VfL Bochum: Online-Petition zur Rettung des Frauenfußballs

Von am 9. Oktober 2014 – 11.06 Uhr 24 Kommentare

Anfang Oktober wurde der Frauen- und Mädchenabteilung des VfL Bochum vom Vereinsvorstand mitgeteilt, dass sie in der kommenden Saison vom Verein aus finanziellen Gründen nicht mehr tragbar ist und aufgelöst wird. Das Thema schlägt hohe Wellen und eine Online-Petition soll zur Rettung beitragen.

Ist der VfL Bochum noch zu retten? Viele werden diese Frage grundsätzlich verneinen, betrachtet man die Leistungen der hoch bezahlten Profikicker im Männerfußball in den vergangenen Jahren. Doch während der Profifußball einen Freibrief für seine Daseinsberechtigung genießt, gehen in der Frauen- und Mädchenabteilung womöglich bald die Lichter aus.

Sechs Frauen- und Mädchenteams auf der Kippe
Sechs Teams umfasst die Frauen- und Mädchenabteilung des VfL Bochum, rund 120 Spielerinnen werden nach aktuellem Stand der Dinge ab der kommenden Saison ihre sportliche Heimat verlieren. Durch die Auflösung der Abteilung will der Verein rund 150 000 Euro einsparen – es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wem das eingesparte Geld wohl zugute kommen wird.

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Spielerinnen des VfL Bochum

Gehört der Frauenfußball beim VfL Bochum bald der Vergangenheit an?
© Marion Kehren / girlsplay.de

Neururer: „Diesen Luxus können wir uns nicht erlauben“
Bochums Finanz-Vorstand Wilken Engelbracht erklärt: „Vor dem Hintergrund der finanziellen Belastung aus diesem Bereich und den von uns angestrebten Einsparungen, sehen wir keine andere Möglichkeit, als diesen Schritt zu vollziehen.“ Männer-Trainer Peter Neururer meint: „Traurig für die Frauen und Mädchen. Aber diesen Luxus können wir uns nicht erlauben.“

Schon mehr als 4 000 unterzeichnen Online-Petition
Da auf der Jahreshauptversammlung nur Mitglieder die Chance haben, ihre Meinung zu äußern bzw. ihre Stimme abzugeben will eine Online-Petition helfen, der Frauen- und Mädchenabteilung des VfL Bochum zusätzliches Gehör zu verschaffen und die Vereinsverantwortlichen zum Umdenken bewegen.

Bereits am ersten Tag fand die Petition mehr als 4 000 Unterstützer, sechs Tage verbleiben, um seine Stimme abzugeben und ein starkes öffentliches Signal auszusenden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • holly sagt:

    @ Markus, beim Link zur Petition ist euch ein Fehler unterlaufen es geht zwar um den VFL aber nicht den aus Wolfsburg 😉

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  • Markus Juchem sagt:

    @holly: Danke, schon korrigiert. 😉

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  • DAWIDenko sagt:

    Gut dass über die Petition hier berichtet wird.
    Vielen Dank dafür an Womensoccer:
    Gerade bei den wenig prestigeträchtigen Projekten um den Frauenfußball fehlt häufig genügend Information.
    Von daher ist es hierbei gut, dass man sich als FF-Sympathisant durch diese Petition zusammenschließen kann um seine Meinung solidarisch Kund zu tun.

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  • enthusio sagt:

    DAWIDenko hat alles Wesentliche geschrieben, auch ich sage „danke“. 🙂

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  • balea sagt:

    Männer-Trainer Peter Neururer meint: „Traurig für die Frauen und Mädchen. Aber diesen Luxus können wir uns nicht erlauben.“

    So einen Spruch muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine absolute Unverschämtheit. Und dass von einem Trainer, der meist als „Feuerwehrmann“ geholt und oft genug vorfristig wieder „freigestellt“ wurde – dann sicher aber volle „Luxus – Entschädigung“ kassiert hat.

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  • FFFan sagt:

    Wie vor einigen Jahren die HSV-Frauen hat auch der Frauen- und Mädchenfußball beim VfL Bochum das Problem, dass die Sparte (sie ist beim VfL Bochum keine eigene Abteilung, sondern der Nachwuchsabteilung angegliedert) dauerhaft mehr Kosten verursacht als sie Einnahmen ‚generiert‘. Ein eigenständiger Verein, der so wirtschaften würde, wäre längst pleite…

    Jetzt ruckartig die ‚Reißleine‘ zu ziehen, ist nicht fair gegenüber den betroffenen Spielerinnen und Trainer(inne)n. Aber so weitermachen wie bisher geht wohl auch nicht.

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  • enthusio sagt:

    Zitat FFFan: „Aber so weitermachen wie bisher geht wohl auch nicht.“

    Die Insider werden auf der Jahreshauptversammlung den Mitgliedern schon berichten, wie (wenig) der Frauen – und Mädchenfussball beim VfL in den paar Jahren seines Bestehens vom Verein unterstützt wurde, welche Erfolge aber trotzdem mit relativ geringen Finanzmitteln erzielt werden konnten.
    Das aktuelle Problem ist nun, dass der erst zu Saisonbeginn verpflichtete neue Finanzvorstand Wilken Engelbracht in allen Bereichen knallhart den Rotstift angesetzt hat und Vorstand und Aufsichtsrat überzeugt hat, sich aus finanziellen Gründen vom Frauen- und Mädchenfußball im Verein zu verabschieden.
    Die Frage ist nun: unterstützen die Mitglieder dieses Konzept oder wird es fundiert begründete Anträge geben, den Mädchen- und Frauenfussball im Verein zu belassen, die mehrheitsfähig sind ?
    Ich vermute, dass die für den Frauenfussball Verantwortlichen ein Konzept vorlegen werden, das den Weiterbestand im Verein für die nächsten Jahre sichern soll.
    Und es ist zu hoffen, dass die Mitglieder dieses Konzept billigen und den Vorstand und Aufsichtsrat mit der Umsetzung beauftragen werden.
    Auf jeden Fall wird es endlich mal eine umfassende Diskussion über Bedeutung und Wert des Frauen- und Mädchenfussballs im Verein geben. Hoffentlich mit einem guten Ergebnis für die Frauen und Mädchen !

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  • Jennifer sagt:

    Danke @Enthusio, dass du uns auf diese Aktion aufmerksam gemacht hast. Die benötigten 5.000 Stimmen sind schon mal erreicht – super! Deinen Enthusiasmus solltest du auf der Mitgliederversammlung einbringen. Es wäre schön, wenn der Frauen- und Mädchenfussball dem VFL Bochum erhalten bliebe. Die Reaktion ist sehr überwältigend.

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  • Detlef sagt:

    @balea,
    In der Tat, das „Luxusproblem“ beim VfL kostet gerade einmal 150.000 € pro Saison, wohlgemerkt für 6 Mannschaften mit 120 Spielerinnen PLUS Trainer und Betreuerstab!!!
    Da von „Luxus“ zu reden, ist absolut unverschämt!!! 🙁

    […]

    Ich hatte damals beim HSV schon angeregt, den Spieß einfach mal umzudrehen, und dem Verein von höchster DFB-Ebene zu verstehen geben, „wenn Ihr Eure Frauenabteilungen schließen wollt, dann kommt es Euch am Ende noch teurer“!!!

    Denn schließlich war das doch mal die Wunschvorstellung von Ratzeburg, Zwanziger und der Bundesgöttin, daß die MF-Profivereine die Professionalisierung des FF vorantreiben mögen!!!
    Was ist daraus geworden, in Frankfurt(FSV), Hamburg oder Leipzig???
    Und jetzt sollen auch in Bochum die Frauen ihre Töppen an den Nagel hängen!!!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • FF-Tale sagt:

    Online-Votings und -Petitionen sind ja prinzipiell so eine Sache. Am Ende dürfen die Mitglieder mit einfacher Mehrheit entscheiden, was mit ihrem höchsteigenen Mitgliedsbeitragsgeld passiert.
    Nebenbei: Am Tag direkt vor der Mitgliederversammlung (20.10.?) spielt doch VfL gegen WOB II. Wenn da mehr als die sonst üblichen hingehen würden, wäre das doch auch ein schönes zusätzliches Zeichen. (Okay, so eine FF-Abteilung besteht mehr als nur aus einem Zweitliga-Team, aber im Gegensatz zu „nur“ digitalem Daumen-hoch sind reale 200 Zuschauer plus x doch ein sehr schönes „Zusatz-Argument“, oder? Also, alle die im Umkreis wohnen: Hingehen, Sonntagsausflug nach Bochum! Kollidiert auch nicht mit einem Spiel der VfL-Herren! 🙂 )

    @ Detlef: Jeder Mini-Verband irgendeiner x-beliebigen Randsportart macht hierzulande sofort PR und Radau, wenn er von irgendetwas betroffen ist. Ob das jetzt Gewichtheber sind, die sich über anscheinend unfaire Sportberichterstattung (Doping-Thematik) wehren oder Tischtennis-Leute, die gegen den eigenen chaotischen Verband ankämpfen. Bsp. gibt es viele.
    Die VfL-Frauen schaffen ausnahmsweise einmal Medieninteresse für den FF im Pott und wieder einmal geht es um die Auflösung einer höherklassigen FF-Mannschaft? Statements von Lokalpolitikern und Faninitiativen aber nix von Westdt. Fußballverband geschweigedenn vom „größten Sportverband des Planeten“ DFB.

    Frei nach einem altbekannten Sprichwort: Wenn du so eine Verbandslobby hast, brauchst du keine Feinde mehr.

    @ balea: Wundert das Neururer-Zitat? Damit reiht er sich doch „nur“ in die Reihe anderer langverdienter NRW-Männerfußballgrößen und deren Aussagen zum FF ein (Assauer, Vogts, Völler etc.). Die Verantwortlichen der aufstrebenden Teams in z.B. Hoffenheim, Sand, München, WOB etc. reden da ganz anders über Fußball-Engagement im Allgemeinen und v.a. Frauenfußball im Speziellen, zwar manchmal auch sehr PR-floskelhaft und inhaltsfrei, aber eben auch anders, positiver.
    Aber Hauptsache dieselben und ähnliche Akteure (v.a. im Pott) beschweren sich dann auch noch hinterher darüber, der ganze Fußball (MF und FF!) verlagere sich zunehmend von NRW weg in Richtung Süddeutschland und/oder den ganzen „Neureichen“. Großes Unterhaltungskino.

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  • shane sagt:

    @detlef: auf wen beziehst du dich denn mit dem leipziger seitenhieb? lok, dem die frauen ein weilchen angehoerten, hat keine profis. die erste herren spielt mal eben oberliga nordost. das ist die 5.(!) liga.
    und rasenballsport ist dermassen jung, denen sollte mensch vielleicht doch ein wenig zeit fuer ne entwicklung geben. es sei denn da entlaedt sich einfach ein pawlowscher reflex hinsichtlich „retortenverein“.

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  • FF-Tale sagt:

    @ shane und Detlef: Explizit „Profiverein“ wie Detlef schreibt wurde offiziell von z.B. Ratzeburg nicht unbedingt gefordert, die Abspaltung (Flucht) der Frauen von Lok Leipzig passt da also durchaus in die Aufzählung der gescheiterten Männerableger.
    Wenngleich natürlich dem DFB solide Herrenclubs (1. – 3. Liga) grundsätzlich lieber bei der Zitat „zukünftigen langfristigen Entwicklung der deutschen FF-Vereinslandschaft“.
    Die FF-Angliederungen bei z.B. Aachen oder dem MSV Duisburg wurden ja auch offiziell von Verbandsseite sehr begrüßt. Selbst chronisch-bankrotte und/oder weit unterklassige Clubs sind also besser als jeder Nicht-Männerableger.
    Das mit „Profiverein“ oder „nachhaltige Entwicklung“ darf man also nicht so auf die rhetorische Goldwaage legen. 🙂

    Zur Liste der gescheiterten (Hamburg, Leipzig) bzw. vom Scheitern bedrohten (Bochum) Männerableger:
    Zur Ehrenrettung(?) des VfL sei angemerkt, dass für die kleine „graue Maus im Revier“ VfL Bochum die jetzt „fehlenden“ 100.000-150.000 Euro tatsächlich eine andere Hausnummer sind als für den damals noch Europacup-Ambitionen pflegenden HSV beim Einstampfen seiner Abteilung.
    Zur Nicht-Ehrenrettung Lok Leipzigs sei noch angemerkt, dass sich die Männer den Ausstieg der (deutlich kosten-geringeren) Frauen sogar noch haben vergolden lassen, also für den FF-Ausstieg sogar noch zusätzliches Geld bekommen haben (dank Verkauf der Spielberechtigungslizenz).

    PS: RB Leipzig hat schon Mädchenteams (im U-Bereich an der Leipziger Sportschule). Ein bisschen unterklassiges Kicken reicht aus. Entwickeln wird sich da im FF-Bereich aber gar nix mehr! Egal wie jung oder alt dieser Club(?) ist oder sein wird.
    Im Gegensatz zu Hoffenheim oder den Sport-Unternehmen in LEV bzw. WOB passt nämlich Frauenfußball (bzw. Frauensport allg.) ganz explizit so propagiert weder in den „Masterplan“ des RB-geförderten Sports (global) geschweigedenn in das leistungssportliche Portfolio von RB (lokal in Leipzig). Sehr klare Ansage.

    Der FF kommt um RB-Sport mitsamt all den leidigen Diskussionen herum, viele Männerfußball-Fans und -Medien wären über so eine Abwesenheit der Thematik RB sehr dankbar!
    Sind wir FF-Liebenden doch einfach auch alle dankbar über diesen Fakt und freuen uns, dass wir uns „damit“ nicht auch noch herumschlagen müssen! 😉

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  • Cujo31 sagt:

    Wartet mal ab welche Männerclubs noch alles ihre Frauenteams kicken werden in nächster Zeit.
    In NRW scheint es generell zudem schwer zu sein Große bzw. viele Spnsoren für den FF zu gewinnen.
    Könnte an dem große Sportspektrum liegen das hierzulande angesiedelt ist. Eishockey,Fußballbuli,Basketball usw.

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  • Prof sagt:

    Die von der Geschäftsführung beabsichtigte und durch die Mitgliederversammlung bzw. durch Aufsichtsrat, Gesamtpräsidium und evtl. Ehrenrat zu billigende Trennung des Frauen- und Mädchenfußballs als ein Bereich der Nachwuchsabteilung, hat selbst den letzten Zweifler deutlich werden lassen, dass der VfL Bochum sein Postulat als „familienfreundlicher Verein“ zu den Akten gelegt hat. Sportlich, und da muss man Herrn Hochstätter den Zahn ziehen, stehen die Frauen des VfL Bochum in NRW unter den TOP3! Insofern haben sie manche Scharte des Männerfußballs durch ihre Erfolge auch imagefördernd wett gemacht. Finanziell sind sie nicht vom Gesamtetat her belastend, da es von Seiten des DFB auch Unterstützungsgelder (etwa für die B-Juniorinnen der Bundesliga-West) bzw. Fernsehgelder gibt, sondern allenfalls unter dem rein ökonomisch betrachteten Ertragswert (wieviel Mehrwert schafft dieser Bereich). Damit stellt sich die Frage, ob die Frauen gleichermaßen wie andere Bereiche der Nachwuchsabteilung ihren Beitrag leisten müssen- oder hat man sie nur rausgepickt, um als Rechtfertigung für finanzielle Streichmanöver herzuhalten? Ich halte die hier angedacht finanzielle „Einsparung“ für fehlgeleitet, die Begründungen eher absurd und volksverdummend. NEURURER’s „Luxus“-Einwurf ist noch schlimmer, ehrverletzend und m.E. auch vereinsschädigend. Nach allem scheint es die zeitliche Tatsche zu sein, die Trennung erst mal anzukündigen (ohne Intervention bei den Betroffenen), und dann ein Konzept aufzustellen (mit den Betroffenen). Das ist im Kern planlos. Zu wenig wurde bedacht, dass die Frauen etwa als Fans bzw. freiwillige Helfer auch einen eigenständigen sozialen Beitrag leisten, dass der VfL Bochum Fördergelder für’s Stadion zur Frauen-WM erhalten hat, um sich nunmehr in abstruser Kehrtwendung des Frauen- und Mädchennachwuchses zu entledigen. Gesellschaftlich stellt sich die Frage, ob die Profivereine in ihrer Vorbildfunktion überhaupt eine vollwertige DFB-Unterstützung bis hin zu den Fernsehgeldern bekommen sollen, wenn sie nicht Frauen und Mädchen als „gleichberechtigte“ Partner in Sachen Fußballkultur behandeln. Es ist an der Zeit, Flagge zu zeigen (etwa beim „mundtoten“ Aufsichtsrat oder auch bei der DFB-Direktion bzw. DFL-Liga)und Weichenstellungen zu setzen, ansonsten kann man bald nicht nur gedanklich, sondern auch real dem „VfL Bochum 1848 e.V.“ und weiteren Nachfolgern die Gemeinnützigkeit wegfliegen sehen. Und Fans frönen ihrem Wirtschaftsunternehmen auf neue Art. Qui bono, VFL Bochum?

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  • Bäh sagt:

    Es ist eine Schande, wie man als VL-Fan von den Managern des VfL vergackeiert wird. Unabhängig davon, dass die Frauen offensichtlich sehr gut sind, hat der neue VfL-Manager offensichtlich keine Ahnung, was er da für einen irreparablen Schaden beim VfL angerichtet hat.
    Vielleicht hätte er sich vorher mal das VfL-Leitbild angesehen. Dann wäre ihm diese Schmach erspart geblieben.

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  • enthusio sagt:

    Bei der Mitgliederversammlung des VfL Bochum am Montag ist offensichtlich eine 2/3-Mehrheit erforderlich, um den Auflösungsbeschluss des Vorstands und Aufsichtsrats zu verhindern.
    Da sehe ich dann aber schwarz, denn dafür haben die Frauen und Mädels zu wenig Rückhalt bei den Mitgliedern.
    Inzwischen machen aber auch die Eltern der betroffenen Mädchen mobil. Ich bin gespannt, was am Montag passieren wird.

    http://www.derwesten.de/staedte/bochum/jetzt-wehren-sich-die-eltern-der-vfl-maedchen-id9939745.html

    Hier noch weitere Infos zum Thema:

    http://www.derwesten.de/staedte/bochum/fussball-wm-haette-es-in-bochum-ohne-vfl-frauen-nicht-gegeben-id9940843.html

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  • FF-Tale sagt:

    @ Enthusio: Danke für die neuen Links, 2/3-Mehrheit statt „nur“ 1/2 zu erreichen ist wirklich eine rethorische Mammutaufgabe für die Antragsteller „pro FF“ auf einer Mitgliederversammlung eines herrendominierten Zweitliga-Clubs mit BuLi-Träumen.
    In Bezug auf den zweiten verlinkten Artikel:

    HSV 2012 Zitat Hannelore Ratzeburg (DFB-Vizepräsidentin):

    „Ich bedauere außerordentlich, dass der HSV diese Entscheidung getroffen hat. Ich finde es sehr schade, dass der Vorstand die Entwicklungsmöglichkeiten des Frauenfußballs und seiner Bundesliga-Mannschaft nicht gesehen hat. Der HSV bot vielen talentierten Spielerinnen aus dem norddeutschen Bereich eine Perspektive leistungsbezogen Fußball zu spielen. Allerdings liegt diese Entscheidung allein beim Verein – das müssen wir akzeptieren.“

    VfL Bochum 2014 Zitat Heike Ullrich (DFB-Abteilungsleiterin FF):

    „Auch wir waren von der Meldung des VfL Bochum überrascht und haben umgehend Kontakt zum Verein aufgenommen … Der Frauenfußball in Bochum hat gerade vor dem Hintergrund der Ausrichtung der Fifa-Frauen-Weltmeisterschaft 2011 mit dem Spielort Bochum einen großen Aufschwung erfahren. Ein Verlust der aufgebauten Strukturen für den Frauen- und Mädchenfußball vor Ort wäre sehr schade.“

    Alles „sehr schade.“ Dass der DFB in zwei Jahren trotz(!!) HSV, Lok Leipzig, Neuenahr, Duisburg keine inhaltliche Weiterentwicklung bei dieser Thematik erkennen lässt? Ohne jeden weiteren Kommentar!
    Wenn du so eine Verbandslobby hast,… ach, da wiederholt man sich bloß.

    PS: Und dabei sind viele kleinere Randerscheinungen dieser letzten Jahre wie z.B. der Wieder-Ausstieg von Dynamo Dresden aus der Kooperation mit dem örtlichen FF-Club oder z.B. die (zum wiederholten Mal erneut im Sand verlaufenen) Fusionspläne bei VfB Stuttgart/SiFi in dieser Aufzählung gar nicht erst erwähnt.

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Bei der Mitgliederversammlung des VfL Bochum am Montag ist offensichtlich eine 2/3-Mehrheit erforderlich, um den Auflösungsbeschluss des Vorstands und Aufsichtsrats zu verhindern.“

    Satzungsrechtlich mag das so sein.

    Aber ob die das wirklich durchziehen, wenn sich z.B. 60 Prozent der Mitglieder für den Antrag aussprechen?

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  • enthusio sagt:

    Der Frauen- und Mädchenfussball hat bis auf weiteres beim VfL Bochum eine Zukunft !!!
    Das ganze Engagement im Vorfeld hat sich gelohnt, die Mitglieder haben am späten Abend mit erstaunlich deutlicher Mehrheit dem Vorstand und Aufsichtsrat des VfL eine schwere Schlappe zugefügt.
    Zu den Einzelheiten:

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/vfl/schnelle-trennung-vom-vfl-frauenfussball-ist-vorerst-vom-tisch-id9954673.html

    http://www.reviersport.de/288413—vfl-jhv-6-7-millionen-euro-ueberschuldung.html

    Wer hätte das gedacht, dass in einer männerdominierten Mitgliederversammlung (90% der Anwesenden waren männlich) eines Männerfussballvereins solch ein Interesse an der Fortsetzung des Frauen- und Mädchenfussballs unter dem Dach des VfL besteht – und das angesichts einer äußerst schwierigen finanziellen Lage des Vereins.

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Der Frauen- und Mädchenfussball hat bis auf weiteres beim VfL Bochum eine Zukunft !!!“

    Die Betonung liegt dabei auf „bis auf weiteres“. So verstehe ich zumindest die verlinkten Presseberichte. Bis zum Ende der Saison 2015/16 muss ein Konzept erarbeitet werden, das den Frauen- und Mädchenfußball beim VfL Bochum finanziell ‚auf eigene Füße stellt‘. Gelingt dies nicht, ist dann wahrscheinlich doch Schluss.

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  • holly sagt:

    @@FFFan, finde trotzdem das es schon ein Erfolg ist das es erstmal weitergeht. Zumal die Herren ja vorher immer von alternativlos gesprochen haben. Manchmal kommt es anders als man denkt. Wer weiss ob diese Herren in zwei Jahren noch beim VFL sind.

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  • enthusio sagt:

    Die Zweitliga-Mannschaft des VfL Bochum wird am Saisonende aus finanziellen Gründen aufgelöst, nur die 2. und 3. Mannschaft (Regionalliga bzw. Landesliga) sowie die drei Mädchenmannschaften (u.a. die U17-Bundesliga-Mannschaft) werden bis auf weiteres unter dem Dach des VfL verbleiben. Das haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen und der betroffenen Mannschaft samt Trainerteam sowie den Vereinsmitgliedern auch schon offiziell mitgeteilt.

    Ich glaube nicht, dass dieser Beschluss noch von irgendeiner Mitgliederinitiative auf einer kurzfristig einberufenen Mitgliederversammlung gekippt wird oder gekippt werden kann.

    Schade für die sympathische Sabrina Gesell und ihr Trainerteam, traurig für die erfolgreiche Mannschaft, nach zwei Jahren Zweitligazugehörigkeit einfach abserviert zu werden.
    Kann man sich wirklich sicher sein, dass alles versucht wurde, Sponsoren zu finden, die die erforderlichen – im Vergleich zum Etat der Männerprofimannschaft lächerlichen – 100.000 € pro Saison aufbringen ? Wer’s glaubt, wird selig. Nach der Abstimmungsniederlage auf der letztjährigen Mitgliederversammlung war doch klar, dass Hochstätter und Engelbrecht nur noch eine Gelegenheit suchen, den „Kostenfaktor Zweitligamannschaft“ schnellstmöglich abzustoßen. Und im Aufsichtsrat sitzen leider mit Frank Goosen und Co. nur Männerfußball-Lobbyisten.

    Dass der Frauen- und Mädchenfussball beim VfL trotz gegenteiliger Beteuerungen nach dieser Entscheidung keine Zukunft mehr hat, dürfte jedem klar sein.
    Gütersloh, Essen oder Duisburg werden sich jetzt unverhofft aus der „Konkursmasse“ bedienen können, wenn die betroffenen Spielerinnen nicht gerade in der Regionalliga spielen wollen oder ganz aufhören werden.

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/bochum/vfl-bochum-meldet-seine-zweitliga-mannschaft-ab-id10561574.html

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/vfl/bochum-trennt-sich-von-frauen-zweitligateam-100-000-euro-fehlen-id10561902.html

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/bochum/knockout-fuer-die-zweitliga-frauen-id10563070.html

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/bochum/sie-haben-den-dreh-gefunden-aimp-id10564681.html

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  • enthusio sagt:

    Der Zugriff auf die Konkursmasse des VfL Bochum ist eröffnet. Bundesligaabsteiger Herford verstärkt sich im Tor mit der U 19-Nationaltorhüterin Carina Schlüter.

    http://www.soccerdonna.de/de/herford-holt-torwarttalent-aus-bochum/news/anzeigen_3721.html

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  • enthusio sagt:

    Der VfL Bochum hat sich ehrenvoll aus dem Spielbetrieb der 2. Bundesliga Nord verabschiedet. Am Ende wurde der Sieg im Auswärtsspiel bei Potsdam II hauchdünn verpasst, weil Stefanie Draws in der Nachspielzeit doch noch das Ausgleichstor für Potsdam zum 2:2-Endstand erzielen konnte.

    In Köln waren übrigens 2.155 (!) Zuschauer beim letzten Heimspiel des Bundesligaaufsteigers 1.FC Köln in der 2. Bundesliga Süd gegen Bayern München II live dabei und sahen einen 3:2 Heimsieg ihrer Mannschaft.
    Bianca Rech hat übrigens nach dem Spiel ihre langjährige aktive Karriere beendet.

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