Champions League: VfL Wolfsburg steht im Halbfinale

Von am 28. März 2015 – 17.11 Uhr 44 Kommentare

Der VfL Wolfsburg steht zum dritten Mal in Folge im Halbfinale der UEFA Women’s Champions League. Beim schwedischen FC Rosengård kam der Titelverteidiger allerdings auch im Rückspiel nicht über ein Remis hinaus.

3:3 (1:2) hieß es am Ende eines erneut umkämpften Matches vor 5748 Zuschauern im schwedischen Malmö. Somit steht der VfL nach dem 1:1 im Hinspiel aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore im Halbfinale.

Start nach Maß
Den Wolfsburgerinnen, die unter anderem auf Lena Goeßling verzichten mussten, war der Frust des Hinspiels anzumerken. Der Titelverteidiger ging beherzt in die Partie und erwischte einen Traumstart. Bereits in der vierten Minute erzielte Alexandra Popp nach einer Hereingabe von Noelle Maritz per Kopf das 1:0. Auch in der Folge hatten die Wolfsburgerinnen weitere Möglichkeiten. Martina Müller scheiterte in der achten Minute mit einem strammen Schuss an Rosengårds Torhüterin Zecira Musovic.

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Rosengård mit Führung in die Halbzeit
Die Gastgeberinnen ließen sich von der Führung des VfL allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Nach Zuspiel von Therese Sjögran gelang Marta in der 24. Minute der Treffer zum Ausgleich. In der 42. Minute gelang es den Wolfsburgerinnen nicht, den Ball aus dem Strafraum zu befördern. Anja Mittag nutzte die Situation und traf zum 2:1. Eine Direktabnahme von Popp von der Strafraumgrenze brachte kurz darauf keinen Erfolg; es ging mit dem 2:1 der Gastgeberinnen in die Pause.

Alexandra Popps Doppelschlag stellte den Halbfinaleinzug sicher (Archivbild) © Sven-E. Hafft, girlsplay.de

Alexandra Popps Doppelschlag stellte den Halbfinaleinzug sicher (Archivbild) © Sven-E. Hafft, girlsplay.de

VfL dreht die Partie
Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Wolfsburgerinnen zurück in die Partie. Babett Peter gelang in der 55. Minute der Ausgleich. Ihren ersten Versuch hatte Musovic noch parieren können, beim anschließenden Kopfball war sie machtlos. Ebenfalls per Kopf war Popp in der 81. Minute erfolgreich. Als alles schon auf einen Sieg des VfL hindeutete, traf Sara Björk Gunnarsdottír in der dritten Minute der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. Mehr war für Rosengård trotz einer weiteren Ecke allerdings nicht mehr drin.

Beide schwedischen Vereine ausgeschieden
Damit steht der VfL im Halbfinale. Ebenfalls in der Runde der letzten Vier steht Dänemarks Brøndby IF, das mit Linköpings FC den zweiten schwedischen Vertreter aus dem Wettbewerb schmiss. Nach dem 1:0 im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften im Rückspiel nun 1:1. Paris Saint-Germain empfängt am Abend den schottischen Meister Glasgow City, morgen Mittag spielt der 1. FFC Frankfurt gegen Bristol Academy WFC.

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44 Kommentare »

  • Alice sagt:

    Als jemand der gerade aus Malmö gekommen ist kann Ich sagen, dass uns dort deutlich weniger Missgunst entgegen gebracht wurde als hier. Willkommen zurück Wölfinnen. 🙂

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  • balea sagt:

    @Altwolf

    Ich habe Dir niemals irgendwann oder irgendwas persönlich unterstellt, also brauchst Du Dich in keiner Weise mir gegenüber zu rechtfertigen oder verteidigen.
    Ich habe nichts gegen körperbetontes Spiel, wo Fouls passieren. Eine Elsig kassiert auch regelmässig ihre 5 Karten-Auszeit. Ich habe keine Lust, mich auf regelkundliches Kleinklein einzulassen, ab wann, ob mit oder ohne Ball eine spezielle Situation rot oder gelbwürdig ist. Ich bin kein Schiri.
    Und nochmal: Sowohl Spielerinnen als auch Zuschauer dürfen in der Hitze des Gefechts im Rahmen des Normalen ihrem Unmut Audruck verleihen. Und Frau Bernauer hatte ich zB erwähnt, weil mir die Betrachtung des Rosengard Hinspiels (und evt schon beim Potsdam Spiel) die Diskussion der „Foulanteile“ recht einseitig erschien.

    Wenn Du meine Einstellung zur Theatralik teilst, freut mich das. Ich denke, WOB besitzt davon zZ eindeutig mehr Spielerinnen als zB Potsdam oder Herford (soweit ich das beurteilen kann), die genau dazu neigen. Bei Potsdam mag es daran liegen, dass es dort ausgesprochene Selbstdarstellerinnen aus wahrscheinlich sehr bestimmten Gründen nie lange aushalten.

    Aus meinem Beitrag wurde leider noch ein Hinweis herausgekürzt, der sich nicht auf die Fouls oder die Theatralik bezog, sondern auf Verhalten von Publikum (oder auch von Moderatoren uä), dass sich im Grunde genommen lediglich an reinen Äusserlichkeiten von Spielerinnen „abarbeitet“. Dafür habe ich NULL Verständnis. Solche Verhaltensweisen treffen in erster Linie Spielerinnen, die sowieso schon „exponiert“ sind und deswegen mit Sicherheit umso sensibilisierter in diesen Fragen.
    (Um solch einfache Dinge mal sehr kompliziert auszudrücken.)

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  • Altwof sagt:

    @balea.

    Das ist korrekt – Vorwürfe hast Du mir persönlich nicht gemacht.

    Ich habe mich auch nicht mit meiner Stellungnahme rechtfertigen wollen und müssen, sondern dir nur erklären, daß sich auch WOB-Fans anders verhalten als du es manchmal durch deine Kommentare implizierst.

    Gegen Emotionen habe ich auch nichts und Kritik darf auch alle betreffen.

    Die Zeit wird zeigen, ob wir bei der Beurteilung solcher Situationen sehr weit auseinanderliegen.

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  • enthusio sagt:

    @Alice:

    Keine Sorge, es gibt hier auch Leute, die sich über die Leistung und Moral der „Wölfinnen“ und deren absolut verdientes Weiterkommen riesig gefreut haben. Frag mich mal ! 🙂

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  • balea sagt:

    @Alice

    es freut mich, dass Ihr in Malmö freundlich aufgenommen wurdet, bei aller Unterschiedlichkeit. Die Schweden haben einfach ein Händchen dafür, wie man mit Minderheiten umgeht. Ist mir nicht zuletzt dadurch aufgefallen, dass die Eckfahnen in den Regenbogenfarben aufgestellt waren. Die sind da so tolerant, dass sich auch Marta in Schweden extrem wohlfühlt. Soweit ich weiss, spricht sie sogar schwedisch und ich glaube, ich habe mal gelesen, dass sie sogar irgendwann die Staatsangehörigkeit annehmen will ?! Dabei spielt sie doch auch in Schweden Auswärtsspiele.

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  • Alice sagt:

    @enthusio:
    Das ist erleichternd und schön zu hören. Leider schreien die Missgünstigen wohl immer am lautesten. 🙂

    @balea
    Darf ich fragen, wo du im Karli deine Zeit verbringst? Deine Art zu schreiben lässt mich annehmen, dass du dich keineswegs im Glashaus wägst und das ist wirklich fast naiv-niedlich. Man es bisher vermieden von unseren Aufenthalten in der Hochburg der Toleranz Potsdam zu sprechen, sonst würdest Du vermutlich mit den Ohren schlackern. Diese Zurückhaltung spricht schon fast von Toleranz unsererseits. Warum? Weil auch das zu 90min Leidenschaft gehört. Weil kein richtiger Fan wirklich bösartig ist und auf jeden pfeiffenden auch einer kommt, der eine sichere Heimreise wünscht.

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  • Altwolf sagt:

    @balea.

    Ist das jetzt nicht doch zu „vorschnell“ geurteilt ?

    Das Marta sich in Schweden wohlfühlt kann man durchaus aus ihren Äußerungen z.B. bei einem Interview mit UEFA.com schließen.

    Doch müßte man wissen, wie sie sich bei Ligaspielen gegen andere schwedische Clubs verhält und ob sie sich da auch zu „Tätlichkeiten“ hinreißen läßt.

    “ Dabei spielt sie doch auch in Schweden Auswärtsspiele.“
    Man müßte also auch die Meinung der Gegenspielerinnen kennen, um Marta in Schweden als Spielerin beurteilen zu können.“

    Schließt du nur aus der Tatsache, „dass die Eckfahnen in den Regenbogenfarben aufgestellt waren“ das in Schweden „toleranter“ mit „Minderheiten“ umgegangen wird ?

    Welche fundierten Kenntnisse hast du vom Umgang Schwedens mit Minderheiten im Alltagsleben ?

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  • balea sagt:

    @Altwolf und Alice

    Ihr scheint Euch jeden Schuh anziehen zu wollen, den Ihr irgendwo findet könnt, oder?

    Im Karli habe ich immer eine Stehkarte, ich sitz nicht gerne rum. Und dann wandere ich während eines Spiels oft von einem Standort zum anderen. Teils wegen des Wetters oder des Spielverlaufs, teils wegen der Abwechselung. Aber manchmal auch wegen „nervender“ Fankommentare von Turbine – Fans. Meistens sind es nur einzelne ein oder zwei, die ständig rummotzen. Wenn sie trotz eines Contras – Spruchs nicht aufhören, gehe ich weiter. Mir fällt immer eine Gruppe am unangenehmsten auf, die auf der Gegentribüne, ziemlich an der Mittellinie stehen. Damit dürften sie in unmittelbarer Hörweite des Gästeblocks sein, der sich dort oft versammelt (auf der anderen Seite der Mittellinie). Die sind schon häufig sehr penetrant, immer gegen die Schiris und natürlich gegen die anderen Mannschaften. Die „Herren“ dort bekommen zwar auch immer wieder Kontrasprüche aus dem „Heimlager“, was sie aber nicht davon abhält weiterzumachen. Die Gruppe trifft sich immer dort und ist ätzend, aber nicht wirklich gross. Wie es „im Detail“ auf der Haupttribüne zugeht, weiss ich nicht.

    Ist zwar schon eine Weile her, dass ich in Schweden war, aber ich fühlte mich dort als „Fremder“ deutlich freundlicher im normalen Umgangston behandelt, als man das manchmal so in D gewohnt ist. Das muss natürlich nicht viel sagen, denn auch in den USA ist der Umgangston überaus freundlich, was sie nicht vor heftigen innergesellschaftlichen Diskrinierungen bewahrt, wie man feststellen muss. Ich hab zwar auch von den letzten fremdenfeindlichen Ausfällen gegen Asylanten in SWE gelesen, aber sie haben erstmal immerhin eine grosse Menge aufgenommen. Und dass Aufstellen einer Regenbogeneckfahne ist zumindest eins: Flagge zeigen.
    Ansonsten weiss ich, dass ein Grossteil von Frauenfussball Deutschland mit Marta, sagen wir mal: Nichts anfangen will. Das ist in SWE sicher anders, sonst würde sie dort nicht bleiben. Da ich bezweifel, dass sie nur so spielt, wie sie spielt, wenn sie gegen deutsche Teams spielt, hat das am Ende wohl doch etwas damit zu tun, wie sie in SWE akzeptiert wird. Ich glaube daher nicht, dass sie in D spielen würde, ganz egal für welchen Club.

    Aber wenn meine Gedanken, die weniger etwas mit Fussballtheorie und Regelkunde zu haben, Anlass sind über allgemeine gesellschaftliche „Mentalitäten“ zu philosophieren, kann das ja auch etwas Gutes haben.

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  • Alice sagt:

    @balea:

    „Ihr scheint Euch jeden Schuh anziehen zu wollen, den Ihr irgendwo findet könnt, oder?“

    Präzisiere.

    So wie du über dies und das aus der Autostadt herziehst, solltest du was handfestes vorzuweisen haben, sonst ist das ganze nur bodenlose Stimmungsmache.

    „Ansonsten weiss ich, dass ein Grossteil von Frauenfussball Deutschland mit Marta, sagen wir mal: Nichts anfangen will.“

    Da sagst du es. Warum dann einen wolfsburger Strick draus drehen? Marta proviziert, Marta weiß das! Marta kann das mit Sicherheit wegstecken. (Das können Alex, Anonma, Simic etc. sicher auch.) Es fängt nur mit ihrer Art das Spiel zu prägen an. Bei jedem „Buh“ dreht sich eine Marta zum Publikum und heizt dieses mit Gestiken an und dreht dann richtig auf. Sie spuckt Richtung Publikum auf den Boden, lacht die Fans und Spieler UND Schiris hämisch an/aus. Diese geniale Fussballerin hat sich entweder nicht im Griff und macht dies unbewusst oder geht in ihrer polarisierenden Rolle auf. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es solche Typen gibt, die schon beim betreten des Platzes Emotionen regen. Wer damit nicht umgehen kann, muss wohl hoffen, dass der FF nicht noch populärer wird und das Puplikum weiterhin nur Beobachter ist, der keine direkten Reaktion zeigt.

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  • Altwolf sagt:

    @balea.

    Ich denke wir können uns darauf einigen, das es in beiden Lagern, wenn man mal WOB u.Potsdam als Beispiel nimmt, immer auch „Fans“ gibt, die leider „ausfällig“ werden, so wie ich es sowohl in WOB, als auch beim Turbine-Spiel erlebt habe.

    Deine Erfahrungen bezüglich der „Sitzplatz-Fans“ unter der Haupttribüne rechts der Mitte vom Durchgang aus gesehen, konnte ich schon einmal teilen, es hielt sich aber an diesem Tag beim 1:1 in Grenzen.

    Was die Toleranz im Allgemeinen betrifft, werden leider viele oberflächliche Eindrücke vermittelt, wie es jedoch bei den Menschen im Inneren aussieht, zeigen sie normalerweise nur in sehr emotionalen Situationen.

    Von meiner Seite aus können wir dieses Thema nun auch verlassen und ich denke, daß ich vielleicht etwas mehr Verständnis deiner Argumentation gegenüber gewonnen habe.

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  • Altwolf sagt:

    @Alice.

    Bewundernswert, wie ihr euch dort in Malmö als Fans gezeigt
    und einen unermüdlichen Support gegeben habt, so wie man es von Birgit und ihren Fan-Freunden ja nun schon seit langem kennt.

    Möglicherweise bist du selbst ja auch dieser „Fan-Gruppe“ zugehörig.

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  • Alice sagt:

    @Altwolf:

    Sehe ich genauso wie du, allerdings vielleicht noch etwas lockerer. Ich verurteile auch niemanden zum schlechten Fan oder Menschen weil er bei kritischen Situationen eine Unmutsäußerung in Form eines „buhs“ oder Pfiffes von sich gibt. Hart ausfallend darf und muss niemand werden! Unter die Gürtellinie geht es bei unserer Gruppe eigentlich gar nicht, jedoch ist mir bewusst, dass solche Fans überall zu finden sind. Solchen Leuten muss dann Paroli geboten werden.

    Genau, ich bin immer bei der Trommel (am Elsterweg Gegengerade) zu finden. Macht Spaß mit der Truppe. 🙂

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  • balea sagt:

    @Altwolf und Alice

    Mein letztes Post zu dem Thema.

    Altwolf – da hast Du meine Beschreibungen falsch verstanden. Über die Fans der Haupttribüne kann ich nichts sagen. Ich habe über die Gegentribüne geschrieben. Dort steht, relativ nahe vom üblichen Standort der Gästefans (aber auf der anderen Seite der Begrenzung) immer ein recht notorisches Grüppchen, das ich auch gern meide. Mag gut sein, dass die massgeblich für einen schlechten Eindruck bei Gästen sind. Aber wie gesagt – ich halte sie für ein eher kleines Grüppchen.

    Alice – leider hast Du die Stoßrichtungen meiner letzten Beiträge überhaupt nicht verstanden und meinst ich würde bloss weiter auf Wolfsburg rumhacken. Darum gehts mir nicht.

    Um es anders zu illustrieren/bzw zu karikieren (und mir gleich wieder Feinde zu verschaffen): Hätte Dynamo Dresden eine überaus erfolgreiche Frauenmannschaft in der 1. Bundesliga und hätten sie auch noch ausreichend Geld – ich wette, weder eine Marta noch eine Anonma würden dahin wechseln, oder sehr schnell wieder weg sein. Eine Popp oder Simic (oder eine x-beliebige andere extrovertierte deutsche Spielerin) auch?

    Alles reine Spekulation. Für mich ist erstmal Schluss an diesem Punkt.

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  • Alice sagt:

    @balea:

    „leider hast Du die Stoßrichtungen meiner letzten Beiträge überhaupt nicht verstanden und meinst ich würde bloss weiter auf Wolfsburg rumhacken. Darum gehts mir nicht.“

    Kann sein. Manche Anliegen bleiben mir einfach schleierhaft.

    Ich würde nicht sagen, dass du dir „Feinde“ schaffst. Nicht mehr als jeder andere, der seine Meinung vertritt.

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