Dezimierte DFB-Elf bittet Brasilien zum Tanz

Von am 8. April 2015 – 9.06 Uhr 10 Kommentare

Ohne neun Spielerinnen wird die deutsche Frauenfußball-Nationalelf heute Abend in Fürth gegen Brasilien (ab 18 Uhr live in der ARD) ihr letztes Heim-Länderspiel vor der Frauen-WM in Kanada bestreiten. Die dezimierte DFB-Elf will dabei Selbstvertrauen für die heiße Phase der WM-Vorbereitung tanken.

Für manche gilt die Partie gegen Brasilien bereits als Klassiker, obwohl die beiden Teams erst zum elften Mal aufeinandertreffen. Das mag daran liegen, dass sich die Frauenfußball-Fans vor allem an zwei denkwürdige Partien erinnern: den 2:0-Sieg im Finale der WM 2007 in China sowie die bittere 1:4-Niederlage ein Jahr später im Halbfinale des Olympischen Fußballturniers ebenfalls im Reich der Mitte.

Leistung vom Algarve Cup wiederholen
Zuletzt spielten beide Teams erst vor rund einem Monat beim Algarve Cup gegeneinander, die DFB-Elf gewann 3:1. „Da haben wir sehr gut gegen Brasilien gespielt, das müssen wir einfach wiederholen. Das würde uns als Team gut tun, wenn wir diese Leistung wieder abrufen können“, so Bundestrainerin Silvia Neid, die auf insgesamt neun Spielerinnen verzichten muss. Denn nach den Ausfällen von Leonie Maier, Lena Goeßling und Pauline Bremer, mussten am Wochenende sechs weitere angeschlagene Spielerinnen vorzeitig die Heimreise antreten.

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Célia Šašić (li.) will wie schon beim Algarve Cup gegen Brasilien treffen © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Célia Šašić (li.) will wie schon beim Algarve Cup gegen Brasilien treffen © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Spiel von großer Bedeutung
Célia Šašić, die im Rahmen des Algarve Cups zuletzt ihr 100. Länderspiel bestritt und gegen Brasilien den wichtigen Treffer zum 2:1 erzielte, meint: Dieses Spiel hat eine große Bedeutung. Es ist das letzte Länderspiel in Deutschland vor der WM und gegen eine solche Spitzenmannschaft ist das natürlich besonders attraktiv für die Zuschauer. Ich hoffe, dass wir entsprechend ein gutes Spiel liefern können.“

Selbstvertrauen tanken Richtung WM
Wie das gelingen soll, steht für Šašić bereits fest: „Wir müssen wie immer hoch konzentriert sein, kompakt stehen und die starke Offensive der Brasilianerinnen ausschalten. Wir müssen einfach mit unseren Stärken agieren, ein gutes Mittelfeld-Pressing zeigen und vorne die Tore machen. Wir wollen Selbstvertrauen tanken, um mit einem guten Gefühl in die direkte WM-Vorbereitung zu gehen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Interessante Aussagen von Marta zum deutschen Fussball:

    http://www.t-online.de/sport/fussball/frauenfussball/id_73557894/marta-wirft-dfb-frauen-schauspielerei-vor-sie-simulieren-.html

    Sie scheint wirklich ernst zu meinen, was sie da von sich gibt.
    Kommentar überflüssig !

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  • balea sagt:

    Man kennt nicht den ganzen Zusammenhang der PK. Aber mit Aussagen wie:
    Aber manchmal simulieren sie auf eine gewisse Weise
    hat sie schlicht und ergreifend Recht.

    Aber es war selbstverständlich klar, dass bereits vor dem Spiel Feuer frei gegeben wird mit der negativen Stimmungsmache gegen Marta…

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  • Rudi sagt:

    Hi balea,
    du findest wohl die Äusserungen von Marta auch noch richtig, oder… ? Du mußt dann aber schon ein bißchen bei der Wahrheit bleiben. Denn Marta unterstellt das simulieren nämlich in diesem Clip nur den deutschen Spielerinnen!
    Nur um Eines klar zu stellen, Marta ist eine begnadete Fußballspielerin, aber als Sportsfrau auf dem Spielfeld und nun auch seit diesen Aussagen von ihr außerhalb des Sportplatzes sehe ich diese Frau was ihren Charakter betrifft sehr differenziert.

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  • Karl sagt:

    Naja, wer weiss von wem der Artikel ist und was die Fragen waren. Aber wenn ich mir die Situation vom Algarve Cup mit Maier einfach mal umgekehrt vorstelle dann haette die Brasilianerin sich erstmal auf der Trage raustragen lassen und von der Trage aus mit letzter Kraft eine rote Karte fuer ihre Gegenspielerin gefordert. Maier hat einfach nur den Kopf geschuettelt und ist wieder aufgestanden. Vielleicht war das Kopfschuetteln schon zu viel der Theatralik? wer weis das schon. Fest steht dass nicht nur deutsche Zuschauer dieses Benehmen von Marta nicht akzeptabel finden. Amerikaner moegens auch nicht , und ich kann mir nicht vorstellen dass Briten sowas gut finden , und erstaunlicherweise hat man in der Richtung von den Brasilianerinnen in London nichts mitbekommen. Vielleicht wurden sie da von den Trainern vorher gebrieft , dass solches Benehmen da nicht honoriert wird. Ich glaube inzwischen dass Marta den Unmut und die Pfiffe derr Zuschauer ganz gerne hat, irgendwie wird die umso besser je mehr die Zuschauer pfeiffen oder Buh rufen. Deshalb laesst man es wohl besser sein, egal wie sie sich auffuehrt, einfach ignorieren 🙂

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  • balea sagt:

    Tja Rudi, aus der ganzen PK wird hier gezielt EIN Schnipsel veröffentlicht. Dort fragt ein Journalist Marta gezielt, was ihr an der deutschen Spielweise NICHT gefällt. Offenkundig wollte das ein DEUTSCHER Journalist wissen. Sie relativiert das ganze sehr ausführlich und beschreibt das ganze Problem aus ihrer Perspektive absolut nachvollziehbar. Aber die deutsche Journaille hat das, was sie will…

    Und das Resümee für den deutschen FFFan… Marta hat einen schlechten Charakter.

    Ich kann mich mich nur schütteln vor Abscheu vor so einer gezielten Mache.

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  • Frauenfußball Versteher sagt:

    @enthusio

    Sagt und schreibt was ihr wollt über Marta, Fakt ist dass es in Deutschland keine Spielerin gibt die ansatzweile spielerisch an sie herankommt. In den letzten drei Champions League Begegnungen mit Wolfsburg hat sie mehr Tore gegen Wolfsburg geschossen als Wolfsburg diese Saison in der Bundesliga überhaupt kassieren musste.

    Und diese Frau ist zu 99% BRASILIEN, das sieht man International häufig! Vor 4 Monate hat Brasilien die USA mit 3:2 bezwungen und alle 3 Tore hat Marta geschossen.

    Ich hoffe dass Marta es heute allen zeigen wird!

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  • Digger Dunn sagt:

    Die Aussagen von Marta auf der PK sollten doch Motivation genug für unsere Mädels sein. Solche Sprüche wirken manchmal besser als jede Trainingseinheit.

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  • holly sagt:

    @ Frauenfussball Versteher, das Problem ist das Martha diese ganzen Tore gegen Wob nix genutzt haben. sie hat jeweils mit ihrem Team gegen Wob verloren oder ist ausgeschieden. Was nutzt so ein Sieg in einem Testspiel gegen die USA mit 3 Martha Toren.
    Brasilien wird wie immer bei der WM in Schönheit sterben.
    Martha geht es so wie C. Roanldo, der hat auch Pech das er der „einzige“ sehende unter den blinden im Nationalteam ist.
    Marthas große Zeit ist eh längst vorbei. sciher ist sie immer noch für die eine oder andere gute Aktion gut. Aber ihrer früheren Klasse läuft sie sie geraumer Zeit hinterher. Sie lebt hauptsächlich nur noch von vergangenen Zeiten.
    aber das ist wie immer meine bescheidene Meinung

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  • Detlef sagt:

    @Rudi,
    Ihr Charakter außerhalb des Spielfeldes tut hier gar nichts zur Sache!!!
    Marta hat sicher nicht Unrecht, soweit stimmt baleas Aussage schon!!! 😉

    Was Marta allerdings (aus versehen) ganz vergessen hat zu erwähnen ist, daß die Mädels vom Zuckerhut (und sie ganz besonders) in dieser Kategorie bis heute unerreicht sind!!! 😉

    Dagegen sind Poppi & Co lausige Amateure!!! 😉

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  • Frauenfußball Versteher sagt:

    @holly

    Deshalb meine ich ja dass Marta eine 1-Man-Team ist und sie Brasilien zu gefühlten 99% führt, ich sag nur Brasilien in 2007 WM auch wenn das eine lange Zeit ist. Und 2011 WM als Brasilien gegen die USA im Elfmeterschießen rausflog. Diese hammer Spielerin hat halt Pech dass sie in eine Nationalmannschaft spielt, die nicht mit viel Qualität beschmückt ist.

    Und wenn du glaubst dass Marta’s große Zeit längst vorbei ist, dann träum mal weiter.

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