Champions League: Frankfurt auf Halbfinalkurs

Von am 21. März 2015 – 17.07 Uhr 20 Kommentare

Ein drückend überlegener 1. FFC Frankfurt hat sich bei Bristol Academy WFC im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League mit einem klaren Sieg eine hervorragende Ausgangsposition für das Erreichen des Halbfinales geschaffen. Dabei hätte der Sieg sogar noch viel höher ausfallen können.

Mühelos setzte sich der 1. FFC Frankfurt bei Bristol Academy WFC mit 5:0 (2:0) durch. Verónica Boquete (36.), Bianca Schmidt (45.), Dzsenifer Marozsán (66.), Mandy Islacker (78.) und Kerstin Garefrekes (81.) erzielten die Treffer für den FFC Frankfurt, der somit bereits fest für das Halbfinale planen kann.

Kremer im Tor, Hendrich verletzt
Für die verletzte Desirée Schumann stand überraschend Anne Kathrine Kremer im Tor, die somit ihr Champions-League-Debüt feierte. Kurzfristig musste der FFC zudem auf Kathy Hendrich verzichten, die sich beim Aufwärmen verletzte und durch Ana-Maria Crnogorcevic ersetzt wurde.

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Frankfurt von Beginn an druckvoll
Von Beginn an ließ Frankfurt keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Heft in der Hand halten sollte. Verónica Boquete hatte die erste FFC-Chance (7.). Dzsenifer Marozsán versuchte es mit einem Scherenschlag von der Strafraumgrenze (11.).

Šašić verschießt Elfmeter
Der 1. FFC Frankfurt war drückend überlegen, ließ in der Folge aber zunächst beste Chancen liegen. Nach einem Foul an Bianca Schmidt zeigte Schiedsrichterin Pernilla Larsson auf den Elfmeterpunkt, doch Célia Šašić scheiterte an Bristol-Torhüterin Mary Earps (25.).

Führung durch Boquete
Nach toller Flanke von Marozsán ließ Šašić die nächste Chance liegen (27.) und auch Minuten später hatte die FFC-Stürmerin nach schönem Pass von Schmidt die Führung auf dem Schuh (31.). Und so dauerte es bis zur 36. Minute ehe, Boquete den Bann brach. Nach feinem Pass von Šašić schob sie überlegt zur FFC-Führung ein (36.).

Schmidt erhöht
Noch vor der Pause konnte Frankfurt die Führung ausbauen, Schmidt ließ zunächst Bristol-Abwehrspielerin Lauren Townsend aussteigen, ihr Schuss wurde dann unhaltbar zum 2:0 abgefälscht (45.).

Verónica Boquete

Verónica Boquete erzielte die FFC-Führung © Nora Kruse, ff-archiv.de

Marozsán macht‘s
Auch nach der Pause war Frankfurt weiter drückend überlegen, erneut scheiterte Šašić (47.). Und auch Boquetes Versuch ging über das Tor (59.). Šašić klebte weiter das Pech an den Schuhen, ihr Schuss ging übers Tor (64.). Besser machte es kurz darauf Marozsán, die eingesetzt von Šašić ond Boquete den Ball zum 3:0 unter die Latte zimmerte (65.).

Islacker kommt rein und trifft
Eine Viertelstunde vor Schluss kam Mandy Islacker für die glücklos agierende Šašić und es dauerte keine zwei Minuten, da konnte Islacker jubeln. Nach einer Ecke von Marozsán und Gewühl im Strafraum erzielte sie aus fünf Metern das 0:4 (78.). Die Kräfte bei Bristol schwanden zusehends und Gafrekes verwertete den Rebound nach Islacker-Heber zum fünften Frankfurter Treffer (81.).

Laudehr im Rückspiel gesperrt
In der Schlussphase fing sich der FFC dann noch zwei Gelbe Karten ein: Erst sah Kuznik gelb, als bei einem Freistoß von Watts zu früh aus der Mauer lief, dann sah Laudehr für ein Foul an Sophie Ingle zurecht die Gelbe Karte. Sie wird im Rückspiel gegen Bristol am kommenden Sonntag somit gelbgesperrt fehlen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    GW an den 1.FFC – aber was für ein einseitiges Spiel – und das in einem Viertelfinale der CL.

    Da würde der SC Sand und einige andere in der Liga auch, eine deutlich bessere Leistung gegen den 1.FFC aufbieten.

    Tragisch die Chancenverwertung von C.Sasic. Das hätte zweistellig sein können, zumal die Torhüterin von Bristol noch die Beste ihres Teams war.

    Diese „Gelbaktion“ von S.Laudehr kann man wohl nur verstehen, wenn sie sich absichtlich die Karte hohlen wollte, denn sonst müßte man an ihrem Fußballverstand Zweifel haben.

    Warum gibt der 1 FFC diese B.Schmidt nur ab ?

    Das ist eine wirklich qualitativ sehr gute Verstärkung für Turbine.

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  • Wir brauchen eine richtige Stürmerin sagt:

    Chencetod-Sasic heute wieder kein Stich und der Elfer erst…. Mann mann mann

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  • Guido sagt:

    Ob sich Laudehr die Gelbe absichtlich abgeholt hat, um die Sperre fürs nächste bedeutungslose Spiel zu provozieren und um dann mit weißer Weste im Halbfinale zur Verfügung zu stehen? Ein dermaßen unnötiges Foul in der Schlussphase eines längst entschiedenen Spiels – das ist ja schon auffällig.

    Ansonsten ist es schon bemerkenswert, dass auch in einem Viertelfinale der UWCL solche Leistungsunterschiede vorhanden sind, während OL zuschauen muss. Eine Reform des Modus dieses Wettbewerbs ist wirklich ratsam. Nun gut, morgen wird es sicher spannender.

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  • enthusio sagt:

    Ich frage mich, warum Colin Bell in jedem Spiel die gleiche Anfangsformation bringt und dem Rest des Kaders kaum Einsatzminuten schenkt. Heute wäre doch mal eine gute Gelegenheit gewesen, einigen Spielerinnen Ruhepausen zu ermöglichen.
    Wenn sich der Kräfteverschleiß mal nicht am Saisonende rächen wird …

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  • never-rest sagt:

    Kein Problem für den 1FFC. Krass nur der Leistungsunterschied in einem Viertefinale der CL.

    Der 1FFC hat sicherlich eine Super-Truppe, die diese Saison richtig abräumen kann, wenn nicht wieder die Nerven oder das alte Phlegma in den entscheidenden Partien einen Streich spielt. Auch die Chancenverwertung ( oha Sasic!) ist noch nicht titelreif. Bei anderen Gegnern wie TP, WOB, PSG oder Rosengard kann der Traum schnell zu Ende sein, wenn solche Chancen liegen gelassen werden.

    Hoffe jedenfalls, wenigsten eine deutsche Mannschaft schafft es in das Endspiel. WOB wird morgen gegen Rosengard ganz anders gefordert werden. Eine Leistung wie in Potsdam werden sich die Wölfinnen nicht erlauben können.

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  • wfm sagt:

    @altwolf
    Der FFC gibt Bianca Schmidt nicht ab, sondern sie wollte wechseln. Wenn man ihre Äußerung dazu gelesen hat, dann sind es ähnliche Gründe, aus denen auch Behringer gewechselt hat: sie kann in ihrem neuen Verein eine Führungsrolle übernehmen. Also kein „weg von“, sondern ein „hin zu“! Glücklich der Verein zu dem sie geht, denn sie ist beim FFC eine wesentlich bessere Spielerin geworden als sie zu ihm gekommen ist!

    @ich suche mir einen Namen der mir gefällt …
    Celia hatte einen schlechten Tag. Zweifellos, aber immerhin stammt der Assist zum 1:0 von ihr und glücklich der Verein, der einen solchen Chancentod als Stürmerin hat, weil sie mit Abstand die Torschützenliste der Liga anführt.

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  • sonic sagt:

    Überzeugender Sieg für Frankfurt!

    Ich hätte auch gedacht, daß Bristol etwas stärker wäre. Aber die Mannschaft die sich 2013(!) für die Champions League qualifiziert hat, unterscheidet sich anscheinend erheblich von der jetzigen Truppe. Es ist halt ein Nachteil der Sommerliga, daß man erst ein Jahr später in der Champions League spielen kann.

    Besonders gut haben mir bei Frankfurt Marozsan, Schmidt und Fishlock gefallen. Daß sich Priessen als Innenverteidigerin immer wieder in den Angriff eingeschaltet hat, war eine interessante taktische Variante.

    Sasic hat sicherlich einige gute Chancen liegengelassen, aber ansonsten nicht schlecht gespielt.

    Ein wirklich schlechtes Spiel hat heute Laudehr abgeliefert, bei ihr lief irgendwie überhaupt nichts zusammen. Da der Trainer sie nicht erlösen wollte, sie aber erkannt hat, daß sie mit einer solchen schwachen Leistung nicht auf den Platz gehört, hat sie wohl beschlossen, durch eine gelbe Karte sicherzustellen, daß sie im Rückspiel nicht wieder vom Trainer aufgestellt werden kann. Eine so selbstkritische Sicht der eigenen Leistung und soviel Verantwortungsbewußtsein auch gleich noch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen (und diese Verantwortung gar nicht erst auf den Trainer abzuschieben), sieht man selten, verdienen meinen Respekt und müssen absolut positiv bewertet werden.

    Was die bellsche Einsatz- und Wechselpolitik angeht, kann ich mich nur enthusio anschließen.

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  • Herr Schulze sagt:

    @wfm
    Das Zitat: Es war eine entscheidung „hin “ und nicht „weg“, stand zumindest sinngemäß als Bell-Äußerung in der Rundschau oder FAZ. Ich bin mir aber sehr sicher, dass Bianca Schmidts Entscheidung für Potsdam auch ihre Frankfurter Geschichte hat.
    Ich habe es früher schon mal geschrieben: Schmidt hat ihren Stammplatz erst seit der bösen München-Niederlage im Dezember wieder und wäre ohne diese trotz ihrer Klasse gewiss noch länger zu Kurzeinsätzen von drei bis zehn Minuten verdammt gewesen, die sie viele Wochen vorher auch nach der überstandenen Verletzung schob. Der Grund war, dass Bell bis dahin rigoros an Crnogorevics und Laudehr in der Abwehr festhielt. Mir fiel jedenfalls auf, dass Schmdt sich nach den Spielen immer schnell verdrückt hat.
    Wer so von einem Trainer bedient wird, schiebt Frust und orientiert sich, wenn er/sie auch noch gerne Fußball spielt, anderswohin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ando und Islacker oder gar die jungen Talente mit dieser Art von Spielerf+hrung zu halten sind.
    .

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Heute wäre doch mal eine gute Gelegenheit gewesen, einigen Spielerinnen Ruhepausen zu ermöglichen.“

    Das wird vermutlich im Rückspiel passieren, zumal wenige Tage später das wichtige DFB-Pokalspiel gegen Turbine Potsdam ansteht!

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  • vikkybummsy sagt:

    „Das wird vermutlich im Rückspiel passieren, zumal wenige Tage später das wichtige DFB-Pokalspiel gegen Turbine Potsdam ansteht!“

    Jou, Du glaubst doch nicht wirklich das Bell noch was lernt.
    Der spielt auch noch nach 10:0 in der Halbzeit mit der Stammelf bis Minute 80.
    So was ignorantes hab ich im FFFussball noch nicht erlebt. Wie sehr hab ich gestern gehoft das ab Min. 60 mal einige andere Spielerinnen Europapokal schnuppern dürfen zumal Laudehr und Sasic nicht den besten Tag erwischten. Bell wird erst kapieren wenn im „Endspiel“ gegen WB die Kräfte ausgehen, oder Stammspieler verletzt oder verheizt sind. Bei Laudehr hatte man gestern den Anschein das der Geist will aber der Körper ein wenig streikt.

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  • adipreissler sagt:

    Da tust Du Bell aber wirklich Unrecht. Gegen Regionalligist Andernach hat Bell schon beim Stand von 8:0 zur Halbzeit 2x ausgewechselt und hat die blutjungen Nachwuchskräfte Ando und Schmidt gebracht. Als Andernach dann seine Aufholjagd startete und ein Tor erzielte, hat Bell trotz des engen Spielstandes von 13:1 nach 75 Minuten sogar den Einsatz von Prießen riskiert. Das war ja fast schon fahrlässig.

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  • Altwolf sagt:

    Auch wenn ich C.Bell nicht persönlich kenne, so erscheint er mir doch als sehr emotionaler und sehr ehrgeiziger Trainer.

    Er will und muß Erfolg haben und hat beim 1.FFC wohl die einzige und auch letzte Chance bei einem der Top-Clubs als Trainer verantwortlich zu sein.

    Was ihm offensichtlich nicht zu eigen ist,ist die strategische Ausrichtung und dadurch ist er allein auf den jetzigen Erfolg fokussiert, um nicht durch seine Entscheidung zur Aufstellung einen möglichen Mißerfolg zu riskieren.

    Hier könnte auch die Ursache von „Abwanderungsgedanken“ liegen, da er möglicherweise den „Bankspielerinnen“ wenig Vertrauen schenkt bzw. ihnen nicht die Wertschätzung zeigt, die für einen Kader von ca. 25 Spielerinnen zur Motivation erforderlich ist.

    Diese „Angst“ zu rotieren und auch frühzeitig Spielerinnen im Spiel eine Pause zu gönnen vermittelt mir den Eindruck, das sich die Teamstruktur „noch“ recht fragil in seinen Augen zeigt. Er vertraut offenbar nur „wenigen“ Spielerinnen im Team.
    (Theorie eines Außenstehenden).

    Im Gegensatz zu seinem bisherigen Verhalten waren überraschender Weise B.Schmidt u.S.Huth im Kader bzw.B.Schmidt sogar in der Startelf.

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  • wfm sagt:

    @vikkybummmsy
    Als Bell in Frankfurt anfing wurde hier in den Kommentaren prophezeit, dass Bell in Frankfurt den „catenaccio“ einführt. Dabei stellt der FFC seit seinem Amtsantritt jeweils die beste Offensive der Liga.
    Als der Wechsel von Bianca verkündet wurde, hat man hier vorausgesagt, dass Bianca jetzt auf der Bank schmoren wird. Sie ist weiterhin Stammspielerin.
    Als der in der Tat etwas wechselscheue Bell das Spiel gegen Herford gesichert sah, gab es 3 Wechsel
    60. Maroszan raus Islacker rein
    67. Hendrich raus Störzel (!!!) rein (Bundesligadebut)
    75. Celia raus und Svenja rein

    Überhaupt scheint in Frankfurt seit Bell da ist auch sonst etwas faul zu sein, da verpflichtet man doch tatsächlich nicht nur fertige Nationalspielerinnen sondern holt junge Spielerinnen mit Perspektive und baut sie Schritt für Schritt in das Team ein, wie Kathy Hendrich, Marith Prießen, Laura Störzel und demnächst auch Bella Linden von den eigenen Nachwuchsspielerinnen, die bereits mittrainieren, wollen wir gar nicht reden.

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  • vikkybummsy sagt:

    Ou, Du hast recht das war recht fahrlässig von mir, die Meilensteine der Bell’schen Trainertaktik zu vergessen / verschweigen.

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  • wfm sagt:

    @adipreissler
    Du müsstest es eigentlich besser wissen. In Andernach hatte Bell eine uneingespielte Mannschaft, dessen Herzstück, das Mittelfeld die ganze Vorbereitung nicht mitgemacht hatte, weil Veró, Fishlock und auch KG erst Ende August zur Mannschaft hinzugekommen sind. Da war Andernach eine gute Gelegenheit, fehlende Trainingseinheiten nachzuholen.

    @vikkymummsy
    Es ging nicht darum Stationen aufzulisten, ich wollte damit nur in Frage stellen, ob Bell wirklich nur stur und lernunfähig ist

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  • vikkybummsy sagt:

    „Als Bell in Frankfurt anfing wurde hier in den Kommentaren prophezeit, dass Bell in Frankfurt den “catenaccio” einführt. Dabei stellt der FFC seit seinem Amtsantritt jeweils die beste Offensive der Liga“

    Hat er doch auch versucht. Mangels Vertrauen in die eigenen Abwehrkräfte spielten plötlich Simon und Crno Verteidigerinnen und er schwächte damit das ganze Team . Was dabei rauskam zeigt der Tabellenstand nach der Vorrunde.
    Den Einwand „verletzte Bartusiak“ lass ich in dem Zusammenhang nicht gelten. Es gab auch zu dem Zeitpunkt „gelernte“. Zugegeben ohne große Erfahrung, aber das würde auch heute noch gelten da Bell wieder versäumt den Reserve-Abwehrkräften Spielzeit zu geben.
    Erst als er, Bell, Gegenwind bekam bracht er „notgedrungen“ Marit Priessen ins Spiel. Erst danach war die Abwehr einigermaßern gefestigt. Er hat also eine gesamte Vorrunde gebraucht um zu realisieren was die Spatzen nach 5 Spieltagen schon von den Dächern trällerten. Mit „Ohne gelernte Abwehr“ gewinnst Du keinen Blumentopf. Egal wie stark die Offensive ist.
    Ich glaube nicht das ein Spitzenverein wie der FFC Frankfurt sich das Gezaudere und Gezögere leisten darf. Angst essen Seele auf.

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  • adipreissler sagt:

    @wfm
    Vero und Fishlock waren allerdings vom ersten Spiel an in der Mannschaft angekommen, Vero hat damals sogar ihre besten Spiele gemacht, zuletzt etwas matt. Ich weiß ja nicht, ob sie im Training von einem Mißverständnis ins nächste taumelten, in den Spielen war davon nichts zu sehen. So wie ich es sehen konnte, weiß ich es nicht besser.

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  • wfm sagt:

    @altwolf
    Interessante Überlegungen, die aber vielleicht zu sehr auf Bells persönliche Situtation bezogen sind.
    In Frankfurt musst Du nach dessen Erfolgsgeschichte erfolgreich sein, wenn Du als Trainer eine Chance haben willst. Alle Nachfolger von Kellermann und Schröder werden ebenfalls mit diesen Ansprüchen konfrontiert werden.
    Kellermann hatte aber im Windschatten von vom FFC und TP 5 (!!) Jahre Zeit SEIN Team zu formen, um damit Titel zu gewinnen. Bell findet ein Team mit gestandenen N11-Spielerinnen vor, das eben in den letzten Jahren mit dem FFC nicht besonders erfolgreich war. Auch Erfolg zu haben muss man lernen. (Sieh die N11 der Männer in Brasilien). Und in einer Hinsicht haben sie ja schon etwas gelernt. Die letzte Meisterschaft wurde nicht in Wolfsburg verloren, sonden durch die Punktverluste bei den Mannschaften jenseits der Top4. In dieser Saison haben sie bisher dort noch keine Punkte abgegeben.
    Bells Mission glich zunächst einer Operation am offenen Herzen gerade in der aktuellen Hinrunde. Ich denke erst die nächste Saison wird zeigen, wohin die Reise mit ihm und dem FFC geht.
    Wenn man die geposteten Bilder der FFC-Spielerinnen in den letzten Monaten sieht und auch ihr Verhalten auf dem Platz während des Spiels und auch danach gewinnt man nicht den Eindruck, dass es dort im Team nicht stimmt. Trotz der zugegeben sehr auf Sicherheit bedachten Auswechselstrategie von Bell.

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  • vikkybummsy sagt:

    Es erwartet wohl auch niemand das Bell Harakiri betreibt. Es geht mehr darum, das wenn ein Spiel zur HZ gelaufen ist, und bis Min. 60 nix mehr passiert, man auch mal der ein oder anderen Ergänzungsspielerin ein Chance geben sollte. Schon allein um den Nationalspielerinnen die Luft zu verschaffen die bald noch wichtig sein könnte. Wollen wir mal nicht hoffen das die Leistungen von Laudehr und Sasic am Samstag schon die ersten Anzeichen dafür sind das Kräfte schwinden. Beide gehören zu den Vielspielerinnen der Saison. Kellermann, Schröder und Wöhrle haben das Rotieren jedenfalls wesentlich besser drauf und auch viel mehr Vertrauen in die Eränzungsspielerinnen.

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  • adipreissler sagt:

    Das kann man auch anders sehen. Für mich war letzte Saison die Meisterschaft weg, als Bell im Heimspiel gegen Wolfsburg nicht auf Sieg, sondern auf Nicht-Niederlage gespielt hat. Ich gehe zumindest davon aus, dass die Mannschaft ihn nicht ignoriert hat, sondern nach seinen taktischen Anweisungen agiert hat.
    In Wolfsburg dann, wo eine Niederlage einzukalkulieren war, wurde diese dann durch eine Mittelfeldspielerin in der IV eingeleitet, die halt einfach anders als eine Verteidigerin zum Ball geht und so die Lücke aufgemacht hat. Die IV saß ja auf der Bank.
    Alles keine Überraschung und mit Ansage.
    Jetzt sehe ich dieselbe Gefahr wieder. Vielleicht kommen sie ja mit 12 oder 13 Feld-Spielerinnen durch die Saison, aber Verletzungen sind schnell passiert, siehe letzte Saison Bartusiak, die dann in Wolfsburg eben nicht in der IV richtig agieren konnte.
    Davon abgesehen spielt Frankfurt derzeit den besten Fußball der letzten 6 Jahre (mehr überblick ich nicht), und daran hat der Trainer sicher einen großen Anteil, schon weil inzwischen ein Großteil der Mannschaft von ihm und nicht nach Marketinggesichtspunkten vom Manager zusammengestellt wurde. Trotzdem meckere ich über m.E. offensichtliche Kurzsichtigkeiten.

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