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Asuna Tanaka verlässt 1. FFC Frankfurt

Von am 27. Oktober 2014 – 17.27 Uhr 16 Kommentare

Frauen-Bundesligist 1. FFC Frankfurt und die Japanerin Asuna Tanaka gehen ab sofort getrennte Wege. Der bis zum 30. Juni 2015 datierte Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen mit soforotiger Wirkung aufgelöst.

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Der 1. FFC Frankfurt entsprach damit dem Wunsch der Weltmeisterin von 2011, aus persönlichen Gründen nach Japan zurückzukehren.

27 Pflichtspiele
Die 26-jährige defensive Mittelfeldspielerin wechselte zur Saison 2013/14 vom japanischen Klub INAC Kobe Leonessa an den Main und kam beim siebenfachen Deutschen Meister in 27 Pflichtspielen zum Einsatz.

Asuna Tanaka

Asuna Tanaka kehrt in ihre Heimat zurück. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Persönliche Gründe
FFC-Manager Siegfried Dietrich erklärt: „Wir haben dem Wunsch von Asuna Tanaka, ihren Vertrag mit dem 1. FFC Frankfurt mit sofortiger Wirkung aufzulösen, entsprochen. Auch wenn dies mitten in der laufenden Saison und außerhalb der deutschen Wechselfenster – ein ungewöhnlicher Zeitpunkt ist, respektieren wir die von Asuna geäußerten persönlichen Gründe, wieder in ihrem Heimatland Fußball spielen zu wollen. Wir danken Asuna Tanaka für ihr Engagement und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • balea sagt:

    Die ist zZ wohl auch bei der Nadeshiko in Kanada und erhofft sich bei einem Wechsel vielleicht mehr Chancen für eine WM Teilnahme.

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  • GG sagt:

    Interessant, jedoch nicht unbedingt überraschend. Klar für mich, dass sie sich Spielpraxis für die WM nächsten Jahres verschaffen will. Als etatmäßige Reservespielerin – erst recht nach der Verpflichtung von Fishlock – kann sie sich nicht empfehlen.
    Ich bin neugierig, wie der 1.FFC diesen Weggang kompensieren wird (und kann ?).

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  • Jennifer sagt:

    Das ist aber sehr großzügig vom FFC.

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  • Herr Schulze sagt:

    Schon seltsam: In den Vorbereitungsspielen wurde Tanaka über den grünen Klee gelobt. Sie habe nun den entscheidenden Schritt in der Mannschaft und im Spiel getan, so ähnlich verlautbellte es da, auch wenn das in den Spielen nicht ganz einsichtig war – mir jedenfalls. Nach dem Katastrophenkick in Potsdam wurde Tanaka auf einmal sowas wie der Sündenbock, flog – als einzige – raus aus der Mannschaft und ward, wenn überhaupt, nur noch in den Endphasen als Einwechselspielerin gesehen.
    Man kann ihr nicht verdenken, dass sie weg, respektive spielen will. Schön aber auch, dass ihr – ähnlich wie Munk – keine Steine in den Weg gelegt werden.

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  • Michele sagt:

    Schade für Asu! Sie wäre gerne sicher geblieben, aber wenn man keine Chance bekommt, muss man eben handeln! So ist es doch immer beim FFC: Leistung zählt eben nicht, es wird nur auf Namen geachtet!

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  • FF-Tale sagt:

    Persönliche Gründe: Berufliche Umorientierung, Kinder kriegen, Ehemann/frau etc.

    Sportliche Gründe: Bankdrückerei, anderswo höheres Gehalt, Krach mit dem Trainer etc.

    Warum sprechen hier (inkl. SiDi) dann aber alle von persönlichen Gründen, wenn es sich ganz offensichtlich (Originalzitat: „… wieder in ihrem Heimatland Fußball spielen“) doch um rein sportliche handelt?
    Ja, die sportliche Argumentation (Stammplatz für die WM etc.) ist nachvollzehbar! Aber dieses Umetikettieren in „Intim, privat, persönliche Entscheidung“ ist eine dermaßene unprofessionelle Absurdität des FF. Fast nicht zu glauben, dass da FF-Größen wie SiDi immer noch mitmachen bei diesen Spielchen.

    Okay, Frankfurt wird auch froh sein über jeden, der die Gehaltsliste entlastet und auf eine erneute „Robert-Lewandowski-Nummer“ haben sie speziell beim FFC nach Marozsans Sommertheater wohl aktuell auch keine Lust.

    Stellvertretend für viele FF-„Professionelle“, nix gegen Tanaka persönlich (also nicht falsch verstehen):
    Aber ist es soo schwer für Profifußballerinnen neun Wochen bis zur nächsten offiziellen Wechselperiode zu warten?

    Wir wollen doch alle eine Sportart lieben, die auch ernst genommen wird! So klappt das eher „suboptimal“. 🙂

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  • Jennifer sagt:

    FF-Tale: ganz deiner Meinung! Kann ich voll unterschreiben. Ich verstehe auch nicht warum eine Maroszan (die sowieso nicht laufen will) sich so anstellt und es keine Professionalität in den Vertragsdingen im Verein gibt. Jetzt das auch noch mit Tanaka, nein, da fehlt mir das Verständnis. Ich bleibe dabei, das ist schon sehr großzügig vom 1.FFC, aber das da niemand mal auf den Tisch haut wundert mich. Da kommt doch in ein paar Wochen gleich wieder die nächste, die weint …
    Alles keine Gründe: Entfernung war vor der Saison bekannt, die WM findet nächstes Jahr statt, auch bekannt. Also, was genau ist das Problem? Bei diesen fadenscheinigen Argumenten wird der Frauenfussball immer dumm da stehen!

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  • FFFan sagt:

    @ Herr Schulze:

    Ich würde es nicht unbedingt so sehen, dass A.Tanaka als „Sündenbock“ für die Niederlage in Potsdam diente. Der Verlust des Stammplatzes nach diesem Spiel hatte seine Ursache vor allem darin, dass J.Fishlock nach kurzer Eingewöhnungszeit nun reif für die Startelf war. Manche Beobachter waren sogar der Ansicht, dass der Trainer sie schon in Potsdam von Beginn an hätte bringen sollen.

    @ FF-Tale:

    Mir scheint, dass du „persönliche“ mit „privaten“ Gründen verwechselst. Der ‚Gegenbegriff‘ dazu lautet auch nicht „sportlich“, sondern „vereinsbezogen“. „Persönliche“ Gründe können sowohl im privaten als auch im sportlichen Bereich liegen.
    Ich kann dir sagen, warum Vereine in ihren Pressemitteilungen in solchen Fällen häufig den Ausdruck „persönliche Gründe“ verwenden: das hat nichts mit „unprofessionellen Spielchen“ zu tun, sondern damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Gründe für die vorzeitige Vertragsauflösung (ausschließlich) bei der Spielerin liegen und nicht beim Verein, d.h. es geht nicht darum, jemanden „von der Gehaltsliste zu bekommen“ o. dgl.

    Übrigens: es kann durchaus sein, dass die Transferfristen in Japan von denen in Europa abweichen.

    @ Jennifer:

    Warum regst du dich so auf? Eine Spielerin will den Verein ‚vorzeitig‘ verlassen und die Verantwortlichen des FFC haben ihrem Wunsch entsprochen. Somit ist doch alles gut. Wieso sollte da jemand „auf den Tisch hauen“?
    Sportlich ist A.Tanaka nicht unverzichtbar (das ist der Unterschied zu D.Marozsan). Es wird vorläufig ein Platz auf der Ersatzbank frei, mehr nicht. Auf dem Feld ist die „6er“-Position mit J.Fishlock erstklassig besetzt, und wenn die Waliserin mal nicht kann, gibt es mit K.Hendrich und S.Laudehr andere Spielerinnen, die die Position übernehmen können (für die Abwehr stehen gute ‚Back-Ups‘ zur Verfügung). Und im Stillen hofft man sicher auch auf eine Rückkehr von K.Kulig in absehbarer Zeit.

    Also, was genau ist das Problem?

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  • Jennifer sagt:

    @FFFan: Warum regst du dich so auf?

    Habe ich mich auch schon gefragt … (das ist wahrscheinlich der Jurist in mir) …

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  • tpfn sagt:

    CAN-JPN 2:3

    Knapp 70% der japanischen Tore schossen „The Turbine Sisters“ (Asano Nagasato und Yūki Ōgimi)

    Match Highlights
    http://www.youtube.com/watch?v=l5J7_sEM854

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  • FF-Tale sagt:

    @ FFFan: Ja, bezüglich Vereins-Pressemitteilungen das mit der Deutung
    „persönliche Gründe“ = „die Entscheidung geht ausschließlich auf die Spielerin zurück“
    ist ein nachvollziehbarer Punkt. Damit kann sich der Verein ja auch in gewisser Weise (und verständlicherweise!) selbst schützen/Verantwortung abgeben. Das stimmt.

    Aber alle darüberhinausgehenden Ausdifferenzierungen sind ab einem gewissen Punkt nur noch Wortspielereien und d.h. m.M.n. nicht mehr zielführend. „Sportlich“ vs. „vereinsbezogen“, „privat“ vs. „persönlich“ etc.?

    Zielführend wäre es aber hingegen herauszufinden, warum Spielerinnen (wie gesagt betrifft nicht nur Tanaka persönlich!) sehr häufig diese Art von „persönlichen“ Transfers nutzen, teilw. geradezu provozieren?
    1. Sportliche Rahmenbedingungen (Vertragslaufzeiten, WM-Termine, Transferfenster, individuelle Ansprüche der Club- bzw. Nationaltrainer an die Spielerinnen etc.), das ist alles bekannt.
    2. Einzig individuelle Schicksalsschläge/Glücksfälle können dieser Sportskarriere „dazwischenfunken“ und da hat zum Glück auch (meistens) niemand ein Problem damit, dass z.B. dann ein Vertrag beendet wird oder dergleichen.

    In keiner anderen ernstzunehmenden Team-Sportart (ob Männerfußball oder Frauenhandball) wird aber sowas wie z.B. Bankdrücken als legitimer Grund für vorzeitige Vertragsauflösungen akzeptiert! Alles was zur obigen Liste 1. Sportliche Rahmenbedingungen gehört, dafür ist die Spielerin mitverantwortlich oder sie muss es mindestens mit einer gewissen Brise Sportsgeist akzeptieren.

    Wenn das offensichtlich nicht bzw. eher weniger gegeben ist, dann ist doch klar, dass sich Leute diesbezüglich Fragen stellen: Sind neun Wochen Ersatzbank-Warten wirklich so schlimm? Oder dass sich die Leute aufregen.
    Das führt alles hin zu der (zugegeben etwas polemischen 🙂 ) Grundfrage, die man aus so vielen (zu vielen!) FF-Diskussionen der letzten Transferphasen kennt: „Ja, warum machen die dann überhaupt noch Verträge? Wenn nicht einmal mehr das Papier den Inhalt darauf wert ist?“ etc. etc.

    Es darf nicht so ausarten wie im Millionengeschäft der Männerfußballer mit Medienhetze gegen Abwanderungswillige, niveaulose Häme von Fans gegen von individuellen Schicksalsschlägen betroffenen Spielern, Beleidigungen von Ex-Spielern etc.

    Kritiker kommen jetzt vllt. mit Begriffen wie „sozialromantisch“ 😉 , aber:
    Fragen stellen und ggf. öffentlich Aufregen, d.h. sich Sorgen machen um das Einhalten allg. (mannschafts)sportlicher Grundsätze im FF, das ist nach wie vor m.M.n. angebracht und auch sehr berechtigt!

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  • FF-Tale sagt:

    PS @ FFFan: In der Hoffnung kein Halbwissen zu verbreiten (für Korrekturen hierzu sehr dankbar, falls jemand Näheres weiß):
    1. Die japanische FF-Liga (L-League) befindet sich wie die FF-BuLi auch mitten im Spielbetrieb (z.Zt. im Playoff-Modus?). Sportlicher Sinn für einen Wechsel zum gegenwärtigen Zeitpunkt?
    2. Das japanische Transferfenster öffnet m.W. auch wie das der UEFA „erst“ wieder in neun Wochen (1. Januar-Woche). Ähnlich wie in den anderen wirtschaftlich bedeutenden asiatischen Ligen (Südkorea, China, Australien etc.) ist es aber im Winter i.d.R. nach hinten länger offen als das europäische.

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  • Jennifer sagt:

    Es gibt im Frauen- (wie übrigens auch im Männerfussball) immer wieder Kritik an Verträgen. Aber ich stimme mit FF-Tale völlig überein, dass „Bankdrücken“ kein Grund zum Wechsel außerhalb der Transferperiode ist.

    Bei Frankfurt gab es doch auch schon eine Spielerin, Ria Percival, die Heimweh vorgegaukelt hat, Vertragsauflösung bekommen hat, und ein paar Wochen später für Jena gespielt hat bzw. noch immer spielt.

    Ich finde, dass man bei solchen obskuren Fällen schon mal nachfragen sollte, was da eigentlich vorgefallen ist. Natürlich erfährt der „normale Fan“ nichts, aber die, die juristisch etwas zu sagen haben sollten schon mal die Augen offen halten.

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  • FF-Tale sagt:

    @ Jennifer: Naja, ergänzt man Percival (Abgang 2012?) um ein paar Namen, bekommt man selbst als Frankfurt-Nicht-Insider ganz schnell eine beachtliche Liste zusammen. Allein diesen Sommer: Peter, Weber, A. Garciamendez, Wich, Munk. Die hatten doch alle noch mind. 1 Jahr Vertrag, oder?
    Und alle (inkl. die angesprochene Percival damals) haben es geschafft, sich wenigstens ans Transferfenster zu halten! Bei Munk wurde m. Erinnerung nach der Wunsch nach mehr Einsatzzeiten bei der Vertragsauflösung sogar explizit hervorgehoben.
    Jetzt Tanakas „persönliche Gründe“ mitten in der Saison ist da schon nochmal eine andere Hausnummer, d.h. wenig miteinander vergleichbar.

    Club-Vergleiche sind nicht immer gut, z.B. die kleineren Vereine haben ja oft nur 1-Jahres-Verträge, die kommen erst gar nicht so oft in die Verlegenheit vorzeitiger Vertragsauflösungen.
    Aber allein Frankfurts aktuelle Abgangsliste (Sommer bis jetzt Tanaka): Außer bei den drei alterfahrenen Nationalspielerinnen Behringer, Alushi und Garefrekes (USA-Gastspiel) ist da kein einziges juristisch-einwandfrei, quasi „regulär zu Ende gespieltes“ Vertragsverhältnis dabei.
    In dieser Häufung ist z.Zt. Vergleichbares m.W.n. in keinem anderen europäischen Spitzenclub vorhanden! (Auf Platz 2 evtl. dann Potsdam?) Selbst eingefleischte Frankfurt-Fans grübeln ja die letzten Jahre zunehmend über die einst konsistente Transferpolitik des eigenen Vereins und was davon übrig ist.

    Diskussionsfrage: Also tatsächlich „nur“ persönliche Befindlichkeiten von einzelnen Spielerinnen (wie aktuell z.B. Tanaka) oder ein allg. strukturelles! (Kader-)Planungsproblem des Clubs?

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  • Statistiker sagt:

    Frage: Ist Tanaka relevant für die Frankfurter Mannschaft gewesen?
    Eindeutige Antwort: Nein!

    Die Vertragsauflösung wird in beiderseitigem Interesse verlaufen sein, es braucht einen offiziellen Terminus dafür, damit das ganze juristisch durchgeht, und da liegen persönliche Gründe, die man nicht weiter spezifizieren muss, doch nahe.

    Insofern: Wie so ne große Geschichte darum?

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  • FFFan sagt:

    @ FF-Tale:
    „Außer bei den drei alterfahrenen Nationalspielerinnen Behringer, Alushi und Garefrekes (USA-Gastspiel) ist da kein einziges juristisch-einwandfrei, quasi “regulär zu Ende gespieltes” Vertragsverhältnis dabei.“

    Dem kann überhaupt nicht zugestimmt werden! Ein Vertragsverhältnis einvernehmlich (durch übereinstimmende Willenserklärungen) ‚vorzeitig‘ zu beenden, ist selbstverständlich „juristisch einwandfrei“. Das folgt schon aus dem Grundsatz der Privatautonomie!

    Dass Verträge nicht „regulär zu Ende gespielt“ werden, ist im Übrigen nichts FF-Spezifisches. Im Gegenteil, bei den Männern ist es oft noch viel extremer: da unterschreibt z.B. der Spieler H.Calhanoglu beim Hamburger SV einen langfristigen Vertrag, um nur Wochen später vehement auf einen Wechsel zu Ligakonkurrent Bayer Leverkusen zu drängen.

    Ich muss gestehen, dass ich keinen ‚blassen Schimmer‘ habe, wie das mit den Transferperioden in Asien aussieht. Wenn deine Vermutung stimmt, dass Tanaka bei einem japanischen Verein erst im Januar spielberechtigt ist, läge die Vermutung nahe, dass es außer der sportlichen Situation der Spielerin noch andere Gründe für die sofortige Vertragsauflösung gibt.
    Der Zeitpunkt ist jedenfalls sehr ungewöhnlich, wie auch von Vereinsseite eingeräumt wird.

    Abschließend kann ich ‚Statistiker‘ nur beipflichten: man sollte das Ganze ’nicht so hoch hängen’…

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