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U19 macht Endrundenteilnahme perfekt

Von am 9. April 2015 – 18.54 Uhr 15 Kommentare

Mit drei Siegen aus drei Spielen haben sich die U19-Juniorinnen des DFB souverän für die Endrunde in Israel qualifiziert. Zum Abschluss gewann die DFB-Elf gegen Belgien.

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In Forst machten die deutschen Juniorinnen mit einem 3:1 (1:0)-Sieg gegen die Belgierinnen die Teilnahme an der EM-Endrunde perfekt, die vom 9. bis 27. Juli in Israel ausgetragen wird.

Zwei Eigentore bringen Deutschland auf Siegerstraße
Ein Eigentor der Belgierin Silke Vanwynsberghe brachte die DFB-Elf in Führung (16.) und auch der zweite deutsche Treffer entstand kurioserweise durch ein belgisches Eigentor von Jody Vangheluwe (60.).

Madeline Gier köpft ein Tor

Madeline Gier (li.) köpft das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0. foto2press / Oliver Zimmermann

Gier trifft
Doch dann zeigten die DFB-Spielerinnen, dass sie auch selbst Tore schießen können. Madeline Gier sorgte für das 3:0 (79.), ehe Amber Maximus kurz vor dem Schlusspfiff der Ehrentreffer gelang.

Mit drei Siegen zur Endrunde
Durch den Erfolg sicherte sich Deutschland mit neun Punkten aus drei Spielen den Sieg in Gruppe 5 der Eliterunde. „Wir haben schwer ins Spiel gefunden, aber am Ende verdient gewonnen“, so DFB-Trainerin Meinert.

Zufrieden, aber noch Luft nach oben
Nun sind wir dort angekommen, wo wir hinwollten. (…) Natürlich gibt es noch Dinge, an denen wir arbeiten werden, um uns zu steigern – deshalb ist so ein Spiel natürlich wertvoll. Die zweite Runde der Qualifikation ist immer schwer. Es ist noch Luft nach oben, aber wir haben hinten wieder sehr gut gestanden.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

15 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Glückwunsch zum Erreichen der Endrunde!

    Auch Spanien (Gr.1), Frankreich (Gr.3) und Dänemark (Gr.6) blieben wie das deutsche Team ohne Punktverlust. In Gruppe 2 wurde Italien von Schweden noch abgefangen (1-2, Siegtreffer kurz vor Schluss durch eine wenige Minuten zuvor eingewechselte Spielerin!). Die ohne V.Miedema angetretenen Niederlande können ihren Europameistertitel nicht verteidigen: die 0:1-Niederlage gegen Dänemark bedeutet das Aus!

    Den ‚Aufreger‘ des Turniers gab es in Gruppe 4: dort musste nach Abschluss des 3.Spieltags (die Schweiz verspielte mit einem 1-3 gegen England alle Chancen) wegen eines Fehlers von Schiedsricherin M.Kurtes noch die Schlussphase des bereits am Samstag ausgetragenen Spiels England-Norwegen (und insbesondere der Elfmeter) wiederholt werden – ein Novum in der Geschichte der UEFA!

    Hier die Szene im Video:

    Englands L.Williamson behielt die Nerven und verwandelte, was den Gruppensieg und die erfolgreiche EM-Qualifikation bedeutete. Norwegen konnte es egal sein: als bester Gruppenzweiter sind sie ebenfalls weiter.

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  • Lusankya sagt:

    Das ist schon peinlich für die deutsche Schiedsrichterin (oder für ihre Ausbildung?), denn so ungewöhnlich ist die Situation ja nicht, dass man die Regel nicht kennen sollte.

    Ich erwarte nicht, dass viele Spieler/-innen egal welchen Alters die Regeln perfekt können, aber von einem Schiedsrichter erwarte ich das selbst auf Kreisklassenniveau.

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  • holly sagt:

    übrigends ist die deutsche U17 gestern in Italien in die EM Quali gegen Weissrussland mit einem 6:0 gestartet.

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  • enthusio sagt:

    Und hier für alle, die wenig Zeit haben, ein Schmankerl: Das kürzeste Länderspiel aller Zeiten hier in voller Länge 🙂 .

    http://www.kicker.de/news/video/2002032/video_in-voller-laenge_das-kuerzeste-laenderspiel-aller-zeiten.html

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  • FFFan sagt:

    @ Lusankya:
    „Das ist schon peinlich für die deutsche Schiedsrichterin (oder für ihre Ausbildung?), denn so ungewöhnlich ist die Situation ja nicht, dass man die Regel nicht kennen sollte.“

    Wir können davon ausgehen, dass Frau Kurtes die Regel(n) kennt. Wie es zu so einem ‚Blackout‘ kommen konnte, ist eigentlich unerklärlich. Ebenso unverständlich ist, dass auch die Assistentinnen (darunter mit I.Müller-Schmäh eine weitere Deutsche) nicht eingegriffen haben…

    Peinlich ist der Vorfall aber auf jeden Fall, auch für den DFB, der die Angelegenheit bislang ‚totschweigt‘.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Es wäre an der Zeit, diese Pro-Angreifer-Regelauslegung, wenn also das eigene Team eine Verfehlung begeht, neu zu bewerten und genau das hat Frau Kurtes vielleicht erreichen wollen. 😉
    Mal Butter bei die Fische: Ich sehe durchaus Handlungsbedarf bzgl. einer Regeländerung, wenn Spielerinnen der Strafstoßausführenden sich einen Vorteil verschaffen wollen, indem sie regelwidrig agieren.
    Sind es gegnerische Spielerinnen wird ja abgewartet, wie die Situation endet und dann entsprechend reagiert, mit Tor oder Wiederholung zzgl. Verwarnung etc.!

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  • holly sagt:

    @ SF ein guter Ansatz von dir. Dazu müsste man beim FF aber erstmal übergehen nach den Regeln der FiFa bzw. des MF zu pfeifen, Das halte ich für ein noch größeres Problem.Wann gibt es z.B. mal beim FF die sogenannte Doppelbestrafung wie im MF bei einem Foul im Strafraum. Meist sehen die Frauen dafür nur Gelb, statt glatt Rot.
    Oder glatt Rot für rüde Fouls? Meiner Meinung nach ganz selten.
    Sicher gibt es auch nicht so oft wie im MF rüde Fouls, aber es gibt sie schon. Zumindest könnte man auch in der FF BL viel öfter Gelb-Rot zeigen.

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  • shane sagt:

    @SF, als fussballkenner solltest du doch wissen, dass auch bei verstoessen der angreifenden mannschaft das ergebnis abgewartet wird. und in der tat von kurtes wurde. haette die englaenderin nicht getroffen, haette nicht wiederholt werden muessen.

    in anderen worten: die englaenderinnen haben mitnichten nen vorteil aus der wiederholung eines erfolgreichen strafstosses. die kann ja auch daneben gehen.
    kann mensch freilich diskutieren, ob ne regeluebertretung schaerfen geahndet werden sollte (hier also mit aberkennung des strafstosstores). ist aber sicher nicht der platz fuer ne schiedsrichterin diese verscharfung mal eben kraft ihrer wassersuppe adhoc einzufuehren.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @shane
    > haette die englaenderin nicht getroffen, haette nicht wiederholt werden muessen.
    Äh, wie jetzt? Mir fehlt da ein wenig Klartext.
    Kurtes hat nicht regelkonform gepfiffen, sondern war von der Logik (fehl-)gesteuert! Dieses vorzeitige Eindringen von einer Mitspielerin ist ein Regelverstoß, der bei verwandeltem 11er zu einer Wiederholung führt. Genau das ist aber für mich der Punkt!
    Hier wäre ich, wie im Fall einer Nichtverwandlung, für die Spielfortsetzung per indirektem Freistoß für das gegn. Team! Gerade diese zweierlei Verfahrensweisen wurden Kurtes zum Verhängnis, was klar fatal ist, aber auch irgendwie hausgemacht!

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  • anni sagt:

    ich würde der schiedsrichterin keine vorwüfe machen, sie ist auch nur ein mensch und kennt die regel sicher aber wer ist schon perfekt ? oder macht ihr etwa nie fehler ?
    abgesehen davon hätten doch auch die linienrichterinnen (für die die regel auch nicht fremd sein sollte) sie darauf hinweisen können..

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  • FFFan sagt:

    @ S.F.:
    „Ich sehe durchaus Handlungsbedarf bzgl. einer Regeländerung, wenn Spielerinnen der Strafstoßausführenden sich einen Vorteil verschaffen wollen, indem sie regelwidrig agieren.“

    Worin soll denn da der Vorteil bestehen, wenn ein (verwandelter!) Strafstoß wiederholt werden muss??

    @ holly:

    Du hast anscheinend eine selektive Wahrnehmung. Die sog. „Doppelbestrafung“ bei ‚Notbremsen‘ im Strafraum gibt es nämlich durchaus auch im Frauenfußball. Spontan fällt mir da Bartusiak im Pokalhalbfinale 2010/11 ein. Es lassen sich bestimmt weitere Beispiele finden…

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FFFan
    > Worin soll denn da der Vorteil bestehen, wenn ein (verwandelter!) Strafstoß wiederholt werden muss??
    Dergleichen habe ich gar nicht verlangt o. behauptet! Lese nochmal meine Aussage, die Du offenbar nicht verstanden hast: „Hier wäre ich, wie im Fall einer Nichtverwandlung, für die Spielfortsetzung per indirektem Freistoß für das gegn. Team!“
    Ich will weg von den unterschiedlichen Spielfortsetzungen bei gleichem Vergehen, unabhängig vom Ausgang. Wenn das strafstoßausführende Team sich diesen Vorteil in der Folge durch eine eigene Regelwidrigkeit „versaut“, sind sie selber schuld.

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  • holly sagt:

    @FFFan, sicher gibt es genauso viele Beispiele dafür wo sie nicht angewendet wurde. Genauso müssten eigentlich öfters Spielerinnen mit Gelb/rot vom Platz. Da sind die Schiedsrichterinnnen zu nachsichtig.
    In der BL mag das ja noch einigermassen in Ordnung sein. ABer in der zweiten BL und tiefer ist es schon oft deprimierend was manche Schiedsrichterinnen da pfeifen.

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  • busyr sagt:

    Also ich finde diese Entscheidung schon sehr sehr seltsam. Sonst wurde bei jeder noch so großen Fehlentscheidung (bspw. Kießling-Tor im Herren-Fußball, rote Karte gg. den falschen Spieler) immer die ach so heilige Tatsachenentscheidung vorgeschoben. Und hier kann die nun urplötzlich von der UEFA doch gekippt werden. Da fragt man sich, warum nur? Auf jeden Fall wird sich die UEFA, wenn diese Entscheidung die Runde macht, so wohl in nächster Zeit mit deutlich mehr Einsprüchen beschäftigen dürfen und einiges an Ärger sich aufladen, wenn wieder mal eine grobe, nicht regelkonforme Fehlentscheidung erfolgt – denn mit dieser seltsamen Entscheidung hat man nun auf jeden Fall einen Präzendenzfall geschaffen, an dem die UEFA ihre zukünftigen Entscheidungen nun messen lassen muss.

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  • FFFan sagt:

    S.F.:
    „Ich will weg von den unterschiedlichen Spielfortsetzungen bei gleichem Vergehen, unabhängig vom Ausgang.“

    Diese Forderung ergibt für mich keinen Sinn! Natürlich muss die Spielfortsetzung vom „Ausgang“ abhängen: ein verschossener Elfmeter wird selbstverständlich nicht wiederholt, wenn die angreifende Mannschaft einen Regelverstoß begangen hat. Denn sonst hätte sie ja wirklich einen Vorteil aus der regelwidrigen Aktion!

    @ busyr:

    Keine Sorge, es wird jetzt keine ‚Flut‘ von Spielwiederholungen geben! Es wurde auch kein neuer „Präzedenzfall“ geschaffen.* Die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters bleibt nach wie vor „heilig“, d.h. unanfechtbar. Anders ist es, wenn -wie hier- die Regeln falsch angewendet werden. Dann und nur dann hat ein Protest evtl. Aussicht auf Erfolg. Diese Unterscheidung gibt es seit eh und je.

    * Fälle dieser Art hat es auch früher schon gegeben: beispielsweise hat im DFB-Pokal der Frauen vor einigen Jahren mal eine Schiedsrichterin, als es im Elfmeterschießen nach jeweils fünf Schützinnen Unentschieden stand, entgegen den Regeln angeordnet, dass nun die beiden Torhüterinnen gegeneinander antreten müssen. Der Protest der unterlegenen Mannschaft gegen die Spielwertung hatte Erfolg. Allerdings wurde damals das gesamte Spiel wiederholt und nicht nur das Elfmeterschießen.

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