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Wolfsburg, München oder Frankfurt – wer wird wie Meister?

Von am 10. Mai 2015 – 9.29 Uhr 8 Kommentare

Alles gewinnen oder alles verlieren – für den VfL Wolfsburg, den FC Bayern München und den 1. FFC Frankfurt ist heute Nachmittag am letzten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga vom Meistertitel bis zum undankbaren dritten Platz noch alles möglich. Womensoccer.de erklärt die möglichen Konstellationen.

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Heute Nachmittag um 14 Uhr werden zeitgleich die Partien vom 22. und letzten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga ausgetragen und spannend wie nie zuvor gestaltet sich das Finale um den deutschen Meistertitel.

Meistertitel, Champions-League-Startplatz oder Zonk?
Denn im VfL Wolfsburg, dem FC Bayern München und dem 1. FFC Frankfurt haben auf der Zielgeraden gleich drei Teams noch die Chance, sich die begehrte Trophäe zu holen. Doch aufgepasst: Allen Teams droht im ungünstigsten Fall Platz 3. Nur der 1. FFC Frankfurt würde in diesem Fall noch die zusätzliche Chance erhalten, sich über einen Champions-League-Finalsieg gegen Paris Saint-Germain am kommenden Donnerstag einen Startplatz für die UEFA Women’s Champions League zu sichern.

Teamfoto des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg hat alle Trümpfe in der Hand © Astrid Labbert

Wolfsburg hat es in der Hand
Die vermeintlich komfortabelste Ausgangsposition hat der VfL Wolfsburg, denn der amtierende Meister liegt mit 54 Punkten an der Tabellenspitze und ist das einzige Team, das sich ohne fremde Hilfe den Meistertitel sichern kann. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Sieg beim Tabellendritten 1. FFC Frankfurt (52 Punkte), der aber von seinen bisher zehn Heimspielen neun gewann und nur bei der Heimniederlage gegen den FC Bayern München das Nachsehen hatte.

Champagner, Sekt oder Selters?
Ein Remis reicht den „Wölfinnen“, um sich Platz zwei und somit die Teilnahme an der UEFA Women’s Champions League zu sichern. Sollte Bayern München nicht gegen die SGS Essen gewinnen, würde Wolfsburg das Remis sogar zum neuerlichen Meistertitel reichen. Bei einer Niederlage Wolfsburgs droht dem Meister der Rutsch auf Platz 3, sollte Bayern sein Spiel gegen Essen gewinnen. Gewinnt Bayern nicht, qualifiziert sich Wolfsburg sogar trotz Niederlage als Tabellenzweiter für Europa.

Jubel des FC Bayern München

Der FC Bayern kann erstmals seit 1976 wieder Deutscher Meister werden © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Bayern braucht Sieg für Europa und Frankfurts Hilfe für den Titel
Der FC Bayern München (53 Punkte) hat seinerseits mit einem Erfolg gegen die SGS Essen zumindest Platz 2 und somit die Teilnahme an der UEFA Women’s Champions League sicher. Sollte dazu der VfL Wolfsburg nicht gewinnen, wäre Bayern darüber hinaus erstmals seit 1976 wieder Deutscher Meister.

Spielen die Münchnerinnen gegen Essen nur remis, bleibt Bayern dennoch Zweiter, wenn Frankfurt gegen Wolfsburg remis spielt oder verliert. Bei einer Niederlage gegen Essen bleibt Bayern nur Zweiter, wenn Frankfurt gegen Wolfsburg verliert.

Frankfurt hofft auf Sieg und Schützenhilfe
Die Frankfurterinnen können ihrerseits nur Meister werden, wenn sie gegen den VfL Wolfsburg gewinnen und zugleich der FC Bayern München sein Spiel gegen die SGS Essen nicht gewinnt. Mit einem Erfolg wäre dem 1. FFC Frankfurt aber der zweite Tabellenplatz und somit ein Champions-League-Startplatz sicher. Ein Remis würde Frankfurt nur dann zum Einzug in die UEFA Women’s Champions League reichen, wenn der FC Bayern München gegen die SGS Essen verliert und somit seine erste Saisonniederlage kassiert.

Jubel des 1. FFC Frankfurt

Der FFC braucht einen Sieg gegen Wolfsburg © Frank Gröner / girlsplay.de

Zweite Chance für den FFC
Bei einer Niederlage beendet Frankfurt die Liga unabhängig vom Ausgang des Spiels in München auf Platz 3, hätte aber dann am Donnerstag im Finale der UEFA Women’s Champions League gegen Paris Saint-Germain in Berlin eine zweite Chance, auch in der kommenden Saison wieder an der Königsklasse teilzunehmen.

Denn im Erfolgsfall würde der 1. FFC Frankfurt als Titelverteidiger einen automatischen Startplatz erhalten, unabhängig von seiner Platzierung in der nationalen Meisterschaft. Nur in diesem besonderen Fall wäre der DFB in der kommenden Saison mit drei Teams in der UEFA Women’s Champions League vertreten.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Michele sagt:

    O Gott, was bin ich aufgeregt! Mein Herz sagt Bayern und mein Gefühl Wolfsburg!

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  • Grace Kelly sagt:

    Ich hoffe mal, dass Frankfurt anständiger ist als Wolfsburg letztes Jahr und dafür sorgt, dass wir nächste Saison endlich mal drei Teams (die alle international konkurrenzfähig sind!) in der Championsleague haben.

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  • karl sagt:

    Ich hoffe eher auf Siege von Frankfurt und Essen. Bin aber aehnlich wie Michelle sehr skeptisch.

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  • vikkybummsy sagt:

    „Ich hoffe mal, dass Frankfurt anständiger ist als Wolfsburg letztes Jahr und dafür sorgt, dass wir nächste Saison endlich mal drei Teams (die alle international konkurrenzfähig sind!) in der Championsleague haben“

    Das bedeutet das der FFC heute freiwillig auf die Meisterschaft verzichtet und am Mittwoch mit leeren Händen da steht.
    Viel zu riskant. Bis auf das „freiwillig und verzichtet“ könnte es aber genau so kommen.

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  • Grace Kelly sagt:

    Nein, nein, Mittwoch müssen sie natürlich gewinnen, sonst funktioniert das doch gar nicht mit den 3 CL Plätzen!

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  • Johannes sagt:

    Kein gutes Gefühl gerade befürchte Bayern kommt mit den Nerven nicht klar, steht ne menge auf dem Spiel.
    Wahrscheinlich bleibt der Titel in Wolfsburg, die kennen solche Situationen besser und haben es oft bewiesen, dann am stärksten zu sein wenn es drauf ankommt.

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  • Fränkie.1970 sagt:

    Warum sollten die Frankfurterinnen so blöd sein und freiwillig auf einen Sieg gegen WOB verzichten, um sich auf einen Sieg im UWCL-Finale zu verlassen? Sidi und Bell würden ihnen anschließend im Duett sehr lang und böse was husten, und das wäre dann kein Belcanto. PSG ist nicht gerade als Hobby- oder Thekenmannschaft bekannt, die man mal so nebenher verfrühstückt.

    Auch die WOB- und FCB-Mädelz (und hoffentlich auch die Sanderinnen am anderen Ende) werden professionell genug sein und sich nicht auf Schützenhilfe und Geschenke verlassen. Die Duisburgerinnen sind allerdings darauf angewiesen.

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  • Grace Kelly sagt:

    Na, da haben sie ja wohl auf mich gehört.

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