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FC Bayern will Erfolgsserie ausbauen, Duisburg braucht Punkte

Von am 10. Oktober 2014 – 19.17 Uhr 11 Kommentare

Zum Auftakt des siebten Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga treffen am Samstag der FF USV Jena und die TSG 1899 Hoffenheim aufeinander. Für die direkten Tabellennachbarn geht es um sichere Mittelfeldplätze. Um Spitzenränge geht es tags darauf, wenn der 1. FFC Turbine Potsdam den bislang ungeschlagenen FC Bayern München empfängt. Durch die 1:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg in der Vorwoche haben die Potsdamerinnen die Tabellenführung verloren. Die könnten sie mit einem Sieg zurückerobern – im Fall einer Niederlage könnten aber gleich mehrere Konkurrenten vorbeiziehen.

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Nord-Süd-Gipfel
Vor den Münchnerinnen hat Turbine-Trainer Bernd Schröder großen Respekt: „Wir haben mit den Bayern die gegenwärtig beste Mannschaft der Liga zu Gast. Das Team hat noch kein Spiel in dieser Saison verloren, im Gegensatz zu uns. Bayern hat eine sehr gute Mannschaft mit vielen guten Einzelspielerinnen, das haben die letzten Spiele gezeigt. Viele der Spielerinnen sind auf dem Sprung in die Nationalmannschaft oder spielen bereits dort, das Team hat eine gute Mischung aus jung und alt, national und international. Für uns ist es das schwerste Spiel der Saison.“

FC Bayern München

Der FC Bayern München schwimmt momentan auf einer Erfolgswelle. © Karsten Lauer, girlsplay.de

FCB-Trainer Thomas Wörle, der weiterhin auf die Langzeitverletzten Leonie Maier, Carina Wenninger, Sarah Romert und Lena Lotzen verzichten muss, rechnet sich in Brandenburg Chancen aus: „Wir fahren mit einem sehr positiven Gefühl nach Potsdam und werden dort alles versuchen, um Zählbares mit nach München zu nehmen.“ Die Partie wird am Sonntag ab 14 Uhr live im RBB-Stream übertragen.

Percival und Schiewe gesperrt
Von Eurosport wird am Samstag (11.30 Uhr) das Duell zwischen dem FF USV Jena und der TSG 1899 Hoffenheim gezeigt. In der Tabelle liegt die TSG mit sieben Punkten auf dem siebten Rang, zwei Zähler und einen Platz dahinter folgt der USV. „Jena hat den Saisonstart etwas verpennt und einige Punkte liegen lassen. Ich bin mir aber sicher, dass der aktuelle Tabellenstand nicht die Form und das Leistungsvermögen des USV wiederspiegelt. In den letzten Spielen haben sie wieder zu der Form der vergangenen Saison zurückgefunden und damals waren sie richtig stark“, sagt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann. Auf Jenaer Seite muss man auf gleich zwei gesperrte Spielerinnen verzichten: Sowohl Carolin Schiewe als auch Ria Percival fallen gegen die TSG aus.

SGS Essen empfängt Frankfurt
Percivals Ex-Club 1. FFC Frankfurt reist nach dem überraschenden Remis in der Champions League beim FC BIIK nun zur SGS Essen, die nur einen Zähler weniger als der FFC auf dem Konto hat. „Nach den drei Begegnungen gegen die SGS Essen in der letzten Saison kennen wir diesen Gegner sehr gut und wissen daher ganz genau, was uns am Sonntag erwartet. Die Essenerinnen haben sich personell nicht wesentlich verändert und verfügen daher über ein sehr eingespieltes Team, das durch den guten Saisonstart mit bereits vier Siegen an Sicherheit gewonnen hat“, so FFC-Trainer Colin Bell.

Freiburg reist nach Herford
Einen Rang hinter der SGS Essen liegt der SC Freiburg, der am Sonntag beim Herforder SV zu Gast ist. „Herford ist mit Sicherheit ein Aufsteiger, dem man Beachtung schenken muss“, so SC-Trainer Dietmar Sehrig. „Sie haben schnelle Spielerinnen in der Offensive, das haben wir auf dem Schirm.“ Trotzdem will sich der 52-Jährige auf die eigenen Stärken besinnen. „Wir gehen mit Selbstvertrauen in die Partie und wollen unser Spiel spielen, wie wir das auch schon in den letzten Wochen getan haben“, betont Sehrig. „Wir wollen aggressiv gegen den Ball spielen und mit Passsicherheit im Aufbauspiel agieren.“ Die bislang sieglosen Herforderinnen liegen derzeit auf dem elften Tabellenrang.

NRW-Duell in Leverkusen
Die rote Laterne hat weiterhin der MSV Duisburg, der sich auf den Weg zu Bayer 04 Leverkusen macht. „Aus Leverkusen wollen wir unbedingt etwas Zählbares mitnehmen“, so das Vorhaben von MSV-Trainerin Inka Grings, die mit ihrer Mannschaft bislang noch ohne Punktgewinn ist. Für die nötigen Tore soll nun auch Neuzugang Emilie Fillion sorgen. „Wir wollen unser Konzept umsetzen, nach vorne spielen – und unbedingt unsere Chancen endlich einmal nutzen.“ Auch die Leverkusenerinnen sind nicht besonders gut in die Saison gestartet, zuletzt verlor die Werkself gegen die SGS Essen. Dennoch ist Trainer Thomas Obliers positiv gestimmt: „In Essen hat die Leidenschaft und der Einsatz meiner Mannschaft gestimmt. Wenn wir dieses Feuer mit in das Duisburg-Spiel nehmen, werden wir uns durchsetzen.“

Aufsteiger empfängt Meister
Durchsetzen will sich auch der VfL Wolfsburg am Sonntag beim SC Sand. Wenn der Deutsche Meister auf den Aufsteiger trifft, ist die Favoritenrolle klar verteilt. Mit einem Sieg würden Tabellenführer Wolfsburg die Konkurrenz weiter auf Abstand halten. Der SC Sand liegt momentan auf dem zehnten Tabellenrang.

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11 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Go, FC Bayern! Ich hoffe zwar, dass der FCB gewinnt, aber am Ende wird wohl Potse knapp die Nase vorne haben!

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  • FFFan sagt:

    Der Spielplan meint es diesmal gut mit der SGS Essen. Einen besseren Zeitpunkt, gegen Frankfurt zu spielen, hätte es nicht geben können. Da könnte sogar mehr als ein Punkt drin sein. Wenn nicht jetzt, wann dann?

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  • never-rest sagt:

    Wenn Bayern München mutig gegen TP nach vorne spielt und auch körperlich dagegen hält, traue ich den Bayern mehr als einen Punkt in Potsdam zu.

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  • Altwolf sagt:

    @never-rest.

    Für mich ist es immer entscheidend, wie sich das MF verhält, neutralisieren sich beide, dann wird evtl. eine Spielsituation entscheidend sein oder man trennt sich „einvernehmlich“.

    Wenn sich J.Simic u.L.Wältli gegen d. MF der Bayern durchsetzen können,werden die Turbinen auch als Siegerinnen vom Platz gehen.

    Allerdings sind die beiden Melanies auch in der Lage es umzudrehen. Dann könnte es auch zum Punktverlust der Turbinen führen. Also spannend und eigentlich völlig „offen“. Die Tagesform wird es entscheiden.

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  • Statistiker sagt:

    @Altwolf:

    Beide Teams spielen in einem 5-2-1-2-System, wo jeweils 3 Spielerinnen das Mittelfeld bilden.
    Insofern wird es kaum zu einer „Neutralisierung“ im Mittelfeld kommen, sondern entscheidend wird sein, wer das Mittelfeld schneller überbrücken wird.
    Von den Individualstärken nehmen sich beide meines Erachtens zur Zeit nicht viel, insgesamt vielleicht Bayern durch die bessere Eingespieltheit einen Tick im Vorteil.

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  • waiiy sagt:

    @never-rest: Die besten Spiele gegen die 3 Konkurrenten an der Spitze hat Bayern immer gemacht, wenn sie von hinten heraus gespielt haben. Das heißt, die Defensive wird erst massiert und dann nach vorn gefährlich gespielt. Und so kann man die Bayerinnen auch morgen erwarten. Und so wird es auch für Turbine gefährlich werden.

    „Mutig nach vorn spielen“ ist nicht so das Ding von Bayern.

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  • speedy75 sagt:

    Bin gespannt auf die Spiel morgen.

    Es gibt morgen Abend in der ARD Sportschau übrigens einen Nachbetrachtung zu diesem Spiel.

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  • Michele sagt:

    Ich bin mir auch sicher, wenn Duisburg morgen nicht gewinnt, brennt dort aber ganz gewaltig der Baum! Man wird Grings zwar noch Zeit geben, aber die wird auch nicht von Dauer sein!
    Essen hat Morgen auch die große Chance, was gegen den FFC zu reißen. So wie der FFC zurzeit spielt, wäre es keine Sensation,wenn Essen gewinnt.

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  • Michele sagt:

    Kurz vor dem Nervenzusammenbruch! Warum kann ich den Livestream Potsdam gegen Bayern nicht empfangen? Ich weiß, es geht erst um 14 Uhr los, aber bei mir geht es nicht!

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  • labersack sagt:

    @Michele,
    in http://www.rbb-online.de auf den Reiter Mediathek klicken.

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  • Michele sagt:

    @labersack

    Vielen, vielen Dank!

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