Martina Müller beendet Karriere

Von am 13. April 2015 – 22.36 Uhr 12 Kommentare

Nach zehn Jahren beim VfL Wolfsburg wird Martina Müller nach der Saison 2014/2015 ihre aktive Karriere als Fußballerin beenden.

Die 101-fache Nationalspielerin, die 2003 und 2007 den WM-Titel holte und mit dem VfL Wolfsburg zweimal die UEFA Women`s Champions League gewann, erklärt: „Ich bin froh, dass ich meine Entscheidung nun getroffen habe. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist. Ich kann mein Leben neu ordnen und den Fokus auf Dinge legen, die in den letzten Jahren durch den Sport zu kurz gekommen sind“, so Müller, die ab dem Sommer in Vollzeit bei Volkswagen arbeiten wird. „Ich möchte mich beim VfL und unseren Fans für die gemeinsamen Jahre und die tolle Unterstützung bedanken, die ich stets erfahren habe.“

Martina Müller

Vertrautes Bild: Martina Müller jubelt über einen hrer zahlreichen Treffer © Nora Kruse / ff-archiv.de

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Urgestein der Wölfinnen
Die 34-Jährige kam 2005 von SC 07 Bad Neuenahr zum VfL und ging als Nationalspielerin den Weg in die 2. Bundesliga Nord mit, wo sie als Torschützenkönigin den direkten Wiederaufstieg mit den Grün-Weißen schaffte. In den zuletzt sehr erfolgreichen Jahren der Wölfinnen war Martina Müller stets ein Eckpfeiler der Mannschaft.

Kellermann: „Bedauerliche Entscheidung“
„Die Entscheidung von Martina Müller ist bedauerlich. Sie ist eine sehr verdiente und wichtige Spielerin, die uns sehr fehlen wird. Ich kann diesen Schritt nach Jahren der Entbehrungen und der Dreifachbelastung aber absolut nachvollziehen. Ohne Martina wären wir nicht da, wo wir heute stehen. Sie war als erste Nationalspielerin mit ihrer Treue zum VfL das Zugpferd für weitere Topspielerinnen. Wir als Mannschaft werden unser Bestes geben, ihr mit einem Titel ein würdiges Karriereende zu ermöglichen“, so der Sportliche Leiter und Cheftrainer Ralf Kellermann.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Schade, sie hat leider nicht die Garefrekes-Entscheidung getroffen, noch ein Jährchen dranzuhängen. Für Wolfsburg ist das der zweite große Verlust nach dem Karriereende von Conny Pohlers.

    Jetzt freue ich mich noch mehr auf die Spiele mit ihr in Essen und Köln live im Stadion und gegen Frankfurt (hoffentlich 2x) vor dem Fernseher.

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  • never-rest sagt:

    Eine tolle Fußballerin und vorbildliche Persönlichkeit verlässt die FF-Bühne. WOB hat ihrer Altwölfin viel zu verdanken. Wünsche ihr einen gebührenden Abschied. Bye Bye Mette

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  • FFFan sagt:

    Warum überrascht mich das jetzt nicht?

    Martina Müller ist schlau: wie schon bei der Nationalmannschaft bestimmt sie auch im Verein den Zeitpunkt ihres Abschieds selbst. Auf ein langsames ‚Aussortiertwerden‘ (wie es C.Pohlers erlebte) hat sie keine Lust!

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  • Winter sagt:

    M. Müller war mir immer zu verbissen!

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  • labersack sagt:

    @Winter

    Ich kenne keine Spielerin die mit strahlendem Lächeln in die Zweikämpfe geht. Bei M. Müller war die Spielweise immer erfolgsorientiert aber nach m. M. nicht verbissen.

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  • jochen-or sagt:

    Großer Verlust für Wolfsburg.
    Tolle Spielerin – mutmaßlich sogar international unterbewertet.

    Große Anerkennung von einem FF- und TP-Fan!

    Alles Gute für die Zukunft.

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  • cosinus sagt:

    Es ist für WOB ein großer Verlust, wenn sie nicht mehr auf dem Platz steht!! Sie ist und war eine faire Spielerin- hatte leider
    in der N11 keine Lobby bei S. Neid. Als TP Fan wünsche ich ihr nach der Saison alles Gute.

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  • tpfn sagt:

    Ich bin eher glücklich mit dieser Entscheidung. Eine der letzten Dinosaurier der alten Zeit hört auf. Ich würde Lügen wenn ich hier schreiben würde ich hätte sie gern gesehen, aber vor ihrer Leistung ziehe ich den Hut, sie war/ist wirklich eine TopStürmerin.

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  • gerd karl sagt:

    endlich… in der letzten zeit hat sie stark nachgelassen :/ trotz viel glück in der zukunft.

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  • holly sagt:

    gerdkarl, es reicht aber immer noch um auf Platz drei der Torschützenliste der BL zu stehen. Da sind so einige gute(offensive) N11 Spielerinnen aller Nationen noch hinter ihr.
    Logischerweise lässt sie langsam Leistungsmässig nach, sie wird natürlich wie wir alle älter. Ich finde sie findet immer noch den richtigen Zeitpunkt zum abtreten. Im Gegensatz zu vielen anderen erzielt Martina immer noch die wichtigen oder entscheidenen Tore.

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  • Detlef sagt:

    Eine große Fußballerin verlässt die Bühne!!!
    Sie brauchte keinen Starrummel, und machte immer zuverlässig ihren Job!!!

    WOB wird ihr Fehlen (anders als KESSIs) sicher verschmerzen, dafür hat Kellermann gut vorgesorgt!!!

    Ich freue mich auf den Pokalfight in Köln, auch wenn ich ihr da natürlich nicht die Daumen drücke!!! 😉

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  • dummkopf sagt:

    Ein Karriereende ist mE immer schöner, solange die Fans das noch betrauern.
    Manchmal wird dieser Zeitpunkt leider verpasst, und man verhunzt sich bedauernswerterweise selber den wohlverdienten Abgang.
    Etwas weiter im Osten würde man ob eines Karriereendes im Frauenfussball inzwischen wohl eher Freuden- statt Abschiedstränen vergiessen, weil endlich eine unendliche Vielfalt neuer Möglichkeiten und Chancen offenstünden.
    Warum bloss wurden da in den letzten Jahren soviel schönen Erinnerungen noch soviel fader Beigeschmack beigemengt? Die Antwort kennt nur der Allmächtige.
    Es ist einfach nur Schade und bedauerlich.

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