Turbine Potsdam siegt nach Rückstand

Von am 12. Dezember 2014 – 20.13 Uhr 36 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat gegen die SGS Essen in einem vorgezogenen Spiel des 13. Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga klar gewonnen. Dabei ließen sich die Gastgeberinnen auch nicht durch einen frühen Rückstand aus der Ruhe bringen.

Am Ende stand vor 1 120 Zuschauer im Karl-Liebknecht-Stadion ein 3:1 (3:1)-Sieg.

Essen geht in Führung
Die Gäste erwischten einen Start nach Maß: Margareta Gidion schlug einen Freistoß aus der Distanz, der an Freund und Feind und der verdutzten Turbine-Torhüterin Anna-Felicitas Sarholz vorbei ins Netz trudelte (4.). „Das war ein klarer Torwartfehler“, so die Einschätzung von Turbine-Trainer Bernd Schröder nach der Partie.

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Turbine dreht Partie
Doch der Treffer beflügelte nicht Essen, sondern die Potsdamerinnen, die die Partie in der Folge klar beherrschten und durch Tabea Kemme schnell zum Ausgleich kamen (14.). „Wir sind vielleicht zu früh in Führung gegangen, denn wir haben kein gutes Zweikampfverhalten gezeigt“, so Essens Trainer Markus Högner.

Zweite Halbzeit ohne Highlights
Und noch vor der Pause sorgte Turbine für eine Vorentscheidung: Denn Genoveva Anonma (29.) und Pauline Bremer (33.) sorgten schnell für klare Verhältnisse. In der zweiten Halbzeit verwaltete Turbine das Ergebnis, Essen stand nun kompakter und ließ keine weiteren Gegentreffer zu.

Bernd Schröder

Turbine-Trainer Bernd Schröder war nicht rundum zufrieden © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Schröder: „Verdient, aber nicht überragend“
Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit haben wir nach dem Rückstand das Spiel klar beherrscht. In der zweiten Halbzeit haben wir schlecht gespielt und Essen hat gut gearbeitet. Es war ein verdienter Sieg, wenn auch nicht so überragend, wie wir uns das vorgenommen haben. Aber wir sind auf Schlagdistanz und ab Januar haben wir einige Veränderungen vor.“

Högner: „Insgesamt gut präsentiert“
Essens Trainer Markus Högner meinte: „Vor allem in der letzten Zone hatten wir kein gutes Zweikampfverhalten, Potsdam ist verdient in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Insgesamt haben wir uns mit der jungen Anfangsformation gut präsentiert. Jetzt müssen wir uns die nächsten drei Wochen erholen, gerade die U20-Weltmeisterinnen haben mal eine Pause verdient.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

36 Kommentare »

  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    Als Entlastung für den vieldiskutieren Klops von Sarholz sehe ich den 1:1-Ausgleichstreffer des VfB Stuttgart in Mainz gestern abend, und Karius ist gleichfalls ein sehr guter Torhüter! Dort wird allerdings eher die Schuld bei Noveski gesucht…

    @balea
    Man kann’s auch mit Ironie und Sarkasmus übertreiben!

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  • FF-Fan sagt:

    Muss ich Cujo31 zustimmen.In Essen krankt es im Mittelfeld und Sturm.Hoffentlich reagieren die Verantwortliche für die Rückrunde.Denn wenn nicht eine technisch gute Offensievkraft verpflichtet wird,wird man den glücklichen Platz 5 nicht halten können oder gar in Abstiegssorgen geraten.Zumal eine immer wieder gelobte Dallmann,Hartmann oder Doorsuon ihrer Form hinterher rennen.

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  • Miss Marple sagt:

    balea, Du hast ja in großen Teilen recht. Turbine ist und war ein Aushängeschild des deutschen Frauenfussballs. Und das liegt daran, dass bei Turbine sehr viel stimmt und sehr viel richtig gemacht wird. Hier herrscht sehr großer Fussballverstand, man folgt einer für mich sehr sympatischen Philosophie und man hat eine wohl beispiellose Fanunterstützung und Fantreue.

    Nichtsdestotrotz sei es den Kommentatoren hier zumindest erlaubt, zu hinterfragen, wieso so viele Spielerinnen den Verein wieder verlasssen wollen (natürlich gibt es auch sehr viele Spielerinnen, die über Jahre sehr treu und zufrieden sind). Ich kenne die Antwort nicht. Aber vielleicht sollte man sich wirklich ab und zu mal hinterfragen. Nobody is perfect. Verbesserungen in allen Bereichen sind immer möglich ! Ich denke sogar, dass so ein Leitspruch gut in die Philsophie von Herrn Schröder passt.

    Und leider bringts Du wieder die DFB Geschichte. Ich kann die peinliche „Turbine wird von DFB immer ach so böse behandelt“- Leier nicht mehr hören. Auch wenn es sich scheinbar für einige Menschen einfacher leben lässt, wenn man irgendein Feinbild hat.

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  • kelly sagt:

    finde Turbine steht,verglichen mit Frankfurts Kader (national und internationalen Spielerinnen)in der Tabelle ok da,aber ja mit diesen vielen -komischen Verpflichtungen und die viel zu vielen abgänge,bringt nie ruhe und Konstanz in die Mannschaft.

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  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    Nicht ganz passend, aber dennoch interessante Aussagen von Ex-Turbine Anja Mittag und ihrer eventuellen Zukunft => http://www.weltfussball.de/news/_n1368815_/anja-mittag-wechsel-meine-rettung/

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  • dummkopf sagt:

    Das habe ich mir fast gedacht, dass einige meiner lieben TP-Fans mich nun endlich auch zurücklieben könnten.
    Aber dass ich nun sogar schon mit dem Meistertrainer perönlich verglichen werde ist eindeutig eine Nummer zu gross. 😉
    Daran ändern sicher auch keine vereinzelten Grössenprobleme beim Meistertrainer, bzw die Erkennungsprobleme der Grösse bei Torhüterinnen etwas. Da wären dummköpfe aber total fehl am Platz.
    Natürlich weiss ich, dass ich fast nichts weiss, und bin deshalb hier stets auf der Suche nach Kommentaren, aus denen ich etwas lernen kann. (Vielleicht bin ich ja deswegen auch einer derjenigen, die am meisten nach Aufstellungen, Berichten, etc fragen) Und ich bin auch sehr froh und dankbar, dass ich bei entsprechenden Lehrern lernen durfte. Und versuche daher, einen bescheidenen Anteil dessen wiederum weiterzugeben.
    Natürlich geben sich in einer vielfältigen Kommentatorenwelt demgegenüber aber auch Leute zu erkennen, die Lernen furchtbar finden, und daher vielleicht Oberlehrer böse Leute. Man muss auch mit so etwas klarkommen.
    Diejenigen bitte ich aber nun wiederholt doch sehr, sehr herzlich darum, meine Kommentare einfach nicht zu lesen. Ich kann ja nun leider keine Freigabe ab 18 oder so etwas in der Art hier anbringen, oder oben drüber einen Warnhinweis: Für TP*(*=oder was auch immer)-Ultras ungeeignet.
    Ein bisschen Freude am Nach- und Mitdenken und vielleicht auch Dazulernen wäre sicher Voraussetzung. Wer sich hier hauptsächlich emotional abreagieren will, um das mal möglichst positiv auszudrücken, – oder Galle einschalten und Nachdenken rausnehmen – wird meine Kommentare sicher oft nicht lieben und sollte sie bitte, bitte meiden – nicht das jemandem selbige noch hoch kommt 😉 .

    @SF Danke für den Link. Ich finde sogar, man braucht das nicht unbedingt hinter der Aussage „nicht ganz passend“ zu verstecken.
    Ob man es mit „Wers glaubt wird selig“ kommentieren lassen muss, bleibt freilich ebenfalls wieder einmal für jeden zum eigenen Nachdenken überlassen. 😉

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