FF USV Jena erhält finanziell Luft

Von am 4. Mai 2015 – 15.39 Uhr 2 Kommentare

Der finaziell angeschlagene Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena kann dank eines Überbrückungsdarlehens des belgischen Investors Roland Duchatelet vorerst durchatmen.

Jenas Präsident Falk Buchmann erklärt: „Wir sind froh, dass wir einen privaten Darlehensgeber finden konnten, der uns die Chance gibt, den Verein mit unserem Konzept zu konsolidieren. Ich möchte aber ganz klar verstanden wissen, dass diese Maßnahme nur die wirtschaftliche Negativentwicklung der vergangenen Spielzeiten ausgleicht und man jetzt bei Null beginnt.“ Im März hatte die Vereinsführung ein drohendes Defizit von 200 000 Euro zum Saisonende prognostiziert.

Darlehen für fünf Jahre
Der auf fünf Jahre angelegte Rückzahlungszeitraum soll dem Verein die Möglichkeit bieten, eine solide und möglichst professionelle Basis zu schaffen. Mit dem Konzept „FF USV 2020“ soll dies gelingen und den FF USV Jena als Nachwuchsschmiede in Mitteldeutschland hervorbringen.

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Budget unterm Ligaschnitt
„Klar ist, dass wir diese Mammutaufgabe nur schaffen, wenn auch der Frauenfußball ein klares Bekenntnis erhält. Wir werden gerne als Aushängeschild präsentiert, müssen aber dafür zukünftig mehr Rückendeckung erhalten. Unser Zieletat für die kommende Saison von 700 000 Euro liegt immer noch 500 000 Euro unter dem Ligadurchschnitt. Und selbst dieses Ziel ist ein Großes, denn gegenwärtige Gespräche zeigen, dass viele Partner erst einmal Leistung und Kontinuität von uns erwarten“, so Buchmann weiter.

Verstärkte Zusammenarbeit mit Carl Zeiss Jena
Mit dem Darlehensgeber einhergeht, dass man auch die Zusammenarbeit mit dem FC Carl Zeiss Jena weiter fördern wird. Die Kooperation im Bereich der FCC-Fußballcamps war dabei ein erster Schritt. Zukünftig soll speziell im Nachwuchs weitere Optimierung umgesetzt werden. Beim FF USV Jena werden in den kommenden Wochen die Kaderplanungen und auch die Sponsorengespräche zielorientiert geführt.

Erschwerte Planung
Dazu Geschäftsführer Jens Roß: „Durch die Ungewissheit in den vergangenen Wochen konnten wir die Gespräche nur mit vorgehaltener Hand führen. Das bringt uns natürlich in einen erheblichen zeitlichen Verzug für die Planungen der kommenden Saison. Bis zum 28. Mai müssen wir dem Deutschen Fußball-Bund unsere Einnahmen gesichert nachweisen, um die Zulassung nicht zu gefährden.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • ziefle sagt:

    wie so oft ergibt minus und minus PLUS

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  • Karl sagt:

    Soweit ich mich erinnere ergibt minus plus minus mehr minus.
    Nur minus mal minus ergibt plus. Aber ich weis ja wie es gemeint ist 🙂 und da ist die Mathematik natuerlich egal 🙂

    (0)

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