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DFB-Pokal-Halbfinale: Klassiker und Fishlock-Abschied

Von am 1. April 2015 – 10.51 Uhr 4 Kommentare

Heute Nachmittag stehen die beiden Halbfinalspiele im DFB-Pokal auf dem Programm. Während der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg klarer Favorit ist, kommt es in Frankfurt zum Klassiker zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam – zugleich das Abschiedsspiel von Jessica Fishlock.

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45 Tage nach dem 5:1 in der Allianz Frauen-Bundesliga stehen sich der formstarke 1. FFC Frankfurt und der 1. FFC Turbine Potsdam heute ab 15.30 Uhr (live im hr-fernsehen) erneut im Stadion am Brentanobad gegenüber. Für die Gäste aus Potsdam ist es die vermeintlich letzte Chance, in dieser Saison noch im Rennen um einen Titel zu bleiben.

Abschied von Jessica Fishlock
Dabei wird Jessica Fishlock zum vorläufig letzten Mal ein Pflichtspiel im Frankfurter Trikot absolvieren: Die 28-jährige Mittelfeldspielerin kehrt zu Seattle Reign in die US-Profiliga NWSL zurück und wird vor dem Spiel vom FFC-Vorsitzender Bodo Adler und Manager Siegfried Dietrich offiziell verabschiedet. „Natürlich ist dies sehr schade, da wir unseren Weg gerne bis zum Saisonende mit ihr gegangen wären und sie nicht ,eins zu eins‘ zu ersetzen ist.“, so FFC-Trainer Colin Bell. „Aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich Jess noch einmal für uns zerreißen wird, um sich mit einem Erfolg aus Frankfurt zu verabschieden.“

Hoher Bundesliga-Erfolg kein Gradmesser
Bell meint zur Partie: „Uns erwartet im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Turbine Potsdam eine schwere Aufgabe, die wir mit einer großen Portion Selbstvertrauen, aber auch dem nötigen Verstand angehen werden. Dass wir in der Bundesliga 5:1 gegen Potsdam gewinnen konnten, ist im Hinblick auf das Halbfinale völlig uninteressant – ich bin mir sehr sicher, dass sich Turbine diesmal ganz anders präsentieren wird. Partien zwischen dem FFC und Potsdam sind immer Highlights, wobei der Pokal-Charakter eines ,Alles-oder-nichts-Spiels‘ für zusätzliche Spannung sorgt.

Jessica Fishlock

Jessica Fishlock kehrt in die US-Profliga NWSL zurück © Herbert Heid / girlsplay.de

Wolfsburg klarer Favorit
Der zweite Finalist wird ab 16.30 Uhr im Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem VfL Wolfsburg ermittelt. Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meint: „Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, weil wir die Chance haben, ins Pokalfinale einzuziehen. Das Finale in Köln ist für den Frauenfußball immer ein riesen Event. Wir wissen aber auch um die schwere der Aufgabe, weil der SC Freiburg alles dran setzen wird, zum ersten Mal das Finale zu erreichen.“

Goeßling und Jakabfi fehlen
Auch ohne Lena Goeßling, die wegen einer Nervenentzündung im Rücken eine zehntägige Trainingspause einlegen muss, und Zsanett Jakabfi (Schnittwunde am Knie) ist der VfL Wolfsburg klarer Favorit. „Ich bin optimistisch, dass wir mit diesen tollen Leistung aus der Champions League eine Menge Rückenwind haben und so die große Chance nutzen werden, um ins Pokalfinale einzuziehen.“

Benkarth: „Haben nichts zu verlieren!“
SC Freiburgs Kapitänin und Torhüterin Laura Benkarth, die nach ihrer Achillessehnen-Problematik gegen den VFL ins Tor zurückkehren will, meint: „Wir müssen versuchen, möglichst lange die Null zu halten. Vielleicht wird der VFL dann nervös. Der Druck liegt eindeutig bei ihnen, wir haben nichts zu verlieren!“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • holly sagt:

    ich rechne mit zwei engen Spielen. alle Teams werden bis zum letzten kämpfen. Man kann nicht alle Jahre ein DFB Pokal Endspiel erreichen. Selbst wechsel willige Spielerinnen wollen sicher nochmal so ein Karriere Highlight mitnehmen.
    Das Fishlock gehen muss ist sehr schade für die BL. Vor allem Frankfurt hat ihr in dieser Saison viel zu verdanken.
    Vielleicht kommt sie ja mal wieder zurück in die BL.

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  • waiiy sagt:

    Bells sportlich faire Aussage in allen Ehren. Aber ich denke, dass das 5:1 schon der Gradmesser sein wird. Für mich ist Frankfurt klarer Favorit und kann sich nur selbst schlagen. Ich hoffe, das Spiel bleibt fair und meine Turbinen versuchen es nicht überhart.

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  • BirgitsStiefsohn sagt:

    Wow!! Das war ja wirklich ein verdienter Sieg für Potsdam. Frankfurt hat zwar heute wirklich kämpferisch gut dagegen gehalten, dafür ging aber leider die spielerische Linie weitgehend verloren. Das Spiel nach vorne war wirklich erstaunlich ideeenlos – immer hoch und weit feste druff, wie man es sonst von Potsdam gewohnt ist – und äußerst unpräzise, dazu noch eine Sasic, die einiges an Chancen versemmelt — so geht’s halt nicht. Wirklich 1a Fishlock in ihrem Abschiedsspiel und auch Boquete, beide aber im Spiel nach vorne ungenau.

    Für Potsdam hätte es eine gelbe Karte mehr sein können, heute waren sie aber spielerisch so gut, daß man ihre oft grenzwertige Härte besser verkraften konnte als etwa im Spiel gegen Bayern, wo sie nur den Eindruck eines wüsten Geholzes hinterlassen haben.

    Glückwunsch nach Potsdam.

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  • gerd karl sagt:

    heute hat fishlock in der ersten halbzeit brilliant gespielt.

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