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Schweiz mit elf Bundesligaspielerinnen zur WM

Von am 22. Mai 2015 – 15.55 Uhr 7 Kommentare

Die Schweizer Trainerin Martina Voss-Tecklenburg hat heute ihren 23 Spielerinnen umfassenden Kader für die Frauenfußball-WM in Kanada bekanntgegeben. Fast die Hälfte des Kaders stellen Spielerinnen aus der Allianz Frauen-Bundesliga.

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Neben den obligatorischen drei Torhüterinnen nominierte Voss-Tecklenburg acht Abwehrspielerinnen, sieben Mittelfeldspielerinnen und fünf Stürmerinnen. Gleich elf Spielerinnen des WM-Kaders waren dabei in der vergangenen Saison in Deutschland in der Allianz Frauen-Bundesliga aktiv.

Spätentdeckung Rinast mit dabei
So setzt Voss-Tecklenburg im Tor auf die Dienste der wiedergenesenen Gaëlle Thalmann (MSV Duisburg) und auf Stenia Michel (FF USV Jena). Die Abwehrreihe führt Kapitänin Caroline Abbé von Meister FC Bayern München an, hinzu  kommen Rahel Kiwic (MSV Duisburg), Noelle Maritz (VfL Wolfsburg) und Rachel Rinast (1. FC Köln), die erst seit Jahresbeginn dem Kader der Nationalmannschaft angehört und bisher in der Zweiten Liga aktiv war.

Bundesliga-Power
Im Mittelfeld sorgen Vanessa Bernauer (VfL Wolfsburg), Vanessa Bürki (FC Bayern München), Martina Moser (TSG 1899 Hoffenheim) und Lia Wälti (1. FFC Turbine Potsdam) für Bundesliga-Power. Im Angriff darf die frisch gebackene Champions-League-Siegerin Ana-Maria Crnogorcevic (1. FFC Frankfurt) stürmen.

„Natürlich gibt es bei der definitiven Bestimmung eines Kaders immer auch Härtefälle“, so Voss-Tecklenburg. „Die Härtefälle sind jene Spielerinnen, die bis jetzt die gesamte Vorbereitung bestritten haben, nun aber nicht im 23-er Kader figurieren, jedoch unsere ersten Back-ups sind für den Fall, dass jemand kurzfristig ausfallen sollte.“

Die Schweiz hat sich erstmals für eine Frauenfußball-WM qualifiziert und trifft in der Vorrunde in Gruppe C auf Weltmeister Japan, Ecuador und Kamerun. Am kommenden Mittwoch, 27. Mai, misst sich die Schweiz bei der WM-Generalprobe auf Kunstrasen in Baden mit Deutschland.

Ana-Maria Crnogorcevic reist als Champions-League-Siegerin zur WM © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Ana-Maria Crnogorcevic reist als Champions-League-Siegerin zur WM © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

WM-Kader Schweiz

Tor: Gaëlle Thalmann (MSV Duisburg), Stenia Michel (FF USV Jena), Jennifer Oehrli (BSC Young Boys)

Abwehr: Caroline Abbé (FC Bayern München), Sandra Betschart (FC Sunnana), Rahel Kiwic (MSV Duisburg), Selina Kuster (FC Zürich Frauen), Noelle Maritz (VfL Wolfsburg), Nicole Remund (FC Zürich Frauen), Rachel Rinast (1. FC Köln), Daniela Schwarz (Vålerenga)

Mittelfeld: Vanessa Bernauer (VfL Wolfsburg), Vanessa Bürki (FC Bayern München), Fabienne Humm (FC Zürich Frauen), Florijana Ismaili (BSC Young Boys), Martina Moser (TSG 1899 Hoffenheim), Lia Wälti (1. FFC Turbine Potsdam), Cinzia Zehnder (FC Zürich Frauen)

Angriff: Eseosa Aigbogun (FC Basel 1893), Ramona Bachmann (FC Rosengård), Ana-Maria Crnogorcevic (1. FFC Frankfurt), Barla Deplazes (FC Zürich Frauen), Lara Dickenmann (Olympique Lyon)

Tags:

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • sam2009 sagt:

    Ich drück ganz, ganz fest die Daumen!!!

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  • Putin-Versteher sagt:

    1.Deutschland 2.Niederlanden 3.Schweiz

    Meine drei Mannschaften die ich die Daumen drücke.

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  • FFFan sagt:

    Ich traue der Schweiz bei der WM viel zu! Die ‚Eidgenossen‘ haben einen starken Kader, dessen Leistungsträgerinnen im richtigen Alter sind (das gilt insbesondere für die ‚goldene Generation‘ um L.Dickenmann, M.Moser, V.Bürki, C.Abbe und V.Bernauer). A.Crnogorcevic hat mit dem 1.FFC Frankfurt gerade die Champions League gewonnen, und die beim schwedischen Meister FC Rosengard unter Vertrag stehende R.Bachmann zählt zu den besten Spielerinnen der Welt. Mit M.Voss-Tecklenburg hat die ‚Nati‘ zudem eine Top-Trainerin.

    Leider waren einige Stammkräfte (G.Thalmann; V.Bürki) längere Zeit verletzt und dürften kaum in Bestform sein. Ein gewisses Problem sehe ich außerdem auf der Torwartposition: dort ist kein wirkliches Spitzenpersonal vorhanden, was sich bei der WM gegen starke Gegner negativ auswirken könnte.

    Trotzdem: das Erreichen des Achtelfinales sollte (angesichts der Gruppenkonstellation mit Japan, Kamerun und Ecuador) für diese Mannschaft auf jeden Fall drin sein, vielleicht geht sogar noch mehr…

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  • holly sagt:

    @FFFan, finde es schön das du die Schweiz so gut aufgestellt siehst. Das Achtelfinale sollte erreichbar sein, da fast alle Gruppendritte weiter kommen.
    Viele gute Einzelspielerinnen machen aber noch keine gute Mannschaft aus. Lassen wir uns überraschen wohin der Weg der Schweizerinnen führt. Meine Vermutung ist das in den KO Spielen schnell das Ausscheiden für die Schokolandengirls kommt.
    Aber das ist wie immer nur meine bescheidene Meinung

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  • Karl sagt:

    Fuer die Allianz Frauen Bundesliga waere ein Endspiel Deutschland – Schweiz sicher das Optimum. Ich denke auch dass die Schweiz weit kommen koennte. Kommt ein bisschen auf den Verlauf an. Ich sehe die als eine Art Geheimfavorit wenn es gut laeuft.

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  • tpfn sagt:

    Ich bin auch ein Fan der Schweizer Natio. Mit dem Kader könnte man meinen sie werden eine gute Rolle bei der WM spielen. MVT hatte mal in einem Interview erwähnt, dass es ihre größte Aufgabe sei das Selbstvertrauen der Mädels stärken, an der Qualität liegt es nicht. Deshalb war auch der Sieg gegen Schweden so wertvoll. Ich bin jedenfalls gespannt wie sich die Mädels bei der WM verkaufen werden. Drücke denen auch die Daumen, dass sie möglichst weit kommen.

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  • FF-Tale sagt:

    @ FFFan: Naja, im Männerfußball gibt es ja seit über zehn Jahren die Dauergeschichte mit C. Ronaldo und seiner portugiesischen Nationalmannschaft: Ein (oder 2) Weltklasse-Leute reichen nunmal nicht für die ganz großen Dinger auf dem N11-Parkett.
    Zurück zum FF: Bachmann und Dickenmann allein reichen da auch nicht für die Schweiz. Wobei mit der internationalen Transfer-Ausrichtung (Legionärinnen in allen europäischen Topligen!) hat der Verband (mit der federführenden MVT) einiges für die Qualitätssteigerung gemacht. Im Gegensatz zu anderen FF-Nationalmannschaften wirkt sich das bei der Schweiz dankenswerter Weise v.a. auf die ganze Kaderbreite aus.

    Wenn man jetzt bei dieser WM-Kaderliste große Namen (Bachmann etc.) und große Clubs (Lyon, Roseng., die deutschen Top-4) liest, darf man nicht in überhektische Euphorie verfallen! Der Schweizer FF hat noch Zeit, WM-Neulinge dürfen Fehler machen. Auch wenn es für manche Schweizer N11-Frauen vielleicht auch gleich wieder die letzte sein wird.

    „Geheimfavorit“ (siehe Kommentar Karl) also nicht, das klingt schon zu sehr nach Halbfinale oder Finale. Aber „Turnier aufmischen“ ist mit dieser Schweiz und mit dieser Trainerin MVT gut möglich.

    PS @ FFFan: Tor als Schweizer Schwachstelle? Aus der klassischen Sicht „Deutschland = Torhüterland“ heraus, ja vielleicht, aber:
    Thalmann (lange verletzt, aber größte Erfahrung),
    Michel (konstante, solide Stammtorhüterin in der FF-BuLi, Schweizer Nr. 1 bei der WM?) und
    Oehrli (5 Jahre N11-Erfahrung, okay: die 3. TW-Position ist ja eigentlich egal 🙂 ).
    Es gibt prominentere FF-Nationen, die gerne eine vergleichbare TW-Liste für Kanada2015 hätten.

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