FC Bayern will nachziehen, Abstiegsduell in Duisburg

Von am 18. April 2015 – 11.51 Uhr 5 Kommentare

Nachdem der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Frankfurt im Kampf um die Meisterschaft am 20. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga bereits am Mittwoch vorgelegt haben, folgt am Sonntag die Konkurrenz. Der FC Bayern München kann sich mit einem Sieg gegen den FF USV Jena den zweiten Platz zurück erobern. Zwischen dem MSV Duisburg und dem SC Sand geht es um wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Momentan liegt der SC Sand mit zwei Punkten Vorsprung auf den MSV auf dem zehnten Tabellenrang. Sollte dem MSV ein Heimsieg gelingen, würde er die Abstiegsränge verlassen. Mit Sven Kahlert kommt gleichzeitig der heutige Trainer des SC an seine alte Wirkungsstätte.

Bisher hat Sand gepunktet
„Wir haben in dieser Saison gegen den MSV im Hinspiel und im Pokal zweimal gewonnen. Das ist auch ein drittes Mal möglich“, so Kahlert. „Nach dem Unentschieden in Essen und der knappen Niederlage in Freiburg sind wir in diesem Kalenderjahr auch mal mit einem Auswärtssieg an der Reihe.“

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In Duisburg gibt man sich hingegen ebenso kämpferisch: „Wir alle wissen, worum es in diesem Spiel geht, das wir unbedingt gewinnen wollen. Die ganze Mannschaft ist fest entschlossen, mit einem Sieg die Abstiegsplätze zu verlassen – das sind wir uns, dem Verein und vor allem unseren wunderbaren Fans geradezu schuldig”, sagt Torhüterin Meike Kämper, und ihre Trainerin Inka Grings sieht die Mannschaft auf einem guten Weg: „Wir sind richtig gut drauf. Im Training ziehen alle sehr gut mit. Und in den letzten Spielen funktionieren die Dinge, die wir seit Saisonbeginn einstudiert haben. Es war klar, dass das ein Prozess ist und nicht von heute auf morgen funktionieren wird. Aber jetzt klappt es.“

MSV Duisburg

Der MSV möchte am Sonntag das Verlassen der Abstiegsränge bejubeln. © Volker Nagraszus, girlsplay.de

Familientag beim MSV
Die Brisanz des Spiels nutzt der MSV auch, um mit einem Familientag nochmal weitere Fans ins Stadion zu locken. Das Motto in Duisburg lautet „Wir drehen die Sand-Uhr wieder um und bleiben!“ Aufgebaut werden auf dem benachbarten Kunstrasenplatz diverse Attraktionen. Es wird daher auch ein neuer Zuschauerrekord erwartet, und in Sand hofft man, dass das den Druck auf die Gastgeberinnen eher erhöht. „Es kann auch sein, dass sie an diesem Druck zerbrechen, was uns aber auch passieren kann“, so Kahlert.

FC Bayern zu Hause gegen Jena
Für den FC Bayern München geht es um den Sprung auf den zweiten Rang. Der FCB empfängt den FF USV Jena, der, trotz seines Tabellenrangs, immer für eine Überraschung gut sein kann. „Es gilt, sofort wieder auf höchstes Wettkampfniveau zu kommen und so schnell wie möglich Rhythmus aufzunehmen. Wir stellen uns auf ein sehr intensives Spiel gegen einen kompakt und diszipliniert verteidigenden Gegner ein“, so FCB-Trainer Thomas Wörle.

Obliers hofft auf „perfekten Tag“
Der 1. FFC Turbine Potsdam kämpft unterdessen gegen Bayer 04 Leverkusen um die Punkte. Im Hinspiel gewannen die Potsdamerinnen mit 6:1. „Da war in puncto Effizienz ein Klassenunterschied zu erkennen“, räumt Bayer-Trainer Thomas Obliers ein, der sein Team mittlerweile allerdings auf einem guten Weg sieht: „Gegen Frankfurt haben Einsatz, Laufbereitschaft und der Zusammenhalt, der uns auszeichnet, gestimmt. Wenn wir diese Dinge mit in die Begegnungen gegen die Potsdamerinnen nehmen, und wir vor dem gegnerischen Kasten einen perfekten Tag erwischen, können wir etwas mitnehmen.“

SGS reist nach Hoffenheim
Hinter den Potsdamerinnen liegt die SGS Essen auf dem fünften Tabellenrang und ist am Sonntag bei der TSG 1899 Hoffenheim zu Gast. „Essen ist der Tabellenführer nach den Top Vier der Liga. Das überrascht mich nicht, denn die haben ein technisch gutes und spielstarkes Team“, sagt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann, der für die Saison noch Ziele hat: „Saisonziel Nummer eins, der Klassenerhalt, ist geschafft. Das zweite Ziel (25 Punkte) wollen wir auch noch erreichen. Und das dritte, einen der „Großen“ ärgern, ist zumindest theoretisch am nächsten Mittwoch in Frankfurt noch möglich. Wir haben nicht vor, unseren Zuschauern nur noch Sommerfußball zu zeigen. Das Match gegen Essen wird sicherlich sehr interessant.“

 

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5 Kommentare »

  • FF-Tale sagt:

    Zum Thema „Zweiklassengesellschaft FF-BuLi“:

    Ob sich die Spielverantwortliche beim DFB bei einem Duell z.B. Frankfurt-WOB (am letzten Spieltag) jemals eine ähnliche Schiedsrichter-Ansetzung trauen würde wie jetzt bei einem gleichbedeutend wichtigen Spiel wie morgen Sand-Duisburg?

    Viel Glück den drei beteiligten Schiri-„Küken“, auf dass Spielerinnen-Leistung und nicht Pfeifenglück/pech über Abstieg und Nicht-Abstieg entscheiden werden!

    PS: Mal schauen, ob sich Essen schon morgen den imaginären „Best of the rest“-Pokal holen kann.

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  • Digger Dunn sagt:

    Die USV-Mädels haben ja nix mehr mit dem Abstieg zu tun. Das ist zwar schön, allerdings könnte es da auch am nötigen Biss im morgigen Spiel gegen die Bayern fehlen. Ich fürchte, daß meine Jenaer Mädels das Spiel abschenken und den Bayern die drei Punkte auf dem Silbertablett servieren. Nicht schön, aber durchaus realistisch.

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  • Digger Dunn sagt:

    Schäde, daß DFB-TV nicht gerade mit Flexibilität glänzt. Viel spannender als das Spiel Bayern- Jena, dürfte doch wohl das Abstiegsduell Duisburg gegen Sand werden.

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  • Detlef sagt:

    Nora schrieb ;
    „Der 1. FFC Turbine Potsdam kämpft unterdessen bei Bayer 04 Leverkusen um die Punkte.“

    Andersrum wird ein Schuh draus!!! 😉
    Das Spiel findet ja im KARLI statt!!!

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  • pit sagt:

    Da fahren die treuen Fans mit nach Hoffenheim und bekommen so eine schlechte Leistung geboten.Hoffentlich reagieren die Verantwortlichen und verpflichten eine gute Offensievkraftm.Da kann man noch so pisitiv reden.Einige Spielerinnen wurden in dieser Saison immer wieder in den Vordergrund gestellt und haben so gut wie nichts geleistet.Ich bin einfach nur sauer!

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