DFB-Pokal: Revanche für Leverkusen und Duisburg?

Von am 31. Oktober 2014 – 19.05 Uhr 6 Kommentare

Erst am letzten Bundesligaspieltag standen sich der 1. FFC Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen gegenüber, nun kommt es im DFB-Pokalachtelfinale zum Wiedersehen – diesmal allerdings in Leverkusen. Dieses Duell ist aber nur eines von vier Bundesligaduellen im Pokal am Wochenende. Unter anderem ist der MSV Duisburg erneut beim SC Sand zu Gast – im vergangenen Jahr setzte es dort eine 0:6-Klatsche für die Duisburgerinnen.

Sämtliche Erstligaduelle werden am Sonntag ausgetragen – nur zwei Mannschaften treten bereits am Samstag gegeneinander an. Zweitligist 1. FFC Niederkirchen empfängt Erstligist SC Freiburg.

Respekt vor Sands Offensive
Am Sonntag folgen um 11 Uhr die Partien zwischen dem TSV Crailsheim und dem 1. FC Köln und eben das Duell zwischen dem SC Sand und dem MSV Duisburg. „Ziel ist es auch in Sand, zunächst einmal die Null zu sichern; dabei sind wir auf einem sehr guten Weg – und da wir inzwischen auch den Weg nach vorne finden, gehen wir ganz optimistisch an diese nächste Herausforderung heran“, sagt MSV-Trainerin Inka Grings. Ihre Mannschaft konnte immerhin gegen den 1. FFC Turbine Potsdam am vergangenen Bundesligaspieltag gleich dreimal treffen.

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MSV Duisburg

Nach verpatztem Saisonstart konnte man in Duisburg zuletzt jubeln – setzt sich das auch im Pokal fort? © Volker Nagraszus, girlsplay.de

Aber der Stärke des Gegners ist man sich in Duisburg durchaus bewusst. Das 0:6 in der vergangenen Pokalsaison hat Grings zwar nicht miterlebt, dafür hat sie aber als Spielerin des 1. FC Köln in der zweiten Liga gegen den späteren Aufsteiger gespielt. „Durch diese Begegnungen kenne ich die Mannschaft recht gut und natürlich haben wir uns auch aktuell informiert. Das Team ist besonders in der Offensive stark, hat sehr bewegliche Spielerinnen, aber darauf sind wir vorbereitet.“

Wörle erwartet intensives Spiel
Um 13.30 Uhr tritt der FC Bayern München beim Ligarivalen FF USV Jena an. Die Münchnerinnen sind in dieser Saison noch ungeschlagen, aber da man die derzeitige Tabellenführung auch dem USV zu verdanken hat, der dem VfL Wolfsburg am vergangenen Spieltag ein Remis abrang, ist man vor den Thüringerinnen gewarnt. „Ich erwarte ein enges und intensiv geführtes Pokalspiel“, so FCB-Trainer Thomas Wörle. „Der Kader in Jena wurde komplett zusammengehalten und zusätzlich hat sich der USV mit Ivonne Hartmann und Ivana Rudelic verstärkt.“

DFB-TV zeigt Partie in Leverkusen
Die weiteren vier Achtelfinalbegegnungen werden um 14 Uhr angestoßen. Dabei trifft Meister VfL Wolfsburg auf Zweitligist BV Cloppenburg. Und auch die SGS Essen hat mit dem FSV Gütersloh 2009 einen Zweitligisten im eigenen Stadion zu Gast. Der 1. FFC Turbine Potsdam empfängt den Herforder SV, und Bayer 04 Leverkusen trifft auf den 1. FFC Frankfurt (live auf DFB-TV). In der Liga mussten sich die Leverkusenerinnen kürzlich mit 0:3 geschlagen geben, Bayer-Trainer Thomas Obliers ist dennoch zuversichtlich: „Meine junge Mannschaft hat sich gegen diese gefühlte Nationalmannschaft gut geschlagen. Wir haben im Match wertvolle Erkenntnisse gesammelt und uns im Training ganz gezielt auf die Stärken und Schwächen des Gegners vorbereitet. Ich bin guter Dinge, dass wir uns das nötige Glück, das es für eine Überraschung gegen ein Spitzenteam braucht, am Sonntag hart erarbeiten werden.“ Obliers kann außerdem auf Rebekka Knaak zurückgreifen, die nach ihrer Kiefer-Operation allerdings mit Spezialmaske auflaufen muss. FFC-Trainer Colin Bell erwartet einen Gegner, der „nichts zu verlieren hat und heiß auf eine Überraschung sein wird. Wir werden uns darauf einstellen und mit Leidenschaft und Engagement dagegenhalten.“

 

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6 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Frankfurts Trainer Colin Bell hat sich vorsorglich schon mal über die hohe Belastung seiner Spielerinnen beklagt:

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  • Statistiker sagt:

    Nun, auf der einen Seite sind die Bedenken durchaus angebracht. Auch wenn sich Laudehr etwas verzählt hat, es sind glaub ich nur 22 Spiele im Maximalfall. Plus die N11 wären es 25 Spiele in 4 Monaten (16 Wochen). Das sind schon durchaus schon höhere Belastungen als manch ein Bundesligaprofi hat in einem gleichen Zeitraum. Diese Debatte haben wir in jeder Vor-WM-Saison, und in der letzten hatten wir ein prominentes Opfer mit Marozsan, die deshalb die WM verpasst hat.

    Andererseits dürfte ja gerade Bell nun eigentlich einen Kader haben, der das auffangen sollte. Schauen wir uns mal an, wer noch kommt, so dürfte man sicherlich gegen Freiburg, Hoffenheim, Duisburg und im zweiten Spiel gegen Torres Spielerinnen schonen können. Außerdem kann Bell noch konsequenter von seinem Wechselkontingent Gebrauch machen, dann kriegen manche Spielerinnen auch mehr Pausen.

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  • dummkopf sagt:

    Man war ja nicht dabei. Ist eben die Frage, wie ernst Bell das gemeint bzw gesagt hat. Er kann wohl kaum ernsthaft verlangen, das seine Spielerinnen weniger gegen Frankreich und Schweden spielen sollen, wenn er sie selber nach Kazigurt gondeln lässt und sie auch sonst selbst in völlig überflüssigen Spielen und Spielsituationen nie auswechselt oder schont. Man schaue sich nur mal die Pokalaufstellung in Andernach an. Wobei da immerhin Priessen in der 80.Min für Maroszan kam (beim Stand von ca 13:0 oder so)
    Wohl dem, der nach 1,5 Jahren noch Phantasien entwickeln kann, dass Bell von dieser Taktik in den restlichen Spielen abweicht.
    Und wenn Maroszan heute keine 90Min spielt, hätte der FFC vielleicht in Lev auch kaum eine Chance. 😉

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  • Statistiker sagt:

    @dummkopf: Wäre es nicht den Versuch wert, Marozsan mal gegen Leverkusen draußen zu lassen?

    Bell sollte seinen Spielerinnen mehr zutrauen. Rotation ist eine Herausforderung, die es braucht, um fit im Kopf zu bleiben und so eine höhere Entwicklungsstufe zu erreichen. Hier gehen zur Zeit (zum Teil notgedrungen) Bayern und Wolfsburg vorneweg. Spielst du immer nur in derselben Kombination zusammen, wird dein Spiel für dich selbst berechenbar und damit auch für andere. Gerade offensiv ist es deshalb wichtig, alle Karten auszuspielen und munter verschiedene Charaktere mit verschiedenen Spielstilen zu bringen. Je mehr man das tut, desto schwieriger für den Gegner, sich darauf einzustellen.

    Und Offensivpotential hat Bell ja en masse auf der Bank, wenn die Abwehr gesund ist (Schmidt, Bartusiak, Kuznik, Prießen, Hendrich, Huth), dann kann man vorne wahlweise mit Vero, Laudehr, Marozsan, Garefrekes, Ando, Islacker, Sasic, Crno + den jungen für 5 Positionen mehr als genug Spielerinnen, die man munter durchrotieren kann. Und das sind ganz unterschiedliche Spielertypen, von Graziös, klein und wendig bis zur Brechstange alles dabei.

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  • adipreissler sagt:

    Das Gejammer von Bell ist befremdlich. Er hat einen Kader von 28 Spielerinnen, davon sind derzeit meines Wissens gerade mal 3 verletzt. Und da ist keine U17-Spielerin dabei wie bei anderen Mannschaften.

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  • sonic sagt:

    Noch befremdlicher ist, daß Frankfurt zur Hz mit 3 Toren gegen Leverkusen führt, Bell aber die am stärksten belasteten Spielerinnen erst ab der 80. min auswechselt. Da kann man sein Gejammer wirklich nicht ernstnehmen.

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