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Champions League: Wolfsburg und Frankfurt im Achtelfinale

Von am 16. Oktober 2014 – 19.37 Uhr 24 Kommentare

Der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Frankfurt haben das Achtelfinale der UEFA Women’s Champions League erreicht. Doch während die Frankfurterinnen einen souveränen Sieg einfuhren, musste der Titelverteidiger trotz einer Vielzahl von Chancen bis zum Ende bangen, ehe Caroline Graham Hansen gegen ihren Ex-Verein für die Entscheidung sorgte.

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Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel gewannen die Wolfsburgerinnen das Rückspiel im VfL-Stadion am Elsterweg mit 2:1 (1:0). Dabei avancierte Wolfsburgs Neuzugang Caroline Graham Hansen gegen ihren Ex-Verein mit zwei Treffern und einer starken Leistung zur Matchwinnerin (12., 84.), die Ex-Wolfsburgerin Melissa Wiik hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt (56.).

Hansens erster Streich
Die Wolfsburgerinnen begannen von Beginn an druckvoll, Hansen erzielte nach schöner Vorarbeit von Alex Popp und Martina Müller die frühe Führung (12.). Die Gäste waren bei ihren sporadischen Offensivaktionen nicht ungefährlich, etwa als ein Heber Julie Adserø auf die Latte fiel (16.) oder Rikke Storro nach schöner Kombination in aussichtsreicher Position verstolperte (18.).

Wolfsburg vergibt gute Chancen
Nach Vorarbeit von Luisa Wensing und Hansen kam Popp einem Treffer nah, doch sie scheiterte knapp (36.), genauso wie Müller, die bei einer Direktabnahme den Ball übers Tor jagte (39.) oder Verena Faißt in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, deren Schuss die norwegische Torhüterin Ingrid Hjelmseth parierte (45.+1).

Caroline Graham Hansen erzielt einen Treffer

Caroline Graham Hansen erzielte den 2:1-Siegtreffer © foto2press / Jan Kuppert

Hansen erzielt Siegtreffer
Wie aus heiterem Himmel gelang den Gästen durch Wiik der Ausgleich (56.), der Wolfsburg für einige Minuten sichtlich verunsicherte, denn ein weiterer Treffer der Norwegerinnen hätte das frühe Aus im Wettbewerb bedeutet. In der Folge erspielten sich die Wolfsburgerinnen eine Vielzahl guter Chancen, es dauerte bis in die Schlussphase, ehe Hansen mit einem abgefälschten Schuss der zweite Wolfsburger Treffer gelang (84.), der den Aufstieg ins Achtelfinale perfekt machte, wo Österreichs Titelträger NÖSV Neulengbach als nächster Gegner wartet.

Frankfurt siegt souverän
Der 1. FFC Frankfurt kam gegen den FC BIIK Kazygurt nach dem 2:2 im Hinspiel zu einem klaren 4:0 (1:0)-Sieg. Dzsenifer Marozsán (40.), Kerstin Garefrekes (73.) und Célia Šašić (75., 90.+3) erzielten die Treffer für die Frankfurterinnen, die im Achtelfinale nun auf den italienischen Meister ASD Torres Calcio treffen werden.

Führung durch Marozsán
Die Frankfurterinnen kamen früh zu Torchancen, als Kerstin Garefrekes den Außenpfosten traf (18.) und kurz darauf per Kopf scheiterte (22.). Sekunden später setzte Marozsán einen Schuss an die Latte. Trotz weiterer Möglichkeiten durch einen abgefälschten Šašić-Schuss (31.) und einen neuerlichen Außenpfosten-Treffer durch Marozsán (31.) gelang der Mittelfeldspielerin kurze Zeit später mit einem strammen 25-Meter-Schuss die Führung (40.).

Šašić trifft doppelt
Die Kasachinnen strahlten nur selten Gefahr aus, etwa bei einem Kopfball von Alina Litvinenko (63.). In der Schlussphase kam dann die bessere Fitness der Frankfurterinnen immer mehr zum Tragen. Nach einem Marozsán-Freistoß war Garefrekes mit dem Kopf zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (73.). Šašić erzielte dann nach schönem Zuspiel von Verónica Boquete (75.) ihren ersten Treffer des Tages und ließ in der Nachspielzeit mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze einen weiteren folgen (90.+3).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    Gutes Spiel des 1ffc. Tolles Tor von Maroszan und auch sonst sehr gute Vorstellung von ihr. Hoffe sie macht so weiter.

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  • Julia Simic & Anna Blässe gehören in die Nationalmannschaft sagt:

    Caroline Hansen! Was für eine Spielerin und sie ist gerade mal erst 19.

    P.S. Kann mir einer sagen wie das Lied heißt was am Ende des Wolfsburg Spiel lief?

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  • enthusio sagt:

    Ich empfehle allen, die die Spiele nicht sehen konnten, die Lektüre der beiden ausführlichen Spielberichte auf der Homepage von Frankfurt bzw. Wolfsburg. Dort wird der Spielverlauf sehr gut dargestellt.

    https://www.vfl-wolfsburg.de/info/frauen/aktuelles/detailseite/artikel/weiter-im-rennen.html

    Kazygurt, dessen Spielniveau bestenfalls Zweitliganiveau besaß, hatte im gesamten Spiel nur eine einzige Torchance durch den Kopfball von Litvinenko, der knapp am Tor vorbeistrich. Frankfurt erspielte sich dagegen gefühlte zwanzig gute Torchancen. Überragende Spielerin auf dem Platz war für mich Marozsan, nicht nur wegen ihres schönen Führungstores.

    Auch in Wolfsburg rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Tor von Stabaek, insbesondere Hansen war im Spiel gegen ihre ehemalige Mannschaft nie in den Griff zu bekommen. Durch das Ausgleichstor der Norwegerinnen wurde es aber noch einmal richtig spannend, aber Hansen krönte das Festival zahlreicher ausgelassener Wolfsburger Torchancen doch noch mit ihrem Siegtor, einem leicht abgefälschten trockenen Flachschuss von der Strafraumgrenze.

    Leute, ich sach Euch: dat war nix für meine Nerven … 🙂 .

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  • never-rest sagt:

    Ja, WOB hat es dann doch noch spannend gemacht. Nach dem unerwarteten Ausgleichstreffer von Stabeak musste WOB bis zum Schlusspfiff fighten, um Alles klar zu machen. Die mangelnde Chancenverwertung ist schon bedenklich, aber vielleicht haelt sich WOB das Pulver fuer die entscheidenden Spiele ja noch trocken.

    C. Hansen ist der Hammer.

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  • Jens sagt:

    Habe beide Spiele gesehen. Immer und immer wieder rollte Angriff auf Angriff auf das Gästertor.
    Was aber immer Sorgen machen sollte: Die Chancenverwertung! Schrecklich!
    Selbst Hansen hatte eine Superchanche, aber wollte oder konnte (??) nicht schießen…das muss in den kommenden Spielen deutlich besser werden.

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  • Altwolf sagt:

    Dieses Auslassen von so vielen Torchancen war ja zum „Haareraufen“ – wenn man bis dahin noch welche hatte- die Zuschauertribüne stöhnte ein für das andere Mal gemeinsam laut auf, bei solchen „Nicht-Tor-Abschlüssen“.

    Doch irgendwie schaffen es die Wölfinnen dann doch immer noch das „richtige“ Ergebnis hinzubiegen.

    Caros „Leichtigkeit“ des Spieles ist schon faszinierend, auch wenn die Abstimmung mit ihren Mitstreiterinnen noch nicht immer so klappt.

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  • Jennifer sagt:

    Glückwunsch an beide Teams!

    Mich hat bei Frankfurt gefreut, dass Maroszan mal wieder mit-gespielt hat und sogar auch noch was gelaufen ist … wunderbar! … und ein schönes Tor noch dazu!

    Bei Wolfsburg Caro Hansen – meine Güte! Super!

    Bei aller Freude: Almuth Schult. OK, sie ist noch jung, aber das ein- oder andere Mal ist mir doch ein Schrecken über die Schulter gelaufen. Du kannst mir doch nicht ernsthaft weiss machen, dass sie sehen konnte, dass der Ball auf der Latte landet? Keine Reaktion? Warum nicht? No, wäre sie während des Spiels so abgebrüht würde ich das fast glauben, aber bei den vielen kleinen Fehlern …

    Ein schwaches Herz darf man bei den Spielen der Wolfsburgerinnen z. Z. aber nicht haben …

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  • tpfn sagt:

    man wusste natürlich was sich Wolfsburg da an Land gezogen hatte, aber meine Herren, die Hansen stellt ja absolut alle in den Schatten, bin gespannt wie sich das auf Dauer mit den Platzhirschen verträgt, wie deprimierend muss es sein wenn da ne 19jährige kommt die absolut jeden an die Wand spielt. Ihr selbstbewußtes manchmal sogar etwas eigensinniges Auftreten lässt mich schlussfolgern, dass dem Häuptling Kessi leider kein weiterer Indianer beschert wurde. Sollte mich nicht wundern wenn es bei Tyresö ein ähnliches Problem gab.

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  • FFFan sagt:

    Frankfurt mit dem erwarteten souveränen Sieg. Im Stadion am Brentanobad entwickelte sich praktisch ein ‚Spiel auf ein Tor‘. Das Endergebnis von 4-0 drückt die Überlegenheit des FFC nur unzureichend aus, aber der deutsche Vizemeister vergab auch im Rückspiel wieder viele Torchancen. In der nächsten Runde gegen Torres sollte dies unbedingt abgestellt werden!

    Für Titelverteidiger Wolfsburg war das Rückspiel dann doch ein schwereres Stück Arbeit als erwartet. Man muss allerdings auch sagen, dass die Gäste aus Norwegen diesmal viel besser und vor allem mutiger auftraten als im Hinspiel, als sie zu viel Respekt vor dem Champions-League-Sieger zeigten! Die ‚Wölfinnen‘ machten sich das Leben aber auch selbst schwer. Sie hätten schon in der ersten Halbzeit zwei, drei Tore mehr schießen oder auch nach dem Ausgleichstreffer (der nicht ganz ‚aus heiterem Himmel‘ kam, denn Stabaek hatte schon kurz davor eine sehr gute Gelegenheit) schneller wieder in Führung gehen können. So aber spannten sie ihre Fans ‚auf die Folter‘, bevor dann doch das erlösende (und aufgrund des klaren Chancenplus überfällige) 2-1 fiel. Für den VfL macht sich die Verpflichtung von C.Hansen allmählich bezahlt. Die Norwegerin zeigte gegen ihren Ex-Verein eine Glanzleistung. Bei Stabaek ist mir M.Markussen besonders aufgefallen: technisch excellent und dazu schnell und durchsetzungsfähig. Die könnte noch ganz groß herauskommen, vor allem wenn man bedenkt, dass sie erst 17 Jahre alt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass Markussen schon bei einigen Vereinen aus Schweden, Frankreich oder Deutschland auf dem ‚Zettel‘ steht und womöglich nicht mehr allzu lange in der international zweitklassigen norwegischen Liga spielen wird.

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  • Jan sagt:

    Hansen einbürgern! 😉

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  • noworever sagt:

    @Jennifer:
    „Mich hat bei Frankfurt gefreut, dass Maroszan mal wieder mit-gespielt hat und sogar auch noch was gelaufen ist … wunderbar! … und ein schönes Tor noch dazu!“

    maro’s „mit-spielen“ hängt unmittelbar damit zusammen, dass (jetzt) vero boquete und jess fishlock mitspielen. die 3 ergänzen sich (geradezu ’spielerisch‘) und passen daher so gut zusammen.
    das letzte foto im ffc-spielbericht zeigt dies ganz anschaulich.

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  • Alice sagt:

    Um Himmels Willen… Bei guter Chancenverwertung hätte es in Wolfsburg gestern 10-1 ausgehen müssen und selbst bei durchschnittlicher noch 5-1!! Aber die Nummer 26 hat in Wolfsburg schon vor Caro Hansen für die wichtigen Tore gesorgt. Sie macht der Nummer und ihrem Ruf alle Ehre!

    Kein schlechtes Spiel der Wölfinnen, aber „das Endergebnis ist ein Witz“ wie unsere Zeitung Ralf Kellermann zitiert. Nach Caros Tor war er nicht der einzige, der nach Erleichterungsgeste den Kopf schüttelte.

    Bei dem Lattenknaller über der tiefenentspannten Almuth hätte man sie am liebsten schütteln wollen. Sie hat schon ihre starken Aktionen aber ich frage mich wo so manch eine Aktion landen würde, wenn sie nicht von unserer im grossen und ganzen enorm guten Abwehr profitieren würde… Hier will ich auch Noelle nicht aussen vor lassen, die es mit einer sehr gut aufgelegten Markussen zu tun hatte. Wenn man in Wolfsburg nicht schon so qualitativ hochwertig besetzt wäre, würde ich hier nur halb scherzhaft anmerken „merken und aufschreiben“ 😀

    Musste leider arbeiten und konnte nur die Aufnahme sehen. Da ich mir das Ergebnis aber vorenthalten habe, wurde das dann doch noch eine aufreibendere und spannendere Nacht als gedacht

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  • timmy sagt:

    Die Ergebnisse bedeuten auch, dass wohl weder Österreich noch Tschechien den zweiten Startplatz von Spanien zurückerobern konnten für die Saison 2016/17 (bei Beibehaltung des Modus).

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  • Doc8181 sagt:

    @Alice:

    Almuth schütteln??? Das ist sehr freundlich formuliert 🙂 Ich hatte einen 3fachen Herzinfarkt in der Situation.

    Jaja, mit Caro haben wir einen richtig guten Fang gemacht. Nur das Abgeben muss sie noch etwas üben 😀 😉 Aber sie ist ja noch jung…

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  • Statistiker sagt:

    Ich wundere mich gerade ein bisschen über den Hype um eine Spielerin namens Hansen. Ich habe von ihr in der Bundesliga (unter realen Wettbewerbsbedingungen gegen Topgegner) noch keine im Ansatz brauchbare Leistung gesehen. Da reicht ein Spiel, um sie derartig abzufeiern?

    Letztlich muss man sagen, dass die Leistung von Hansen leicht zu erklären ist. Hansen besitzt eine gute Grundtechnik und ist schnell, hatte den Platz gegen Stabaek, die nicht annähernd auf deutschem Niveau agieren können und war überdurchschnittlich motiviert.
    Das bedeutet aber nicht, dass das nun auch in den „regulären“ Spielen so aussehen wird. Machst du ihr die Räume eng, stellst du sie auf Außen kalt, dann kommt da nicht viel, da ihr Spiel aus der Bewegung geschieht, aber ihre Technik nicht unbedingt auf Hochgeschwindigkeit ausgelegt ist, die eine Abwehr wie Frankfurt, Potsdam oder Bayern auszuhebeln vermag, ihr aus dem Stand aber die Räume fehlen.

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  • enthusio sagt:

    @Statistiker:

    Wenn Hansen aber dennoch ihre Tore gegen die von Dir genannten Mannschaften schießen sollte, hätten die gegnerischen Trainer etwas falsch gemacht, denn eigentlich spielt sie doch ziemlich durchschaubar, oder ?

    Im Ernst: Du vergisst, sie ist erst 19 Jahre alt und ist bei Wolfsburg gelandet, um zu lernen. Und ich verspreche Dir, sie wird noch viel dazulernen.
    Aber dafür, dass sie so limitiert sein soll, hat sie in einer mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickten Mannschaft gestern eine überragende Leistung geboten.
    Ganz abgesehen davon sind drei Bundesligatore neben dem gestrigen Doppelpack doch gar nicht schlecht für den Anfang, wenn man bedenkt, dass sie von Kellermann noch recht behutsam an das Bundesliganiveau herangeführt wird.

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  • holly sagt:

    und zwischen durch war sie noch verletzt. Hat man ja gegen Potsdam gesehen wie gut Frankfurt die Räume eng machen kann.
    JaJa manche Leute erwachen halt nie aus ihren Träumen.

    Man muss aber auch faier Weise sagen das es bisher ihr bestes Spiel in Wob war. Noch überragender finde ich Nilla Fischer diese Saison. Mit welcher Ruhe und Übersicht sie da hinten agiert ist weltmeisterlich. Zu Recht ist sie im Moment die Spielführerin.

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  • Altwolf sagt:

    @Statistiker.

    Na wenn eine Spielerin wie C.Hansen als auffällige Spielerin mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten hier mehrfach erwähnt wird, ist das doch kein „Hype“.

    Insbes. im Vergleich zu ähnlich alten Spielerinnen, ist sie z.B. gegenüber e.L.Magull doch schon ein Stück weiter und gerade in der Offensive benötige ich auch ein Selbstbewußtsein und auch mal ein gesundes Maß an Egoismus.

    Sie hätte gegen Stabaek aus ihren erspielten Situationen mehr Tore machen könnne, hat aber dabei statt selbst den Abschluß zu tätigen wieder gepasst und so die Torgefahr nicht immer erhöht.

    Ihr vorzuhalten sie sehe nicht ihre Mitspielerinnen ist so auch nicht richtig, denn allein gegen Sand hatte sie 1 Tor selbst erzielt und war an der Vorbereitung der anderen 3 Tore
    beteiligt.Gerade die guten Zuspiele teils in den freien Raum sind eine ihrer Stärken, wie auch ihr Schußvermögen.

    @tpf.

    Sie heißt „Caro“ und nicht „Martha“ und ein Kompetenzgerangel ist nun wirklich nicht zu erwarten, denn gerade Caro profitiert sehr vom Zusammenspiel mit Lena und dies wird auch mit Nadine funktionieren, zumal sie hier als sehr „bodenständig“ auftritt und auch empfunden wird.

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  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    Nachdem Hendrich zuletzt bei einigen FF-Fans nicht sonderlich positiv weg kam, muss ich ihr eine recht überzeugende Leistung im gestrigen Spiel bescheinigen, die in der Tat geeignet war, sich auch nachhaltiger für die N11 zu empfehlen.
    Absolutes Kriterium ist für mich, wie eine Spielerin mit Ball am Fuß Wege geht und sich dabei auch nicht scheut, eine Gegenspielerin zu umkurven und eben nicht einen Rückpass spielt. Hendrichs Laufstil beim Führen des Balles ist das Nonplusultra für eine technisch beschlagene Spielerin und ihre abschließenden Strafraumflanken sind recht präzise angelegt. Eine gute Verpflichtung für die Mainhatterinnen, der ich wünsche, in den beiden kommenden Länderspielen ihre aktuelle Formkurve bestätigen zu können.

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  • GG sagt:

    Als Augenzeuge in WOB noch ein paar Eindrücke meinerseits:
    * […] – in der 1. Hz eine sehr ordentliche Vorstellung der Wölfinnen mit einer herausragenden Lena Goeßling.
    * Der Bruch im Spiel beruhte m.E. auf den Wechsel Noelle Maritz vs. Anna Blässe und die Versetzung von Verena Faißt auf die LV-Position; hier entstand eine deutliche Schwachstelle, welche auf die gesamte Mannschaft ausstrahlte.
    * Caro G. Hansen hat trotz der beiden Tore doch einige Defizite geoffenbart, insbesondere bei der Ballannahme, im Paßspiel und im „optisch unsauberen“ Torabschluß (vgl. Nadine Keßlers 1:1 im UWCL-HF-Rückspiel gegen TP am 27.04.2014). ALLERDINGS: In der Zeit, in der sie jetzt bei den Wölfinnen aktiv ist, hat sie sich bereits kontinuierlich weiterentwickelt und es reift mir zusehends die Perspektive, dass mit Beginn 2015 ein höchsteffizientes WOB-Team auf dem Platz stehen wird.
    * Wie @Alice bereits andeutete, die Bandbreite des möglichen Spielausgangs bewegte sich zwischen 11:1 und 1:2. Nach dem Ausgleichstreffer – kein vorangegangenes Foulspiel an Babett Peter ?? – habe ich unvermittelt an die letztjährige Begegnung Olympique Lyon vs. TP denken müssen; Siegtreffer TP zum 1:2 per (umstrittenen) Foulelfmeter.
    Nun denn, letztlich Sieg auch wieder dank der Moral der Wölfinnen. Irgendwie schon phänomenal, zumal die eigentliche „Leitwölfin“ noch nicht einmal im Kader stand. Neulengbach sehe ich als Durchgangsstation, mit 2 deutlichen Erfolgen des WOB (im Gesamtergebnis > 10 Tore). Und sollten dann alle Spielerinnen an Bord sein können, gibt es für mich nur noch einen Titelfavoriten.

    Kurz noch zum 1.FFC, dessen Spiel ich in der Aufzeichnung verfolgt habe: Mit dem italienischen Meister wartet ein deutlich größeres Kaliber; in der vergangenen Spielzeit hat TP letztlich zwar deutlich, aber auch jeweils erst nach anfänglich zähem Ringen gewonnen.
    Irritiert hat mich das Auftreten der IV (Kuznik, Laudehr), die nach meiner bescheidenen Meinung aber mal sowas von weit weg von den Attributen „Sattelfestigkeit“ und „Souveränität“ war. Spielt eigentlich noch Panico bei Torres ? Könnte jedenfalls ein netter Schlagabtausch werden …

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • FFFan sagt:

    @ Statistiker:
    „Ich wundere mich gerade ein bisschen über den Hype um eine Spielerin namens Hansen. Ich habe von ihr in der Bundesliga (…) noch keine im Ansatz brauchbare Leistung gesehen. Da reicht ein Spiel, um sie derartig abzufeiern?“

    Es ist doch nicht nur dieses eine Spiel! Eine zumindest „im Ansatz brauchbare Leistung“ von ihr war -bei halbwegs objektiver Betrachtungsweise- doch schon in den ersten Bundesligaspielen gegen Freiburg und Hoffenheim zu sehen, auch wenn die Abstimmung zu ihren Mitspielerinnen noch nicht hundertprozentig passte (was aber normal ist, wenn man als Neuzugang in eine seit Jahren eingespielte Mannschaft kommt). Dann kam sie nach der Länderspielpause auch noch verletzt/angeschlagen von der Nationalmannschaft zurück, konnte einige Tage nicht trainieren. Deshalb kam sie in den Spielen gegen Bayern München und Turbine Potsdam jeweils nur von der Bank. Aber in beiden Spielen hat sie (gegen „Topgegner“!) nach ihrer Einwechslung das Spiel ihrer Mannschaft deutlich ‚belebt‘. Eine ihrer großen Stärken ist das Dribbling: Caro Hansen hat nicht die extreme Schnelligkeit einer L.Schelin oder A.Morgan und auch nicht die grandiose Schusstechnik (und Schusshärte!) einer D.Marozsan, aber sie ist einfach kaum vom Ball zu trennen und besitzt die Fähigkeit, mit dem Spielgerät am Fuß sich auch aus engen Räumen zu befreien. Daneben hat sie gerade in den beiden Champions-League-Spielen ihre Torgefährlichkeit und ihre Stärke bei ‚ruhenden Bällen‘ unter Beweis gestellt.

    Die ‚Lobgesänge‘ (ein „Hype“ ist was anderes) auf diese Spielerin sind also berechtigt. Und ihre Leistung mit ‚hanebüchenen‘ Begründungen („reguläre“ vs. „irreguläre“ Spiele; vermeintliche ‚Zusatzmotivation‘ gegen den Ex-Verein) abzuwerten, geht mal gar nicht! 😉

    Dass wir es hier mit einer ‚Ausnahmespielerin‘ zu tun haben, ist allerdings keine neue Erkenntnis. Vielmehr war das schon vor Saisonbeginn allgemein bekannt. Und natürlich wissen auch Hansen und ihr Management um ihren hohen ‚Marktwert‘: dem Vernehmen nach waren auch andere Spitzenclubs der Bundesliga stark an ihr interessiert, aber die Gehaltsforderungen sollen so hoch gewesen sein, dass sogar dem großen FC Bayern ‚die Luft wegblieb‘ – nicht aber dem VfL Wolfsburg!

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  • tpfn sagt:

    Also gerade eine Weiterentwicklung ist mir bei Hansen noch nicht aufgefallen, die Einzige von der sie sich evtl. noch was abgucken kann wäre Kessi und die konnte bisher verletzungsbedingt noch nicht groß in Erscheinung treten. Was die Ausbildung angeht ist wohl Stabæk mindestens ebenbürtig, wieviel gute Spielerinnen dieser Verein hervorbrachte, aus einer handvoll Norwegern, sagt schon einiges.

    Übrigens, Nilla Fischer macht auf mich derzeit keinen sicheren Eindruck, kein Vergleich zur letzter Saison, wo an Nilla im Grunde absolut kein Vorbeikommen war. Erstmalige Unsicherheiten sind mir im CL-Finale aufgefallen, aber das hatte ich der Brisanz des Titels zugeschrieben, mittlerweile zieht sich das aber durch jedes Spiel, vielleicht ist das, neben Kessi`s Zwangspause, eine weitere Ursache für das momentane Schwächeln bei bei Wolfsburg.

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  • Silvijaaaa sagt:

    Also einige hier scheinen ein wenig den Bezug zur Realität verloren zu haben. Gerade wer Hansen’s Technik kritisiert.
    Hansen war einfach am Donnerstag die beste Offensivspielerin auf dem Platz. Besser als Popp, Magull, Blässe und Müller.
    Sie war an fast jeder guten Offensivaktion beteiligt. Nur weil sie ein paar Mal nicht den richtigen Pass gespielt hat oder zu lange gewartet hat wird sie jetzt auch noch kritisiert, obwohl sie beide Tore geschossen hat? Nur zur Info: Sie war schon gegen Sand und im Hinspiel an quasi allen Toren beteiligt.
    Sie ist 19 und schon jetzt mit weitem Abstand der beste Teenager der Bundesliga. Der VfL wird mit ihr noch sehr viel Freude haben.

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  • enthusio sagt:

    @Silvijaaaa:

    „Sie ist 19 und schon jetzt mit weitem Abstand der beste Teenager der Bundesliga.“

    Das stimmt so sicherlich nicht. Natürlich ist Graham Hansen für ihr Alter (Jahrgang 1995) schon eine sehr gute Spielerin, aber mit den gleichaltrigen Däbritz und Maritz sowie aus dem noch jüngeren 96er-Jahrgang Bremer und Miedema gibt es weitere Spielerinnen, die man in einem Atemzug mit ihr nennen könnte. Auch sie sind großartige Talente in der Bundesliga.

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