Home » DFB-Frauen, Frauen-WM 2015

WM-Quali: DFB-Frauen gewinnen auch zehntes Spiel

Von am 17. September 2014 – 20.08 Uhr 18 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat die Qualifikation zur Frauen-WM 2015 in Kanada mit einer weißen Weste abgeschlossen. Zum Abschluss gab es in Heidenheim einen ungefährdeten Erfolg mit einem Jubiläumstreffer und einem Traumtor.

Anzeige

Beim 2:0 (2:0)-Sieg der DFB-Frauen gegen die Republik Irland vor 7 028 Zuschauern in Heidenheim sorgten Melanie Behringer (26.) und Anja Mittag (34.) dafür, dass die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft auch ihr zehntes WM-Qualifikationsspiel gewann.

Goeßling verletzt
Bundestrainerin Silvia Neid musste ihre geplante Startformation umbauen, da Lena Goeßling wegen eines Knochenbruchs im rechten großen Zeh verletzungsbedingt kurzfristig ausfiel, für sie begann Melanie Leupolz. Es dauerte in einer ereignisarmen ersten Halbzeit bis zur 26. Minute, ehe es die Zuschauer zum ersten Mal von den Sitzen riss.

Jubiläumstor von Behringer, Traumtor von Mittag
Nach einem schnellen Konter legte Anja Mittag den Ball quer zu Melanie Behringer, die in ihrem 100. Länderspiel auf Höhe des Elfmeterpunkts das 1:0 erzielte (26.). Das deutsche Spiel kam nun ins Rollen, Simone Laudehr schlug vom rechten Flügel einen Ball in den Strafraum und während Behringer den Ball nicht richtig traf, machte es Mittag umso besser und jagte aus 14 Metern mit einem sehenswerten Volleytreffer die Kugel ins Netz (33.). Simone Laudehr hätte kurz vor der Pause fast erhöht, doch der Pfosten verhinderte einen dritten Treffer (42.).

Überforderte Irinnen
Von den Irinnen war nicht viel zu sehen. „Alle haben nur 50 bis 60 Prozent ihrer Fähigkeiten gezeigt. Das Passspiel war schlecht, und oftmals haben wir die Bälle einfach nur weggeschlagen, weil auch keine Bewegung in unserem Spiel war“, zeigte sich Irlands Nationaltrainerin Sue Ronan vom Spiel ihrer Mannschaft in der ersten Halbzeit enttäuscht. Doch anstatt in der zweiten Hälfte auseinanderzufallen, zeigten die Irinnen noch einmal Kampfgeist. „Ich habe gesagt: ‚Ihr habt zehn Minuten, um euch zu verbessern'“, so Ronan schmunzelnd über ihre Halbzeitansprache.

Melanie Behringer (r.) hat ihr 100. Länderspiel mit einem Treffer gekrönt. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Melanie Behringer (r.) hat ihr 100. Länderspiel mit einem Treffer gekrönt. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Deutsches Spiel gerät ins Stocken
Das Spiel der Deutschen kam in der zweiten Halbzeit ins Stocken. „Das war alles etwas zerfahren“, so Neid, die sich mit den ersten 45 Minuten zufrieden zeigte, aber der zweiten Hälfte nicht mehr allzu viel abgewinnen konnte. Dennoch erarbeitete sich ihr Team noch weitere Möglichkeiten, wie etwa durch die eingewechselte Lira Alushi, die zweimal Pech hatte (64., 75.). Tabea Kemme hatte die nächste gute Chance, scheiterte aber knapp (78.). Und die irische Torhüterin Emma Byrne parierte stark bei einem 20-Meter-Schuss von Verena Faißt (88.).

Zufriedene Behringer
Torschützin Melanie Behringer erklärte in der ARD: „Mir macht es richtig viel Spaß, das hat man heute gesehen. In der ersten Halbzeit hatten wir sie richtig gut im Griff, in der zweiten haben wir das Spiel ein bisschen aus der Hand gegeben. Aber wir haben alle zehn Spiele gewonnen, wir können zufrieden sein.“

Deutschland – Irland 2:0 (2:0)

Deutschland: Angerer – Hendrich, Krahn, Peter, Kemme – Marozsán, Leupolz (69. Henning) – Laudehr (46. Faißt), Mittag, Behringer – Sasic (46. Alushi)

Irland: Byrne – O‘Gorman, Quinn, Fahey, Duggan – Campbell – Littlejohn (90. Perry), Smyth, Gorman, Russell (72. Roche) – Fiona O‘Sullivan (63. Denise O‘Sullivan)

Tore: 1:0 Behringer (26.), 2:0 Mittag (33.)

Schiedsrichterin:
Kateryna Monzul (Ukraine)

Zuschauer: 7 028

Gelbe Karten: – / Littlejohn, Byrne

Tags: ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • weltherrscher sagt:

    VON VIELEN WIEDER HOCHGEHYPT, die irinnen, haben erbärmlich gespielt.
    eine einzige torchance hatten die irinnen und sonst nichts und die HOCHGEHYPTEN einwürfe sind verpufft.
    deutschland ohne, kessler, gössling, popp und viele andere spielerinnen die verletzt sind trotzdem gut genug für die erbärmlich schwachen irinnen.

    (0)
  • Celia Sasic ist nicht Weltklasse sagt:

    Und viele haben mir noch ein Daumen runter gegeben als ich meinte Celia Sasic ist nicht Weltklasse haha Sie ist eine typische Abstauberin, die Klasse eines Lotta Schelin, Abby Wambach oder Marie-Laure Delie hat sie überhaupt nicht! Und gegen die großen Teams wie USA, Frankreich, Schweden oder Japan kommt von ihr immer sogut wie garnichts. Ich vermisse wirklich eine komplette Stürmerin wie Birgit Prinz https://www.youtube.com/watch?v=jc3oBc7fjUw&feature=youtu.be

    Und zum Spiel: Ich fande das Spiel überhaupt nicht gut, so darf man nicht gegen die USA, Frankreich, Japan oder Schweden spielen, man merkt dass Keßler, Goeßling und sogar eine Lotzen fehlen. Spieler die mir positiv aufgefallen sind waren nur Hendrich, Alushi, Kemme, Mittag und Behringer. Ich vertrete immer noch die Meinung dass man eine Julia Simic eine Chance gegeben muss vorne als 10ner zu agieren, auch wenn es viele nicht wahr haben wollen sie ist zurzeit die beste Spielmacherin in Deutschland.

    (0)
  • never-rest sagt:

    Das Publikum in Heidenheim war jedenfalls besser als das Spiel,

    (0)
  • balea sagt:

    @gerd karl aka weltherrscher

    Von Respekt und sportlicher Fairness hast du wohl noch nichts gehört, oder? Sonst könnte man sich wohl auch kaum so einen nick ausdenken.

    Tut mir leid, aber fast egal, was ich von dir lese, es hat immer dengleichen Zungenschlag. Welchen, schreibe ich nicht, das würde mit Recht wegmoderiert werden…

    (0)
  • karl sagt:

    Nur mal eine allgemeine Frage: ist der Name des Kommentars vom 17. September 2014 um 20.36 Uhr mit den Leitlinien vereinbar? Zweifelhaft finde ich es auf jeden Fall ….

    (0)
  • Fränkie.1970 sagt:

    Das Spiel in der ARD-Mediathek:

    noflash, 960×544 px, abspeicherbar

    Viel Spaß damit!

    (0)
  • Jan sagt:

    Ein recht überzeugender Auftritt der dt. N11. 🙂 Der wichtigste Fingerzeig aus dem Spiel schienen mir die 2 Torchancen Ende d. 1.Hz. (glaub‘ von Laudehr u. Sasic), wo Tunneln eindeutig wirkungsvoller gewesen wäre (od. oft auch ein Heber). Denn gegen starke Gegner bei der WM sollten solche Torchancen unbedingt genutzt werden! Ggf. also Abgeklärtheit u. Intuition bei Torchancen versuchen zu trainieren – soweit man letzteres überhaupt trainieren kann – insbesondere Tunneln u. Heber (besonders ins lange Eck). 🙂

    Wenn der dt. N11 das Verletzungspech gewohnt treu bleibt, sollten Simic u. Blässe zur WM-Vorbereitung vllt. wirklich nicht außer acht gelassen werden, oder?

    (0)
  • labersack sagt:

    @karl
    don´t feed the troll.

    (0)
  • never-rest sagt:

    Um noch etwas Positives beizusteuern: Abgesehen von den beiden tollen Toren hat mir Melanie Leupolz sehr gut gefallen. Sie könnte einmal N. Keßler nachfolgen, wenn sie sich weiter so gut entwickelt. Hatte sie zuletzt glatt vergessen, als ich über Alternativen zu Keßler – Goeßling im defensiven MF nachgedacht habe.

    (0)
  • dia sagt:

    @karl
    der Name, den du grenzwertig findest, naja, es ist eine Aussage, der man zustimmen oder die man ablehnen kann; ist irgendwie Geschmackssache sowas als Namen zu wählen, anstatt die Meinung fundiert zu vertreten.
    Aber der Name des Teilnehmers, der den post vom 17. 9 um 19:59 geschrieben hat, ist ziemlich peinlich.
    Gerd Karl ist immer zu erkennen mit seinen Weltherrscherfantasien. Er ist immer zu erkennen, gleich unter welchem Namen.

    (0)
  • Statistiker sagt:

    Nur für den Kollegen, der meint, dass Sasic nicht gegen USA, Frankreich, Schweden, Japan etc. trifft:

    05.07.2011: Deutschland-Frankreich 4:2 (1 Tor)
    05.03.2012: Deutschland-Schweden 4:0 (3 Tore)
    07.03.2012: Deutschland-Japan 4:3 (3 Tore)
    11.03.2013: Deutschland-Norwegen 2:0 (1 Tor)
    05.04.2013: Deutschland-USA 3:3 (1 Tor)
    29.06.2013: Deutschland-Japan 4:2 (2 Tore)

    Das sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe Spiele gegen die Creme de la Creme des deutschen FFs, gegen die sie alle getroffen hat.

    (0)
  • Celia Sasic ist nicht Weltklasse sagt:

    @ 18. September 2014 um 2.17 Uhr , Das waren immer Freundschaftsspiele… Wenn das ernst wurde hat sie nie oder kaum getroffen, siehe EM 2013 oder WM 2011. Gegen die großen in der Bundesliga Wolfsburg, Potsdam oder Bayern trifft sie auch kaum. Sie ist nicht Weltklasse, eine Birgit Prinz war es! Qualitäten wie heute von Stürmerinnen Abby Wambach und Lotta Schellin besitzt sie nicht. Celia hat Potential aber sie arbeitet zu wenig…

    (0)
  • pinkpanther sagt:

    @Celia Sasic…: „Das waren immer Freundschaftsspiele“ ???
    NEIN!
    Wenn WM und Algarve-Cup Freundschaftsspiele sind, was sind dann „ernsthafte“ Spiele?

    Treffer von Celia bei
    WM:
    26.06.2011: Deutschland – Kanada 2:1 (1 Tor)
    05.07.2011: Deutschland-Frankreich 4:2 (1 Tor)

    Algarve-Cup:
    05.03.2012: Deutschland-Schweden 4:0 (3 Tore)
    07.03.2012: Deutschland-Japan 4:3 (3 Tore)
    11.03.2013: Deutschland-Norwegen 2:0 (1 Tor)

    Ich mag zwar die Vergleiche mit dem Männerfußball normalerweise nicht so sehr, aber hier finde ich ihn angebracht: Der WM-Rekordtorschütze, Miro Klose, hat auch in keinem WM-Finale/EM-Finale oder Spiel um Platz drei getroffen und ist trotzdem ein Weltklassespieler …

    (0)
  • wrack sagt:

    Ansprechendes Spiel. Die Irinnen waren keineswegs schwach, besonders defensiv standen sie oft sehr gut, waren aber in der ersten HZ ohne Perspektive angesichts der deutschen Überlegenheit. Der deutsche Ball lief recht gut, Schulbuch-Konter zum 1-0 durch Behringer über CELIA und Anja Mittag (Stationen wie beim Laudehr-Tor gegen Russland), 2-0 folgerichtig aufgrund des Drucks. Hohe Effizienz bei den Chancen. In HZ2 weniger konsequentes deutsches Spiel, ergo die einzige irische Torchance. Mehr Chancen, weniger Effizienz. Kemme hätte mit ihrer Direktabnahme ein TOr verdient gehabt, überhaupt fiel der Sieg ein, zwei Tore zu niedrig aus.
    Natürlich muss man berücksichtigen, dass die 6er fehlten. Leupolz gut, aber (noch) kein voller Ersatz. Maro in HZ2 weniger dominant, da fehlte auch die Unterstützung von Laudehr und Sasic. Alushi noch immer nicht erste Wahl, Faißt mit guten Szenen. Hendrich auffallend verbessert.
    Eine Aussage über die Potenz der N11 kann man angesichts der vielen Verletzungen m.E. nach nicht treffen.

    @ Celia..Weltklasse: Jedem seine Meinung. Aber dann bitte mit korrekten Behauptungen. Japan z.B. zählt zu Celias besten Kunden. Gegen Frankreich 2011 war das ein WM-Spiel. Und nenne mir doch die Treffer von Wambach und Schelin seit 2011 gegen die Großen (?) in Pflichtspielen ! Das Wort „kaum“ trifft da auch zu. Wie definierst du Weltklasse ? Birgit Prinz als Referenz ist nicht valide, sie spielt seit 2011 nicht mehr. Seitdem hat sich da einiges in den Abwehrreiehen getan. Deine schlampige Argumentation erinnert mich übrigens sehr an jemanden.

    (0)
  • Statistiker sagt:

    Celia hat einmal schlecht gespielt gegen Japan bei der WM 2011. Da hat aber auch jede schlecht gespielt. Ich erinnere mich nur noch an die 100%-ige Chance von Grings, einer Weltklassestürmerin.

    Ansonsten tappen wir statistisch einfach noch zu sehr im Dunkeln. Ich bin mir allerdings sicher, dass Statistiken belegen würden, dass von allen Stürmerinnen der Liga Celia am meisten Laufarbeit betreibt. Deutlich mehr als Schelin und Wambach, die man nur sehr, sehr selten hinter der Mittellinie sieht.

    Und zu Celias Toren in der Liga: Immerhin hat sie gegen jeden der großen drei schon getroffen in den letzten 2 Jahren.

    Natürlich ist Celia keine Birgit Prinz, sie ist ein ganz anderer Typ Spielerin. Celia legt den Ball auch nochmal quer, lässt sich fallen und macht die Räume auf für die Flügelspielerinnen, etc.
    Einer Birgit Prinz kommt eher eine Mandy Islacker gleich, eine echte Strafraumstürmerin. Ihr rechne ich auch die meisten Chancen auf die Torschützenkrone aus und hoffe, dass sie auch für die N11 nominiert wird.

    Ich finde es gut, dass sich zur Zeit soviele Spielerinnen anbieten. Ich weiß aber nicht, ob es nicht für Neid eine Überforderung darstellt, sie immer ideal einzusetzen. Gerade im defensiven Mittelfeld das Überangebot mit Keßler, Goeßling, Marozsan, Laudehr, Leupolz, Behringer, da muss man schon genau sehen, wer auf welchen Gegner bestens zugeschnitten ist.

    (0)
  • Andi sagt:

    Was kann man aus diesem Spiel mitnehmen?

    Für mich einiges, ja, man ist auch mit vielen Verletzten immer noch weitgehend konkurrenzfähig. Ein durchaus positiv zu bewertender Punkt, auch wenn ich wie alle hoffe, das sich das Lazarett bald lichten wird.

    Mir hätte es gut gefallen, wenn Laudehr die Rolle Krahns übernommen hätte, einfach weil mal sehen möchte wie sich das Spiel der Natio gestaltet, wenn da jemand mitmischt, der das Spiel mit klugen Pässen eröffnen kann. Zumindest eine Überlegung wert.

    Außerdem muss ich gestehen, das ich ein großer Fan von Melanie Leupolz bin und ihr schöner Pass auf Laudehr hat mir auch wieder gezeigt warum. Wenn das Mädel weiterhin so hart und kontinuierlich arbeitet, dann werden wir unsere Freude an ihr haben. Außerdem das Mädel kann laufen und sich schinden. Etwas das mir bei Marozsan wirklich abgeht. So sehr ich ihre Spielintelligenz, Technik und Talent schätze, wenn sich hier nicht bald was tut, dann wird in der Rolle des ewigen Talents hängen bleiben. Schade!

    Die massive Kritik an Celia Sasic verstehe nicht ganz. Aber nun jedem das seine.

    Freue mich in jedem Fall auf Kanada… vor allem weil ich auch selber zu dieser Zeit in Kanada sein werde und das vor Ort mitverfolgen kann. 🙂

    (0)
  • labersack sagt:

    @wrack,
    der,dessen Name nicht genannt werden darf hat provoziert, aber weder hirnlose Nicks verwendet noch solch infantile Kommentare abgegeben. Deinen Verdacht hatte ich ursprünglich auch, da er abgetaucht ist. Ich glaube aber mittlerweile, daß hier einundderselbe Troll unter verschiedenen Nicks auftritt

    (0)
  • Rudi sagt:

    Ich hab mich auch schon gewundert wo S…. abgeblieben ist, wenn er gemeint ist? Hab aber mittlerweile festgestellt dass er bei Framba sein „Unwesen“ teibt!

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar