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FFC Frankfurt und FC Bayern München in Torlaune

Von am 5. Oktober 2014 – 16.45 Uhr 55 Kommentare

Am sechsten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga erzielte Célia Sasic beim Kantersieg des 1. FFC Frankfurt gegen den Herforder SV einen lupenreinen Hattrick und auch der FC Bayern München wurde gegen den MSV Duisburg seiner Favoritenrolle ebenfalls eindrucksvoll gerecht. Darüber hinaus gab es auch in allen anderen Sonntagspartien für die Auswärtsteams nicht zu ernten, denn der SC Freiburg, die TSG 1899 Hoffenheim und die SGS Essen feierten Heimsiege.

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Sasic-Hattrick bei Frankfurt-Sieg
Dem 1. FFC Frankfurt gelang beim 6:1 (3:1)-Erfolg gegen den Herforder SV der dritte Sieg in Folge. Der Aufsteiger ging überraschend durch Lydia Hastings in Führung (22.), doch ein lupenreiner Hattrick von Célia Sasic (23., 35., 44.) drehte die Partie noch vor der Pause zugunsten des Favoriten. Nach der Pause trafen Jessica Fishlock (57.), Dzsenifer Marozsán (84.) und Kapitänin Kerstin Garefrekes (87.).

Bell: „Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen“
FFC-Trainer Colin Bell erklärte: „Wir haben eine tolle Reaktion auf den Rückstand gezeigt, sofort zurückgeschlagen und das Spiel bis zum Schluss dominiert. Einmal mehr sind die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen. Die beiden Tore zum Schluss waren wichtig, um uns für den großen Aufwand zu belohnen und die große Überlegenheit auch im Ergebnis auszudrücken.“

Célia Šašić in Aktion

Célia Šašić erzielte gegen Herford einen lupenreien Hattrick © Herbert Heid / girlsplay.de

Prüfer: „FFC spielt nicht in unserer Liga“
Herfords Trainer Jürgen Prüfer meinte: „Mit dem Führungstreffer konnten wir den 1. FFC Frankfurt ein wenig nerven, aber danach hat sich das Spiel so entwickelt, wie man es angesichts der Qualität beider Teams erwarten konnte. Auch wenn wir in einer Liga sind, spielt der FFC nicht wirklich in unserer Liga.“

Bayern tut was fürs Torverhältnis
Der FC Bayern München kam gegen den MSV Duisburg zu einem überzeugenden 6:0 (3:0)-Sieg. Eunice Beckmann (22.), Vanessa Bürki (32.) und Melanie Leupolz (38.) stellen vor der Halbzeit die Weichen auf Sieg, die eingewechselten Vivianne Miedema (68., 75.) und Katie Stengel (86.) machten das halbe Dutzend voll.

Rotation à la Wörle
Bayern-Trainer Thomas Wörle warf gegen den MSV die Rotationsmaschine erneut an: Amber Brooks, Vanessa Bürki und Eunice Beckmann standen in der Startelf, Mana Iwabuchi, Katie Stengel und Vivianne Miedema saßen zunächst auf der Bank. Ebenfalls wieder im Kader war nach ihrer Rippenverletzung Katharina Baunach.

Bayern dominiert nach Belieben
Von Beginn an agierte Bayern druckvoll, Eunice Beckmann eröffnete mit einem sattem Schuss von der Strafraumkante ins rechte obere Eck den Torreigen (23.). Nach gut einer halben Stunde das gleiche Bild, Vanessa Bürkis Schuss von der linken Strafraumkante schlägt hinter MSV-Torhüterin Gaëlle Thalmann zum 2:0 ein (31.) Bayerns Offensivdrang war weiter ungebremst, Melanie Leupolz köpfte das verdiente 3:0 (39.).

MSV-Trainerin Inka Grings muss weiter auf die ersten Punkte warten © Marion Kehren / girlsplay.de

MSV-Trainerin Inka Grings muss weiter auf die ersten Punkte warten © Marion Kehren / girlsplay.de

Miedema trifft doppelt
Und auch nach der Pause ging es im gleichen Takt weiter. Nur drei Minuten nach ihrer Einwechslung traf Vivianne Miedema (68.), nach einer feinen Einzelaktion ließ die Niederländerin einen zweiten Treffer folgen (75.). Den Schlusspunkt gegen harmlose und überforderte Duisburgerinnen setzte Katie Stengel (85.).

Grings: „Haben wieder Lehrgeld gezahlt“
MSV-Trainerin Inka Grings erklärte: „Wir haben wieder Lehrgeld gezahlt. Wir gratulieren München zu den wirklich phantastischen Toren, allerdings hat mir die Einstellung nach dem 0:1 nicht gefallen, deshalb werden wir einiges verändern.“

Freiburg überrumpelt Jena
Mit einem Blitzstart hat der SC Freiburg beim 3:0 (3:0)-Sieg gegen den FF USV Jena frühzeitig den Erfolg perfekt gemacht. Sandra Starke per Kopf (16.), Juliane Maier per Foulelfmeter (18.) und U20-Weltmeisterin Lena Petermann (20.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Die Elf aus Thüringen musste zu allem Überfluss nach der Roten Karte gegen Ria Pervical (18.) mehr als 70 Minuten mit einer Spielerin weniger auskommen. In der Schlussphase musste dann auch noch Carolin Schiewe mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz (83.), Maier setzte den anschließenden Elfmeter für die Gastgeberinnen jedoch an den Pfosten.

Sehrig: „Optimale Phase“
Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig meinte nach dem ersten Heimsieg: „Jena ist für mich eine der Mannschaften, die in die vorderen Tabellenregionen gehört. Man hat von Anfang an gesehen, dass sie intensiv ins Spiel gegangen sind, da waren sie besser in der Partie. Danach hatten wir eine Phase, in der bei uns alles optimal geklappt hat und wo wir schnell die drei Tore erzielt haben.“

Kraus lobt Moral trotz Nackenschlägen
Jena-Trainer Daniel Kraus meinte: „Wir haben gut ins Spiel gefunden und waren in der Anfangsphase die optisch überlegene Mannschaft, haben dann aber sehr naiv verteidigt. Wir kriegen drei Gegentore in drei Minuten – wenn man sieht, wie die Tore fallen, hat das mit Bundesligaqualität und Bundesligadefensive wenig zu tun. Trotzdem Kompliment an die Mädels, die die Unterzahl durch Laufarbeit kompensiert haben.“

Hoffenheim feiert zweiten Saisonsieg
Die TSG 1899 Hoffenheim feierte beim 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Aufsteiger SC Sand den zweiten Saisonsieg. Das Tor des Tages erzielte Kristin Demann (55.). Die TSG begann mit der gleichen Aufstellung wie in der zweiten Halbzeit in Potsdam mit einem offensiven 4-3-3-System, das defensiv zu einem 4-5-1 umgewandelt wurde.

Chancen auf beiden Seiten
Stephanie Breitner hatte mit einem 20-Meter-Schuss die erste Chance der Gastgeberinnen (18.), doch auch Sand war gefährlich, etwa durch Isabelle Meyer (26.) und Ilaria Mauro (29.). Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte Sand in Führung gehen können, doch Patricia Hanebecks Schuss war zu unplatziert (51.).

Demann erzielt Tor des Tages
Nachdem eine Ecke in den Rückraum abgefälscht worden war, erzielte Kristin Demann per Vollspann mit links den Siegtreffer (55.). Nach der Führung kam Hoffenheim einem zweiten Treffer nah, Dóra Zeller bekam aber in letzter Sekunde den Ball vom Fuß gespitzelt (73.).

Ehrmann: „Drei wichtige Punkte“
Hoffenheim-Trainer Jürgen Ehrmann meinte: „Es waren für uns drei wichtige Punkte, mit denen wir uns jetzt erstmal etwas von unten abgesetzt haben. Wir sind sehr glücklich, das Spiel heute für uns entschieden zu haben. Direkt nach der Pause hatten wir Glück, dass Sand nicht eine ihrer zwei guten Chancen genutzt hat. Danach waren wir aber besser im Spiel.“ Sands Assistenztrainerin Claudia von Lanken meinte: „„Wir müssen weiter schauen und analysieren, woran es liegt, dass wir am Ende mit leeren Händen vom Platz gehen.“

Essen gewinnt durch späten Treffer
Die SGS Essen kam durch einen späten Treffer der eingewechselten Margarita Gidion (89.) in einer ansonsten an Höhepunkten armen Partie zu einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen. Bereits am Samstag gewann der VfL Wolfsburg das Topspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam mit 2:1 (1:1) und eroberte von den Gästen damit die Tabellenführung.

Allianz Frauen-Bundesliga, Ergebnisse 6. Spieltag

VfL Wolfsburg 1. FFC Turbine Potsdam 2:1 (1:1)
SC Freiburg FF USV Jena 3:0 (3:0)
1. FFC Frankfurt Herforder SV 6:1 (3:1)
TSG 1899 Hoffenheim SC Sand 1:0 (0:0)
SGS Essen Bayer 04 Leverkusen 1:0 (0:0)
FC Bayern München MSV Duisburg 6:0 (3:0)

Allianz Frauen-Bundesliga, Tabelle

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. VfL Wolfsburg 6 12:1 16
2. 1. FFC Turbine Potsdam 6 15:5 15
3. FC Bayern München 6 16:2 14
4. 1. FFC Frankfurt 6 19:5 13
5. SGS Essen 6 10:4 12
6. SC Freiburg 6 11:10 9
7. TSG 1899 Hoffenheim 6 3:8 7
8. FF USV Jena 6 8:12 5
9. Bayer 04 Leverkusen 6 5:12 5
10. SC Sand 6 5:10 4
11. Herforder SV 6 7:23 2
12. MSV Duisburg 6 1:20 0

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

55 Kommentare »

  • Michele sagt:

    DA kann man sich am nächsten Sonntag im Karli über ein echtes Spitzenspiel freuen! Ich rechne den Bayern durchaus die Chance ein, in Potsdam zu gewinnen! Aber natürlich wird es ein Spiel auf Augenhöhe!
    Aber was ist nur mit dem MSV los? Hätte München heute ernst gemacht, wäre die Grings-Elf zweistellig vom Platz gefegt worden! Bayern war in allen Belangen überlegen! Ein Riesenkompliment geht heute an Gina Lewandowski! Wie die geackert hat, Respekt!

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  • mrx sagt:

    So ganz würde ich jetzt Duisburg noch nicht abschreiben. Sindelfingen hatte 4:123 Tore und immerhin zwei Unentschieden. Ein Tor hat Duisburg ja schonmal erzielt… *lol*

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  • Liza sagt:

    Das wird echt ein Spitzenspiel in Potsdam. Ich denke, dass die Potsdamerinnen mit einem knappen Sieg vom Platz gehen werden. Andersherum wäre es mir allerdings viel lieber! 🙂

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  • enthusio sagt:

    In Essen konnte man heute gegen Leverkusen ein schwaches und torchancenarmes Spiel erleben.

    Obliers veränderte seine Mannschaft nach der 0:4-Niederlage gegen München auf vier Positionen, und man spürte zumindest in den ersten Minuten den Willen Leverkusens, sich besser zu präsentieren und ein Tor zu erzielen.
    Außer einer scharfen Hereingabe von Panfil, die aber eine sichere Beute von Weiß wurde, blieb das Leverkusener Angriffsspiel aber ein Strohfeuer.

    Die Partie verflachte zusehends, weil auch Essen müde und unkonzentriert wirkte und kaum einen vernünftigen Spielzug zustande brachte.
    Sara Doorsoun vergab die einzige nennenswerte Torchance der 1. Halbzeit kläglich, als sie einen Dallmann-Paß zu lasch aufs Tor schoss, so dass Hegering noch vor der Torlinie klären konnte.

    In der 2. Halbzeit änderte ich das spielerische Niveau nur wenig, allerdings konnte sich Essen jetzt einige vielversprechende Torchancen erspielen, die aber von Meißner (2x), Hartmann und Doorsoun (per Freistoß) vergeben wurden. Pech hatte Klasen als sie nach einer Ioannidou-Flanke per Kopf nur die Latte traf.

    Die eingewechselte Margarita Gidion erlöste die Essener Fans nach Vorarbeit von Klasen und Wolf in der 89. Minute doch noch mit dem „goldenen Tor“.

    Auf der anschließenden Pressekonferenz war Obliers mit der Einstellung und Defensivleistung seiner Mannschaft sehr zufrieden, während Högner einen aufgrund der etwas besseren Torchancen insgesamt verdienten Sieg seiner Mannschaft sah.

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  • Tiberias sagt:

    Turbine Potsdam scheint wohl seinen üblichen „Herbst-Hänger“ zu haben, diesmal fehlte es an Konzentration! Und Schrödi behielt recht: „Die Tore bei Wolfsburg machen Popp und Müller.“ Jeder weiß es, und trotzdem reichten wieder zwei unachtsame Momente… Nächste Woche gegen Bayern bin ich echt gespannt, die sind gerade saustark! Und das auch ohne Maier, Romert, Lotzen! Ein Sieg der Münchnerinnen in Potsdam würde mich nicht überraschen.
    Tja, und der MSV… an Gringsens „Nr. 1 in NRW“ habe ich eh nie geglaubt, aber dass es so schlimm wird, hätte ich auch nicht gedacht. Wenn es so weiter geht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Duisburg endgültig von der FF-Landkarte verschwindet.

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  • Aldur sagt:

    Ganz so schwach wie enthusio habe ich das Spiel in Essen heute nicht gesehen. Zumindest fühlte ich mich deutlich besser unterhalten, als vor anderthalb Wochen gegen Jena. Heute begegneten sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die sich zwar weitgehend neutralisierten, aber wechselseitig phasenweise auch ihr spielerisches Potential zumindest andeuten konnten. Da die Spielanteile bis zum Schluß relativ gleich verteilt waren, hätten alle Beteiligten wohl auch mit einem Unentschieden leben können. Da die SGS es in der zweiten Halbzeit zumindest etwas besser verstand, ihre Spielanteile in nennenswerte Chancen umzuwandeln, war der späte Siegtreffer aber auch nicht gänzlich unverdient.

    Die neue Variante bei Essen – Ostermeier in der IV, und Janssen neben Lehmann auf der Doppel-6 – hat mich nur bedingt überzeugt. Ostermeier hatte einige Wackler, die in einer Woche gegen Frankfurt vermutlich gnadenlos bestraft würden, und Janssen konnte – zumindest offensiv – nur bedingt Akzente setzen. Die Idee dahinter ist wohl, Doorsoun für die Außenbahn frei zu bekommen. Zumindest das ist ein Gewinn, denn sie konnte mit ihrer Dynamik mehrfach über die Flügel für Gefahr sorgen.

    Unterm Strich steht aber ein beachtlicher Saisonstart der SGS. Man darf gar nicht darüber nachdenken, dass man ohne die blutleere Vorstellung gegen Jena möglicherweise nicht nur „best of the rest“, sondern mittendrin zwischen den vier Großen wäre. Das wäre natürlich nur eine Momentaufnahme, zumal man gegen Frankfurt, Bayern und Wolfsburg noch ran muss, aber zumindest eine schöne Zwischenbilanz. Die kann sich verglichen mit der Vorsaison aber auch so sehen lassen, auch wenn spielerisch noch Luft nach oben ist.

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  • enthusio sagt:

    Habe soeben bei der WAZ zum Vorgang beim VfL Bochum (Geplante Auflösung seiner Frauen- und Mädchenabteilung) einen sarkastischen Kommentar gefunden, der mir aus der Seele spricht. Besonders die Überschrift des Kommentars ist zu beachten. 🙂

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/vfl/hurra-der-vfl-bochum-wird-jetzt-reich-id9901894.html

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  • FF-Fan sagt:

    In Essen war es ein langweiliges müdes Spiel, Ich sehe es so wie enthusio.Vor der Saison sagte der Trainer ,dass es keine Erbhöfe geben wird.Leider sind die gewohnten Erbhöfe aber jeedes Wochenende zu sehen.Also wundert es mich nicht,dass sich die wechselhafte Leistungsbereitschaft nicht ändern wird!Manche Spielerinnen fühlen sich einfach zu sicher!

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  • enthusio sagt:

    Es gibt einen – wie ich finde – interessanten und lesenswerten neuen Blog zum FC Bayern München Frauenfussball:

    http://www.miasanrot.de/mia-san-frauenfussball/

    Man darf auf die angekündigten weiteren Hintergrundinformationen gespannt sein.

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  • waiiy sagt:

    @Tiberias: Wie kommt man zu der Erkenntnis des „üblichen Herbst-Hängers“? Wieso ist er „üblich“ – gibt es Belege aus der Vergangenheit? Wieso ist es ein „Hänger“ – welche Mannschaften haben derzeit weniger Punkte eingebüßt (außer der besten Mannschaft Deutschlands und Europas)? Ich halte dagegen, dass es Populismus ist…

    @Tiberias: Die Lanzeitverletzten von Bayern hast Du genannt. Wie sieht es mit den Langzeitverletzten von Potsdam aus, wo Du Langzeitverletzte anscheinend als Ausrede gelten lässt? Ich halte dagegen, dass es Populismus ist…

    @Tiberias: Wieso würde Dich ein Sieg der Bayerinnen (die übrigens auch im Potsdamer Anhang sehr beachtet werden) nicht überraschen? Gibt es dazu Anhaltspunkte in der jüngsten Vergangenheit? Wann gewann München zuletzt in Potsdam? Ich halte dagegen, dass es Populismus ist…

    Aber vielleicht werden wir jetzt ja mit echten Argumenten überrascht, die noch keiner angeführt hat. Ich bin gespannt…

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  • FFFan sagt:

    @ waiiy:
    „Wieso würde Dich ein Sieg der Bayerinnen (…) nicht überraschen? Gibt es dazu Anhaltspunkte in der jüngsten Vergangenheit?“

    Die gibt es! Um es kurz zu machen:

    Wolfsburg-Bayern 0-0
    Wolfsburg-Potsdam 2-1

    Selbstverständlich ist das nur „Populismus“! 😉
    Die „echten Argumente“ lauten:

    Bayern-Frankfurt 1-1
    Potsdam-Frankfurt 2-1

    Zusammengenommen lassen diese Zahlen und Fakten ein hochinteressantes und spannendes ‚Verfolgerduell‘ erwarten, das leider nicht im Fernsehen zu sehen sein wird!

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  • Tiberias sagt:

    @ waiiy,

    warum reagierst du so angefressen?

    Das hier ist ein Meinungsforum, ich habe meine Meinung und mein Empfinden, man kann das teilen oder auch nicht. Du nennst es „Populismus“ und das gleich 3 x. Das ist eben deine Ansicht, von mir aus, wenn du dich jetzt besser fühlst!

    Immerhin gebe ich dir ein einem Recht: Ja, die Bayern-Frauen werden im Potsdamer Anhang stark beachtet, und wenn mich nicht alles täuscht, auch sehr geschätzt! Das finde ich sehr sympathisch und trifft auch meine eigene Stimmung.

    Alle anderen Antworten liefert dir der kommende Sonntag – oder auch nicht… 😉

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  • tpfn sagt:

    Zu TP-FCB
    Schrödi sieht die Bayern zZ stärker als Wolfsburg, das wird definitiv ein richtungsweisendes Spiel, auch hinsichtlich Titelambitionen des FCB. Wenn TP hier der große Wurf gelingen könnte, sehe ich wieder Chancen für TP, ansonsten sehe ich den angestrebten CL-Platz in weiter Ferne.

    Ich ärgere mich leider immernoch über die verschenkten Punkte gegen Wolfsburg, wem sind denn diese taktischen Fehler zuzuschreiben, da sind doch mittlerweile 2Köche am köcheln. Gibts hier einen Insider der das aufklären könnte?, klar, die Verantwortung liegt natürlich immernoch bei Schrödi.

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  • cujo31 sagt:

    Das Spiel in Essen war von SGS Seite erst so ca. ab der 60. Minute ordentlich. Vorher war es ein Fehlerfestival und wenig bis gar keine spielerischen Akzente. Nebenbei gab es ordentlich viele Fehler der Linienrichterin auf der linken Tribünenseite sowohl in erster als auch in der zweiten Halbzeit.

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  • Statistiker sagt:

    Es wird abzuwarten sein, wie Potsdam mit dem bayrischen System zurecht kommen wird, die ja mittlerweile ihr eigenes kopiert und modifiziert haben. Anders als bei Potsdam erkenne ich bei Bayern aber ein bisschen eher die Spielerinnen dazu. Durch die 5 Abwehrspielerinnen haben vorne Iwabuchi, Stengel, Beckmann, Leupolz und Co. alle Freiräume, die sie auch zu nutzen wissen. Gerade Iwabuchi schien sich gegen Wolfsburg da sehr wohl zu fühlen, dass sie eigentlich überall hin ausweichen kann. Zudem können alle drei Mittelfeldspielerinnen Brooks, Behringer und Leupolz das Spiel von sich aus aufziehen, was ein unberechenbares Element ist. Es wird schwer sein für Turbine, sich darauf einzustellen.

    Wo Frankfurt steht, wird sich nach dem Spiel gegen Essen zeigen. Frankfurt braucht vor allen Dingen endlich mal ein System, dass die Spielerinnen vernünftig zur Geltung bringt. Laudehr ist in der IV vollkommen verschenkt, und auch im MF scheint die Rollenverteilung noch nicht wirklich klar zu sein. Da wird es auch Zeit, dass mit Schmidt (hat gestern ja endlich wieder gespielt) und Bartusiak die Abwehr zurückkehrt.

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  • noworever sagt:

    @Statistiker:
    „Wo Frankfurt steht, wird sich nach dem Spiel gegen Essen zeigen. Frankfurt braucht vor allen Dingen endlich mal ein System, dass die Spielerinnen vernünftig zur Geltung bringt. Laudehr ist in der IV vollkommen verschenkt, und auch im MF scheint die Rollenverteilung noch nicht wirklich klar zu sein. Da wird es auch Zeit, dass mit Schmidt (hat gestern ja endlich wieder gespielt) und Bartusiak die Abwehr zurückkehrt.“

    kleiner einspruch, „Rollenverteilung im MF“ ist vollkommen klar:
    fishlock, maro, vero – dabei fishlock unmittelbar vor den beiden IV-ern, maro etwas davor und vero am offensivsten. (wobei natürlich alle drei permanent rochieren)
    denke, dieses mf steht … zumindest, für diese saison.

    in der tat hat schmidt gestern wieder (etwas) gespielt, aber noch (etwas) wacklig/unsicher (fehlende spielpraxis). (kathi hendrich, übrigends, did a very nice job in this position.)

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  • Jennifer sagt:

    Markus, kannst du noch bitte unter Frauenfussball im TV das TP-Bayern Spiel posten. Danke!

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  • Jennifer sagt:

    Danke, Markus! Oh, das Spiel wird gar nicht gezeigt?! Das ist irgendwie an mir vorüber gerauscht. *kopfschüttel* Warum wird diese Partie jetzt wieder nicht gezeigt? Bei allem Respekt, aber Jena – Hoffenheim ist jetzt nicht so der Straßenfeger …

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  • Statistiker sagt:

    @noworever: Das ist klar, dass das die Besetzung ist, zumindest, solange andere Alternativen wie Laudehr oder Kulig anderweitig gebunden sind oder verletzt sind.
    Allerdings scheint nicht ganz die Hierarchie klar, wer was zu sagen hat im Mittelfeld. Das scheint in anderen Teams wie beispielsweise Bayern schon deutlich besser zu funktionieren. Vor allen Dingen muss Frankfurt aber wieder über die Außen kommen mit Laudehr, Garefrekes und Schmidt, damit das Spiel breit wird und Vero und Maro sich im MF nicht auf den Füßen stehen!

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  • dummkopf sagt:

    @Jennifer

    3x darfste raten.
    Liegt das nicht auf der Hand?
    Du bist doch TPler?

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  • Alex sagt:

    Wann war eigentlich das letzte Samstag Heimspiel von Potsdam auf Eurosport?…ich behaupte jetzt einfach mal es liegt an Potsdam das man das Spiel nicht bei Eurosport sehen kann da TP Eurosport den Kampf im Namen des Frauenfußballs angesagt hat. Bei Auswärtsspielen hat man da wohl nicht so die Probleme mit da würde TP auch Samstag um 9.00 Früh spielen naja. Die 2500-3000 TP Zuschauer im Stadion werden es danken und die 100.000-150.000 TV-Zuschauer können ihre Zeit anderweitig verplanen ist ja nu auch nicht so schlecht aber vllt läuft es ja wieder für TP und am Donnerstag oder Freitag springt der RBB oder DFB-TV noch auf den Zug und zeigt uns ein Livstream ich würde es ihnen danken.

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  • Jennifer sagt:

    @Dummkopf: Danke! Nein, kein TP-ler, aber durchaus Sympathisant des jungen Teams. Ich glaube auch, dass das an Potsdam liegt. Schade! Bin immer noch ganz begeistert von ihrem Spiel gegen Frankfurt. Aber ich habe mir dann auch die auf framba veröffentlichen Daten angesehen. Deswegen komme ich zu dem Schluss, dass nur die Top Teams gesehen werden. Selbst als FF-Fan werde ich mir Jena-Hoffenheim nicht ansehen, da es mich einfach nicht interessiert.
    Hoffe jetzt einfach auf einem Livestream in letzter Minute …

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  • Statistiker sagt:

    @Alex: Auch hier sollten wir wieder die Fakten zunächst einmal sortieren:
    1. Schröder hat sich einmal der Verlegung des Spiels zugunsten einer Übertragung entgegengestellt und sich öffentlich dazu geäußert. Dies kann man kaum als „Kampf“ bezeichnen.
    2. Es ist korrekt, dass Schröder das Ganze anders und nicht über die Medien hätte lösen können, indem er mit ES direkt geredet hätte. Wenn man den alten Mann aber etwas erlebt habt, weiß man, dass das nicht wirklich seine Art ist.
    3. Eine Mitschuld trägt DFB-TV, die nach der Übernahme von ES genauso gut ein weiteres Spiel pro Spieltag hätten zusätzlich übertragen können. Das hätte dem DFB keine zusätzlichen Komplikationen verursacht, da sich ja die Situation nicht verändert hatte. Für die FF-Fans sicher ein willkommenes Thema.

    Abschließend bin ich mir aber sicher, dass RBB mal wieder einspringen wird.

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  • waiiy sagt:

    @dummkopf, Alex, Jennifer:

    Ich hatte für diesen Spieltag das Gefühl, dass es nie zur Disposition stand, dass das Spiel Turbine – Bayern übertragen werden soll. Steht das irgendwo veröffentlicht als Begründung? Hat Turbine wieder gegen die Anstoßzeit interveniert? Vieleicht kann mir einer die Quelle geben, damit man da vielleicht mal hinterher gehen kann. Vielen Dank!

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  • Alice sagt:

    Ich muss sagen, dass mir diese Samstagsspielerei mittlerweile auch auf die Nerven geht. Man ist ja dankbar, FF im TV zu wissen, aber SAMSTAG 12:00 (ZWÖLF!) UHR?!? Damit man Sonntags Snooker oder anderen Kneipensport übertragen kann?? In Wob gibt es etwas, was sich Pflichtsamstag nennt. Da arbeitet die Frühschicht nunmal, nicht nur bei VW! Unkluger sind nur noch Spiele, die genau mit der Profiliga kollidieren. Dann kann man wenigstens einen Schritt aufeinander zugehen und Flutlichtspiele veranlassen, die ziehen auch nochmal zusätzlich, denn völlig auf eine Übertragung verzichten möchte ja auch keiner. :/

    Hier sollte DFB-TV mal wieder einschreiten und nicht immer simultan zu ES senden!

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  • enthusio sagt:

    Noch mal zwei Bemerkungen zu den Vorgängen um den VfL Bochum:

    Der von mir am 5.10. um 22.36 Uhr gepostete WAZ-Artikel („Hurra, der Vfl Bochum wird jetzt reich !“) hat interessanterweise eine völlig neue Überschrift erhalten. Warum wohl ?

    Spannend ist es aber auch, die zahlreichen Kommentare unter dem Artikel zu lesen. Ich habe noch nie erlebt, dass es mal in der Kommentarfunktion einer Tageszeitung so viele Äußerungen zum Frauenfussball gegeben hat, noch dazu einem einzigen Verein.

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/vfl/vfl-bochum-kickt-frauen-und-maedchenfussball-aus-dem-verein-id9901894.html

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  • noworever sagt:

    @statistiker sagt:
    „Das ist klar, dass das die Besetzung ist, zumindest, solange andere Alternativen wie Laudehr oder Kulig anderweitig gebunden sind oder verletzt sind.“

    ich glaube, dass selbst, wenn alternativen wie laudehr oder kulig verfügbar wären, sich erst mal wenig an diesem trio ändern würde.

    „Allerdings scheint nicht ganz die Hierarchie klar, wer was zu sagen hat im Mittelfeld. Das scheint in anderen Teams wie beispielsweise Bayern schon deutlich besser zu funktionieren.“

    das mf, bestehend aus diesen drei, existiert erst seit 3 spielen.
    in den beiden (heim)spielen, die ich gesehen habe, hat dieses mf eigentlich sehr gut funktioniert, wie eingespielt. obwohl, alle 3 vom spielertypus völlig unterschiedliche charaktere lief alles hand-in-hand (bzw. fuss). selbst, wenn diese beiden spiele nach aussagen der gästetrainer „ein spiel zwischen 2 teams aus „unterschiedlichen ligen“ war … war es trotzdem beeindruckend.
    wüsste nicht, warum es hier eine „hierachie“ bräuchte. alle 3 haben leader-qualitäten und (wie gesagt, von meinem gefühl her) respektieren sich und haben viel spielfreude miteinander.

    „Vor allen Dingen muss Frankfurt aber wieder über die Außen kommen mit Laudehr, Garefrekes und Schmidt, damit das Spiel breit wird und Vero und Maro sich im MF nicht auf den Füßen stehen!“
    kathi hendrich mit ihrem noch leicht etwas zaghaften, aber erfrischend offensiven spiel und kersten garefrekes funktionieren sehr gut miteinander!
    auch svenia huth spielt von ihrer ganzen anlage einen sehr offensiven aussenverteidiger, wobei das verständnis mit mandy islacker bestimmt noch ausbaufähig ist.

    wo hast du „maro und vero sich (gegenseitig) auf den füßen stehen“ sehen? … das kann eigentlich nur in jena gewesem sein?

    … dafür ist vero eigentlich viel zu wuselig – no chance für maro! 😉

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  • Statistiker sagt:

    @Alice: Du wirst mir doch sicherlich zustimmen können, dass es sich bei der Kombo VfL-VW um einen einzelnen Sonderfall handelt. Hier gibt es einen Klub, dessen Fans zu einem Großteil bei ein und demselben Arbeitsgeber arbeiten und dementsprechend von der Tagesplanung recht gleichtaktig funktioniere, und damit bestimmte Zeiten einen bestimmten Vorteil oder Nachteil haben.
    Das dürfte es bei dem Rest der Liga nicht geben, hier ist es immer ein Mix aus Fans, die zu unterschiedlichsten Zeiten arbeiten und dementsprechend völlig unterschiedliche Tagesplanungen haben. Hier können immer einige Fans und einige nicht, sodass sich die Zusammensetzung immer wieder durchmischt mit Ausnahmen.

    Die Frage ist nun aber, wieso es für einen Verein eine Ausnahme geben sollte, für den es an anderer Stelle sowieso schon sehr viele Ausnahmen gibt? Zumal der Verein einer solchen Ansetzung ja auch zugestimmt hat. Hier wäre der eigene Verein der passende Ansprechpartner! Schließlich hat sich Turbine einer solchen Ansetzung auch verwehrt. Vielleicht würde es Eurosport zu einem Umdenken animieren, wenn auch Wolfsburg eine solche Berichterstattung blockieren würde, weil man es sonst irgendwann vor den Snooker-Fans rechtfertigen müsste, wie man ein Spiel Sand-Herford einem bei Fachkenntnis gar nicht mal unansehnlichen und spannenden Snookermatch vorziehen kann.

    @noworever: Dein Wort in Gottes Ohr! Da scheinst du ja anscheinend eine andere, weitgehend positivere Wahrnehmung gehabt zu haben. Mich würde interessieren, wie du das beim Spiel Turbine-Frankfurt gesehen hast, wo das Mittelfeld meines Erachtens noch nicht wirklich harmonierte bzw. so dominierte, wie ich es mir erhoffte.

    Ich habe dabei immer mehr das Gefühl, dass Maro zwar ihre Tore macht, aber in diesem System immer mehr ein Fremdkörper ist, nicht wirklich offensiv, nicht wirklich defensiv. Eigentlich denke ich auch, dass man die Zentrale sogar etwas entschlacken müsste, sprich mehr Außenpower und mit Islacker eine zweite Spitze aufbieten. Z.B. eine Laudehr auf die Außenbahn, dafür im Zentrum nur Fishlock und Vero.

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  • jochen-or sagt:

    In den nächsten Jahren wird zunehmend mit den Bayern auch im Mädchenfußball zu rechnen sein.
    Der Anfang ist ja bereits durch den umfassenden Umbruch in dieser Saison gemacht.
    Daher ist die starke Vorstellung nicht überraschend und auch ich meine, dass sie gegen Turbine Favorit sind.

    Wie allgemein bekannt sein dürfte, hat der FC Bayern eine Vermarktungsoffensive in den USA gestartet. Dort ist aber traditionell der Frauenfußball stark verbreitet, auch wenn nunmehr der Männerfußball zunehmend Zuspruch erfährt.
    Potentielle Kunden sind dementsprechend dort auch in erheblichem Umfang Frauen.

    Ich erwarte daher, dass die Bayern in Zukunft eine überragende Rolle im Frauenfußball spielen werden, da sie über mehr oder minder unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten verfügen. Zudem ist dort auch viel fußballerischer und ökonomischer Verstand angesiedelt und wenn die Bayern dies – siehe Basketball – gezielt wollen, werden sie auch dauerhaft im Frauenfußball ganz vorne mitmischen.

    Anders als Wolfsburg ist die Marke FC Bayern auch als Edelmarke verkäuflich. Da dürfte auch auf eine erfolgreiche Frauenmannschaft ausreichender Glanz fallen, um eigene Sponsorengelder zu generieren.

    Um dies vorher zu sehen muss man auch kein Fan des FC Bayern sein.

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  • Altwolf sagt:

    @jochen-or.

    Deine Vermutungen zum FF des FC Bayern könnten durchaus zutreffen, doch man darf auch mal zurückblicken, wo die Bayern Frauen trotz der schon seit Jahren bestehenden „unbegrenzten finanziellen“ Möglichkeiten nicht mit Geldern „überhäuft“ wurden.

    Der FF bei Bayern München hat dort, zumindest unter U.Hoeneß, kein entsprechendes „Standing“, denn trotz früherer Deutschen Meisterschaft bzw. des Pokalsieges gab es keine erkennbare Unterstützung in der Größenordnung der derzeitigen Top-Clubs.

    Es gehr dabei nicht allein um das „Geld“ selbst, sondern auch um die Infrastruktur des FF in München und nur der Umzug ins Grünwalder Stadion konnte als Schritt in die richtige Richtung wahrgenommen werden.

    Klar hat der Name „FC Bayern München“ Premium-Charakter und wir mußten uns in WOB diese Anerkennung auch für den FF erst erarbeiten, aber der VFL hat als Verein die Zeichen der Zeit und die Gunst der Stunde zu 100% genutzt und der FC Bayern hat dies in den letzten Jahren regelrecht „verpennt“. Was sie bei den Männern in Perfektion durchziehen ist auf dem Sektor des FF bei den „Möglichkeiten“ weniger als „amateurhaft“.

    Sportlich hat man für diese Saison allerdings einen großen Schritt nach vorn dadurch gemacht, daß mit M.Leupholz und M.Beringer für das wichtige MF Qualität dazugewonnen wurde und allein dadurch auch jetzt in der Lage ist, insbes. gegen sogg. „schwächere“ Teams, das Spiel zu gestalten und die Offensive besser ins Spiel zu bringen.

    Vielleicht spielt zur besseren Anerkennung für die Bajuvarinnen auch das Engagement der ALLIANZ eine zunehmende Rolle, denn die sind nun sowohl bei d. Männern, als auch nun bei den Frauen präsent.

    Wenn es am kommenden Spieltag Turbine gelingt, dieses neue MF Bayerns am Spiel zu hindern und selbst mal mehr Initiative zu übernehmen, dann sehe ich doch eher einen Sieg der Turbinen vorraus, dazu gehört aber auch ein kämpferischer Einsatz und die gleiche „Performance“ wie gegen den 1.FFC.

    Aus WOB-Sicht kann man mit e. 1:1 wohl am Besten leben, aber ich denke doch es wird ein 2:1 für TP.

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  • Tom Martin sagt:

    @waiiy: Ich glaube nicht, dass ein Spiel TP – Bayern zur Disposition stand übertragen zu werden. Was ich klar für falsch halte! Ich bin ein Verfechter Spiele aus dem unteren Tabellenende zu zeigen. Einfach deshalb, weil sie unattraktiv sind und sie auch nicht so viele Leute vor den Bildschirm holen. (Deswegen hatte ich meiner Frau das Wort Strassenfeger erklärt).

    Bzgl. des Spiels TP-Bayern handelt es sich evtl. auch um ein Missverständnis, da die Muttersprache meiner Frau (Jennifer) nicht Deutsch ist. Wir hatten uns mit Frauenfussballfreunden über die Übertragungsrechte unterhalten, die mir (als Juristen) sehr schleierhaft erscheinen. Mir leuchtet z. B. auch nicht ein, warum Eurosport und DFB-TV die gleichen Spiele parallel übertragen. Außerdem bin ich, genau wie @Alice, aber aus anderen Gründen gegen eine Übertragung während der Mittagszeit am Samstag.

    So, jetzt wissen alle, über was wir beim Essen reden. Meine Frau und ich sind ganz große Fans des Frauenfussballs (wenn auch in Deutschland ohne spezifischen Verein), verstehen aber beide nicht diese Verlegerei der Spiele. Ich glaube, dass man mit gleichen Anstosszeiten/Tagen auch viel mehr Fussballfreunde gewinnen kann. So, wie es derzeit läuft, verprellt man die, die sich evtl. interessieren wollen.

    Ich glaube auch, dass wenn sich mehr Vereine gegen die Anstosszeit am Samstag wehren würden, dass es dann schneller zu einer einheitlichen Anstosszeit am Sonntag kommen würde. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung!

    Wir überlegen auch evtl. zum Spiel nach Potsdam zu fahren, aber das wäre schon eine Wahnsinnsfahrerei …

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  • Tom Martin sagt:

    Nochmals kurz zum FFC Frankfurt: Die Spielweise der Frankfurterinnen kann einen nicht mehr hinter dem Ofen hervorholen. Irgendwie ist alles doch sehr statisch.

    Von einer Maroszan bin ich sehr enttäuscht. Ich hielt sie vor Jahren noch für die beste Technikerin, die Deutschland überhaupt hat. Ich glaube, dass ihr dieser „Wahnsinn“ weggehen zu wollen einen mentalen Strich in Bezug auf das Fussballspielen gemacht hat. Aber das ist meine persönliche Ansicht. Sie schießt zwar ab und zu ein Tor, aber spielerisch/technisch kommt da meiner Meinung nach fast gar nichts zusammen. Das ist für ein „ehemaliges Talent“ sehr unbefriedigend.

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  • noworever sagt:

    @Statistiker:
    „Mich würde interessieren, wie du das beim Spiel Turbine-Frankfurt gesehen hast, wo das Mittelfeld meines Erachtens noch nicht wirklich harmonierte bzw. so dominierte, wie ich es mir erhoffte.“

    ein grund warum es nicht so „harmonierte“, war, dass das mf über welches wir hier reden in potsdam erst die letzten 20-25min existiert hat. (fand auch, dass es mit ihrer hereinnahme etwas ’strukturierter‘ lief). ich schätze tanaka’s qualitäten, aber tanaka und fishlock sind einfach nicht vergleichbar was präsenz und effektivität betrifft. fishlock ist ein typ, der mitreißt. nach meinem empfinden war es ein fehler von colin bell solch eine spielerin (gerade mit solch einer bissigkeit) nicht schon von anfang an zu bringen.
    das spiel in potsdam ging vor allem verloren, weil man (wie schon so oft) wieder mal anstatt den kampf anzunehmen, es lieber vorzog in schönheit zu sterben.

    „Ich habe dabei immer mehr das Gefühl, dass Maro zwar ihre Tore macht, aber in diesem System immer mehr ein Fremdkörper ist, nicht wirklich offensiv, nicht wirklich defensiv.“

    ich empfinde maro in diesem (neuen, 3-spiele alten) system/mf überhaupt nicht als einen „fremdkörper“. ganz im gegenteil: fishlock & vero, die beiden hans-dampf-in-allen-gassen ergänzen sich geradezu perfekt mit einem mehr ’statischen‘ spielertyp, wie in maro nun mal verkörpert. (viel besser, als z.b. vorher mit mel behringer, die eigentlich auch mehr den ’statischen‘ spielertyp repräsentiert). von maro wird immer etwas verlangt, dass sie garnicht erfüllen kann – durch jess & vero bekommt sie den nötigen freiraum um IHR spiel spielen zu können. die ansätze sind vielversprechend.

    „Eigentlich denke ich auch, dass man die Zentrale sogar etwas entschlacken müsste, sprich mehr Außenpower und mit Islacker eine zweite Spitze aufbieten. Z.B. eine Laudehr auf die Außenbahn, dafür im Zentrum nur Fishlock und Vero.“

    kann ich leider nicht zustimmen. islacker und celia würden sich (wie du so schön sagst) nur auf den füssen stehen. mandy ist auch nicht unbedingt der power-typ für diese position, wobei, ich hatte es schon angedeutet, ich das gefühl habe, dass sie noch ein wenig zu zaghaft, sprich noch nicht 100% ‚angekommen‘ ist.
    die kommunikation untereinander, z.b. mit svenja huth, aber auch mit anderen läuft (noch) nicht ‚blind‘.
    mit mandy links und kerstin rechts, sehe ich im sturm eigentlich keinen großen änderungsbedarf, die bereits jetzt schon wieder meist geschossenen tore spechen eigentlich für sich … und es scheint, celia schießt sich langsam warm.

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  • Statistiker sagt:

    @noworever: Nunja, vielleicht habe ich das auch zu negativ gesehen. Werde mich überraschen lassen, wie es sich entwickelt. Kann Frankfurt noch nicht gut genug einschätzen, da hat sich diese Saison einfach zuviel getan, zuviele neue Gesichter.

    @Altwolf: Hier glaube ich, sprechen die Fakten eine entscheidende Rolle. Ein Ulli Hoeneß und andere bei Bayern sehen den FF noch nicht über den Punkt, wo er sich finanziell oder medial lohnt und selbst läuft. Man sollte sich mal überlegen, wie der MF expandiert hatte, bevor Bayern überhaupt in das ganz große Geschäft eingestiegen ist. In der Saison, wo Uli Hoeneß eingestiegen ist und den Verein zu einer Marke aufgebaut hat, hatte die Liga bereits 26.000 Zuschauer im Schnitt. Die Liga stand, es gab ein riesiges Fundament, worauf man etwas aufbauen konnte.

    Dies ist bei den Frauen noch nicht so, die haben nicht einmal 1/10 der Fans, geschweige denn der Medienpräsenz. 35.000 Zuschauer, bevor überhaupt etwas wirklich marktwirtschaftlich aufgebaut wurde. Da war ein riesiger Rückhalt der Fans, da war eine große Anzahl Mitglieder – alles war schon bereitet. Das hatte sich alles natürlich aufgebaut.

    Insofern denke ich, dass das Risiko im FF zu groß ist, bei der niedrigen Fanbasis!

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  • FFFan sagt:

    @ Statistiker:
    „Eine Mitschuld trägt DFB-TV, die nach der Übernahme von ES genauso gut ein weiteres Spiel pro Spieltag hätten zusätzlich übertragen können. Das hätte dem DFB keine zusätzlichen Komplikationen verursacht, da sich ja die Situation nicht verändert hatte.“

    –> Ich weiß nicht genau, was du mit „Komplikationen“ meinst. Fakt ist: die zusätzliche Übertragung eines weiteren Spiels pro Spieltag würde selbstverständlich bedeuten, dass sich der finanzielle Aufwand für den DFB nahezu verdoppelt. Denn wir dürfen ja nicht vergessen, dass auch die Übertragungen, die bei Eurosport laufen, nach wie vor von DFB-TV (bzw. in dessen Auftrag von einer Produktionsfirma) produziert werden. Eurosport stellt lediglich den Kommentator sowie den Moderator.

    „Abschließend bin ich mir aber sicher, dass RBB mal wieder einspringen wird.“

    –> Was macht dich da so sicher? Ich persönlich glaube nicht, dass der Sender kurzfristig sein Programm ändert und kann mir allenfalls einen Internet-Livestream vorstellen.

    @ Tom Martin:

    Erst mal willkommen in der ‚Community‘! 🙂

    „Ich bin ein Verfechter Spiele aus dem unteren Tabellenende zu zeigen. Einfach deshalb, weil sie unattraktiv sind und sie auch nicht so viele Leute vor den Bildschirm holen. (Deswegen hatte ich meiner Frau das Wort Strassenfeger erklärt).“

    Ach, wie süß! Vielleicht kannst du dir ja im Gegenzug von ihr das Wort „Verfechter“ erklären lassen… 😉

    Aber zum eigentlichen Thema: die von dir geforderte einheitliche Anstoßzeit am Sonntag war bis einschließlich vorletzte Saison Standard (die Vereine konnten lediglich zwischen „11 Uhr“ und „14 Uhr“ wählen), Samstagsspiele die absolute Ausnahme. Erst durch den ‚Einstieg‘ von Eurosport hat sich dies geändert (wobei allerdings idR immer noch fünf von sechs Spielen eines Spieltags sonntags ausgetragen werden). Ob dadurch Fußballfreunde in größerer Zahl verlorengegangen sind, ist noch nicht empirisch untersucht.

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  • ruhri sagt:

    Das Spiel SGS Essen vs. Bayer04 gibt es inzwischen als Zusammenfassung:

    http://www.sgs-essen.de/medien.html

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  • Jennifer sagt:

    @FFFan: Haha, werde Tom das Wort erklären. Bei den vielen Sprachen kann so ein Wort schon mal untergehen. 🙂

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  • waiiy sagt:

    Ich bin ehrlich gesagt gespannt, wie sich der Verein in Frankfurt entwickeln wird. Nach der letzten Saison habe ich das Gefühl, dass alles irgendwo ein wenig runter geht. Das natürlich rein subjektiv. Aber es würde mich interessieren, wie es der Frankfurter Anhang sieht.

    Woran mache ich das Gefühl fest:

    1. Der Personalkader ist nach einigen Jahren in meinen Augen erstmals qualitativ schlechter geworden bzw. nicht mehr so mit großen Namen bestückt. Es wurden Spielerinnen zu direkten Konkurrenten in der Bundesliga (Wolfsburg) und in Europa (Paris) abgegeben, die von der Qualität her in jeder Stammformation stehen sollten. Dafür wurde international gesucht, wo sonst mehr im Inland eingesammelt wurde.

    2. Der Blick auf die Zuschauerzahlen ist eher noch nicht aussagekräftig, da die 3 Heimspiele eher gegen Gegner waren, die nicht so die Magneten waren. Aber auch hier habe ich das Gefühl, dass der Frankfurter Anhang schon genauer auswählt, was er sehen will. Hoffentlich ist es zuschauertechnisch kein Eigentor, dass die großen Gegner alle in der 2. Halbserie kommen. Wenn da die sportliche Ausgangslage zu schlecht ist, bleiben die Zuschauer vielleicht trotzdem weg.

    3. Das Forum von Frankfurt wird immer mehr verschmäht. Es hat eigentlich nur noch eine statistische Rolle, wo vorher ein reger und in meinen Augen sehr konstruktiver Austausch erfolgt ist. Da wurden nach einem Spiel gegen Potsdam Seiten gefüllt (egal wie das Spiel ausging). Es scheint, als wenn selbst die Mannschaft selbst den Stamm Fans langsam egal wird.

    4. In Potsdam waren die Auswärtsfans von Frankfurt quasi nicht wahrnehmbar. Das ist ungewöhnlich. Sie waren sonst nicht so zahlreich wie die aus München und zuletzt Wolfsburg (oder davor aus Duisburg). Aber sie waren lautstark und unermüdlich. Da war ich zuletzt doch verwundert.

    5. Was mich daran auch wundert, dass es in meinen Augen nicht an den Ergebnissen liegen kann, denn Frankfurt spielt seit einigen Jahren erstmals wieder Champions League spielen und auch die Ergebnisse in München und Potsdam nicht so ungewöhnlich waren.

    Wie sehen das die Leute, die mehr involviert sind bei Frankfurt? Ist da eine Tendenz erkennbar?

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  • holly sagt:

    @ waiiy, ich bin zwar kein Frankfurt Fan, teile aber auch deine Wahrnehmung.
    Frankfurt als Stadt ist aber nicht mit Potsdam oder Wolfsburg zu vergleichen. In Frankfurt ist natürlich das Freizeit Angebot viel größer, dazu kommt dann sicher auch noch das der FSV auch oft am Sontag spielt bzw die Eintracht.

    Natürlich spielt es auch eine Rolle das vor allem die dt. Spielerinnen Alushi und Behringer gegangen sind. Ich denke beide waren sehr beliebt bei den Fans. Die beiden internationalen Auswahlspielerinnen die man geholt hat sind sicher gut, aber die kennen nur Insider. Wegen den beiden wird niemand extra ins Stadion kommen der sonst noch nie da war.
    Der wichtigste Punkt für mich ist aber der Trainer. Herr Bell sollte endlich mal die jungen Spielerinnen ran lassen.
    Wie schon mehrfach hier erwähnt ist eine Laudehr in der Abwehr verschenkt, ebenso wie Cerno ein Totalausfall in der Abwehr ist zumindest gegen die Spitzenteams.
    Ich denke das viele Frankfurt Fans das ähnlich sehen 😉

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  • noworever sagt:

    @Statistiker:
    „Nunja, vielleicht habe ich das auch zu negativ gesehen. Werde mich überraschen lassen, wie es sich entwickelt. Kann Frankfurt noch nicht gut genug einschätzen, da hat sich diese Saison einfach zuviel getan, zuviele neue Gesichter.“

    vielleicht sehe ich das auch zu positiv? (womöglich naturell bedingt 😉 … habe einfach ein gutes gefühl bei diesem mf-trio … und für mein empfinden hat colin bell mit der verpflichtung dieser beiden neuen ein gutes händchen bewiesen.
    nichts gegen mel & lira, aber deren abgang ist mit jess & vero mehr als kompensiert.
    neben ihrem absoluten fußballerischen verständnis bringen diese beiden vor allem das momentum des ‚ackerns‘ mit ins spiel, etwas das bei diesem team dringend not-wendig war&ist, besonders im mf.

    möchte, da @Tom Martin das schon fast leidige („statische“) maro-thema wieder aufgegriffen hat, noch mal betonen, dass für mich der hierfür verwandte begriff „statisch“ nichts „negatives“ beinhaltet.
    doch hier erst eine vorabwarnung: obwohl alle thumbs-down (als auch thumbs-up) es nicht so recht schaffen mich das fürchten zu lehren, habe ich mir trotzdem überlegt, ob ich die folgenden zeilen überhaupt posten soll, da sie (mit großer wahrscheinlichkeit) von den meisten gemütern als völligen nonsens entweder mit einem eventuellen ärgernis oder (alternativ) mit lachkrämpfen aufgenommen werden.
    wer sich dies also ersparen möchte: bitte nicht weiterlesen – only then – are you on the safe side!

    also … celia, svenja huth z.b., oder, wie schon erwähnt, vero & jess fishlock repräsentieren eindeutig nicht den statischen spielertypus. das sieht man schon allein an ihrer ganzen physiognomie und den daraus resultierenden bewegungsabläufen, die allerdings (nur) der ausdruck dessen sind, wie sie in wirklichkeit (von innen heraus) ‚funktionieren‘.
    die ‚impulse‘ für deren bewegungsantrieb erscheinen von einer mehr peripheren ebene zu kommen.
    der nicht-statische spieler ist deshalb so ‚bewegungsanfällig‘, da er sehr empfänglich auf diese flüchtigen (peripheren) reize/impulse reagiert … und viel leichter ins rotieren/’wuseln‘ kommt.

    der nicht so bewegungsanfällige spielertypus hingegen ‚empfängt‘ seine bewegungsimpulse von einer tieferen (statischen) ebene.
    dieser, mehr ruhige typus weiß z.b. „wo er zu stehen hat“ und, der dann auch tatsächlich oft genau dort steht, wo es wichtig ist. (ffc-bezogenes beispiel: peggy – nicht nur gilt das für ihren abwehrbereich, auch vorne ist sie deshalb bei standards so erfolgreich).
    eher peggy-untypisch weiß der statische spielertypus auch oft den „tödlichen“ pass (genau&perfectly timed) in die sog. schnittstelle zu spielen.
    der statische spieler kann zwar viel in bewegung sein, trotzdem hat man doch nie das gefühl, dass er/sie sich wirklich den ….. aufreißen würde. (typisches beispiel, pirlo, als könnte er noch stundenlang so weiter traben.)

    die einteilung in den (rein)“statischen“ und den (rein)“bewegungsanfälligen“ spielertypen ist natürlich theoretisch – praktisch ist sie total vielschichtig und mehr oder weniger vermischt.
    natürlich ist bewegung sehr wichtig (auch für eine maro!) … aber, bevor man/frau sich zu einer be-/verurteilung eines spielers(menschen) verleiten lässt, könnte es vielleicht auch ganz hilfreich sein, erst einmal einen blick auf seine/ihre ‚vorkonditionierung‘ werfen.
    vielleicht fällt dann das ein oder andere urteil ja ein wenig gnädiger aus?

    nicht jeder kommt schließlich als ein messi auf die welt … nur so, als beispiel einer (offen-sichtlich) perfekt geglückten symbiose … zwischen „tödlichem pass“ und „hans-dampf-in-allen-gassen“. 😉

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  • Statistiker sagt:

    @waiiy: Ich sehe darin eher ein generelles Phänomen. Aus reiner Sicht der Fakten lässt sich das Ganze mit einem Fahrradfahrer in einem Fahrradrennen an einem Berg vergleichen.

    Der Berg ist die Entwicklung des FF mit Erfolg als Höhe und Zeit als Zeit, die es braucht, um ihn zu erklimmen. Der Fahrradfahrer, der den deutschen FF symbolisiert, befindet sich noch ziemlich am unteren Ende des Bergs. In den letzten Jahren fiel dieser Anstieg sehr leicht, man hatte Erfolg, man entwickelte sich deutlich schneller als die internationale Konkurrenz. Angespornt von diesem Erfolg und diesem guten Gefühl griff man an, und zwar im Zusammenhang der WM 2011, um eine Entscheidung herauszufordern und die Entwicklung zu beschleunigen. Dieser Angriff wurde groß aufgerollt und viele Ressourcen dafür verschwendet. Allerdings musste er abgebrochen werden (WM-Aus der deutschen Mannschaft), dennoch schien der deutsche FF erst einmal einen großen Sprung gemacht zu haben und dieser Angriff schien die richtige Entscheidung gewesen zu sein.
    Doch mittlerweile haben wir den Fall, dass den Radfahrer die Kräfte verlassen und der Angriff verpufft scheint. Dabei ist der Berg noch lang und der Radfahrer hat in der Entwicklung sehr viele Ressourcen schon verschwendet. Der Radfahrer merkt das und verliert damit auch Motivation.

    Auf Frankfurt lässt sich das noch einmal zuspitzen: Die Fans hatten auf den Hype gehofft; diese Hoffnung war noch einmal durch die zusätzlichen Transfer gepusht. Dieser Hype hat sich nicht eingestellt, und nun ist das große Motivationsloch in einer noch nicht gefestigten Fanbasis natürlich groß.

    Zudem ist das auf Vereinsebene natürlich noch einmal stärker, da ein Traditionsverein wie der FFC natürlich mittlerweile eine ganze Reihe […] Fahrer im Nacken spürt bzw. locker-luftig an sich vorbeifahren sieht. Da war es klar, dass Dietrich schon vor der WM 2011 seine einzige große Chance gesehen hat, sich einen Vorsprung in diesem Spiel zu verschaffen. Dieser Schuss ist dann erwartungsgemäß nach hinten losgegangen.

    Jetzt quälen sich die Traditionsvereine nunmal im Besonderen, Duisburg ist noch ein extremerer Fall, der nun auch wohl vom Rad steigen muss.
    Ich glaube auch nicht, so schade das auch ist, dass Frankfurt wirklich noch lange aushalten kann, und auch in Potsdam wird es wohl nicht immer so weitergehen, auch wenn da eine bessere Grundlage in den Muskeln ist und Potsdam gleichmäßiger unterwegs ist.

    Ich glaube aber, dass durch den Hype 2011 viel von der natürlichen Entwicklung abgewürgt wurde und wir jetzt den Kater haben. Das trifft auf alle Vereine in irgendeiner Weise zu, bis auf Wolfsburg, die sich künstlich weiterentwickeln, und Potsdam, die sehr gut gerüstet sind und nicht auf den Hype gesetzt haben, ähnlich wie Bayern.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Alice sagt:

    @Statistiker: „Die Frage ist nun aber, wieso es für einen Verein eine Ausnahme geben sollte.“

    Soll es nicht. Ich schrieb nichts von einer Ausnahmeregelung, nur von der Erfahrung und dem Wissen bezüglich meines Vereins und seiner Fans. Für alle VEreine sollte es eine zufriedenstellende Lösung geben.

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  • FFFan sagt:

    @ waiiy:

    Ich bin beim 1.FFC Frankfurt nicht „involviert“ und kann die Situation dort nicht genau beurteilen. Deshalb greife ich nur einen deiner Punkte heraus:

    „3. Das Forum von Frankfurt wird immer mehr verschmäht.“

    Seit dem Relaunch der FFC-HP wird dort das Fan-Forum nicht mehr verlinkt. Wer die URL nicht kennt (oder ‚googlet‘), findet es gar nicht. Die (ohnehin nie besonders lebhafte) Diskussion dort ist mittlerweise fast völlig zum Erliegen gekommen. Die meisten FFC-Fans wissen vermutlich nicht einmal, dass es dieses Forum überhaupt (noch) gibt. Es schreiben wirklich nur noch eine ‚Handvoll‘ Leute, dazu gibt es vielleicht noch ein paar Dutzend stille Mitleser (wie dich und mich), und das war’s.

    Aus der Tatsache, dass das Forum „verschmäht“ wird, nun aber den Schluss zu ziehen, die Mannschaft sei den Fans egal, ist wirklich völliger Blödsinn.

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  • dummkopf sagt:

    @FFFan
    dfb-tv produziert/zahlt?
    Hatte ich nicht mitbekommen. Haben die das mal erzählt, oder woher stammt die Info?
    Ich hatte mich sowieso schon gefragt, ob nicht eigentlich der dfb ES bezahlt für die Sendezeiten.

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  • Altwolf sagt:

    @Statistiker.

    Es gibt in deinen Gedanken zu der Entwicklung des FF sicherlich viel Richtiges, was ich auch durchaus nachvollziehen kann, aber was verstehst du unter einer „künstlichen“ Entwicklung ?

    Wenn du allerdings unter der „natürlichen,statt künstlichen“ Entwicklung verstehst, die Zeit nach der eigenlich sehr „erfolgreichen“ WM 2011 (was Zuschauer und Wahrnehmung des FF in aller Welt betrifft)ohne weitere Intensivierung der Bemühungen um die Öffentlichkeit und Motivationsmaßnahmen in den Vereinen so dahin plätschern zu lassen, als ob nun Alles wie von selbst läuft, dann kann „künstlich“ nur den einzig richtigen Weg bedeuten.

    War es ein „Fehler“, wenn sich die Stadt WOB und der VFL um WM-Spiele bemüht hatte, sich als guter Gastgeber mit nahezu immer vollem Stadion präsentierte und auch in der Folgezeit diesen eingeschlagenen Weg konsequent weiter verfolgte und aus der unbedeutenden ehemaligen Eintracht Wolfsburg /WSV Wendschott-WOB FF-Mannschaft unter dem Namen des VFL WOB nun eine FF-Abteilung am Leben erhalten hat, die inzwischen auch in Europa wahrgenommen wird ?

    Haben da nicht einige der Traditionsvereine bzw. die handelnden bzw. nicht handelnden Personen diese Chance nach der WM 2011 nicht einfach verschlafen und sich offenbar zurückgelehnt und geglaubt, jetzt läuft das von selbst !

    Und jetzt wundert man sich, daß das nun offenbar nur in WOB u. evtl. bei Turbine anders bzw. besser läuft? Da stehen in erster Linie die Vereine in der Pflicht und erst in 2.Linie der DFB.

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  • wfm sagt:

    @waiiy
    Ich kann Deine Einschätzung nicht ganz teilen, dass es bei Frankfurt runter geht.

    ad1) Der Personalkader hat sich in meinen Augen nicht verschlechtert. Von den Namen her könnte es zwar so aussehen. Faktisch verhält es sich aber anders. Babett und Lira sind zwar weg, haben aber in der letzten Saison aufgrund von Verletzungen bei Babett gar keine und im Fall von Lira nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Man beachte, dass Lira im Frankfurter Scoring nur auf dem 8. Platz noch hinter Bianca Schmidt gelegen hat. Geht man also nicht vom Namen, sondern von den in der vergangenen Saison erbrachten Leistungen aus, dann hat der FFC nur in Mel Behringer eine wirkliche Leistungsträgerin verloren, die auch erst nach langer Verletzungszeit beim FFC zuletzt immer mehr zu alter Leistungsstärke gefunden hat. (Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: es geht nicht um eine Kritik an Lira oder Babett, sondern ich erinnere nur an den Verlauf der Saison, der für beide aufgrund ihrer Verletzungen teils sehr unglücklich, teils nur bedingt befriedigend sein konnte.)
    Sieht man von den jüngeren vielversprechenden Nachwuchsspierinnen ab, wurde aber vor allem mit Veró Boquette eine er besten Spielerinnen der Welt verpflichtet, die sich in den USA wie auch in Schweden jeweils erfolgreich durchsetzen konnte und einen erheblichen Teil dazu beigetragen hat, dass ihre Vereine jeweils Meister geworden sind. Auch gehört sie seit Jahren in den Kreis der 5 besten FIFA-Spielerinnen des Jahres. Zudem ist auch Jess Fishlock in meinen Augen eine Verstärkung, weil sie zur durchaus vorhanden spielerisch Klasse auch Kampfgeist mitbringt, der dem FFC gut tut.
    Vor allem die Verpflichtung von Veró verändert natürlich die Situation von Marozsan. Beide müssen sich daher noch finden. Aber schon jetzt ist absehbar, dass Maro mehr Freiheiten erhält und dadurch wie schon zurzeit erkennbar ist auch mehr zum Torabschluss kommt.

    ad 3) Das Forum ist schon lange verweist, quasi tot. Das liegt aber an besonderen Umständen der dort noch verbliebenen. Die aktiven Anhänger des FFC haben sich schon lange in mehreren Foren oder geschlossenen Gruppen auf Facebook einen Ort geschaffen, wo sie teils diskutieren teils Informationen aufbereiten bzw. austauschen.

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  • enthusio sagt:

    Zum VfL Bochum:
    Die geplante Auflösung der Frauen- und Mädchenmannschaften schlägt im Umfeld des Vereins hohe Wellen. Damit hätte ich – ehrlich gesagt – nicht gerechnet. Am 20.10 wird es auf der Mitgliederversammlung des Vereins zu kontroversen Diskussionen kommen und Anträge geben, den Frauen- und Mädchenfussball im Verein fortzuführen. Ich werde vor Ort sein und bin sehr gespannt, wie die ganze Sache ausgehen wird.
    Hier noch ein aktueller Link:

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/vfl/vfl-vorstand-rechtfertigt-die-abschaffung-der-frauenteams-id9909930.html

    Zum MSV Duisburg:
    Es wurde wohl vor der Saison versucht, neue Stürmerinnen zu verpflichten, was aber – warum auch immer – gescheitert ist.

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/duisburg/msv-vertraut-mannschaft-und-trainerin-id9909379.html

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  • FFFan sagt:

    @ dummkopf:
    „dfb-tv produziert/zahlt? Hatte ich nicht mitbekommen. Haben die das mal erzählt, oder woher stammt die Info?“

    Ja, das wurde vom DFB so ‚kommuniziert‘:

    „Mit der Saison 2013/2014 ist es zudem gelungen, eine Kooperation mit Eurosport zu realisieren. Der Sender wird in der aktuellen Spielzeit erstmals pro Spieltag eine von DFB-TV produzierte Partie live ausstrahlen.“ (arena 05/2013, S.41)

    Ich denke, dass es dem DFB im jetzigen Stadium der Entwicklung noch nicht darum geht, mit Bundesliga-Übertragungen Einnahmen zu erzielen. Wichtiger ist zunächst eine größere Reichweite. Während den Livestream auf DFB-TV vielleicht 5.000 Menschen sehen, sind es bei Eurosport bis zu 150.000 Fernsehzuschauer.

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  • holly sagt:

    @ enthusio, danke das du uns über den VFL so gut auf dem laufenden hälst. Da bin ich auch schon total gespannt was dann auf der Versammlung passiert.

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  • Jennifer sagt:

    Danke @Enthusio für deine Infos aus Bochum. Denkst du, dass sich die Entscheidungsträger auf der Vorstandsversammlung noch umstimmen lassen könnten?

    Falls nicht wird sich vielleicht Inka Grings über ein paar Stürmerinnen freuen …

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  • enthusio sagt:

    @Jennifer,

    „Denkst du, dass sich die Entscheidungsträger auf der Vorstandsversammlung noch umstimmen lassen könnten?“

    Ich hoffe es. Eine große Rolle wird sicherlich dabei spielen, wie stark der Unmut in der Mitgliederversammlung wirklich zum Ausdruck kommen wird. Wenn sich eine starke Protestbewegung etablieren sollte, könnte es vielleicht klappen. Bislang hat der Frauenfussball bei den Mitgliederversammlungen (abgesehen von einem freundlichen Applaus für den Aufstieg in die 2. Liga) aber nie wirkliche Beachtung gefunden.

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  • Detlef sagt:

    Altwolf schrieb;
    „Und jetzt wundert man sich, daß das nun offenbar nur in WOB u. evtl. bei Turbine anders bzw. besser läuft? Da stehen in erster Linie die Vereine in der Pflicht und erst in 2.Linie der DFB.“

    Dem muß ich entschieden wiedersprechen!!! 🙁
    OK, die MF-Profiableger hätten sicher die finanziellen-, organisatorischen-, und öffentlichkeitswirksamen Möglichkeiten dazu gehabt, die FF-Buli nachdrücklich voranzutreiben!!!
    Aber außer in WOB (und zT in Hoffenheim) haben die Frauenteams in den Vereinen leider nur ein sehr niedriges Standing, und so kaum Chancen sich gegen die allgegenwärtige Übermacht der Herren-Profis durchzusetzen!!! 🙁

    Doch was sollen bitteschön Vereine wie Essen, Jena, Sindelfingen, Herford usw veranstalten???
    Da fehlt es schon so an allen Ecken und Enden am „Geriebenen“, wie sollen sie da noch in Professionalisierung investieren??? 🙁
    Der SGS und dem USV ist es immerhin gelungen, ihren Heimspielen einen professionelleren Rahmen zu geben, indem sie die „heiligen Stätten“ der örtlichen MF-Profis mit nutzen können!!! 🙂

    Vereinen wie Sand, Cloppenburg und Gütersloh gelang es dagegen, einen potenten Sponsor an Land zu ziehen!!! 🙂
    Aber die wachsen bekanntlich nicht einfach auf Bäumen, und so darf man es doch keinem Verein vorwerfen, noch keinen abbekommen zu haben!!!

    Der DFB hatte damals als Idealfall ausgegeben, daß jeder Profiverein eine eigene Frauenabteilung gründen soll!!!
    Das ging gründlich schief, der HSV kastrierte seine erfolgreichen Frauenteams, bestandene Zusammenarbeiten wurden allerorts wieder aufgekündigt!!! 🙁
    Man hatte Scheuklappen vor den Augen, und der Slogan; „jetzt geht es steil bergauf“ vernebelte vielen in Frankfurt das Hirn!!! 🙁

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  • Statistiker sagt:

    @Detlef: Gut beobachtet. Wer meinen Beitrag gründlich liest, wird sehr schnell erahnen können, welches Wort der Editierung zum Opfer gefallen ist, und wird dann den Vergleich wohl besser verstehen.

    Anstelle eines Berges könnte man im wissenschaftlichen Sinne von einem Diagramm sprechen. Während man bei den Traditionsvereinen von einer linearen, maximal leicht exponentiellen Maximalentwicklung sprechen kann, wenn es ideal läuft, sieht eine künstliche Entwicklung voraus, dass Geld in einem überdurchschnittlichen Maße zur Verfügung steht, das jegliche natürliche Entwicklung bei weitem übersteigt.

    Die Erfahrung zeigt, dass daraus solche Konstrukte wie Sand oder Cloppenburg mit einem Einzelgönner entstehen und sie sich langfristig nur so über Wasser halten können.

    Interessant dabei ist, dass die sportliche Entwicklung dabei nur bis zu einem gewissen Grad gepusht werden kann, sich alles andere nur auf der Ebene des Finanziellen bewegt. In England kann man es beobachten, dort hat sich dieses System im Männerfußball durchgesetzt. Kein Verein kann mehr überleben ohne einen großen Ölmilliardär an der Seite, aber sportlich bringt es nicht viel. Die Stars werden von einem Verein zum anderen für überteuerte Preise durchgereicht, so dass es kaum noch Identifikationsfiguren gibt, und dennoch hat England in den letzten Jahren international fast nix gerissen.

    Insofern bin ich sehr gespannt, welches System sich durchsetzen wird: Die „Werksclubs“ der MF-Topvereine und die „Milliardärklubs“ oder die Traditionsvereine. Da wir in Deutschland sind, bin ich sogar optimistisch, dass sich die Traditionsvereine mit der natürlichen Entwicklung durchsetzen werden.

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  • enthusio sagt:

    Ich möchte hiermit eine Petition zum „Verbleib der Frauen- und Mädchenabteilung beim VfL Bochum“ bekannt machen und bitte um Unterstützung und weitere Verbreitung.

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  • holly sagt:

    @ Detlef, bei den Vereinen wo es MF und FF gibt muss man auch unterscheiden.
    Sie sind überall Anhängsel und müssen sich alles selbst erarbeiten: Medizinische Betreuung, Trainer, Presseleute usw.
    Da kann keine FF Abteilung auf die Leute vom MF hoffen. Sicher geht sowas in Wob und Hoffenheim einfacher weil da ein großer Sponsor vorhanden ist.
    Was man als reiner FF Verein erreichen kann hast du ja schon geschrieben siehe Essen und Jena. Das Gegenteil dazu sind dann natürlich auch wieder Bespiele wie FCR Duisburg und Frankfurt die aus ihren finaziellen Möglichkeiten zu wenig machen bzw gemacht haben.

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