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So lief die Saison bisher: Herforder SV

Von am 24. Dezember 2014 – 13.15 Uhr

Es ist Winterpause in der Allianz Frauen-Bundesliga, und wir wollen die Zeit nutzen, um einen Blick auf den bisherigen Saisonverlauf der zwölf Bundesligisten zu werfen. Den Anfang macht der Herforder SV, der zum dritten Mal ins Oberhaus aufgestiegen ist und darum kämpft, diesmal die Klasse zu halten. Doch die Aufgabe zur Rückrunde wird schwieriger.

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Zweimal ist der Herforder SV bereits in die Erste Bundesliga aufgestiegen, zweimal folgte der direkte Wiederabstieg. Aller guten Dinge sind drei, heißt es so oft – doch nach 13 Spielen findet sich der HSV auf dem letzten Tabellenrang wieder und ist das einzig sieglose Team der Liga.

Internationale Neuverpflichtungen
Der Leistungsunterschied zwischen erster und zweiter Liga wird größer, vor Saisonbeginn war für Herford das Ziel daher klar: Klassenerhalt. Doch schon in der Vorbereitung zeigten sich die Schwierigkeiten, denn es fehlten die finanziellen Mittel, um erstligaerfahrene Spielerinnen nach Ostwestfalen zu holen. Im Unterschied zu den ersten beiden Bundesligaaufstiegen schaute sich der HSV daher verstärkt auf dem internationalen Markt um und verpflichtete Spielerinnen aus den USA und Kanada, darunter Jessica McDonald und Lydia Hastings. Diese internationalen Neuverpflichtungen führten auch zu einem Problem, das die Hinrunde der Herforderinnen abseits des Platzes überschatten sollte: fehlende Spielberechtigungen.

McDonald darf nicht spielen
Selbst kurz vor dem ersten Saisonspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam wusste der HSV nicht, ob er auf McDonald und Hastings zählen konnte. Die Spielberechtigung von Hastings lag dann rechtzeitig vor, „der Fall McDonald“ sollte sich hingegen ziehen. Erst am dritten Spieltag konnte die US-Amerikanerin, die auch einen Vertrag mit ihrem Heimatverband hat und in der US-Profiliga bei den Portland Thorns spielt, erstmals zum Einsatz kommen. Prompt erzielte sie ein Tor, und der HSV holte beim 3:3 beim FF USV Jena seinen ersten Zähler der Saison. Eine Woche später beim 2:2 gegen Bayer 04 Leverkusen traf McDonald sogar doppelt, und der zweite Punkt wurde eingefahren. Doch das blieben die bislang einzigen Erfolgserlebnisse des HSV.

Spielszene Turbine Potsdam gegen Herforder SV

Bange Blicke in Herford: Kann der Klassenerhalt noch gelingen? © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Ziel ist Rang elf
Zwei Unentschieden, elf Niederlagen und ein Torverhältnis von 13:52 – die Herforderinnen steuern, wie nach ihren ersten vorherigen Aufstiegen, auf den Abstieg zu. Dabei liegt die eigene Punkteausbeute sogar noch hinter der der Jahre 2008 und 2010. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den MSV Duisburg, der auf dem elften Rang liegt. „Unser Ziel ist es, noch an Duisburg vorbeizukommen, um im Falle eines Falles den Klassenerhalt auch am grünen Tisch zu schaffen“, sagt die Vereinsvorsitzende Birgit Schmidt und meint, wie vor zwei Jahren, den Rückzug eines weiteren Erstligateams, der zum Klassenerhalt des sportlich abgestiegenen VfL Sindelfingen führte. In der Tat sieht dieses – bislang unbestätigte – Szenario wie die letzte Chance des HSV aus. Denn der Rückstand auf den zehnten Rang, der das rettende Ufer bedeuten würde, beträgt bereits acht Punkte. Dort liegt derzeit Mitaufsteiger SC Sand, gegen den die Herforderinnen bereits beide Saisonspiele absolviert – und verloren – haben.

Vertragsauflösungen
Die Mammutaufgabe geht der HSV darüber hinaus mit einem verkleinerten Kader an, denn es muss gespart werden. In der Winterpause verlassen Maria Rojas Pinto und Alexa St. Martin den Verein. Des weiteren werden die Verträge mit Hastings, die die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt habe, und Romina Burgheim aufgelöst. Merza Julevic hat in Herford bislang keinen Arbeitsplatz gefunden, auch ihr Abschied könnte daher bevorstehen. Gute Nachrichten gibt es zumindest bei McDonald: Seit dem elften Spieltag darf sie wieder im HSV-Trikot auflaufen.

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