Bayern München feiert Schützenfest gegen Herford

Von am 14. November 2014 – 22.25 Uhr 25 Kommentare

Der FC Bayern München hat am 10. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga mit einem hohen Sieg gegen den Herforder SV die Tabellenführung gefestigt. Beste Torschützin war die Schweizerin Vanessa Bürki.

Vor 310 Zuschauern im Grünwalder Stadion fiel die Entscheidung beim 7:0 (5:0)-Sieg bereits in der ersten Halbzeit.

Führung durch Lewandowski
Nach etwas zerfahrenem Beginn gingen die Münchnerinnen durch Gina Lewandowski in Führung (11.), deren Schuss über den Innenpfosten den Weg ins Tor fand. Ebenfalls mit Hilfe des Innenpfostens erhöhte Vanessa Bürki auf 2:0 (23.), nur kurz darauf war die Schweizerin ein zweites Mal erfolgreich (30.).

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Die Schweizerinnen treffen
Kurz vor der Pause war Bürki erneut erfolgreich (45.), doch einen lupenreinen Hattrick verhinderte der vierte Bayern-Treffer, den zuvor Carolin Abbé per Kopf erzielte (42.).

Caroline Abbe, Gina Lewandowski

Trafen beide gegen Herford: Carolin Abbé (li.) und Gina Lewandowski (Archivbild) © Karsten Lauer, girlsplay.de

Leupolz und Stengel treffen nach der Pause
Nach der Pause ließen es die Münchnerinnen gemächlicher angehen, dennoch machte Melanie Leupolz das halbe Dutzend voll (64.). Die eingewechselte Katie Stengel setzte dann den Schlusspunkt.

Tabellenführung als Momentaufnahme
Die dreifache Torschützin Vanessa Bürki meinte nach der Partie: „Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Wer die Tore macht, ist egal. Wir genießen den derzeitigen Tabellenstand, aber wir wissen, dass es eine Momentaufnahme ist.“

Prüfer: „Können vom Tempo nicht mithalten“
Herfords Trainer Jürgen Prüfer meinte: „Wir waren gar nicht so schlecht im Spiel, aber dann schenken wir zwei, drei Tore weg. Diese Fehler machen uns das ganze Spiel kaputt. Wir wissen aber auch, dass wir vom Tempo her nicht mithalten können.“

Allianz  Frauen-Bundesliga, 10. Spieltag, Ergebnisse

FC Bayern München Herforder SV 7:0 (5:0)
TSG 1899 Hoffenheim 1. FFC Frankfurt -:-
MSV Duisburg FF USV Jena -:-
Bayer 04 Leverkusen SC Freiburg -:-
1. FFC Turbine Potsdam SC Sand -:-
VfL Wolfsburg SGS Essen -:-

Allianz Frauen-Bundesliga, Tabelle

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. FC Bayern München 10 32:3 26
2. VfL Wolfsburg 9 23:1 23
3. 1. FFC Frankfurt 9 32:6 22
4. 1. FFC Turbine Potsdam 9 24:10 19
5. SGS Essen 9 16:11 15
6. TSG 1899 Hoffenheim 9 10:10 14
7. SC Freiburg 9 15:23 12
8. FF USV Jena 9 10:17 7
9. SC Sand 9 9:19 7
10. Bayer 04 Leverkusen 9 6:21 6
11. MSV Duisburg 9 5:27 2
12. Herforder SV 10 9:43 2

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • VFLchen sagt:

    Absolut überzeugende Leistung der Bayern! Schade, dass nach München immer so wenig Zuschauer kommen… Die Mädels hätten mehr Publikum verdient…

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  • adipreissler sagt:

    310 Zuschauer, das ist doch ein schöner Erfolg für einen Bundesliga-Tabellenführer. Immerhin kommt damit auf 10029 Facebook-Freunde der Bayern-Frauen ein Stadionbesucher.

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  • Herr Schulze sagt:

    Die Floskel mit der „Momentaufnahme“ hat Vanessa Bürki sehr brav ihrem Coach abgelauscht. Allerdings zieht sich dieser Moment schon ein Weilchen. Und er wird sich, denkt man daran, dass sich die Verfolger Wolfsburg und FFC am nächsten Wochenende Punkte abknausen, noch um Einiges dehnen, stellt doch das eigene Spiel bei Aufsteiger Sand keine sehr große Hürde dar.
    Kompliment jedenfalls an Trainer Wörle, der nicht nur, was das fromme Nachbeten angeht, ein feines Händchen im Umgang mit den Spielerinnen zu haben scheint. Das dürfte Melanie Behringer in erster Linie gemeint haben, als sie sich froh zeigte, in München alles so ganz anders vorzufinden – als bisher. Vermut ich mal.
    Von der bloßen Mannschaftsaufstellung her jedenfalls sollte sich keiner der Mitkonkurrenten vor den Münchnerinnen fürchten müssen.

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  • Julia Simic & Anna Blässe gehören in die Nationalmannschaft sagt:

    3 Millionen Facebook Likes für die Bayern Frauen dennoch immer sowenig Besucher…..

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  • Detlef sagt:

    Ein deutliches Ergebnis, daß aber auch in der Höhe so zu erwarten war!!!
    Warum sich ES nun ausgerechnet diese Partie herausgesucht hat, bleibt deren Geheimnis!!! 🙁
    Jede andere Begegnung dürfte da wesentlich spannender werden!!!
    Aber so hat man wieder Anti-Werbung für den FF gemacht!!! 🙁
    310 Zuschauer sind absolut bundesligauntauglich, selbst wenn man die Anstoßzeit berücksichtigt!!! 🙁

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  • never-rest sagt:

    Das geringe Zuschauerinteresse in München steht tatsächlich in erstaunlichem Kontrast zu den guten Leistungen der Bayern Ladies. Der Herforder SV als krasser Außenseiter ist aber auch nicht gerade ein Zuschauermagnet, wenn die Partie gleichzeitig auch noch im TV live übertragen wird. Ein Zuschauerschnitt von gut 500 (Quelle Framba) bei Heimspielen ist für ein Spitzenteam eigentlich unwürdig. Da muss sich der Verein wohl noch etwas einfallen lassen.

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  • Altwolf sagt:

    @never-rest.

    Die niedrigen Zuschauerzahlen der Bayern-Ladys sind sicherlich der „niedrigen“ Identifikation mit ihnen geschuldet, denn trotz eines „Traditionsvereines“ und zumindest „verbal“ von T.Wörle bestätigter Unterstützung vom Bayern-Vorstand, ist der Männerfußball überdominant, so daß sich kaum „bivalente“ Fans die Mühe machen auch zu den Ladys ins Stadion zu gehen.

    Der „Rückstand“ aus der Aschheim-Zeit ist nicht in 1 oder 2 Spielzeiten aufzuholen, zumal im Vergleich zu den meisten übrigen Frauenfußball-Clubs die regionalen Medien, insbes. Printmedien, kaum erkennbare Notiz von deren Spiele zu nehmen scheinen und so auch das Interesse nicht wecken. Ich glaube,daß auch die Kommune München kaum in der Öffentlichkeit
    Beiträge zur Steigerung des Bekanntheitsgrades leistet (Ausnahme wohl der Pokalgewinn 2012).

    Bayern München selbst könnte erheblich mehr „Werbung“ für den FF machen, so z.B. durch Spielerbesuche aus der Männermannschaft, wie es in WOB doch relativ häufig vorkommt oder der Verein gemeinsam auch soziale Aktionen und Projekte mit Spielern u.-Spielerinnen öffentlich begleiten könnte.

    Aus der „Distanz“ gesehen ist bei Bayern München jedenfalls nicht viel „Fantasie“ und „Initiative“ wahrzunehmen, um solchen Minuskulissen entgegenzuwirken.

    Würden die Bayern-Ladys in Herford spielen sähe das doch deutlich anders aus.

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  • never-rest sagt:

    @altwolf: Stimme Dir in allen Punkten zu. WOB tut in dieser Hinsicht eine ganze Menge. Insbesondere finde ich es gut, dass sich ab und zu BL-Spieler von den Herren , Trainer Hecking, Manager Allofs und andere Vereinsbosse bei den Spielen der WOB Ladies sehen lassen. Bei BM kann ich mir das nicht vorstellen, habe jedenfalls noch nichts davon gehört. in einer Millionenstadt mit einem alles dominierenden MF Club dürfte es aber auch um einiges schwieriger sein, das Interesse am FF bei den Zuschauern zu wecken.

    Entgegen einigen unverbesserlichen Nörglern hat WOB sich jedenfalls ein treues FF-Stammpublikum wie beim 1FFC und TP erarbeitet. Das ist aller Ehren wert.

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  • Detlef sagt:

    Nach dieser Saison (oder vielleicht schon zur Winterpause) wird es mM nach eine Entscheidung geben müssen, wie sich der Hauptverein zu seinen Kickerinnen stellt!!!

    Denn anders als in Leverkusen, Köln, Freiburg, Bochum, Leipzig oder Hamburg, sind die Frauen in München nicht nur geduldet, sondern auch relativ großzügig finanziell bedacht!!!
    Das kann man vor allem an den guten (und sicher nicht ganz billigen) Verpflichtungen der letzten zwei Jahre sehen!!!

    Mit dem Umzug an die „Grünwalder Straße“ wollte man sicherlich auch das Zuschauerproblem angehen, denn sonst hätte man die Bayern-Ladies ja auch in der „tiefen Verbannung“ in Aschheim lassen können!!!
    Aber ein Selbstläufer ist und konnte das natürlich nicht sein!!!
    Was ihnen fehlt ist der Bekanntheitsgrad, und somit der Anreiz für potentielle Besucher!!!
    Selbst eingefleischte Bayern-Fans wissen sicher nur in Ausnahmefällen, daß auch ihr Frauenteam an der Tabellenspitze steht!!!
    Also wird man sich im Bayern-Vorstand darüber auseinandersetzen müssen, wie man für seine Frauenabteilung die Werbetrommel rühren kann!!!

    310 Zuschauer, kurz vor der Prime-Time im TV, das war auch eine Blamage für die „Marke Bayern München“!!!
    Wenn die „Ladies in red“ diese Saison einen Titel (oder gar das Double) holen, dann wird es auch in Zukunft sehr viel TV-Präsenz geben, auch wieder auf europäischer Bühne!!!
    Und dann sollten nicht wieder nur 310 Zuschauer anwesend sein!!! 😉

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  • FFFan sagt:

    @ JS & AB …:
    „3 Millionen Facebook Likes für die Bayern Frauen dennoch immer sowenig Besucher…“

    Kann es sein, dass man als ‚Facebook-Freund‘ des FC Bayern automatisch auch ‚Facebook-Freund‘ der Bayern-Frauen wird?

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  • MrKritiker sagt:

    Eigentlich ein standesgemäßer Sieg von BM. Trotzdem fand ich das Spiel von BM enttäuschend. Wenig Tempo, viele Ballverluste und Fehlpässe. In der zweiten Halbzeit sah es mehr nach „Dienst nach Vorschrift“ aus. Das es trotzdem vom Ergebnis so klar war gegen die Schießbude der Liga, zeigt das Herford in der BL nichts zu suchen hat. Sie haben zwar gut gekämpft und auch taktisch diszipliniert gespielt aber die meisten Spielerinnen sind einfach nicht erstligatauglich.

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  • Statistiker sagt:

    Man kann es auch andersherum sehen, nämlich dass sich hier die Realität zeigt, wie groß das ungeschminkte Interesse am FF als Sportart wirklich ist. Die Zahlen, die zum Teil bei anderen Teams erscheinen, sind doch letztlich kaum darauf zurückzuführen, dass die Fans leidenschaftliches Interesse am Sport FF haben, sondern die sind personenbezogen, haben einen Schub durch die WM bekommen, resultieren aus Zeiten alter und neuer Erfolge, ergeben sich aus kostspieligen Aktionen im Rahmen von Spielen, um die Zuschauerzahlen hochzudrücken usw. Ungefiltert, ungehypt, ungeschminkt sind das hier nunmal die harten Fakten! (einzige Ausnahme: Turbine Potsdam, die das Fantum wirklich verkörpern)
    Bitte nicht falsch verstehen, beim MF verhält sich das nicht sonderlich anders, wobei der Stamm dort in absoluten Zahlen schon deutlich stärker ist.

    Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass der FF zum Beispiel bestimmte sportartspezifische Elemente kaum hat. Wo sind beispielsweise Derbys, wo wahre Fanfreundschaften und Fanfeindschaften? Wo ist das, was die Spannung, das Besondere im Stadion auszeichnet? Früher waren das Spiele wie Frankfurt-Potsdam, wo es noch richtig zur Sache ging, auch auf den Rängen, wo der Fan wirklich eine Bedeutung gespielt hat. Es gibt auch kaum Charaktere, die polarisieren, kaum Charaktere, die man unbedingt mal in live gesehen haben muss. Die Mehrzahl der Spiele braucht man eh nicht schauen, weil einfach selten wirklich „legendäre“ Dinge passieren. Rudelbildungen, Ausraster, selbst Rote Karten und Verletzungen sind so selten, dass die Wahrscheinlichkeit, etwas davon mitzuerleben, sehr gering ist.
    Selbst die Bratwurst kann ich mir zu einem deutlich günstigeren Preis zuhause auf dem eigenen Grill zubereiten.

    Was braucht es also? Richtig, es braucht Argumente, weswegen die Leute ins Stadion kommen sollen bzw. den Fernseher für das Stadion und damit für eine unter Umständen wesentlich schlechtere Perspektive auf das Geschehen. Es braucht etwas, was sie unbedingt gesehen haben müssen, es braucht etwas, wo sie unbedingt dabei gewesen sein müssen, und zwar etwas, was man nachher nicht einfach genauso gut oder noch besser in der Torshow sehen kann. Und da muss einfach spielerisch, sportlich, emotional, etc. deutlich mehr kommen. Solche emotionalen Aufreger wie die Anonma-Affäre in der letzten Saison zum Beispiel, das sind Dinge, die die Menschen ins Stadion bringen! Solche Charaktere und Protagonisten braucht es!

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  • Fidibus Flint sagt:

    @Statistiker

    In deinem Fall schlage ich vor, du bleibst daheim bei deiner Bratwurst, denn die Elemente, die du sportartspezifisch nennst, sind genau die, die im Frauenfussball NICHT fehlen, und wegen deren Fehlen Zuschauer zum FF kommen, die MF-Spiele nicht besuchen.

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  • Altwolf sagt:

    Ein wirklich ehrlich gemeintes Kompliment an die SGS Essen, die sich hier besser bei „idealen“ Witterungsbedingungen (+8° und nieseligem Regen) präsentierte als es das Ergebnis vermuten läßt.

    Anfangs etwas von der „ungewöhnlich“ hohen Effizienz der Wölfinnen – 2 Schüsse aufs Tor innerhalb von 4 Minuten – und es stand 2:0, erarbeiteten sie sich mehr Ausgeglichenheit, insbes. durch Laufbereitschaft,gute Zweikampfführung,Pressingversuche und gutes Umschaltspiel, allerdings haben sie die 2-3 Chancen nicht nutzen können, da A.Schult gegen C.Hartmann e.Glanzparade zeigte.

    Genauso wie ihr Gegenüber L.Weiß, einige gute Paraden zeigte u. auch e.sehr sicherer Rückhalt ihrer Mannschaft war.

    Einen guten Eindruck machten auch L.Dallmann,C.Hartmann,die N.Fischer auch immer mal wieder Einiges abverlangte, wie auch Dorsun u.die LV mit der 16 auf Essens Seite, die als Team insgesamt nach TP und Bayern München den stärksten Eindruck hinterlassen haben.
    Man kann sogar sagen 1 Klasse besser als der CL-Teilnehmer u.österreichische Meister Neulengbach.

    Kompliment auch an die „handvoll“ Supporter Essens, die eine beeindruckende Menge an Fahnen und Banner mitgebracht hatten.

    Das Spiel der Wölfinnen zu Beginn furios,dann aber durch Essens Präsenz nicht mehr so dominant,da auch einige Ballverluste zuviel dabei waren.Einige gute Spielzüge,die jedoch nicht clever ausgespielt wurden.

    Der Sieg zwar nicht in Gefahr,aber es mußte dafür ordentlich gearbeitet werden.
    Richtig herausragend war bei den Wölfinnen eigentlich keine, da sie alle gute,wie auch nicht so gute Aktionen hatten.

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  • Statistiker sagt:

    @Fidibus: Mir ging es nicht darum, hier irgendwas zu bewerten. Ich wollte nur aufzeigen, woran das liegt, dass der FF so wenige Zuschauer hat und dass man das nunmal in Kauf nehmen muss, wenn man den FF so gestaltet, dass es eben nur wenige Zuschauer gibt, die das wirklich so interessiert, dass sie sich zu einem Gang ins Stadion überwinden.

    Daran sieht man eben, dass künstlich gewachsene Sportarten es sehr schwer haben, sich wirklich im Herz der Zuschauer durchzusetzen, weil vieles eben bloß mit Show und großer Subvention geht!

    Vielleicht wäre es mal an der Zeit, zu analysieren, wie es eigentlich kam, dass Fußball zur Volkssportart wurde und wieso sich der FF im Vergleich dazu so schwer tut.

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  • waiiy sagt:

    Glückwunsch an die Bayern Mädels und Thomas Wörle zu der Leistung in der bisherigen Saison. Sie stehen zu Recht da oben.

    Wozu man nicht beglückwünschen kann, ist die öffentliche Darstellung der Mannschaft. Das ist amateurhaft und in meinen Augen der Grund, warum der Zuschauerschnitt nicht auf die Beine kommt. Solange man statt einer Kampfansage von einer „Momentaufnahme“ spricht, wird sich das auch nicht ändern. Das ist mir zu weich gewaschen. Außerdem scheint es mir, dass die Fanarbeit in München auch steril zu sein scheint. Zudem wurde die beste Botschafterin für die Fans ziehen gelassen.

    Vielleicht denkt man im Hauptverein auch, dass die Erfolge die Zuschauer automatisch anziehen werden. Ich bin gespannt, wann ein Umdenken kommt. Sicher ist, dass man ebenso wie im Basketball im FF anzugreifen scheint und das systematisch angeht.

    Es sollte den Verantwortlichen zu denken geben, dass die Bayern Mädels beim Auswärtsspiel in Potsdam von Fans der Männer gut unterstützt werden (und das schon seit Jahren) und zu Hause nicht.

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  • Frank sagt:

    @Statistiker: Jeder Verein, egal in welcher Sportart und egal in welcher Liga, sollte eigentlich regelmäßig für sich analysieren, weshalb er wieviele Zuschauer anlockt. Das ist im FF natürlich nicht anders. Dabei ist immer eine ehrliche und selbstkritische Bestandsaufnahme notwendig. Dies gilt genauso für die entsprechenden Verbände.

    Deine Ansätze sind allerdings haarsträubend und völlig deplatziert. Das sind Höchstens Denkansätze für die Hoolfraktion beim MF…ach nee, das schliesst sich ja aus…Hools und Denken…

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich will Dich nicht in eine falsche Ecke stellen, aber wie „Fidibus Flint“ bereits absolut richtig kommentiert hat: Genau das, was Du forderst, will doch keiner…

    Kampf? Ja, Kampf um den Ball… Kein Kampf auf den Rängen oder auf dem Platz (Rudelbildung??? – dann geh zum Schlammcatchen oder zu Tim Wiese zum Wrestling)
    Ich will lieber Technik. Feine Fußballtechnik… Keine Pyrotechnik!
    Fanfeindschaften??? – es gibt leider viel zu viele Idioten, die z.B. Väter im Beisein Ihrer Kinder in Straßenbahnen demütigen oder Kindern die Schals klauen und Fahnen anzünden. Und das alles nur, weil diese Fans vom „verhassten“ Gegner sind! (Habe ich beides selbst miterlebt)
    Verletzungen? …absolutes Unding, dass Du wirklich Verletzungen als „attraktivitätssteigernd“ bezeichnest…selbst echte Rennsportfans wollen keine Unfälle mit Personenschaden…

    Also überleg bitte, […]. Da nützt auch keine Verniedlichung in einer zweiten Stellungnahme…
    Das, was Du forderst, ist genau das, was ich am Fußball hasse…

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Zaunreiter sagt:

    Ich stimme Frank zu und lehne es ab, was Statistiker fordert. Genau deshalb bin ich beim FF gelandet, weil ich von den Auswüchsen beim MF genug hatte.

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  • Statistiker sagt:

    @Frank/Zaunreiter: Man wird auf Dauer nicht mehr Zuschauer in die Stadien bekommen, wenn man diese negativen Begleiterscheinungen nicht haben will. Mit der intellektuellen Schicht allein wirst du das Stadion wohl kaum voll bekommen. Fußball war immer schon eine Unterschichtensportart, und das wird sich trotz seinem hohen Ansehen in Deutschland heute auch nie wirklich ändern. Die, die auf den Zäunen stehen und die Kurve antreiben, sind nun wirklich in den allerseltesten Fällen Akademiker.
    Fußball ist deswegen ein Massenphänomen, weil es zum Kult geworden ist, zu einer Ersatzreligion, und im Stadion kommt man zusammen zum Gottesdienst. […] In ihrem Wesen unterscheiden sich Fußballspiele nicht von altgriechischen Olympiaden, wo gegeneinander gekämpft wird und dabei dem Gott gehuldigt wird. Brot und Spiele, das war nichts, was sich die Oberschicht angeschaut hat, sondern wo sie sich maximal präsentierte.

    Ich bin überhaupt nicht darauf aus, dass der FF ähnliche Auswüchse annimmt. Aber dann soll man bitte nicht über mangelnde Zuschauerzahlen herumnörgeln. In unserer Gesellschaft sind die nämlich nur mit den nicht erwünschten Nebenwirkungen zu bekommen.

    Man muss schon Prioritäten setzen, denn, ob du es hören willst oder nicht, die Leute, die Schals anzünden etc., das sind nunmal diejenigen, die dem Verein wirklich treu ergeben sind und jedes Spiel mitnehmen, weil eben ihre Identität in diesem Verein liegt!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Maxemus sagt:

    @ Statistiker: „Man wird auf Dauer nicht mehr Zuschauer in die Stadien bekommen, wenn man diese negativen Begleiterscheinungen nicht haben will.“

    Ich will sie nicht haben und behaupte, dass man auch anders für mehr Zuschauer sorgen kann. Und wenn nicht, dann lieber 300 nette Zuschauer als 3000 „treue“ Fanatiker. Und vorsichtig mit deinen Sätzen: Du bist nahe daran, Straftäter zu verherrlichen.

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  • enthusio sagt:

    @Altwolf:

    danke für Deine wohlwollenden Anmerkungen zur Qualität von Essen. Es tut gut, mal etwas zu dieser Mannschaft von einem „Wolfsburg-Insider“ zu lesen.

    Das Manko von Essen liegt tatsächlich momentan vor allem in der schlechten Chancenverwertung. Charline Hartmann leidet momentan unter Ladehemmung, Dallmann trifft auch nicht und so hängt alles an Doorsoun, der jungen Lea Schüller oder evtl. noch Isabelle Wolf. Der Rest der Mannschaft ist eigentlich keine große Hilfe beim Toreschießen.

    Die Essener Spielerin mit der Nr. 16 war übrigens Jaqueline Klasen, die wegen der Gelb-Rot-Sperre von Irini Ioannidou deren Position übernommen hatte, sie spielt sonst rechte AV.

    Mich würde noch interessieren, ob die junge Isabel Hochstein (Nr.14) tatsächlich auf der Doppel-6 neben Lehmann startete und Charline Hartmann im zentralen Mittelfeld agierte und Högner erst zu Beginn der 2.Halbzeit mit der Einwechselung von Linda Dallmann und später Lea Schüller für mehr Offensivpower sorgte. Dann hat Högner gegenüber dem letzten Spiel gegen Hoffenheim tatsächlich einige bemerkenswerte Änderungen vorgenommen. Insbesondere die 45minütige Pause für Dallmann ist ein Novum.

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  • Karl sagt:

    @Statistiker: Ich glaube das mit den Schichten solltest du mal naeher erlaeutern. Wer gehoert denn in welche Schicht? Ist das Einkommensabhaengig oder Ausbildungsabhaengig? Und dass Fussball ein Unterschichtensport gewesen sein soll kann ich , ausser im Ruhrpott vielleicht, auch nirgends erkennen. Soweit ich weis wurde er zunaechst auf Gymnasien und Universitaeten eingefuehrt.

    Auch bei den Hardcore Maennerfussballfans die ich kenne (oft mit Dauerkarten) wuerde ich eigentlich keinen der Unterschicht zuordnen (nicht nur deshalb weil die wahrscheinlich auch alle akademiker sind).

    Ich glaube die „Unterschicht“ hat schlichtweg kein Geld fuer Stadionbesuche oder gar Dauerkarten.

    Wie auch immer , sowas wie Hooligans braucht niemand , weder im Maenner- noch im Frauenfussball.

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  • Altwolf sagt:

    @enthusio.

    Ich habe leider nicht auf alle Essenerinnen achtgegeben und dummerweise die Spielinformationen der Wölfinnen-Ausgabe vergessen mitzunehmen,so daß ich die Spielerinnen nicht genau identifizieren konnte,wie z.B. J.Klasen u.I.Hochstein.

    Zu der Umstellung in der 2.HZ war jedoch klar erkennbar,daß mutiger,zielstrebiger und gut über die Flügel gespielt wurde, sowohl li. L.Dallmann als auch über rechts und C.Hartmann und Doorsoun mehr zentral, dabei hatte die letztgenannte eigentlich neben C.Hartmann noch eine gute Torchance jedoch am Tor vorbei verzogen. Das war phasenweise Fuball, wie wir ihn uns auch zu sehen wünschen.

    Positiv ist mir J.Klasen auch deshalb aufgefallen,da sie selbst die Schnelligkeit von A.Blässe an diesem Tage mitgehen konnte und so auch WOBs re.Seite nach vorn am Vorstoß oft hindern konnte.

    Vielleicht ist das auch derzeit Essens Problem, nämlich gegen die TOPs motiviert und engagiert aufzutreten und gegen die eigentlich auf Augenhöhe bzw, sogg. „schwächeren“ Teams eher verkrampft zu spielen und sich selbst unter dem „gewinnen Wollens u. gewinnen Müssens“ ihrer Fähigkeiten berauben.

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  • Cujo31 sagt:

    @enthusio

    Die 2. 6 war Janssen beim Spiel in Wolfsburg.
    Hartmann sollte wohl soetwas wie eine 10 darstellen.
    2. Außenverteidiger war im übrigen.
    Weiß. Freutel,Martini,Hochstein,Klasen.Janssen und Lehmann.Doorsoun,Hartmann,Gidion.Wolf
    so sah es in etwa aus.

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  • Detlef sagt:

    @Statistiker,
    In Deinen Ausführungen steckt wohl leider sehr viel Wahres!!!
    Allerdings wird der FF wohl niemals diesen Stellenwert „genießen“ dürfen, den der MF heute erreicht hat!!!

    Aber 5000 – 10.000 Zuschauer im Schnitt halte ich durchaus für realistisch, wenn man den Bekanntheitsgrad der FF-Vereine und auch der Nicht-Nationalspielerinnen steigern kann!!! 🙂
    Damit wird sich natürlich auch der Anteil der Problem-Fans steigern, was ja leider heute schon bei den Vereinen mit dem höchsten Zuschauerschnitt zu beobachten ist!!! 🙁

    Aber meine Hoffnung ist die, daß die echten Krawall-Hardcore-Hools weiterhin beim MF ihr Unwesen treiben, und die FF-Bühne für sie weiterhin uninterressant bleibt, da viel zu klein und unbedeutend!!! 😉

    Übrigens irrst Du, wenn Du diese Krawallmacher allein der „Unterschicht“ zuordnest!!!
    Gerade unter den „hirnlosen Radaubrüdern“ sind nicht gerade wenige Akademiker, Ärzte,Lehrer, ja sogar Anwälte!!! 😉
    Für die ist das wohl so eine Art „Ausgleichsbetätigung“ zu ihren oft öden Hauptberufen!!! 😉
    Da lief mal vor Jahren ein Bericht im TV, da bin ich echt vom Glauben abgefallen!!! 🙁

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