Champions League: VfL Wolfsburg will das Blatt wenden

Von am 26. April 2015 – 13.30 Uhr 5 Kommentare

Titelverteidiger VfL Wolfsburg steht heute Abend um 18 Uhr bei Paris Saint-Germain im Halbfinal-Rückspiel der UEFA Women’s Champions League im Stade Charléty nach der 0:2-Hinspielniederlage mit dem Rücken zur Wand. Doch es bleiben 90 Minuten, um das Blatt zum Positiven zu wenden.

Dazu wird im Vergleich zum Hinspiel vor acht Tagen allerdings eine deutliche Leistungssteigerung vonnöten sein. Doch die Hoffnungen der Wolfsburgerinnen ruhen darauf, dass in Torhüterin Almuth Schult und Mittelfeldspielerin Lena Goeßling wichtige Stützen diesmal einsatzbereit ist.

Zusätzliche Stabilität dank Goeßling
„Wir haben in den letzten Wochen schwere Spiele ohne sie und Nadine Keßler erfolgreich bestritten, aber wenn Lena Goeßling dabei ist und sie so präsent ist wie gegen Essen, verleiht das der Mannschaft zusätzlich Stabilität“, erklärt Ralf Kellermann vor dem zweiten Duell mit den Pariserinnen, das kurioserweise im Boulevard Kellermann 99 über die Bühne gehen wird – so lautet die Adresse des Stade Charléty.

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Hoheit im Mittelfeld gewinnen
Neben Goeßling wird im Mittelfeld auch Vanessa Bernauer zentrale Bedeutung zukommen. Es gilt, das starke Pariser Mittelfeld-Duo aus der Costaricanerin Shirley Cruz Traña und der Schwedin Caroline Seger zu neutralisieren. Ohne Goeßling gelang dies im Hinspiel weniger gut, aber Bernauer zeigte zuletzt beim 3:1-Erfolg der Schweiz in Schweden im Duell mit Seger eine eindrucksvolle Leistung.

Ist sich Paris zu sicher?
„Alle erwarten, dass Paris ins Finale einziehen wird. Sie sind stark besetzt und haben eine Zwei-Tore-Führung im Rücken“, sagt Kellermann. Doch möglicherweise sind sich die Französinnen ihrer Sache bereits ein wenig zu sicher. Erinnert sei an das Achtelfinale in der Saison 2013/14, als Olympique Lyon das Hinspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam mit 1:0 gewann, im Rückspiel schnell in Führung ging und dennoch am Ende nach einer 1:2-Niederlage ausschied.

Caroline Graham Hansen (re.) im Duell mit Caroline Seger © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Caroline Graham Hansen (re.) im Duell mit Caroline Seger © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

90 Minuten Zeit
Kellermann warnt allerdings davor, ins Verderben zu laufen. „Die Situation ist ganz einfach: Wir haben 90 Minuten Zeit, das Ergebnis zu korrigieren. Das ist eine wichtige Maxime, denn wir dürfen einen Fehler nicht machen und Paris ins Messer laufen. Wir müssen eine Taktik wählen, die uns Möglichkeiten bietet zum Torerfolg zu kommen, ohne das volle Risiko von Anfang an zu gehen.“

Den Optimismus hat der VfL-Coach noch nicht verloren. „Wir haben in den letzten Jahren immer gezeigt, dass wir auch in solchen Phasen stark sind. Wir schaffen es immer wieder, zurückzukommen.“

Paris will hellwach sein
Paris-Trainer Farid Benstiti erklärt: „Wir müssen in den ersten 15 Minuten hellwach sein, denn sie werden uns sehr früh im Spiel unter Druck setzen wollen. Aber wenn meine Spielerinnen mental bei 100 Prozent sind, wird es keine Überraschung geben. Aber wir wissen, dass die Deutschen nie locker lassen. Es wäre sehr schade, so kurz vor dem Ziel zu scheitern.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wenn man zum Ausdruck bringt, dass die Hoffnungen auch auf dem Mitwirken von Almuth Schult beruhen, sagt man doch gleichzeitig Merle Frohms nach, sie wäre irgendwie ein Unsicherheitsfaktor und trüge auch Mitschuld an der HS-Niederlage – was aber absoluter Nonsense ist!

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  • vikkybummsy sagt:

    Meiner Meinung nach hat WOB eine berechtigte Chance das Ergebnis doch noch zu drehen. Die Mädels um Lena Gößling werden das schon regeln. Ich freu mich schon auf 2mal WOB – Frankfurt im Mai
    denn dann steht fest das der CL-Winner aus Deutschland kommt. Favorit wäre WOB

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  • Stefan P. sagt:

    Livestream ab 18 Uhr (ohne Gewähr;):
    http://livetv.sx/de/eventinfo/309963_psg_wolfsburg/

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  • Markus Juchem sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Das hat doch niemand geschrieben und behauptet. Aber Abwehr und Almuth Schult sind wesentlich besser aufeinander abgestimmt, Merle Frohms hat gerade einmal drei Bundesligaspiele bestritten. Natürlich trägt Schult zu einer größeren Stabilität bei.

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  • Bastieff sagt:

    Hi Leute,
    hab grad einen recht guten Stream mit guter Qualli gefunden.

    LG

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