So lief die Saison bisher: VfL Wolfsburg

Von am 17. Januar 2015 – 11.07 Uhr 6 Kommentare

Spitzenreiter in der Allianz Frauen-Bundesliga, Halbfinalist im DFB-Pokal und Viertelfinalist in der UEFA Women’s Champions League: Der VfL Wolfsburg ist trotz der Verletzungen einiger Schlüsselspielerinnen in allen drei Wettbewerben voll auf Kurs.

In der Bundesliga liegt die Elf von Trainer Ralf Kellermann mit 35 von 39 möglichen Punkten auf Platz 1 bei einem imposanten Torverhältnis von 34:1. Prunkstück der Wolfsburgerinnen ist die Defensive, allen voran die immer stärker und stabiler wirkende Nilla Fischer und die in Niedersachsen wiedererstarkte Babett Peter.

Peter gewies sich genauso als Volltreffer wie die neu verpflichteten Caroline Graham Hansen und Vanessa Bernauer. Gewohnt stark präsentierten sich Wolfsburgs Urgestein Martina Müller und Alex Popp, die jeweils wichtige Treffer erzielten. Und Torhüterin Almuth Schult hielt, was es zu halten gab und stellte sogar einen Rekord auf, indem sie acht Spiele ohne Gegentreffer blieb.

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Auswärts ohne Fehl und Tadel
Auswärts gewann der VfL Wolfsburg alle sechs Partien und kassierte dabei keinen einzigen Gegentreffer. Da mutet es fast schon ein wenig seltsam an, dass der Verein ausgerechnet auf heimischem Platz zwei Mal die Punkte teilen musste, bei den beiden torlosen Remis gegen den FC Bayern München und den FF USV Jena.

In den Topspielen hellwach
Doch vor allem in den Topspielen waren die Wolfsburgerinnen hellwach, etwa beim 2:1-Sieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam oder dem 2:0-Sieg gegen den 1. FFC Frankfurt, wodurch sich Wolfsburg gegen die direkte Konkurrenz um den Titel ein wenig Luft verschafft hat.

VfL Wolfsburg trotzt Verletzungen
Umso bemerkenswerter, dass diese Leistung über weite Strecken der Saison ohne die seit Anfang Oktober nach einer Knieoperation fehlende Kapitänin Nadine Keßler geboten werden konnte. Auch Keßlers Mittelfeldpartnerin Lena Goeßling verpasste einige Spiele, inzwischen ist wieder ein Garant des Wolfsburger Erfolgs.

Positive Zwischenbilanz
„Wir sind mit dem bisher Erreichten vollauf zufrieden“, so Kellermann. „In der Liga sind wir seit Beginn an ganz vorn dabei und überwintern in beiden Pokalwettbewerben. Was wir uns vorgenommen haben, nämlich eine ähnlich dominante Rolle zu spielen wie in den letzten zwei Jahren, haben wir bislang also umsetzen können. Zudem ist es uns gelungen, mit wichtigen Spielerinnen die Verträge zu verlängern.“

Mit neuen Spielerinnen ins neue Stadion
Nach der Winterpause steht zudem der Umzug ins neue AOK-Stadion an, in dem der VfL Wolfsburg dank einer stimmungsvolleren Atmosphäre den Zuschauerzuspruch weiter in die Höhe treiben will. Auch die beiden Winter-Neuverpflichtungen Julia Simic vom 1. FFC Turbine Potsdam und die japanische Weltmeisterin Yuki Ogimi von Chelsea LFC könnten für den ein oder anderen neuen Zuschauer sorgten.

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Jubel des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg war in der Hinrunde einmal mehr das Maß aller Dinge © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Mit Mühe ins DFB-Pokalhalbfinale
Schwer tat sich der VfL Wolfsburg kurz vor Weihnachten im Viertelfinale des DFB-Pokals, als Aufsteiger SC Sand erst durch einen Treffer von Martina Müller in der 118. Minute mit 2:1 bezwungen werden konnte. „Nach der langen Saison sind uns die ein oder anderen Kräfte ausgegangen und so freuen wir uns letztlich über den Arbeitssieg“, so Goeßling.

Mühe gegen Stabæk, souverän gegen Neulengbach
Mangelnde Effizienz gegen Mühe hatten die „Wölfinnen“ auch im Sechzentelfinale der UEFA Women’s Champions League, als nach dem 1:0-Hinspielsieg gegen Stabæk Fotball im Rückspiel trotz Überlegenheit das Duell auf des Messers Schneide stand, ehe ein 2:1-Sieg am Elsterweg das Weiterkommen perfekt machte. Mühelos bewältigte der VfL Wolfsburg dann hingegen das Achtelfinale, als der NÖSV Neulengbach mit einem Gesamtergebnis von 11:0 aus dem Wettbewerb geworfen wurde.

Bayern und Rosengård als Prüfsteine
Bereits im Februar und März stehen für den VfL Wolfsburg richtungsweisende Partien auf dem Programm. Am 22. Februar geht es in der Bundesliga zum FC Bayern München, am 22. und 29. März tehen die beiden Champions-League-Viertelfinals gegen den FC Rosengård auf dem Programm. „Das ist die beste schwedische Mannschaft, die souverän Meister geworden ist. Marta, Anja Mittag, Ramona Bachmann – das ist eine Top-Mannschaft, dazu ist das Rückspiel für uns auswärts auf Kunstrasen“, weiß Kellermann um die Schwere der Aufgabe.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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