Algarve Cup: DFB-Elf mit Sieg gegen Brasilien ins kleine Finale

Von am 9. März 2015 – 20.59 Uhr 19 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat beim Algarve Cup mit einem verdienten Sieg gegen Brasilien das kleine Finale erreicht. Am Mittwoch geht es im Spiel um Platz 3 erneut gegen Schweden, das sich durch einen klaren Sieg gegen China den Gruppensieg holte.

Die DFB-Elf gewann in Parchal gegen Brasilien mit 3:1 (1:0). Alex Popp (39.), Célia Šašić (48.) und Dzsenifer Maroszán (57.) erzielten die deutschen Treffer, für die Südamerikanerinnen traf Bruna Benites (47.).

Vier Wechsel in der Startformation
Bundestrainerin Silvia Neid nahm gegenüber dem 2:0-Sieg gegen China vier Änderungen in der Startformation. Jennifer Cramer rückte für Tabea Kemme in die Viererkette, Marozsán ersetzte Sara Däbritz, Popp kam für Anja Mittag und Šašić für Lena Petermann. Anders als geplant stand erneut Almuth Schult im Tor, Nadine Angerer stand nach ihrem grippalen Infekt noch nicht wieder zur Verfügung.

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Gute Chancen
Die DFB-Elf begann mit viel Schwung, Šašić hatte nach schöner Flanke von Lira Alushi die erste gute deutsche Chance (7.). Und erneut hatte die Šašić die Chance zur Führung, doch nach Hereingabe von Leonie Maier traf sie den Ball aus aussichtsreicher Position nicht (14.). Der Druck der DFB-Elf wurde größer, Popp verfehlte das Ziel mit einem Flugkopfball nur knapp (19.), kurz darauf scheiterte sie mit einem Schuss aus zweiter Reihe (20.).

Alex Popp setzt sich gegen zwei Brasilianerinnen durch

Torschützin Alex Popp (Mi.) setzt sich gegen zwei Brasilianerinnen durch foto2press / Markus Römer

Führung durch Popp – Tätlichkeit von Marta
Bei den Brasilianerinnen sorgte einzig die fünffache Weltfußballerin Marta für Gefahr, ihr 20-Meter-Schuss ging knapp vorbei (28.). Kurz darauf ließ sich Marta nach einem Zweikampf zu einer Tätlichkeit gegen Leonie Maier hinreißen – eine klare Rote Karte, doch sie durfte unverständlicherweise weiterspielen (32.). Die deutsche Mannschaft gab die Antwort auf dem Platz, nach einer Ecke von Marozsán erzielte Popp mit einem wuchtigen Kopfball die verdiente Führung (39.).

Zwei Wechsel zur Pause
Mit Verena Faißt für Simone Laudehr und Lena Goeßling für die angeschlagene Annike Krahn ging es in die zweite Halbzeit. Nach einem weiten Freistoß der Brasilianerinnen war die DFB-Abwehr unsortiert, Bruna Benites nutzte die Verwirrung zum glücklichen Ausgleich (47.). Doch fast im Gegenzug ging Deutschland wieder in Führung, als Šašić am schnellsten reagierte und trocken einschob (48.).

Marozsán sorgt für Entscheidung
Die DFB-Elf hatten nun wieder Oberwasser und nach einer schöne Kombination fand eine Hereingabe von Šašić den Fuß von Marozsán, die das 3:1 erzielte (57.). Und Faißt hätte fast einen vierten Treffer nachgelegt (60.). In der Schlussphase hatten Šašić (89.) und Alushi (90.+1) weitere Möglichkeiten, doch es blieb beim 3:1.

Deutschland gegen Schweden um Platz 3
Dadurch belegte Deutschland den zweiten Platz in Gruppe A belegte und am Mittwoch im Spiel um Platz 3 erneut auf Schweden treffen wird, das als drittbester Gruppensieger das Finale verpasste. Dort stehen sich Frankreich (3:1 gegen Japan) und USA (0:0) gegen Island gegenüber.

Die weiteren Platzierungsspiele
Das Spiel um Platz 5 bestreiten Norwegen (2:2 gegen die Schweiz) und Dänemark (2:2 gegen Portugal). Im Spiel um Platz 7 stehen sich die Schweiz und Brasilien gegenüber. Weltmeister Japan bekommt es im Spiel um Platz 9 mit Island zu tun, Portugal und China bestreiten das Spiel um Platz 11.

Cyprus Cup: Kanada und England im Finale
Beim Cyprus Cup kämpfen am Mittwoch Kanada und England um den Titel. Die Kanadierinnen besiegten zum Abschluss der Gruppenphase Italien mit 1:0, die Engländerinnen gewannen ihre Gruppe durch ein 1:1 gegen die Niederlande.Die weiteren Ergebnisse:
Schottland – Südkorea 2:1
Australien – Finnland 1:0
Südafrika – Tschechien 0:1
Mexiko – Belgien 0:0

Istria Cup: Slowakei und Polen ziehen ins Finale ein
Beim Istria Cup in Kroatien haben die Slowakei (3:1 gegen Ungarn) und Polen (2:0 gegen Rumänien) das Endspiel erreicht. Die weiteren Ergebnisse:
Republik Irland – Österreich 0:2
Kroatien – Nordirland 2:1
Frankreich B – Bosnien und Herzegowina 3:3
Wales – Costa Rica 1:0

 

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

19 Kommentare »

  • kelly sagt:

    hallo ich sehe nicht,das schelin abbaut!!werden wir morgen sehen!ein prestigeduell!marta ist weiterhin sehr gut,aber hat keine Mitspielerinnen auf ihrem Niveau,deswegen der Frust.sie müsste mal ein anti agressionstraining machen.

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  • holly sagt:

    @ Kelly die heutige Lotta, ist leider nicht mehr die Lotta die sie novch vor drei – vier Jahren war. Aber das sind normale Dinge die passieren.
    Wie lange spielt Marta schon in der N11 10 Jahre ca. Viel haben sie in der Zeit nicht gewonnen als N11.
    Obwohl sie zeiweise viele gute Mitspielerinenn um sich hatte dabei.
    Aber das ist wie immer nur meine bescheidene Meinung.

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  • wolle sagt:

    @SF
    Ist man ein „Lobhudeler“ weil man einige Aspekte positiv bewertet?
    Ich bin da schon eher bei Altwolf.
    Natürlich ist nicht alles rund gelaufen. Ich hätte mir den Kader der N11 auch etwas anders zusammengestellt. Gerade durch den Ausfall von Kessler hätte ich eine Simic oder Petzelberger mal gerne getestet. Leider haben Sie wohl nicht die entsprechende Körpergröße um bei Fr. Neid zu punkten.
    Aber bei dieser kurzen Vorbereitung im Vergleich zu Brasilien zeigt die Formkurve einiger Spielerinnen deutlich nach oben. Ich nenne mal ein paar Namen: Schult, Peter, Alushi, Popp, Maro, Maier sind mir positiv aufgefallen.
    Gerade von Schult habe ich schon deutlich schwächere Auftritte in der N11 gesehen. In Ihrer BN Zeit konnte habe ich Sie ja häufiger beobachten können. Schon damals hatte Sie das Potential zu einer Nationalspielerin. Der erste Leistungsknick (auch in der N11) kam durch ihren Wechsel zum VW-Club wo sie nicht nur mit offenen Armen empfangen wurde. Mittlerweile hat Sie sich dort etabliert, so ist wohl auch Ihr zunehmendes Selbstbewusstsein im Tor zu erklären.
    M.M.n. ist Sie neben L. Weiß die legitime Nachfolgerin von Angerer. Weiß wurde durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen und ist mittlerweile auch schon 28 J.
    Wie Altwolf bereits schrieb ist Schult mit 24 J noch entwicklungsfähig.

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  • shane sagt:

    „die heutige Lotta, ist leider nicht mehr die Lotta die sie novch vor drei – vier Jahren war.“

    stimmt, sie ist nicht mehr die selbe. warum das leider ist, kann ich nicht nachvollziehen (vielleicht aus sicht der dt. mannschaft?). denn sie ist nochmal besser geworden. variabler vor allem. sie kann jetzt auch mit dem kopf. und mit dem ruecken zum tor. und das zusammenspiel mit asllani in der NM klappt inzwischen sehr gut.

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