Home » Frauen-WM 2015

DFB-Elf will Weichen für Gruppensieg stellen

Von am 10. Juni 2015 – 18.54 Uhr 8 Kommentare

Nach dem lockeren 10:0-Aufgalopp gegen die Elfenbeinküste trifft die deutsche Frauenfußball-Nationalelf am Donnerstag (ab 21.45 Uhr live in der ARD und auf Eurosport 2) in ihrem zweiten WM-Spiel auf Norwegen. Die Neuauflage des EURO-Finales von 2013 ist mehr als nur eine Bewährungsprobe, denn es geht bereits um den Gruppensieg. Mit dabei ist dann auch wieder Dzsenifer Marozsán.

Anzeige

Zu groß sind die Leistungsunterschiede in Gruppe B zwischen den Topteams Deutschland und Norwegen sowie den Neulingen Elfenbeinküste und Thailand, so dass ein Punktverlust für die beiden Großen nahezu ausgeschlossen ist. Und so geht es im Landsdown Stadium von Ottawa am Donnerstagabend deutscher Zeit bereits um den Gruppensieg. Der Gruppensieger erhält den Vorteil, weniger reisen zu müssen, erkauft sich diesen aber mit dem Nachteil in der K.-o.-Runde auf die vermeintlich stärkeren Gegner zu treffen.

Gruppensieg als Ziel
„Der Gruppensieg ist unser Ziel und dafür ist das kommende Spiel sehr wichtig“, so Bundestrainerin Silvia Neid auf der Pressekonferenz am Tag vor dem Duell mit den Norwegerinnen. „Wir denken von Spiel zu Spiel, dann sehen wir, ob wir Erster oder Zweiter sind. Aber damit befassen wir uns erst, wenn wir das Ergebnis kennen.“

Marozsán fit, Hoffen auf Leupolz
In der Neuauflage des EURO-Finales von 2013, als die DFB-Elf Norwegen mit 1:0 bezwang und DFB-Torhüterin Nadine Angerer zwei Elfmeter hielt, wird Neid wieder auf Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsán bauen können. „Alles ist gut verheilt.“ Und sogar ein Einsatz von Melanie Leupolz, die sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste eine Schambeinprellung zuzog, ist nicht ausgeschlossen. „Es sieht gut aus. Sie wird aber nur spielen, wenn sie überhaupt nichts mehr merkt.“

Tabea Kemme gegen die Elfenbeinküste

Die DFB-Elf peilt nach dem Auftaktsieg gegen die Elfenbeinküste gegen Norwegen nun den Gruppensieg an © Mirko Kappes

Frisches Selbstvertrauen
Mit dem Selbstbewusstsein des hohen Auftaktsieges und der sich entspannenden Personalsituation ist die DFB-Elf hoffnungsvoll, Norwegen bezwingen zu können. „Wir können vielleicht etwas befreiter aufspielen“, so Lena Goeßling, die im Auftaktspiel zu den Stärksten im Team gehörte. „Aber wir wissen, dass es ein ganz anderes Spiel wird.“

Starker Gegner
Neid schätzt den Gegner stark ein: „Sie haben sich in den letzten zwei Jahren entwickelt und sind im Spiel nach vorne variabler geworden.“ Dabei wird Neid auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten feiern, Norwegens Trainer Even Pellerud. „Er war schon Trainer bei Norwegen, als ich noch Spielerin war. Von daher kennen wir uns sehr lange, man mag sich und spricht miteinander. Morgen sind wir aber Gegner und jeder will gewinnen.“

SMS von Merkel
Neid freut sich, dass die Frauenfußball-WM in Deutschland auf breites Interesse stößt, wie die über fünf Millionen TV-Zuschauer zu später Stunde im Auftaktspiel belegen. „[Bundeskanzlerin Angela] Merkel hat uns schon eine SMS geschrieben und alle wünschen uns viel Glück. Fünf Millionen Zuschauer ist super, das zeigt, welch fußballbegeistertes Land Deutschland ist.“

Faktenbox: Deutschland und Norwegen treffen bereits zum 39. Mal aufeinander. Die Bilanz spricht mit 19 Siegen, 5 Remis und 14 Niederlagen nur knapp für Deutschland. Allerdings gewann die DFB-Elf sechs der letzten sieben Duelle, darunter das unvergessene Finale der EURO 2013, als Torhüterin Nadine Angerer mit zwei gehaltenen Elfmetern den 1:0-Sieg festhielt.

Tags: , ,

Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Fussball, F1 sagt:

    Also von diesem Tipspiel verabschiede ich mich. Ich tippe das, wovon ich überzeugt bin. In der ersten Runde kam dieser Quatsch mit Strategieverbot. Ich änderte deshalb Tips und verlor Punkte. Jetzt derselbe Käse wieder. Es wurde nicht angenommen, obwohl ich bei maximal vier Spielen das gleiche Ergebnis hatte.

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @Fussball, F1: Vielleicht ein Adblocker oder etwas anderes, das dazwischen funkt? Ich hab es gerade getestet und konnte 8x ein gleiches Ergebnis tippen und das Speichern hat problemlos funktioniert, siehe Screenshot: http://womensoccer.de/Screen_Tippspiel.png

    (0)
  • speedy75 sagt:

    Also bei mir geht das ohne Probleme. Hast du vielleicht deine Einstellungen falsch gesetzt?

    (0)
  • never-rest sagt:

    Morgen will ich aber endlich Maroszan auf dem Platz sehen. Goeßling wird dann wieder die defensive Absicherung im MF übernehmen müsssen unterstützt von Laudehr und Popp. Sonst wird sich bei der Aufstellung wohl nicht viel ändern.

    (0)
  • pinkpanther sagt:

    Also ich freue mich auf den ersten Härtetest heute abend und eine erste Standortbestimmung der deutschen Mannschaft nach dem lockeren Auftaktmatch gegen die Ivorerinnen.
    Insbesondere die Defensive wird heute hoffentlich etwas mehr gefordert sein, denn die richtig schweren Spiele kommen spätestens ab dem Viertelfinale und da käme der wäre eine gute Abwehr schon von großer Bedeutung!
    Auf gehts: Holt euch den Gruppensieg, auch wenn dies in den fifa-gewollten schwereren KO-Pfad führt.

    (0)
  • Michele sagt:

    Angerer
    Kemme-Krahn-Bartusiak-Maier
    Goeßling-Marozsan
    Laudehr-Mittag-Popp
    Sasic

    (0)
  • dummkopf sagt:

    Bundesmutti ganz sie selbst mit der erwarteten Aufstellung mit der sie am wenigsten anecken könnte. Mal sehen ob es auch die Beste ist, oder sagen wir mal, die beste sieht sowieso anders aus, aber sehen wir mal, ob sie funktioniert.
    Nachdem bisher alles so zu laufen scheint, wie die FIFA es zurechtgeschoben hat, wäre eine Niederlage natürlich so schlecht nicht, nicht nur als Omen … aber dafür dürfte NOR wohl einfach zu schwach sein. Aber das dachte man 2013 auch.
    Elfenbeinküste dürfte sich wohl Platz3 sichern, wenn sie nicht nochmal so verteidigen.

    (0)
  • Stefan sagt:

    Den Kommentator Schmelzer finde ich langsam als Zumutung…mir gefällt erstens seine Stimme nicht, zweitens nicht sein jovialer Tonfall („guter Frauenfußball“ und das ständig, als ob „guter Fußball“ nicht reichen würde etc…nur das, was mich grad am meisten genervt hat). Einen Florian Naß finde ich viel angenehmer, aber der wird nur bei „unwichtigen“ Spielen eingesetzt…scheinbar…

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar