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Entscheidung auf der Schlussgeraden

Von am 9. Mai 2015 – 13.36 Uhr 4 Kommentare

Spannende Entscheidungen an beiden Tabellenenden: Am 22. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga haben am Sonntag gleich drei Mannschaften die Chance, sich die Meisterschale zu sichern. Am anderen Ende der Tabelle kämpfen zwei Teams im Fernduell um den Klassenverbleib.

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Der VfL Wolfsburg (54 Punkte), der FC Bayern München (53) und der 1. FFC Frankfurt (52) liegen in der Tabelle Kopf an Kopf. Wie auch im vergangenen Jahr stehen sich der VfL und der FFC zum Saisonabschluss gegenüber. Im Unterschied zur Vorsaison findet das Duell aber diesmal in Frankfurt statt und der FCB könnte der lachende Dritte im Bund sein.

Wolfsburg hat es in der Hand
Die Wolfsburgerinnen sind das einzige Team, das aus eigener Kraft Meister werden kann. Um den dritten Titel in Folge sicher unter Dach und Fach zu haben und unabhängig vom Ausgang der Partie des FC Bayern München gegen die SGS Essen zu sein, müssten sie aber gegen den 1. FFC Frankfurt gewinnen. Die Frankfurterinnen müssten hingegen, um ihre Chance zu wahren, gewinnen und gleichzeitig hoffen, dass der FCB nicht gewinnt.

„Der VfL Wolfsburg ist mit mittlerweile sechs Titeln seit 2013, darunter zwei Champions-League-Siege in Folge, die Mannschaft in Deutschland und Europa, die es zu schlagen gilt. Wir wissen um die herausragenden Stärken unseres Gegners, zu denen neben der hohen Qualität des Kaders mit 25 Nationalspielerinnen auch eine großartige Moral zählt. So kann man sich erst dann sicher sein, den VfL geschlagen zu haben, wenn die Schiedsrichterin abgepfiffen hat“, sagt FFC-Trainer Colin Bell.

Jubel des VfL Wolfsburg

Kann der VfL Wolfsburg am Sonntag die dritte Meisterschaft in Serie bejubeln? © Nora Kruse

Saison mit Champions League krönen
In jedem Fall gewinnen muss auch der FC Bayern München, um nach der Meisterschale greifen zu können – die Qualifikation zur Champions League hat der FCB hingegen selbst in der Hand. Und die möchte man sich in München auch in jedem Fall sichern.

„Es ist ein Privileg, ein absoluter Höhepunkt am letzten Spieltag, um die Qualifikation für die UEFA Champions League spielen zu dürfen. Diese tolle Ausgangslage hat sich mein Team über ein Jahr hinweg erarbeitet. Wir wissen um die Bedeutung des Spiels und möchten unsere bislang sensationelle Saison mit der Qualifikation zur Champions League krönen”, erklärt Trainer Thomas Wörle.

Potsdam auf Rang vier
Nur noch um einen positiven Saisonabschluss geht es beim 1. FFC Turbine Potsdam, der ungeachtet des Ergebnisses im Heimspiel gegen den FF USV Jena die Saison auf dem vierten Rang abschließen wird.

Badenderby in Hoffenheim
Die TSG 1899 Hoffenheim hat aufgrund ihres besseren Torverhältnisses gegenüber dem SC Freiburg den sechsten Rang ebenso sicher. Zum Saisonabschluss stehen sich beide Mannschaften zum direkten Duell in Hoffenheim gegenüber. Die Gastgeberinnen gehen mit einer dezimierten Elf ins Rennen.

„Sabine Stollers Vertrag wurde wegen ihres USA-Engagements schon zum 30. April aufgelöst. Lena Weiss, Katharina Kiel, Dóra Zeller und Vanessa Wahlen fehlen wie seit Monaten schon. Da wir die zweite Mannschaft nicht schwächen wollen, spielen Leonie Keilbach und die wieder genesene Fabienne Dongus dort. Wir werden den Kader mit U17-Spielerinnen auffüllen“, sagt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann.

Abstiegskampf im Fernduell
Mit dem SC Sand und dem MSV Duisburg müssen noch zwei Teams und den Klassenerhalt bangen – die besseren Karten hat der SC, der zwei Zähler Vorsprung hat. Allerdings tritt der Aufsteiger auswärts bei Bayer 04 Leverkusen an, der MSV hat hingegen Heimspiel gegen den schon als Absteiger feststehenden Herforder SV. Darüber hinaus fehlt dem SC Sand Patricia Hanebeck, die sich im Spiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam eine Muskelverletzung zugezogen hat.

„Wir müssen alles geben und wenn wir wie gegen Potsdam spielen, bin ich schon sehr optimistisch“, sagt Sands Trainer Sven Kahlert, der sich sicher ist, dass sowohl in Leverkusen als auch in Duisburg Spannung bis zum Ende herrschen wird. „Leverkusen will sich genauso mit einem guten Spiel Zuhause verabschieden und Herford wird sich mit allem dagegen stemmen, sich in Duisburg abschießen zu lassen.“

Dem SC Sand würde ein Unentschieden in Leverkusen reichen, der MSV muss unbedingt gewinnen und auf Schützenhilfe von Leverkusen hoffen. „Es wäre einfach extrem bitter, wenn wir absteigen würden; denn wir haben hier eine tolle Gemeinschaft entwickelt. Alle ziehen an einem Strang: Mannschaft, Trainer, Verantwortliche. Und auch ich persönlich fühle mich hier richtig wohl. Es ist alles sehr familiär. Deshalb wäre es schon eine riesige Nummer, wenn wir doch noch irgendwie die Rettung schaffen – auch wenn wir jetzt auf fremde Hilfe angewiesen sind.“

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4 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Sollte der FC Bayern wirklich Deutscher Meister werden, würde er für ein Novum sorgen: erstmals seit Einführung der eingleisigen Frauen-Bundesliga im Jahr 1997 würde ein Verein den Titel holen, der im Jahr zuvor nicht unter den ersten Drei war! (Neu wäre außerdem, dass ein Verein im gleichen Jahr sowohl bei den Frauen als bei den Männern Deutscher Meister ist)

    Allerdings könnten die Bayern-Ladies auch die Ersten sein, die eine ganze Bundesligasaison hindurch ungeschlagen bleiben und trotzdem nicht Meister werden…

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  • ra-a.wichmann@t-online.de sagt:

    Hauptsache ein hochklassiges und spannendes Spiel in Frankfurt. Die Wölfinnen können beweisen, dass sie die wahren Champions sind – oder untergehen und sogar die UWCL verpassen. Ich tippe allerdings auf ein Remis, so dass der FCB sich am Ende freuen kann. Wäre auch nicht unverdient, wenn sie als einzige ungeschlagene Mannschaft Meister werden. Der 1FFC kann sich ja noch die europäische Krone aufsetzen und wäre dann automatisch auch für die nächste UWCL qualifiziert. Drei deutsche Teams auf internationaler Bühne in der nächsten Saison hätte doch was.

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  • dummkopf sagt:

    @FFFan. Interessant, aber mehr hätte mich interessiert, ob du auch wieder ein gutes Spiel erwartest wie letzte Woche?
    Wann war das letzte „gute“ Spiel zwischen 2 Top-Clubs in der AFBL? Sicher, der FFC hatte vielleicht bei seinem 5:1 nur das Pech, dass zu einem guten Spiel immer 2 gehören.
    Aber das letzte „gute“ Spiel war wahrscheinlich FFC-TP 2:1. Man erinnere sich nur an die Anti-FF-Werbe-Veranstaltung letzte Saison FFC-Wob 0:0. Ein grausiges Spiel zum Verjagen neutraler Zuschauer.
    Da die Hoffnung zuletzt stirbt, hofft man heute sehr auf die Tatsache, dass nicht – so wie zuletzt – beide mit einem Unentschieden zufrieden sind. Hoffentlich hilft das. Wobei wir erst noch abwarten müssten, ob die Wölfchen bei Unentschieden Richtung Schluss nicht doch auf halten spielen.

    Möglich, dass die FF-Fans am Ende diejenige Mannschaft als Meister bejubeln, die nicht unbedingt die bessere, sondern vielleicht bloss die glücklichere war?
    Genau so wie in diesem letzten guten Spiel nicht TP als Sieger vom Platz ging, weil sie ihre Vorteile und sogar einen Elfmeter nicht in ein „spielstärke-gerechtes“ Ergebnis ummünzen konnten.
    Möglich, dass das wieder dadurch entschieden wird, ob zB ein kurz abgewehrter Eckball Eckball zufällig 50cm weiter links oder rechts herunter fällt, so dass er zum Tor wird, oder geklärt werden kann.

    Und gut möglich, dass die Anhänger des Zufallsersten ihr Team dann für das beste halten, während die des Zufallsdritten die Fähigkeiten ihres Trainers in Frage stellen.
    Schön zu sehen, wie insbesondere einige bei den Bayern jetzt schon gutes Glück (das man ihnen aber auch nicht neiden möge) mit guter Leistung verwechseln.

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  • wisser sagt:

    keine zeile über deutschlands einstigen vorzeigeclub ( Fcr/msv)?
    ungeschlagen in europa ( uefa womens cup ) von der bühne abgetreten! in der zweitklassigkeit verschwunden! nachwuchsarbeit null! eine trainerin ohne erfahrung! eine Führung ohne frauenfußball kenntnisse.aber mit viel selbstherrlichkeit!! und nun verschwindet man an der mündelheimer str. im niemandsland.unfassbar, aber wahr!

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