Champions League: Frankfurt und Wolfsburg spazieren ins Viertelfinale

Von am 12. November 2014 – 19.49 Uhr 26 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg haben mühelos das Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League erreicht. Auch in den Rückspielen kamen die beiden deutschen Teams zu klaren Erfolgen.

Bereits am Nachmittag gewann der 1. FFC Frankfurt beim ASD Torres Calcio mit 4:0 (3:0) und setzte sich damit mit einem Gesamtergebnis von 9:0 gegen den italienischen Vizemeister durch.

Šašić trifft doppelt
Dzsenifer Marozsán (31.) und ein Eigentor von Eleonora Piacezzi (41.) brachten die Frankfurterinnen auf Kurs, Célia Šašić traf anschließend doppelt (45., 88.).

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Wolfsburg ohne Mühe
Noch klarer setzte sich der VfL Wolfsburg am frühen Abend gegen den NÖSV Neulengbach durch. Nach dem 4:0 im Hinspiel gab es im Rückspiel einen 7:0 (3:0)-Sieg.

Zsanett Jakabfi in Aktion

Wolfsburgs Zsanett Jakabfi (li.) im Duell mit Neulengbachs Natascha Celouch © foto2press / Jan Kuppert

Comeback von Jakabfi
Lina Magull (3., 32.) und Alex Popp (24.) sorgten bereits für eine komfortable Halbzeitführung, in der zweiten Halbzeit zeichneten sich Selina Wagner (63., 65.), Nilla Fischer (89.) und die eingewechselte Vanessa Bernauer (90.+1) als Torschützinnen aus. Zsanett Jakabfi gab ab der 63. Minute ihr Comeback.

Achtungserfolg für Gintra
Litauens Gintra Universitetas feierte gegen Brøndby IF einen überraschenden 2:0 (2:0)-Sieg, die Treffer erzielten Sonata Vanagaitė (11.) und Ana Alekperova (42.). Doch der dänische Meister zog dank des 5:0-Siegs im Hinspiel dennoch problemlos ins Viertelfinale ein.

Alushi schießt Paris ins Viertelfinale
Lira Alushi gelang für Paris Saint-Germain der viel umjubelte 1:0 (0:0)-Treffer beim Auswärtssieg gegen Olympique Lyon (79.), der der Hauptstadt-Elf nach dem 1:1 im Hinspiel den Aufstieg ins Viertelfinale bescherte.

Glasgow gewinnt Krimi gegen Zürich
Der FC Zürich Frauen musste nach einer 2:4 (1:0)-Niederlage bei Glasgow City die Segel streichen. Zwar brachte Cinzia Zehnder die Schweizerinnen in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Führung (45.+9), doch Abbi Grant (55.) und ein verwandelter Elfmeter von Kapitänin Leanne Ross egalisierten das Hinspielergebnis (64.). Nach dem postwendenden Ausgleich von Fabienne Humm (66.) schienen die Zürcherinnen mit einem Bein im Viertelfinale zu stehen, doch Joanne Love (81.) und Suzanne Lapin (87.) drehten die Partie in der Schlussphase für die Schottinnen.

UEFA Women’s Champions League, Achtelfinale, Rückspiele (Gesamtergebnis in Klammern)

ASD Torres Calcio – 1. FFC Frankfurt 0:4 (0:9)
Gintra Universitetas – Brøndby IF 2:0 (2:5)
VfL Wolfsburg – NÖSV Neulengbach 7:0 (11:0)
Olympique Lyon – Paris Saint-Germain 0:1 (1:2)
Glasgow City – FC Zürich Frauen 4:2 (5:4)

Donnerstag, 13. November (Hinspielergebnisse in Klammern)

15.00 Uhr: WFC Zvezda 2005 – Linköpings FC (0:5)
19.30 Uhr: Fortuna Hjørring – FC Rosengård (1:2)
20.30 Uhr: Bristol Academy WFC – FC Barcelona (1:0)

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    ‚Highlights‘ des Spiels Wolfsburg-Neulengbach:

    http://www.youtube.com/watch?v=e0Zi1o7V9mA

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  • enthusio sagt:

    @FFFan:

    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort auf meine Fragen, sie ersetzt mir ja schon fast eine nachträgliche Betrachtung des Spiels auf Video 🙂 .

    Noch eine Bemerkung zu Deinem 1. Absatz (Elodie Thomis):
    Da liegt ein Mißverständnis vor.
    Ich habe natürlich nicht der „Statistik“ des gestrigen Spiels entnommen, dass Thomis überragend gespielt hätte, sondern meine Eindrücke von ihren starken Auftritten im Länderspiel gegen Deutschland sowie dem CL-Hinspiel in Paris, wo sie zur 2. Halbzeit eingewechselt wurde und einige gefährliche Szenen hatte, geschildert.
    Diese schnelle und brandgefährliche Spielerin hätte ich gestern lieber von Beginn an auf dem Platz gehabt. Da verstehe ich Lyons Trainer nicht, warum er sie so spät (und Petit überhaupt nicht) eingewechselt hat. Sollte er wirklich mit einem 0:0 zufrieden gewesen sein, das zum Weiterkommen gereicht hätte ?

    Und zu Abily:
    Das Duo Necib/Abily ist so eingespielt wie das Duo Goeßling/Keßler. Ich glaube schon, dass Abily Lyon sehr gefehlt hat und vermute, dass Bussaglia sie nicht gleichwertig ersetzen konnte.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Vom Spielverlauf und auch der Einflußnahme durch die Schiri erinnerte mich das gestrige OL vs. PSG deutlichst an das WCL-Endspiel OL vs. WOB. Beide wurden von OL auch dadurch verloren…
    Hegerberg ist in der Tat dort noch nicht angekommen, hat sich aber zumindest etwas gesteigert. Ich bin aber wegen Pauli nicht im mindesten enttäuscht darüber, dass sie gewechselt war. Ich stufe Pauli sogar um einiges stärker ein, auch in der Universalität, in der Arbeit nach hinten u.v.m. Für Lira freut’s mich auch, aber deutlich gemildert gegenüber früheren Jahren. 😉 Ihre beste FF-Zeit hatte sie nunmal unbestritten bei den Turbinen, und das sollte sie auch so sehen und wissen.

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  • tpfn sagt:

    @sf
    ja logisch, mit Pauli bin ich ganz deiner Meinung und der 14 weine ich auch keine Träne nach, zumindest nicht was das TP-Spiel anbelangt, aber neben dem Platz, muss man ehrlich zugeben, war sie, zumindest bis zur WAZ-Affäre, schon ein hervorragender Werbeträger für TP (international bekannt von den Medien geliebt) hatte für Potsdam mächtig die Werbetrommel gerührt, ich erinnere nur an ihr EM-Interview mit der Kernaussage „ich liebe Potsdam“.

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  • dummkopf sagt:

    Dass OL wieder raus ist, wird sie wohl mehr schmerzen, als nun mit einem Fan weniger leben zu müssen. 😉
    Ich bin aber gespannt, wann es wohl Fans gibt, die stolz darauf sind, dass Hegerberg einmal bei TP gespielt hat.
    Man wird das Gefühl nicht los, dass manche schon ganz bange warten, was passiert, wenn sie erst einmal „wirklich angekommen“ ist.
    Dafür, dass sie sogar noch „unangekommen“ sich ziemlich schnell den Stammplatz geholt hat obwohl sie eher Rechtsaussen spielen „darf“, und mit 19 schon mal locker mit einigen Toren Vorsprung vor Schelin und LeSomer die franz. Torjägerliste anführt, lässt sich ja doch vielleicht noch einiges erwarten?

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  • dummkopf sagt:

    Ich habe ja so ein wenig „Verständnisprobleme“ bei einigen hier bei den „schwierigeren“ Themen.
    Ich muss auch sagen, dass „schwierig“ ein schlecht gewähltes Wort dafür ist. Mir ist nur noch nichts besseres eingefallen. Das Wort schwierig zu ersetzen durch „man muss schon öfter, lange und intensiv darüber nachgedacht haben“ ist ein wenig zu länglich.

    Immer am austesten, habe ich aber an so einem Thema daher hier schon 2 Mal „vorgearbeitet“.
    Einmal beim SWE Länderspiel darauf hingewiesen, dass Schelin viel von der „Arbeit“ Jakobssons profitiert, und selber ihre „Arbeitsrate“ steigern sollte.
    Dann vor knapp 2 Wochen darauf hingewiesen, dass es eine gute Massnahme des OL-Trainers im Spiel gg PSG war, Schelin auch als bis dahin einzige Torschützin beim Stand von 1:1 auszuwechseln.

    Diesmal hat er es leider falsch gemacht. Aber gut, hinterher ist man schlauer. Da bin ich einmal mit FFFan einverstanden, er hat wohl bei 0:0 verstärkt auf Kontermöglichkeiten spekulieren wollen. Aber genau das Problem dabei ist eingetreten. Das 0:1 fällt und er hat dann 2 Konterstürmerinnen auf dem Platz, die er da nicht mehr brauchen kann.
    Mutig und besser wäre es gewesen, beide sofort nach dem 0:1 auszuwechseln.
    Man hätte dann versuchen können, Renard als Mittelstürmerin nach vorne zu schicken, Dickenmann als RA und dafür 2 für hinten einzuwechseln (oder Thomis und Schelin nach hinten zu stellen).

    Wie gesagt, hinterher ist man schlauer. Wo man nicht mehr schlauer wird: Schelin hat nun das 5te wichtige CL-Spiel hintereinander 1xWob, 2xTP, 2xPSG, bewiesen, dass sie SO! DORT! absolut Fehl am Platze und absolut wirkungslos ist. Das ist grauenhaft anzuschauen. Solange aber OL nicht merkt, dass das ein Hauptansatzpunkt sein muss …

    Und um auch das klarzustellen – Schelin ist eine super Spielerin. Man muss das eben bloss auch gewinnbringend einsetzen.

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  • dummkopf sagt:

    @enthusio
    Bei dir möchte ich mich immer wieder einmal Sammelbedanken für die vielen Infos, die du hier gibst.

    Meine Befürchtung ist, dass die ganz grossen Zeiten von Abily leider vorbei sind. Hoffentlich kommt sie noch einmal zurück! Früher war ja Necib in dem Duo immer die „Juniorpartnerin“.
    Wie es dazu kam weiss ich nicht, aber seit 1-2 Jahren ist Abily manchmal sogar bei OL und FRA nur Einwechselspielerin. Das ist ja meine Befürchtung auch immer noch bei Goessling. Seit ihrem „burn out“ ist sie zwar wieder erholt, aber lange noch nicht die Antriebs-„Maschine“, die sie 2013 war. Sie ersetzt zur Zeit immer noch, ähnlich wie bei Abily, die vormalige Power nur teilweise durch Routine und Auge.

    Thomis ist eine der besten Stürmerinnen und ich denke, es wäre gut für den Trainer von FRA, er würde sein Angriffsspiel auf Thomis zuschneiden.
    Allerdings hängt ihre Wirkung enorm davon ab, wie sie ihre Stärke einsetzen kann, die Schnelligkeit. Im schnellen Lauf hatte sie auch ihre Szenen gg GER und PSG. Wenn sie keinen Raum hat, um das auszuspielen – balltechnisch sind die anderen OL Spielerinnen sicher weitaus stärker.
    Und das ist das Problem. Sie spielt in einer Mannschaft, wo die Spielanlage nicht zuegiges schnelles Spiel in den freien Raum vorsieht, sondern eher „verspielten“ Kombinationsfussball im Mittelfeld. Wobei OL auch meist so überlegen agiert, dass gar nicht mehr viel freier Raum übrig bleibt. Selbst in solchen „Ausnahmespielen“ wie gegen PSG spielt sich das Geschehen meistens tief in der gegnerischen Hälfte ab. So ist dann klar, warum sie fast immer erst in der Hz. für eine der anderen 3 Stürmerinnen zum Einsatz kommt.

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  • enthusio sagt:

    @dummkopf:

    Das sind wirklich sehr interessante Beobachtungen von Dir.
    Gerade wegen der Schnelligkeit von Thomis verstehe ich auch nicht, warum ihr Trainer sie nicht von Anfang an als „Zulieferer“ von den Flügeln für Schelin und Hegerberg einsetzt und die Taktik stärker auf sie zuschneidet. Sie wird bei ihrer Qualität immer mindestens 2-3x pro Spiel Lücken für ihre Mitspielerinnen reißen und sehr gute Torchancen kreieren.

    Auch Deine Bemerkungen zu Abily und Goeßling kann ich gut nachvollziehen. Es ist wirklich schade, dass Abily wegen ihrer Verletzung in den beiden Spielen gegen Paris nicht unter die Lupe genommen werden konnte.

    Interessant ist übrigens auch, dass Paris in beiden Spielen mit einer identischen Startelf begann und auch Lyon nur eine einzige Veränderung im Rückspiel (Majri für Petit) vornahm. Lyon hat außerdem in beiden Spielen nur eine Einwechselung (Thomis für Le Sommer bzw. Hegerberg) vorgenommen. Und bei Paris blieb Annike Krahn interessanterweise über die gesamte Spielzeit 2x nur auf der Ersatzbank. Schade auch, dass Linda Bresonik verletzungsbedingt nicht berücksichtigt werden konnte. Sie scheint ja in letzter Zeit sehr verletzungsanfällig zu sein.

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  • enthusio sagt:

    Auf der Facebook-Seite von Josephine Henning habe ich u.a. auch einige wenige Highlights vom Rückspiel Lyon-Paris gefunden, darunter natürlich das Siegtor von Alushi.

    https://de-de.facebook.com/pages/Josephine-Henning/598629166855880

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  • adipreissler sagt:

    In dem von enthusio verlinkten Video kann man nochmal schön sehen, wie vor dem Alushi-Tor die Pariser #18 ihre Gegenspielerin foult und die Pariser #4, die den Freistoß sehr geschickt zu Alushi verlängert, im Abseits steht.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.
    @enthusio.

    Deine Beobachtungen und Beurteilungen bezüglich OL teile ich und sehe das eigentlich genauso.

    Allerdings glaube ich, daß es „gewisse“ Paralellen von E.Thomis z.B. zu A.Blässe bei WOB gibt – beinahe Weltklasse bis zum 16er und dann große Probleme im Paßspiel, Abschluß oder bei den Flanken – und da liegen wohl auch die Zweifel des OL-Trainers E.Thomis von Beginn an spielen zu lassen und sie nur einzusetzen, wenn die Gegner die Räume rechts freigeben bzw. ein schnelles Umschaltspiel über sie aufziehen zu können.

    In gewisser Weise gilt das mM nach auch für L.Schelin, die ebenfalls die freien Räume benötigt, im Abschluß allerdings deutlich stärker als E.Thomis ist. Steht die gegnerische Mannschaft sehr kompakt und läßt wenig Raum vor dem 16er ist L.Schelin wenig torgefährlich.

    Bei deiner Einschätzung zu L.Gößling möchte ich doch anmerken, daß sie ihre Top-Leistungen insbes. ihre Dynamik das Spiel nach vorne zu forcieren hauptsächlich in Verbindung mit Kessis Absicherung und Abstimmung auf dem Platz zeigen kann.
    Derzeit hat sie noch nicht die Physis für 90 min und die Abstimmung mit V.Bernauer hat nicht das „Kessler-Niveau“.

    Dies führt dann auch dazu,daß sie z.Zt.doch häufiger den Ball zu lange hält und dies zu Ballverlusten führt.

    Ich denke auch, daß bei OL die Stärke des MF ebenfalls von der Synergie von Abiliy u.Necib abhängig ist und bei Fehlen der Partnerin nimmt die „Durchschlagskraft“ gerade bei engen Spielen erkennbar ab.

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