WM-Aus für Caroline Graham Hansen

Von am 19. Mai 2015 – 11.27 Uhr 18 Kommentare

Bitterer Schlag für Deutschlands WM-Gruppengegner Norwegen: Topstürmerin Caroline Graham Hansen wird nicht an der Frauenfußball-WM in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) teilnehmen können.

Hansen plagen bereits seit mehreren Monaten Kniebeschwerden, die nun einen Einsatz bei der WM in Kanada unmöglich machen, wie der norwegische Verband auf seiner Website mitteilt. Für sie nominierte Trainer Even Pellerud Anja Sønstevold (LSK Kvinner) nach.

Großer Traum geplatzt
„Es war natürlich mein großer Traum, die WM zu spielen“, so Hansen. „Aber mit den Schmerzen, die ich in letzter Zeit hatte, war mir klar, dass es schwer werden würde. Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich habe die besten Jahre noch vor mir. Und es kommen hoffentlich noch viele große Turniere für mich. Ich werde meine Mannschaft also am Fernseher verfolgen. Wir haben eine gute Mannschaft und gute Möglichkeiten.“

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Caroline Graham Hansen

Caroline Graham Hansen wird die WM verpassen © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Schlimmer als befürchtet
Teamarzt Truls Straume-Næsheim, der Hansen in diesem Jahr mehrfach untersucht hat, erklärt: „Die Verletzung ist in letzter Zeit akut geworden. Das Ergebnis der Untersuchung war schlimmer als befürchtet. Sie hat große Schmerzen und deswegen ist es nicht empfehlenswert, sie mit zur WM zu nehmen.“

Wegen den Knieproblemen hatte Hansen bereits den Algarve Cup Anfang März verpasst. Konträr zum norwegischen Verband spricht der VfL Wolfsburg auf seiner Website davon, dass es für die Norwegerin zuletzt wieder besser ausgesehen hätte.

Pellerud: „Traurig für Caroline“
Norwegens Trainer Even Pellerud meint: „Jeder Trainer wünscht sich natürlich, eine gesunde Caroline in seiner Mannschaft zu haben mit den großen Fähigkeiten, die sie hat. Aber das ist natürlich vor allem für Caroline traurig. Caroline ist noch jung und wir haben noch gar nicht das Beste von ihr gesehen. Es werden noch andere Turniere kommen, bei denen die Mannschaft und das norwegische Volk große Freude an ihr haben werden.“

Norwegen trifft bei der Frauenfußball-WM in Kanada in Gruppe B auf Deutschland, Thailand und die Elfenbeinküste.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Kopf hoch, Caro! Du wirst noch viele große Turniere spielen können!
    Ich wünsche den Norwegerinnen trotzdem eine gute WM!
    Good luck, Holstad und co.!

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  • gerd karl sagt:

    sie hat ja für den vfl in der bundesliga, im pokal und in der champions league, mit unterbrechungen , gespielt und das auf rasen.
    jetzt lässt der norwegische trainer vermutlich auf kunstrasen trainieren, da ja in kanada auf kunstrasen gespielt wird, und wenn dann ein knie nicht 100 % belastbar ist, dann gibt es halt probleme.
    schade für caro, aber sie ist ja noch jung und kann noch viele meisterschaften spielen.

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  • tpfn sagt:

    Da sieht man mal wieder den Unterschied. Schrödi lässt Pauli im Pokal nicht spielen und nimmt lieber ne Niederlage in Kauf und Caro darf im Pokal antreten und nimmt halt das WM-Aus in Kauf, sollte mich nicht wundern wenn Caro den Wechsel bereits bereut hat. Ewa Pajor tut mir übrigens jetzt schon leid.

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  • Putin-Versteher sagt:

    Schade 🙁 Für mich ist sie eine der Top 3 Flügelspielerin mit Christen Press & Manon Melis

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  • gerd karl sagt:

    tpfn, wenn hat den pauli ihre vielen verletzungen zu verdanken, richtig seine heiligkeit.
    er hat pauli nicht geschont, und im pokal konnte sie nicht spielen, wegen der verletzung und nicht weil seine heiligkeit so schonend ist.
    warum gehen den lisa evans , anonma und andonava von potsdam weg, ganz einfach, was auch evans in einem interview bestättigt hat, die schleiferei macht uns in potsdam kaputt.

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  • Alice sagt:

    Gute Besserung Caro! Wirklich bitter, aber dennoch geht die Gesundheit in der Tat vor und sie wird mit Sicherheit noch viele wichtige Turniere beschreiten. Den Norwegerinnen wünsche ich ebenfalls viel Glück.

    @tpfn:
    Trauriger Kommentar, davon abgesehen unüberlegt. Caro Hansen bereut ihren Wechsel SO SEHR, dass sie vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert hat, wie auch womensoccer berichtete. Aber selbst wenn dem nicht so wäre sind solche Bemerkungen arm an Feingefühl und Empathie. Ich frage mich wo du und ein paar andere den Durchblick herhaben. 🙂

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  • tpfn sagt:

    @Alice
    Das kannst du gerne sehen wie du möchtest. mMn ist bei Caro keine sportliche Weiterentwicklung erkennbar, ganz im Gegenteil, sie ist lediglich durch zahlreiche Fouls auffällig geworden, vielleicht hat das ja auch was mit ihren permanenten Schmerzen zu tun. Jetzt nun auch noch das WM-Aus was man mit Sicherheit hätte vermeiden können, wenn sie das ein oder andere mal hätte pausieren dürfen. Wäre ich an Caro`s Stelle hätte ich den Wechsel spätestens mit dem WM-Aus bereut, es ist ja nicht so dass Wolfsburg der einzige Verein war der Interesse bekundete, sie hätte schließlich überall spielen können.

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  • Altwolf sagt:

    Eine schmerzliche aber sinnvolle Entscheidung von einer WM abzusehen,die die Gelenkbelastung auf ein Höchstmaß steigert und längerfristige Verletzungen und Schädigungen nachsichziehen werden.

    @tpfn.

    Diese Art der Kommentierung ist unter allem Niveau, denn ohne genaue Kenntnis der Einzelheiten und der Abstimmungen zwischen den Beteiligten bei WOB, solch ein Statement abzugeben hätte ich von dir, nach bisherigen Erfahrungen, nicht erwartet.

    Mit solchen „Unterstellungen“ und „Vermutungen“ mit dem Tenor, der Verein würde Caro zu Lasten ihrer Gesundheit, zu Spielen „nötigen“ um mögliche Erfolge zu erreichen, zeigst du eine Einstellung zu den Wölfen, die sich nicht vom @Sheldonische Gedankengut unterscheidet.

    Wir sind und waren nicht immer einer Meinung, doch ich habe Turbine immer respektiert und nie mit Unterstellungen weder gegen Trainer, Spielerinnen noch gegen den Verein argumentiert oder kommentiert. Das hätte ich auch von dir erwartet.

    Du solltest deine Äußerungen doch noch einmal gründlich überdenken.

    Als User in diesem Forum bin ich von dir enttäuscht.

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  • gerd karl sagt:

    tpfn, nein, wolfsburg war für caro die beste wahl.
    nach potsdam, nein, seine heiligkeit hätte sie längst kaputt geschliffen.

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  • labersack sagt:

    Allen Turbine Ultras gebe ich zu bedenken, daß Hegerberg Turbine fluchtartig verlassen hat und die beim VFL verheizte Hansen ihren Vertrag bis 2017 verlängert hat. Soviel zu Talenten und ihrer Vereinswahl.

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  • tpfn sagt:

    @labersack
    weiß zwar nicht was die gute Ada mit dem Problem zu kurze Regenerationszeiten bei angeschlagenen Spielerinnen in Wolfsburg zu tun hat, aber danke fürs Stichwort denn da wollte ich schon längst mal was loswerden.

    Beim Saisonfazit erwähnte Schröder damals dass es erhebliche Unruhe im Team gab, von dem er nix wußte, vorallem auch im Zusammenhang mit Ada. Damals hatte ich mich bereits gefragt warum Schröder davon nicht in Kenntnis gesetzt wurde, schließlich war das doch Aufgabe der Team-Managerin, jedenfalls wurde sie doch für genau solche Fälle verpflichtet. Könnte mir gut vorstellen dass dies bei der momentanen Reorganisation Turbines auch ne Rolle spielt. Muss aber nicht stimmen, is halt nur so ein Gedanke.

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  • labersack sagt:

    @tpfn,
    es ging sich in dem Kommentar nicht um Regenerationzeiten sondern
    um deine Spekulation, daß Hansen den Wechsel zum VFL bereut.

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  • FFFan sagt:

    Wenn ich lese, dass C.Hansen seit Monaten starke Knieschmerzen hat, und mir vergegenwärtige, dass sie trotzdem in Liga, Pokal und Champions League fast jedes Spiel bestreiten musste, dann frage ich mich schon, ob in Wolfsburg mit den Spielerinnen verantwortungsbewusst umgegangen wird…

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  • Altwolf sagt:

    @FFFan.

    So ist es, du hast oben im Artikel gelesen “ seit mehreren Monaten Kniebeschwerden“, aber ist das so auch richtig ? Es müßte eigentlich heißen, sie hat in den letzten Monaten immer mal wieder Kniebeschwerden und vor einigen Wochen unter e. sogg. Patellaspitzen-Syndrom ( Überlastungsreaktion des Patellasehnenansatzes) gelitten, was sie zu einer längeren Pause und zu Behandlungen zwang.

    Auch wie oben geschrieben,hat der Arzt des Nationalteams sie des Öfteren untersucht und wohl bei Absprache mit WOB wurde entschieden sie nicht beim Algarve-Cup mit extremer Belastung binnen weniger Tage spielen zu lassen.
    Erst als sie wieder schmerzfrei trainieren konnte, wurde ein Spieleinsatz möglich. Klar, man hätte sie deshalb auch 3 Monate vom Training und Spiel ausschließen können, so wie jeder Arbeitnehmer sich bei e. vergleichbaren Erkrankung wochenlang Arbeitsunfähigkeit bescheinigen läßt (Job garantiert) und die Zeit aussitzt. Wie realistisch ist das denn?

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  • waiiy sagt:

    Das ist doch alles immer das gleiche Geplänkel. Die N11 beschwert sich, dass die Spielerinnen in den Vereinen eingesetzt werden und dadurch Blessuren haben. Das ist diese Selbstverständlichkeit, mit der davon ausgegangen wird, dass man die Ligen und Vereine eigentlich nicht braucht. Dass dabei nicht gefragt wird, wer das Gehalt der Spielerinnen zahlt und wer mit ihnen den ganzen lieben langen Tag arbeitet, braucht man nicht zu erwähnen. Schön zu sehen, dass da auch alle Verbände gleich ticken.

    Jetzt ist es der Fall „Hansen“ und Wolfsburg, der angegangen wird. In einer Woche wird es dann ein anderer Verein sein. Jeder, der da draufhaut, denkt entweder nicht weit oder hat nur einen Anlass gesucht, den jeweiligen Verein anzugehen.

    Und auch wenn sich Schröder wie der Heilsbringer hinstellt und verkündet, dass er die WM für Bremer als wichtiger erachtet als den Einsatz in den letzten Spielen (wo es für den Verein um nichts mehr ging), so ist es doch wohl eher so, dass sie die Mannschaft mit halber Kraft nicht weiter gebracht hätte und dass er den Fakt jetzt nur versucht, auszunutzen. Das ist übrigens auch ein Punkt, warum Bremer in meinen Augen zum Politikum geworden ist und warum sie auf keinen Fall gestrichen wird aus dem Aufgebot (auch wenn sie außer Form ist).

    Immer daran denken (von Seiten der N11, der Vereine und der Fans von N11 und Vereinen):

    Verein = Arbeitgeber = Hauptjob
    N11 = Ruhm + Ehre = Sahnehäubchen

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  • waiiy sagt:

    Ach übrigens denke ich ja, dass Kellermann Hansen mit Absicht kaputt gemacht hat, damit Neid eine Chance hat, die Gruppenphase zu überstehen… 😉

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  • Karl sagt:

    @waiiy: Das mit Kellermann ist ein guter Witz. Aber Norwegen hat noch genug andere gute Spielerinnen.

    „Immer daran denken (von Seiten der N11, der Vereine und der Fans von N11 und Vereinen):

    Verein = Arbeitgeber = Hauptjob
    N11 = Ruhm + Ehre = Sahnehäubchen“

    Leider ist das nicht so . Bevor der Verein zum Hauptjob werden kann muss Frau mindestens mal Nationalspielerin sein. Deshalb wird bei den meisten Spielerinnen die N11 nicht nur das Sahnehaeubchen sein sondern die einzige Chance halbwegs anstaendig zu verdienen.

    Ich weis auch dass es eher so sein sollte wie du es beschreibst, aber – den Gegebenheiten des FF geschuldet – ist es wohl eher umgekehrt.

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  • tpfn sagt:

    @waiiy
    „Und auch wenn sich Schröder wie der Heilsbringer hinstellt und verkündet, dass er die WM für Bremer als wichtiger erachtet als den Einsatz in den letzten Spielen (wo es für den Verein um nichts mehr ging)“

    Es ging einzig und allein um den DFB-Pokal. Dessen Wertigkeit für Turbine hat man ja ua. beim Trainer-Jubel nach dem Frankfurt-Spiel sehen können. Deine Beiträge waren auch schonmal besser recherchiert, eigentlich schade.

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