Frankfurt und Paris bereit für den Showdown

Von am 14. Mai 2015 – 11.48 Uhr 1 Kommentar

Heute Abend um 18 Uhr (live im ZDF) kämpfen der 1. FFC Frankfurt und Paris Saint-Germain im Finale der UEFA Women´s Champions League um die Krone des europäischen Frauenfußballs. Beide Teams sind optimistisch, die Trophäe zu ergattern.

Frankfurts Trainer Colin Bell war am Tag vor dem Finale bemüht, den sportlichen Druck von seinem Team zu nehmen. „Wir versuchen, diese Atmosphäre aufzusaugen und mitzunehmen und sie ganz bewusst zu erleben“, so Bell vor dem Highlight seiner Trainerkarriere beim 1. FFC Frankfurt.

Frankfurt braucht Sieg für Champions-League-Teilnahme
Nach dem dritten Platz in der Bundesliga hängt für den 1. FFC Frankfurt an einem Finalerfolg auch die Teilnahme an der UEFA Women´s Champions League in der Saison 2015/16. Sollte Frankfurt gewinnen, würden in der nächsten Saison gleich drei deutsche Teilnehmer am Wettbewerb teilnehmen. Ein wenig entspannter kann Paris Saint-Germain in das deutsch-französische Duell gehen.

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Seger schmerzlich vermisst
Denn durch den zweiten Platz in der Liga haben die Hauptstädterinnen ihren Platz in der europäischen Königsklasse bereits sicher. „Es wäre außergewöhnlich, die Champions League zu gewinnen, weil es eine Belohnung für die harte Arbeit wäre“, so Paris-Trainer Farid Benstiti, der ohne seine gesperrte Mittelfeld-Strategin Caroline Seger auskommen muss.

Frustrierter Benstiti
„Es ist sehr frustrierend, dass sie nicht spielen kann“, so Benstiti, der bereits 2010 im Finale der UEFA Women`s Champions League stand und damals mit Olympique Lyon nach einem dramatischen Elfmeterschießen gegen den 1. FFC Turbine Potsdam unterlag.

Der 1. FFC Frankfurt ist vor dem Finale der UEFA Women´s Champions League guter Dinge

Der 1. FFC Frankfurt ist vor dem Finale der UEFA Women´s Champions League guter Dinge

Schumann freut sich aufs Finale daheim
Auch Frankfurts Torhüterin Desirée Schumann hofft, nach der Finalniederlage 2012 diesmal erfolgreich zu sein. „Ein Champions-League-Finale zu gewinnen, ist das Tollste, das man erleben kann. Für mich hat es sogar eine besondere Bedeutung, weil ich aus Berlin komme“, so Schumann am Tag vor dem Finale.

Hoffen auf Boquete
Dabei ist Frankfurt guter Dinge, die zuletzt angeschlagene Mittelfeldspielerin Verónica Boquete einsetzen zu können. „Ich denke, das wird klappen“, so Bell über seinen Schützling. „Sie hat gesagt, dass sie notfalls auch mit einem Bein spielen würde, das spricht für ihre Einstellung.“ Man darf gespannt sein, ob es dem 1. FFC Frankfurt gelingt, im Mittelfeld die Hoheit zu übernehmen.

Duell auf Augenhöhe
Frankfurt steht zum sechsten Mal im Finale und will als erstes Team zum vierten Mal die europäische Krone gewinnen. Doch ob der Erfahrungsvorsprung ein echter Pluspunkt sein kann, ist fraglich, stehen doch im Pariser Kader etliche Spielerinnen, die den Wettbewerb in der Vergangenheit bereits gewonnen haben, auch wenn es für Paris die erste Finalteilnahme ist.

Historische Finalteilnahme
Paris-Abwehrspielerin Annike Krahn erklärt: „Paris stand noch nie im Finale und für den Verein ist das historisch, von daher ist das Spiel von großer Bedeutung. Wenn wir das Spiel gewinnen könnten, wäre es umso schöner.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • alejandro sagt:

    2Plazierte ghören nicht in diesen Wettbewerb.Nur die Meister sollten spielen. Ein KOSYSTEM wäre sehr hilfreich.
    Für Nörgler. Frauen haben Respekt verdient, denn dieses Geschlecht sponsert auch die Männer. ZB Sparkasse Bochum finanziert den VFL, aber dieser macht seine Frauen platt. Dieses Geldhaus hat jede Menge weiblicher Kunden.

    (0)

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