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Schonfrist für Bochums Frauenfußball

Von am 21. Oktober 2014 – 8.51 Uhr 27 Kommentare

Mit 270 zu 203 Stimmen haben sich die Mitglieder des VfL Bochums nach hitzigen Diskussion auf der Mitgliederversammlung überraschend  gegen eine sofortige Trennung von der Frauen- und Mädchenfußballabteilung ausgesprochen.

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Der Beschluss des Vorstands, die Abteilung aus finanziellen Gründen zum Ende der Saison 2014/15 aufzulösen, wird somit vorläufig ausgesetzt. Wie es auf der Website des Vereins heißt, wird der Verein beauftragt, “ ein tragfähiges Konzept zur Finanzierung der Frauen- und Mädchenfußballabteilung  innerhalb des Vereins zu erstellen.“

Resonanz unterschätzt
„Wir haben vielleicht etwas unterschätzt, welche öffentliche Resonanz und Emotionen das nach sich zieht“, hatte Hans-Peter Villis, Aufsichtsrats-Vorsitzender des VfL Bochum, bereits zu Beginn des Abends eingeräumt. Anfang des Monats hatte der Vorstand die Entscheidung verkündet, sich nach dieser Saison von der Frauen- und Mädchenfußballabteilung trennen zu wollen.

Spielerinnen des VfL Bochum

Der Frauenfußball beim VfL Bochum erhält knapp zwei Jahre Gnadenfrist © Marion Kehren / girlsplay.de

150 000 Euro sparen
Mit der Auflösung der Abteilung wollte der finanziell angeschlagene Verein rund 150 000 Euro einsparen, 120 Frauen und Mädchen hätten zum Saisonende ihre sportliche Heimat verloren.

Doch die öffentlichen Proteste aus Sport, Gesellschaft und Politik zeigten zunächst Wirkung, so dass der Frauenfußball beim VfL Bochum zumindest Aufschub erhält.

Tragfähiges Konzept entwickeln
Der Plan sieht vor, dass die drei Frauen- und drei Mädchenteams die Saison 2014/15 und 2015/16 weiter spielen, ab der Saison 2016/17 sollen diese Teams aber ihren eigenen Weg gehen. Die Abteilung hat somit rund zwei Jahre Zeit, ein finanziell tragfähiges Konzept zu entwickeln.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Schenschtschina Futboliste sagt:

    Ich nehme diese Abstimmung erleichtert zur Kenntnis und meine ganzen Erwartungen gelten nunmehr dem zu erstellenden Konzept, dass es sich auch wirklich als tragfähig herausstellt!
    Hoffentlich kann man die 150000 EUR auch anderweitig durch Kleinsponsoren u.ä. akquirieren, als zusätzliche Absicherung und Faustpfand gegen die drohende Ausgliederung.
    Dieser zumindest Teilerfolg sollte Mutmacher sein, an der Sache dranzubleiben und Herrn Neururer u.a. unseren Standpunkt deutlich machen!

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  • Jennifer sagt:

    Erstmal gut, dass die Mädchen und Frauen weiterspielen können auch wenn der Imageschaden, den sich der Vorstand eingebrockt hat, jetzt entstanden ist.

    Es lohnt sich aufzustehen!

    Ich hoffe, dass die Abteilung ein gutes Konzept erarbeiten und gute Sponsoren an Land ziehen kann.

    So wie ich das verstehe, hat der VFL Bochum Schulden in Millionenhöhe, da wären die 150.000 EUR auch keine sichtbare Entlastung. Der ganze Verein muss ein neues Konzept vorstellen, da es hier um offensichtlich mehr als den Mädchen- und Frauenfussball geht.

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  • Detlef sagt:

    Gute Nachrichten aus Bochum!!! 🙂
    Aber es ist nur eine Schonfrist, also muß man weiter „am Ball“ bleiben!!! 🙂
    Natürlich wird es jetzt wichtig sein, eigene Sponsoren zu finden, die sich mit dem FF identifizieren können!!!

    Damit es „tief im Westen“ mit dem Mädchen- und Frauenfußball auch in Zukunft weitergehen kann, müssen jetzt gute Konzepte erarbeitet werden!!! 🙂

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  • jochen-or sagt:

    Vielleicht ist die ganze Aufregung der Kick für einzelne Sponsoren dem Verein gezielt für die Frauen-/Mädchenabteilung Geld zukommen zu lassen.

    Aber es ist schon ein Irrsinn und kurzfristig gedacht, wenn ein Traditionsverein mit Millionenetat wegen einer Summe, die die meisten Spieler der Männerprofis in einem halben Jahr verdienen, die Frauenabteilung schließen will.
    Auch über eine Frauenabteilung kann man Fans und Image gewinnen.

    Siehe Wolfsburg!
    Ich wage zu behaupten, dass die Allgemeinheit der Entwicklung der dortigen Frauenabteilung mehr Beachtung schenkt und diese mit mehr Wohlwollen begleitet als die der Herren-Profis, die zu Auswärtsspielen selbst nach Berlin nur eine überschaubare Anzahl von Fans mitbringen.

    Auch dem HSV hat es nicht geholfen, die Frauen auszuschließen.
    Auch einer dieser – gerade werbetechnisch – dummen Entschlüsse.
    Hätte man doch lieber auf das Engagement eines dieser mittelprächtigen Spieler verzichtet, die jetzt auf der Tribüne sitzen.

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  • kelly sagt:

    ja ich als Hamburgerin trauere meinem hsv Frauen immer noch nach.sie haben sich auch gut gehalten.und die Männer immer mehr geld reingepumpt!!!!!!unfassbar.toi toi Bochum Mädels .

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  • never-rest sagt:

    Der alte Vorstand des HSV war einfach nur unsäglich dumm, der Rückzug der FF aus der Bl hat dem Image des HSV geschadet, und das alles für ein Monatsgehalt eines van der Vart, das eingespart wurde. Der finanziell marode VfL Bochum sollte wissen, dass man an
    die fetten Profigehälter der Männer ran muss, wenn der Verein wirklich saniert werden muss. Die Schliessung der FF Abteilung wäre nur ein billiges PR Ablenkungsmanövervon den tatsächlichen Problemen des Vereins.

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  • FFFan sagt:

    Zitat aus dem Artikel: „Mit 270 zu 203 Stimmen haben sich die Mitglieder des VfL Bochum (…) gegen eine sofortige Trennung von der Frauen- und Mädchenfußballabteilung ausgesprochen.“

    Als abgestimmt wurde, stand eine „sofortige“ (iSv: zum Ende der laufenden Saison) Trennung schon gar nicht mehr zur Debatte. Vorstand und Aufsichtsrat hatten schon vorher etwas ‚Druck aus dem Kessel gelassen‘, indem sie nunmehr das Ende der Saison 2015/16 als Zeitpunkt für die Trennung vorschlugen.

    Mit dem zur Abstimmung gestellten Antrag wurde erreicht, dass der Verein in die Pflicht genommen wird, ein Konzept zu erarbeiten, das Frauen- und Mädchenfußball im VfL Bochum auch über 2016 hinaus ermöglicht, ohne den Gesamtverein finanziell über Gebühr zu belasten.

    Deshalb ist im letzten Absatz des Artikels die Formulierung „ab der Saison 2016/17 sollen diese Teams aber ihren eigenen Weg gehen“ zumindest etwas missverständlich; der ‚Weg‘ kann durchaus auch innerhalb des Vereins weitergehen – es hängt eben davon ab, ob eine ‚tragfähige‘ Lösung gefunden wird!

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  • FF-Tale sagt:

    Da hat der FF in Bochum (und im gesamten Pott, Stichwort „Zeichen setzen“) nochmal eine weitere Duldung bekommen. Glückwunsch zum Etappenerfolg!

    Dass der Aufsichtsrat „überrascht“ war vom medialen Echo und Fan-Interesse, das Ganze sogar Zitat „vielleicht etwas unterschätzt“ hat, ist 1. ehrlich, 2. aber auch gleichzeitig eine brutale Bankrotterklärung keine Ahnung zu haben. Keine Ahnung vom „System“ Frauenfußball, kein Interesse an den eigenen Vereinsmitgliedern (und deren unerschütterbarer Glaube an das Vereinsleitbild), wenig Kenntnis vom Alltagsgeschäft der eigenen FF-Abteilung. Und wahrscheinlich auch wenig Einsicht daran zukünftig etwas selbstätig zu ändern.

    Gleichzeitig muss man aber auch sagen, dass die aktuelle Vorgabe sich binnen 1 1/2 Jahren als FF-Abteilung (finanziell) selbstständiger zu machen, nicht der schlechteste Vorschlag ist.
    Die Zeiten, in denen sich FF-Abteilungen ins „gemachte Nest“ eines Männerclubs legen können um dort „eigener Staat im Staate“ zu spielen, sind zumindest bei kleineren Männerclubs vorbei.
    Spielen dort die Männer 2. Liga abwärts (ab 3. Liga wird es schnell richtig dunkel), wird früher oder später immer von irgendeinem x-beliebigen Vereinsvorstand diese Vereinssanierung-Schiene gefahren und immer in folgender Reihenfolge: 1. Alles, was nix mit Fußball zu tun hat wird wegrationalisiert 2. Haben wir eine Lobby-lose FF-Abteilung, die weg kann? 3. Abschaffung von Herren-Teams (U23, Nachwuchs-Rationalisierung etc.)
    Aus dieser Sparmaßnahmen-Hierarchie können Männerableger-Frauenteams nicht heraus, aber sie müssen schauen, dass sie irgendwie an erst das hinterste Glied dieser Kette kommen. Im besten Fall möglichst mit eigenen Argumenten (der FF-Abteilung) und ohne Bevormundung durch Männerfußball-dominierte Managergedanken. 😉

    Die nächste Mitgliederversammlung mit „neuen“ (immer denselben) FF-weg-damit-Sparplänen kommt ja so sicher wie das Amen in der Kirche.

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  • Fuxi sagt:

    Das Problem bei der Selbständigkeit innerhalb eines Männer-Bundesligavereins ist die Sponsorensperre. Denn wenn Geldgeber, die schon in den Männerfußball investiert sind, kein Interesse oder keine Sponsoringmittel für die Frauen haben, wollen sie dennoch nicht, dass die für ihre Konkurrenz werben.

    Konkret für den VfL heißt das:
    – Hauptsponsor Netto gehört zur Edeka-Gruppe; das schließt beispielsweise Rewe-Marken aus (Rewe, Penny, toom)
    – Premiumpartner sind eine Brauerei, die selbst für eine andere lokale Privatbrauerei wie Ruhrtaler Ausschlusskriterium ist, und ein Energieversorger, der auch das Stadion sponsert
    – Weitere Partner sind ein Möbelhaus, eine Hotelkette, ein Sanitärdienstleister, die Sparkasse, ein Recycling-Konzern, ein Modehaus, ein Online-Autohandel, eine Baumarktkette, ein Sportwettenanbieter…

    Wenn du da auch nur an einen Konkurrenten rangehst, kriegst du sofort vom Vorstand aufs Dach. Das kriegste nicht genehmigt. Ist auch kein Wunder – wer will schon, dass „sein“ Verein für die Konkurrenz wirbt?

    Das war ja auch das große Vermarktungsproblem damals beim HSV, was bei dem noch schwerer wog, da die Anzahl der Unternehmen, die Sponsoring betreiben, ohnehin riesig ist. Die 1. Frauen hat gar keinen Trikotsponsor, die 2. Frauen immerhin ein Restaurant (weil das nicht mit anderen Partnern und Suppliern konkurriert) und die Bundesliga-Juniorinnen immerhin eine Krankenkasse, die „Gesundheitspartner“ der Bundesligamannschaft ist. Nur: Mit so einem Restaurant kannst du keinen Zweitligafussball finanzieren. Auch nicht mit Handwerksbetrieben etc. als Netz.

    Es sagt sich immer so leicht mit der Selbstvermarktung – das Problem ist nicht die Eigenleistung, sondern die, die einem da trotzdem reinreden. Vor allem, wenn du an einen möglichen Sponsor rantrittst, alles soweit vorbereitet hast – dann geht von oben der Daumen runter, und du stehst gegenüber dem Verhandlungspartner dumm da. Wenn sich das häuft und rumspricht, hast du für längere Zeit verloren.

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  • kelly sagt:

    finde der dfb sollte in so Situationen irgendwie probieren zu unterstützen.frau jones bitte übernehmen sie.

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  • Detlef sagt:

    @kelly,
    Wovon träumst Du eigentlich Nachts??? 😉

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  • holly sagt:

    Kelly wie soll der DFB denn noch unterstützen? Der DFB gibt auch für die Zweitligisten Geld. Außerdem wäre es dann Wettbewerbsverzerrung wenn der DFB einem Verein dabei helfen würde und den anderen nicht.
    Was hat Frau Jones mit Sponsoring und Lizenzierung zu tun?
    Sie ist „nur das Aushängeschild“ für den deutschen FF.

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  • Detlef sagt:

    @holly,
    ich glaube, kelly meinte eher weniger Sponsoring oder Konzepterstellung!!! 😉
    Die Frage die man nach Frankfurt stellen sollte, ob FF-Mannschaften immer den Kürzeren ziehen müssen, damit irrwitzige MF-Profiträume weiter geträumt werden dürfen??? 🙁

    Solange aber von dort immer nur zu hören ist, daß jeder Verein das mit sich selber ausmachen muß, solange ist die Zukunft des Fußballs ganz sicher nicht weiblich!!! 🙁
    Vor-, während-, und nach der WM 2011 hat man am Main große Töne gespuckt, aber wenn es ernst wird, zieht man den Schwanz ein!!! 🙁

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  • holly sagt:

    @ Detlef, was soll der DFB den MF Proficlubs sagen?
    Sie(DFB) als Verband haben den Vereinen aus dem Profifussball schon lange nichts mehr zu sagen.
    Wenn, musste da sich die DFL stark machen, aber das ist eine Seifenblase daran zu glauben ist mehr wie lächerlich.
    Es ist nunmal wie in allen anderen Bereichen im Leben zuerst wird bei den kleinen gespart damit die großen weiter ihr „tolles Leben“ führen können. Da ist auch der FF keine Ausnahme. Darum werden auch nur die FF Vereine überleben die solide wirtschaften und sich mit kompetenten Leuten aufgestellt haben.
    Wie man mit wenig Mitteln viel erreichen kann sieht man ja an der SG Essen. Da kann sich selbst so mancher großer FF Verein ne Scheibe von abschreiben.

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  • Detlef sagt:

    @Holly,
    Zunächst einmal sollte der DFB überhaupt etwas dazu sagen!!!
    Immerhin sollte man doch annehmen, daß Jones und Ratzeburg eine Meinung zu diesem geplanten Rausschmiss haben!!!

    Weiterhin hätte man den VfL Bochum daran erinnern können, dass man ihnen für die Frauen – WM quasi das Stadion saniert hat, und sie in den letzten Jahren einiges an Zuwendungen für die Frauen und Mädchen bekommen haben!!! 😉
    Wer diese Gelder dankbar einstreicht, aber die Gegenleistung dafür nicht erbringt, der sollte den Betrag auch wieder rückerstatten müssen!!!

    Für einen Verein, der tief in den roten Zahlen steckt, sollte dies ein überdenkenswertes Argument sein!!! 😉
    Ganz so machtlos ist der größte Sportverband der Welt dann auch wieder nicht!!! 😉

    Vielleicht könnte man einen Klub, der so offensichtlich gegen die Statuten dieses Dachverbandes handelt (Gleichberechtigung), auch mal vom DFB-Pokal ausschließen??? 😉
    Dafür müßte man aber die „Eier“ haben, wie Olli Kahn sich ausgedrückt hätte!!! 😉

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  • kelly sagt:

    ja danke für eure Meinungen.es ist wahrscheinlich besser vom männerfussball verein unabhängig zu sein und mal bei sgs essen hospitieren und sich vielleicht was abgucken

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  • holly sagt:

    @ Detlef, ich würde deine Vorschläge ja gut heissen. Bloß wenn der DFB sich nicht absichert gegen sowas dann kann man eben nix machen(bzw hätte keine Stadt oder Verein gefunden).
    Es ist ja genauso wenn ich dir sage ich gebe dir Geld für irgendwas und dafür erwarte ich das und das.
    Wenn ich sowas nicht schriftlich mache kann ich hinterher auch nicht jammern.
    Der DFB wird sich wie in anderen Fällen bei dem Thema bedeckt halten, was ich finde was auch gut ist weil sie(DFB) neutral bleiben sollten.
    Man muss nicht zu jedem Vorfall als Verband seinen Senf dazu geben.
    Wie ich oben schon geschrieben hatte, wenn man gut wirtschaftet kann man mit wenig Geld viel erreichen. will den VFL Frauen nicht unterstellen das sie es nicht können. Halte aber 150 000 Euro für ziemlich groß, für den Etat eines 2 Ligisten. Auch wenn der Betrag für alle Mädchen/Frauenmannschaften ist.
    Nicht falsch verstehen will auch das es bei den VFL Frauen weitergeht mit dem Fussball. Aber der Verband wird keine Extrawurst für die VFL Frauen braten. Ich bin übrigends der Überzeugung das die VFL Frauen auch garnicht wollen würden.
    Um die Männer zu bestrafen gibt es keine sportrechtliche Grundlage, und wäre sicher auch nicht vor dem EU Gerichtshof durchsetzbar.

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  • Fuxi sagt:

    @holly
    Dass die Aufnahme der Frauen-Teams aus Haltern und Wattenscheid eine Vergabevoraussetzung für die Frauen-WM war, ist ziemlich klar. Immerhin fanden vier Vorrundenspiele in Bochum statt. Das dürfte eine Stadionmiete von insgesamt rund 2 Millionen Euro bedeuten, dazu die Ersparnis durch Zuschüsse zur Stadionsanierung vor der WM – von dem Geld könnte der VfL die Frauen- und Mädchenmannschaften mindestens 10 Jahre „durchfüttern“…

    Und was die Größenordnung angeht: Der Zweitligaetat des VfL beträgt laut RevierSport 7,5 Millionen Euro. Allein etwa 400.000 Euro kamen dafür herein, dass der Hamburger SV im Sommer den Ex-Bochumer Matthias Ostrzolek vom FC Augsburg verpflichtet hat.

    Da drängt sich eine Frage geradezu auf: Wenn der VfL Bochum derart verschuldet ist, dass ein Transfererlös 13/14 von mehr als 3 Millionen Euro für den Wechsel von Leon Goretzka nach Schalke keine wesentliche Entlastung bringt, sich dafür aber einen 29er-Kader leistet mit einem Edeljoker namens Mikael Forssell, der bisher in 5 Partien gerade 103 Minuten aufgelaufen ist, aber mutmaßlich weit mehr als die 150.000 Euro im Jahr verdient – müsste der VfL dann nicht den Zweitliga-Herrenfußball abmelden, wenn er ständig zu Schulden führt?

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Solange aber von dort immer nur zu hören ist, daß jeder Verein das mit sich selber ausmachen muß, solange ist die Zukunft des Fußballs ganz sicher nicht weiblich!!!“

    Wie stellst du dir das eigentlich vor? Soll der DFB dem VfL Bochum offiziell verbieten, den Frauen- und Mädchenbereich ‚einzusparen‘? Müsste der Verband dann (aus Gründen der Gleichbehandlung) nicht z.B. auch den BVB dazu zwingen, eine FF-Abteilung zu gründen?

    Abgesehen davon, dass es für einen derartigen Eingriff in die Autonomie der Vereine keine rechtliche Grundlage gibt, wäre es auch politisch nicht der richtige Weg, die Vereinsmitglieder und -gremien zu ‚bevormunden‘.

    Und schließlich hat es eine viel größere ‚Signalwirkung‘, wenn sich -wie jetzt in Bochum- die Mitglieder pro Frauenfußball aussprechen, als wenn so etwas als ‚Diktat‘ vom DFB käme!

    Die Verbände tun also gut daran, auf eine direkte Einmischung zu verzichten.

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  • Detlef sagt:

    @holly,
    Du findest es also gut, dass sich der DFB „bedeckt“ hält, wenn ein Verein gegen dessen eigene Richtlinien verstößt??? 🙁
    Ich kann hier nicht schreiben was ich davon halte, sonst werde ich wieder zensiert!!!

    All die vollmundigen Beteuerungen und Versprechungen stehen doch nur auf dem Papier!!! 🙁
    Doch wenn man die Damen und Herren mal beim Wort nehmen will, dann kneifen sie!!! 🙁

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  • holly sagt:

    @ Detlef, FFFan hat das geschrieben warum sie sich bedeckt halten sollten. Weil sie halt garkeine nichts da machen können.
    Außer zu sagen wir bedauern das sehr und auf solche Statments kann der VFL Bochum FF ganz sicher verzichten.

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  • Detlef sagt:

    @holly & FFFan,

    Mit Verboten kommt man hier nicht weiter!!!
    Aber mit oben genannten „Argumenten“ könnte man die Verantwortlichen des Vereins „überzeugen“!!! 😉

    Wenn sich ein Verein prinzipiell dem FF verweigert, wie zB der BVB oder der VfB Stuttgart, dann ist das zwar intolerant aber zumindest ehrlich!!!
    Wenn man aber eine FF-Abteilung aufbaut, und dafür auch noch „reich beschenkt“ wird (DANKE Fuxi für die Details), hat man damit auch eine Verantwortung übernommen, die man nicht so einfach „an der Garderobe“ wieder abgeben kann!!!

    Das der DFB die geflossenen Mittel an Bedingungen knüpft dachte ich mir schon!!!
    Aber das er dessen Einhaltung nicht „beaufsichtigt“ muß beklagt werden!!! 🙁
    Ich glaube kaum, daß man dem VfL damals gesagt hatte, „nach 4 Jahren könnt Ihr den Laden wieder dicht machen“!!! 😉

    Das eine Nachwuchsabteilung (dazu gehören ja die Frauen offiziell) grundsätzlich immer und überall ein Zuschußgeschäft ist, sollte sich eigentlich allgemein rumgesprochen haben!!!
    Und grundsätzlich ist Sponsorensuche Aufgabe des Hauptvereins, der dafür extra Leute beschäftigt, die entsprechende Connections aufbauen müssen!!!
    Das hatte ich schon damals beim HSV bemängelt!!!

    Wenn die FF-Abteilung sich jetzt quasi selbstständig machen soll, und selber nach Sponsoren suchen soll, dann können sie auch gleich einen eigenen FF-Verein gründen, um weiteren Gängelungen des VfL in Zukunft aus dem Wege zu gehen!!!
    Und das wäre ein weiterer Beweis dafür, daß die „Hauptderektive“ des DFB in die berühmte Hose gegangen ist, nämlich den FF in Deutschland unter das Dach der Männer-Profis zu schieben!!!

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  • holly sagt:

    @ Detlef, bei der Sponsorensuche bist du auf dem Holzweg. Es gibt keinen FF Verein in Dt. der die Connections der Männer mit nutzen darf. Das muss jede FF Abteilung in einem MF Verein selbst aufbauen und sich erarbeiten.
    Selbst bei den Werkclubs Bayer und Wolfsburg. Bei Wolfsburg steht man sicher mehr hinter den Frauen wie in Lev.
    Auch die medizinische Abteilung ist bei den Frauen immer eine ganz andere wie bei den Männern. Auch müssen sich viele FF Vereine die bei einem MF Club integriert sind selbst vermarkten bzw ihren Etat selbst finanzieren.
    Das ist absolut nichts neues was den Bochumer Damen jetzt bevor steht. Das ist schon bei vielen Vereinen so. Wünsche den VFL Damen das sie diesen Weg erfolgreich gestalten können.

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  • holly sagt:

    @ Fuxi, kann deinen Erklärungen vollkommen folgen und wirtschaftlich ist wäre es auch nachvollziehbar, aber leider ist die Realität genau anders herum

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  • Detlef sagt:

    @holly,
    Woher nimmst Du diese absolute Gewißheit???
    Altwolf hat hier vor einiger Zeit mal dargelegt, daß in WOB die Frauen zur selben Profi-Abteilung gehören wie die Männer!!!
    Warum sollten sie also nicht die selben PR-Leute nutzen???
    Der Sponsorenpool dürfte absolut identisch sein!!!

    Und auch in Freiburg, München, Hoffenheim und Leverkusen dürfte es so sein!!!
    Nur ist deren Etat natürlich wesentlich kleiner als bei den Wölfinnen!!!

    Damit die Bochumerinnen sich eigene Sponsoren suchen können, müssten sie erstmal eine eigene FF-Abteilung gründen!!!

    Der bessere Weg wäre aber mittelfristig einen eigenständigen Verein zu gründen, der die Lizenz dann vom VfL Bochum übernimmt!!! 🙂

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  • holly sagt:

    @ Detlef, da musst du nur die Angestellten auf der HP des jeweiligen Vereins vergleichen. Damit meinte er sicher das sie izu der VFL Wolfsburg Fussball AG (oder wie auch immer die heisst gehören).
    Bei Wob ist es sicher so das die Sponsoren identisch sind.
    Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
    Warum sind dann bei keinem FF Verein die beim MF sind die gleichen Sponsoren bzw warum haben die Frauenableger dann nicht einen höheren Etat?

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef, @Holly.

    Korrekt ist, daß die FF-Abteilung (wohl adäqut der MF-Abteilung bis zur B-Jugend hinunter)zur VFL Fußball GmbH gehört und damit nicht dem Gesamt-Verein VFL Wolfsburg untersteht, so wie das, soweit mir bekannt, nur noch bei Bayern München evtl.auch noch bei 1899 Hoffenheim besteht.

    So ist T.Röttgermann 1 von 3 Geschäftsführern der Fußball GmbH, jedoch in dieser Funktion auch Vorgesetzter von R.Kellermann, da er neben dem Marketing (MF u.FF u. JF) auch für die Frauen in der GmbH verantwortlic ist – also eine günstige Symbiose.

    Die übrigen FF-Abteilungen sind entweder wie Frankfurt,Essen u.z.B.Turbine eigenständige Abteilungen, während wohl Bayer Lev u.1.FC Freiburg wohl nicht dem Profi-Bereich zugehören und deshalb,wie damals beim HSV, dem Ges.Verein – also auch in Bochum- unterstellt sind und somit auch z.T. andere Abteilungen bzw. Sparten ein Wort mitreden können.

    Was die Sponsoren betrifft sieht man ja bei WOB und Bayern auch „gemeinsame“ Sponsoren, jedoch haben die „Wölfinnen“ auch zusätzlich einen „eigenen Pool“ – z.B. die AOK u. – man sieht es bei den TV-Übertragungen an den dort abgestellten Fahrzeugen – Ehme de Riese, der nur die Frauen sponsert.

    Bei den Männer-Profi-Vereinen wäre es sicher auch möglich z.B. das Trikotsponsering gemeinsam zu vermarkten, jedoch ist es auch möglich unterschiedliche Geldgeber zu generieren, die nicht im Widerspruch zu bereits bestehenden Verträgen (sprich Konkurenz) stehen. WOB hatte vor dem VW-Emblem bei den Frauen für die Firma DELL geworben.

    Wichtig für Bochum wäre auch der Rückhalt der Kommune und eben auch ein konkretes Engagement für den FF im eigenen Verein.
    Ich glaube auch nicht, daß die 150000 € der ausschlaggebene Punkt dabei waren, sondern da scheinen einige Leute die FF-Abteilung aus dem Verein haben zu wollen.

    Auch bin ich der Meining, daß der DFB zwar beratend – falls Geld geflossen sein sollte, aber keine Maßregelungen treffen kann, so wie ja auch beim HSV nichts dagegen unternommen werden konnte,bzw. wurde.

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