gespielt haben. Marozsán wird nicht an Anja vorbei kommen. Lotzen wird sich hinter einigen Spielerinnen anstellen müssen. Extrem schwache Leisung von ihr bisher in den Spielen.

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  • gerd karl sagt:

    leute bitte, auch herr juchem bleiben sie fair, lena lotzen kommt von einer acl verletzung, da kann man noch nicht 100% haben.
    und maro, muss auchmal 100% bei schwächeren gegnern geben

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  • Dori sagt:

    @Wolfsburg fan:
    Das ist langsam nicht mehr normal, wie du immer wieder wirklich bei jeder Gelegenheit versuchst sie schlecht zu machen. Aber gut, wir hatten ja mal das Thema Meinungsfreiheit.

    Sie hat sehr viel gearbeitet, nur durch die fehlende Spielpraxis ist ihr leider nicht viel gelungen und man hat gesehen wie sehr es ihr zugesetzt hat und wie sehr sie doch wollte, aber Gewolltes oft noch nicht umsetzen konnte. Trotzdem hat sie schon mehr gute Pässe gespielt als diesen einen auf Schmidt. Allein schon durch den Aufwand, den sie betrieben hat, würde ich sie nicht schlechter benoten, so wie du es vorgeschlagen hast. Sie ist halt noch nicht wieder fit genug (dafür kann sie ja auch nichts), aber man hat deutlich gesehen, dass sie trotzdem alles gegeben hat, was sie eben im Moment geben kann.

    Aber bisher kann man dann doch festhalten, dass die WM für sie zu früh kam. Sie hat ja sogar selbst gesagt, dass sie noch nicht richtig fit ist. Nach den paar Minuten gegen Norwegen habe ich mich geweigert ein schnelles Urteil zu fällen, aber ich denke gestern war es schon sehr auffällig, dass sie wirklich versucht hat, aber einfach noch nicht so konnte wie sie gerne gewollt hätte.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nicht nur das die Kritik nicht zur gegebenen Note passt, sehe ich Cramer nicht besser als 4,5! Sie hat wenig dafür getan, sich für eine Start11-Nominierung zu empfehlen; Tabea konnte jedenfalls gelassen schauen und brauchte sich keine Gedanken machen.
    Von Lotzen bin ich ein weiteres Mal total enttäuscht, sie rechtfertigte ihre Aufstellung in keiner Weise, und da spielt es keine so große Rolle, dass sie erneut die Aussenbahn besetzte.
    Leupolz war ab der 65. min. platt und leistete sich in der Folge einige Unkonzentriertheiten. Kommt mir etwas zu gut weg!

    Insgesamt sollte man bei 7 Teamveränderung etwas nachsichtig sein, aber hier war es deutlich zuviel, was danebenging.
    Habe kein gutes Gefühl über den Verbleib im Turnier.

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  • Andreas sagt:

    Dass eine Spielerin noch nicht richtig fit ist, kann in so einem Turnier ja letztlich nicht als Entschuldigung für ihre Leistung herhalten. Natürlich muss man die Buntestrainerin dafür kritisieren, dass sie sie spielen lässt und dafür z.B. Bremer auf der Bank lässt. Lena Lotzen war halt ein Totalausfall, das muss man in dieser Härte so sagen. Ständige Fehlpässe und die wenigen Chancen die sie hatte kläglich vergeben. Allerdings galt das fast im gleichen Ausmaß für Däbritz. Einziger Unterschied. Sie stand einmal zufällig richtig.

    Maroszan war natürlich auch richtig schlecht, aber sie wird sich wieder steigern, wenn es gegen bessere Gegner geht. Sie muss endlich mal ihre Arroganz aus ihrem Spiel verbannen.

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  • gerd karl sagt:

    futbolista, der verbleib frankreichs im turnier ist noch viel viel mehr gewährdet.
    die müssen erstmal mexiko schlagen und wenn sie wieder pomadig und arrogant spielen dann sind sie raus.

    und nochmal zum deutschen team, 7 veränderungen und trotzdem 4-0, norwegen hatte gegen di3e elfenbeinküste mehr probleme.

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  • never-rest sagt:

    SN hat der armen Lotzen mit der erneuten Aufstellung auf der ungeliebten Außenposition anstelle von Bremer keinen Gefallen getan, zudem fehlt ihr erkennbar die Sicherheit und Lockerheit nach ihrer langen Verletzungspause. Mir hat aber ihr Einsatzwille imponiert, außerdem hat sie in der 1.Hz. ständig mit Däbritz rochiert. Mit zunehmender Spieldauer war ihr aber anzusehen, dass sie fast verzweifelt ist, weil ihr trotz des ernomenen Aufwands nichts recht gelingen wollte. Ein Erfolgserlebnis hätte ihr gut getan. Trotzdem war Däbritz nur um das 1 Tor besser als Lotzen. Insofern kommt mir Däbritz mit der 3,5 etwas zu gut, oder umgekehrt Lotzen etwas zu schlecht weg.

    Einen Tick kritischer als Master Juchem sehe ich auch Behringer.

    Auch Krahn ist mit 3,5 zu gut bedient.

    Aber sonst finde ich die Benotung diesmal in Ordnung.

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  • Schelle sagt:

    @ gerd karl

    Frankreich reicht ein Unentschieden. Aber ich denke, dass sie gewinnen werden und befürchte es wird noch zum Gruppensieg reichen

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  • sonic sagt:

    Nur mal so: Was hätte Angerer in einem solchen Spiel machen müssen, um eine bessere Bewertung zu bekommen? Soll sie sich ins Angriffsspiel einschalten und die Tore schießen? Sie hat keinen Fehler gemacht und bekommt eine 3,0. Man kann doch nicht, nur weil sie nichts zu tun bekam, ihre Leistung herabsetzen! Ihre Leistung hat den Anforderungen voll entsprochen, also 2,0.

    Bei Behringer haben mir die Standards nicht gefallen. Bei den Größenvorteilen und der physischen Überlegenheit der DFB-Elf hätte daraus viel mehr Gefahr entstehen müssen. Vor dem Spiel war die Kopfballüberlegenheit der deutschen Mannschaft großes Thema, im Spiel war dieser vermeintliche Vorteil bei weitem nicht so deutlich zu sehen. Die Ecken wurden teilweise flach oder kurz ausgeführt – warum? Wenn man gegen Thailand aus „gefühlt zwei Dutzend“ Standards in den Strafraum gerademal zwei Tore erzielt, wie soll das dann gegen andere Mannschaften werden, wenn man keine 24 Versuche hat und der Gegner physisch weitaus mehr dagegenzusetzen hat?

    Das hat ein wenig an das Japanspiel von vor vier Jahren erinnert als auch Behringer (?) einen Standard nach dem anderen in den Strafraum schlug und praktisch keine Gefahr davon ausging. Nur das Thailand eben nicht Japan ist.

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  • gerd karl sagt:

    schelle, wenn mexiko die richtigen schlüsse zieht aus dem spiel fra-co dann wird es wieder nichts. frankreich hat bei dieser wm erst ein tor geschossen.

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  • translate sagt:

    @Markus Juchem:
    „(Marozsan)schaffte es nicht das Heft in die Hand zu nehmen.“
    Was war denn ihr „Heft“, das sie „in die Hand nehmen“ sollte?
    In der ihr von Neid zugedachten Position ist es unmöglich dieses allgemein von ihr erwartete und ihrer Eignung entsprechende „Heft in die Hand zu nehmen“.
    In dieser Position direkt auf einer Linie mit Sasic – (meistens) noch VOR Lotzen & Däbritz – ist ihr Potential total verschenkt.
    Wie kann sie hier, in vorderster Linie, ihre Mitspieler ‚bedienen‘?
    Was denkt sich eine weltbeste Trainerin eigentlich dabei?
    Vergleiche, wie z.B. mit Mittag (@Marko) sind wenig zielführend, genauso wenig hilfreich sind Projektionen einer unterstellten „Arroganz“ (@Andreas).
    Klar hat sie gestern keine gute Figur gemacht – das war nur allzu deutlich!
    Wie sollte sie dies auch??
    In vorderster Linie zu spielen, entspricht einfach nicht ihren Fähigkeiten, und dort – aus dieser Position – das von ihr erwartete Heft (sog. ‚Fäden zu ziehen‘) in die Hand zu nehmen!? ist – rein spielaufbau-technisch gesehen – ein Unding!
    Auf der anderen Seite war sie noch nie ein Wuseler, Knisper, Tormonster oder (wie allgemein bekannt) Laufwunder – alles Talente, die man Spielerinnen in solch vordersten Front-Positionen unterstellen darf.
    Man stellt (obwohl Frau alles zuzutrauen ist) ja auch keine (nur als Beispiel) Gößling oder Behringer direkt neben Sasic! (selbst, wenn man anerkennt, dass Behringer jahrelang einen ähnlichen, deplazierten Part spielen durfte)
    Marozsan hat noch NIE so weit vorne gespielt, wie gestern abend.
    Ihr(e) Vereinstrainer wissen/wussten warum.
    Liebe Frau Neid – ZENTRALES Mittelfeld ist ihre Position! – HINTER der 10 (Vero) – VOR der (eigentlichen) 6 (Fishlock).
    Dies bedürfte jedoch eine Umstellung in der Denke und ihres antiquitierten Systems!
    Doch was passiert jetzt? – sie wird in die Spitze gestellt, um dort das „Heft in die Hand zu nehmen“ … darf dabei, so ganz nebenbei & vor lauter Heft-in-die-Hand-nehmen natürlich auch keine Freistöße (mit eventueller Ausnahme, unmittelbar am 16-er) und keine Ecken mehr schießen.
    Der einzige Trost, der bleibt, ist:
    dass die Zeit nach Olympia 2016 mit jedem Tag IMMER NÄHER rückt!
    In this we trust! 😉

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  • MatzeM sagt:

    Melanie Behringer war ja aus dem Spiel heraus eigentlich eine der Besten, aber warum muss sie wirklich ALLE Ecken und Freistöße in Tornähe treten? Von den über 30 Ecken + zahlreichen Freistößen und Flanken aus dem Spiel heraus waren vielleicht 3 gut verwertbar und führten zu Abschlüssen. Aber wenn über 90% der Eingaben unplatziert und ohne Effet und Finesse leicht berechenbar in den Strafraum segeln, dann sollte SN da mal eine Arbeitsteilung durchsetzen. Etwas Variabilität bei den Standards hat noch keiner Mannschaft geschadet.

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  • jochen-or sagt:

    Auch ich verstehe nicht, dass man Bremer nicht für Lotzen reingenommen hat – zumindest für die letzten 30 Minuten, als die Partie entschieden war.

    Lotzen und Däbritz sind kein vollwertiger Ersatz und ich erachte sie auch nicht als geeigneten Joker für die weiteren Spiele.
    Daher hätte man zumindest mal Bremer eine echte Chance geben sollen.

    Was soll die Auswechslung einer Abwehrspielerin in einem solchem Spiel, in dem man keinerlei Erkenntnis über deren Stärke wegen der Schwäche des Gegners gewinnen kann?
    Ich glaube kaum, dass Krahn hierdurch solche Kräfte spart, dass sie deshalb in 6 Tagen besser spielt.

    Wer und wie man ein solches Bollwerk durch eine weitere Spielerin, die sowohl im Mittelfeld als auch vorne spielen kann, auseinander nehmen kann, das war zu prüfen.

    Für mich eine krasse Fehlentscheidung und ein Auswechslungsfehler von Neid.

    Ist damit die WM für Bremer beendet oder bekommt sie noch eine Chance für eine Einwechslung, wenn Konterspiel gefragt ist?
    Besser als Lotzen, aber auch Petermann dürfte sie hierfür sein.
    Aber man kennt ja Neid.

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  • Ludwig sagt:

    Lotzen kann einem etwas leid tun. Was sie zur Zeit sammelt, ist nicht Spielpraxis, sondern Frust. Ich gehöre ganz gewiß nicht zu den ewigen Kritikern von Silvia Neid, aber manchmal ist mir die eine oder andere Entscheidung zu wenig nachvollziehbar. Man kann Lotzens Leistung mit mangelnder Spielpraxis bzw. Fitness erklären, aber nicht entschuldigen. Eine WM ist einfach nicht der richtige Ort, sie zu sammeln.

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  • Dori sagt:

    @Ludwig:
    Ich habe jetzt schon gefühlte 10 mal dieses Thema angesprochen. Ich habe in meinem Leben nicht so viel über ‚den Fall‘ Lotzen geredet wie in den letzten Tagen, weil es mich zur Zeit so sehr nervt. Das einzige, was Lotzen während dieser WM tut, ist leiden. Wenn sie eben noch nicht in der Lage ist, alles zu zeigen, zu unsicher ist und keine Spielpraxis hat und dann auch noch auf einer für sie unpassenden Position sofort in eine WM geschmissen wird, dann kann sie einem nur leid tun. Den Fehler sehe ich hier aber nicht bei Lotzen, die wie man ja gesehen hat wirklich VERSUCHT hat zu kämpfen und alles zu geben aber einfach nicht KONNTE, sondern bei der Trainerin, die Lotzen nicht hätte aufstellen sollen, wenn sie ihrer Form noch so weit hinterher hinkt. Das ist meiner Meinung nach nichts als Quälerei für Lotzen und hat ihr nichts gebracht, außer dass ihr Selbstbewusstsein dadurch angeknackst ist, denn zufrieden wird sie nicht sein mit ihrer Leistung. Mir tut es einfach nur leid für sie und ich hoffe, dass sie sich nach dem Turnier wieder fängt, damit sie zumindest bis zum Bundesligaauftakt wieder zu ihrer Form findet.

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  • egjowe sagt:

    @gerd karl
    frankreich raus ??
    sehe ich absolut nicht so bei den tabellenständen
    und den noch ausstehenden spielpaarungen.
    schon heute kann es darauf eine antwort geben,
    wenn die überzeugenden australierinnen gegen schweden spielen.
    und in gruppe „e“ könnte costa rica mit 2 punkten sogar weiter zweiter bleiben.
    dort müssen erst einmal zwei von drei gefährdeten mannschaften auf bzw. über die 3 punkte kommen.

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  • Zaunreiter sagt:

    @translate: Vielen Dank für diese wahren Worte!

    @Gerd karl: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!

    @Dori: So siehts aus!

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  • egjowe sagt:

    ich hatte frau neid wegen ihrer aus- bzw. einwechslungen im spiel gegen norwegen (nach dem ausgleich) schon kritisiert.
    und gestern hatte ich geschrieben, dass ich auf schlüsselspierinnen wie goessling in der startelf nicht verzichten würde, damit das zusammenspiel erst einmal in die gänge kommt.
    das war mir für den beginn einfach zu viel.
    oder sie bringt gleich elf neue.

    für mich ist auffällig, dass frau neid immer wieder spielerinnen auf positionen (ein)setzt, auf denen diese ihre stärken nicht voll ausspielen können.
    das kann man im training machen, aber doch nicht im spiel bei so einem wichtigen turnier.
    die frage nach dem sinn so mancher entscheidung ist nicht nur berechtigt, sondern erforderlich.

    für mich war leupolz die klare nummer eins auf dem platz.
    (gilt für die gesamte spieldauer)
    mit ihrem körperbetonten zweikampfverhalten, besonders in den ersten 25 minuten der zweiten halbzeit hat sie so manchen freiraum für ihre mitspielerinnen auf der rechten seite geschaffen, der entgegen der ersten halbzeit dann auch genutzt wurde.
    ich habe da etwas besseres als 2,5 gesehen.
    wenn petermann 2,5, dann mittag auch 2,5,
    weil, egal ob ab beginn oder eingewechselt, sie immer für viel (frischen) wind sorgt.

    die letzte einwechslung war wohl eher dem gedanken geschuldet:
    „henning soll auch ihr spiel haben!“

    was die standards angeht, sollte auch dort mehr rotiert werden,
    weil es sonst zu schnell ausrechenbar wird.

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  • holly sagt:

    @gerd karl, dann darf man den deutschen Journalisten aber nicht andauernd sagen wir haben den besten Kader seit 20 Jahren sind auf allen Postionen gleichwertig doppelt besetzt und die anderen Nationen beneiden uns um den Kader.
    Also zieht das Argument mit 7 anderen Spielerinnen nicht.

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  • gerd karl sagt:

    holly, es geht um das eingespielt sein und darum das man jeden gegner ernst nimmt.
    7 änderungen in einer mannschaft, trotzdem viele torchancen, ich finde das garnicht so schlecht.
    bei der gross chance von marozsan hat sie das sehr lässig genommen, wenn die uswnt der gegner gewesen wäre dann hätte maro den gemacht.
    alles kopfsache, jeden gegner ernst nehmen und 100% geben.

    bremer wird in den k.o. spielen kommen, warum soll neid jedem gegner verraten wie schnell bremer ist, ihre stunde kommt.
    warum ich skeptisch bei den französinnen bin, 1 tor in 2 spielen und die nächste südamerikanische mannschaft kommt.

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  • Kaiserkatze sagt:

    So Einzelbewertungen sind doch immer fragwürdig. Man sollte doch vielmehr die Grundvorraussetzungen betrachten, die eine Spielerin mitbringt, um einen positivne Beitrag zur gesamten Mannschaftsleistung beisteuern zu können.

    Welchen Beitrag leistet zum Beispiel Annike Krahn ?

    Offenbar ja einen ganz beträchtlichen. Hat ja eine 3,5 erhalten und liegt damit knapp unter dem Durchschnitt. Ich selbst würde sie aber als absolut entbehrlich betrachten und frage mich in jedem Spiel, warum Deutschland nicht in der Lage ist, eine geeignetere Spielerin für diese Position auszubilden.

    Betrachtet man die gezeigte Mannschaftsleistung, dann war das halt das selbe, wie man schon bei der letzte Weltmeisterschaft bestauen durfte. Natürlich mit den selben Mängel und das sollte einem schon zu denken geben.

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  • FF-Fuchs sagt:

    Eine richtige Beurteilung der Spielerinnen kann man wohl erst in der K.O. Phase abgeben. Da wird sich zeigen, welche Damen in diesen Spielen überzeugen können.

    Mir persönlich hat im Mittelfeld M.Behringer mehr Präsenz im gesamten Spiel gezeigt als M. Leupolz oder Marozhan. Von Däbritz sah man gar nichts. In der 2. Halbzeit wurden die Thailänderinnen müde und es gab mehr Platz.

    Ich glaube je stärker der Gegner wird, desto konzentrierter wird die Mannschaft auftreten. Ist halt alles Kopfsache.

    Als Randnotiz möchte ich noch folgendes anmerken:

    Norwegen hat die Ersatztorhüterin eingewechselt, fand ich eine schöne Anerkennung. Könnte Frau Neid auch mal einfallen.

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  • cosinus sagt:

    In einigen Beiträgen sind viele Schwachpunkte angesprochen worden. Wenn nach Leistung aufgestellt werden muß, dann ohne Sasic, Lotzen+ Marozan.
    In der 2.HZ war eine gewisse Frische (Petermann, Mittag) zu erkennen- wenn Brehmer auf rechts gekommen wäre, dies hätte dann
    komplett was ausgemacht.[…]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Detlef sagt:

    Kaiserkatze schrieb;
    ….und frage mich in jedem Spiel, warum Deutschland nicht in der Lage ist, eine geeignetere Spielerin für diese Position auszubilden.

    Fragst Du Dich das wirklich, oder sollte das ironisch gemeint sein??? 😉
    Die „göttlichen Seilschaften“ wurden doch hier schon öfter beklagt, da sollten eigentlich keine Fragen mehr offen sein!!! 😉

    Ich sehe das ähnlich wie Frau Fußball!!!
    Das Spiel gegen Thailand sollte man nicht ganz so ernst nehmen, denn es fehlte einfach die Notwendigkeit sich richtig anzustrengen!!!

    Das Norge-Spiel muß uns da schon wesentlich mehr Kopfzerbrechen machen!!!
    Wir erwischen einen Gegner, der zumindest von der Papierform in etwa auf Augenhöhe ist, auf dem falschen Fuß, und nutzen diesen Vorteil nicht aus!!!
    Am Ende müssen wir den Sieg auch noch herschenken, weil unsere Abwehrspielerinnen zu langsam sind!!!
    Dieses Spiel machte deutlich, daß das DFB-Team nicht automatisch besser und konzentrierter auftritt, wenn der Gegner starker wird!!!
    Das gelingt nicht mal im gleichen Spiel, wo nur 15 min dazwischenliegen!!!

    Es werden jetzt nur noch solche Gegner auf uns warten, und sie werden die Fehler der Pellerud-Truppe nicht wiederholen!!!
    Was werden Sasic und Co dagegenhalten können???

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  • Ludwig sagt:

    @Dori

    Nur, damit kein Missverstännis aufkommt. Ich sehe das absolut so wie du. Entschuldigungen werden von den Verantwortlichen gesucht, nicht von Lotzen selbst. Wenn man der Ansicht ist, dass sie Spielpraxis braucht – was ja sicherlich richtig ist und was man ihr dann auch anbieten soll – bietet sich nach meiner Ansicht eine Einwechselung irgendwann in der zweiten Halbzeit an, aber nicht die Aufstellung in der Startelf. So gerät sie eventuell in eine Spirale, einen Fehler wieder gut machen zu wollen und damit automatisch den nächsten zu machen.

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